Chihuahua – kleiner Hund mit großen gesundheitlichen Problemen
13.03.2026 - Lesedauer: 13 Minuten

Typisch für den Chihuahua ist der kleine, kurze Schädel, der im Verhältnis zum Körper deutlich überproportioniert ist, sowie die daraus hervortretenden Augen. Einige dieser Merkmale zählen zu Qualzuchtmerkmalen.
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Klein, aber oho! Beim mexikanischen Chihuahua handelt es sich um die kleinste Hunderasse der Welt. Die Größe des Chihuahua liegt zwischen 15 und 35 Zentimetern Schulterhöhe. Mit maximal drei Kilo ist auch das Gewicht des Chihuahua teilweise an einer gesundheitlich bedenklichen Grenze. In Fachkreisen werden Hunde unter 2kg, darunter besonders die Tea-Cup Züchtungen, als Qualzucht angesehen. Allerdings sind Chihuahuas keinesfalls dafür geeignet, in der Handtasche getragen zu werden: Der kleine Hund mit einigen Qualzuchtmerkmalen will Action, wie es seiner aufgeweckten Art entspricht!
- Geheimnisvolle Herkunft
- Wie sieht ein Chihuahua aus?
- Charakter des Chihuahuas: Ist ein Chihuahua ein Kläffer?
- Steckbrief Chihuahua
- Ist ein Chihuahua schwer zu erziehen?
- Wie halte ich einen Chihuahua
- Wie lange kann man einen Chihuahua alleine lassen?
- Pflege des Chihuahua
- Wie alt werden Chihuahuas?
- Gesundheit des Chihuahuas: Was musst du wissen?
- Chihuahua kaufen: Was solltest du beachten?
- Wie viel kostet ein Chihuahua?
Geheimnisvolle Herkunft
Der Ursprung des Chihuahuas liegt im Nebel der Vergangenheit. Die Zucht von sehr kleinen Hunden als Opfer- und Speisetiere soll es schon bei den Tolteken, einer mittelamerikanischen Hochkultur mit Blütezeit zwischen dem zehnten und zwölften Jahrhundert, gegeben haben. Eine andere Theorie vermutet den Ursprung in der älteren aztekischen Kultur oder gar im alten Ägypten. Viel später verkauften Nachkommen der mexikanischen Urbevölkerung in der Provinz Chihuahua kleine Hündchen an Touristen. So kam der Winzling in die USA und startete dort seine Karriere, seit 1905 sogar als anerkannter Rassehund. Man unterscheidet den langbeinigen Derry- und den kräftigeren Cobby-Typ. Beide Typen kommen als Lang- und Kurzhaar-Variante vor.
Wie sieht ein Chihuahua aus?
Der Chihuahua ist ein kompakter, kleiner Hund, der einen apfelförmigen Kopf mit großen, im Verhältnis zum Kopf überproportionierten Augen besitzt, welche sogar herausfallen können. Augen besitzt. Seine Ohren sind groß, aufgerichtet mit einem breiten Ansatz. Ausgewachsen bringt es der Chihuahua auf eine Schulterhöhe von 15 bis 25 Zentimeter (in Einzelfällen bis zu 35 Zentimeter) und einem Gewicht zwischen 1,5 und drei Kilogramm. Dabei handelt es sich um eine extrem kleine Zuchtform, die mit gesundheitlichen Einschränkungen einhergeht. Da bei einem Körpergewicht von Hunden unter 2kg von Qualzuchten gesprochen wird und dieser Gewichtsbereich im Zuchtziel der Rasse vorkommt, zählen einige Chihuahuas – insbesondere die Teacup-Züchtungen – zu den Qualzuchten. Heutzutage gibt es den Chihuahua in den Fell-Varianten Langhaar und Kurzhaar, wobei der Kurzhaar-Chihuahua die ursprüngliche Form darstellt. Anders als die Kurzhaar-Variante verfügen langhaarige Chihuahuas vor allem an Brust, Ohren, Läufen, Rute und Rückseiten über längere Haare. Dabei kann das Fell der langhaarigen Chihuahuas glatt oder leicht gewellt sein. Abgesehen von der Felllänge unterscheidet man beim Chihuahua zudem zwei Körpertypen. Der sogenannte Cobby-Typ zeichnet sich durch eine kompakte, kräftige Statur aus, während der Derry-Typ längere Beine besitzt.
Beim Chihuahua sind laut der Fédération Cynologique Internationale (FCI) mit Ausnahme von merle alle Fellfarben in allen Schattierungen und Kombinationen erlaubt. Zu den möglichen Farbvarianten zählen beispielsweise creme, chocolate oder red.
Charakter des Chihuahuas: Ist ein Chihuahua ein Kläffer?
Der Chihuahua verfügt über sehr vielfältige Charakterzüge. Das kleine Temperamentbündel ist seinen Menschen gegenüber verspielt und verschmust. Geschickt versteht es der Chihuahua, sich in den Vordergrund zu drängen, wenn er sich nicht genug beachtet fühlt. Der Charakter des Chihuahuas ist gesellig und unternehmungslustig. Er hat ein stark ausgeprägtes Rudelverhalten und fühlt sich mit Artgenossen an seiner Seite wohl. Charaktertypisch ist eine gewisse Selbstüberschätzung, die er im Verhalten gegenüber anderen Hunden an den Tag legt, ganz nach dem Motto: Wer klein ist, hat trotzdem Mumm! Außerdem ist der Chihuahua ein intelligenter Hund und möchte entsprechend geistig gefordert werden.
Innerhalb der Rasse gibt es sowohl in Bezug auf die Haarlänge als auch hinsichtlich der auftretenden Charakterzüge erhebliche Unterschiede. Die unterschiedlichen Haarlängen lassen sich damit erklären, dass Chihuahuas in der Vergangenheit wahrscheinlich mit Zwergspitzen und Papillons verpaart wurden, um Chihuahuas mit längerem Fellkleid zu erschaffen. Dennoch gilt: Nicht die Felllänge entscheidet über den Charakter eines Chihuahuas. Jedes Exemplar verfügt über seinen individuellen Charakter und so kann auch ein Kurzhaar-Chihuahua in seiner Art sanfter und ausgeglichener sein als ein Langhaar-Chihuahua.
Viele Menschen glauben, Chihuahuas seien kleine Kläffer. Mit der richtigen Erziehung und Sozialisierung trägst du aber wesentlich dazu bei, dass dein Chihuahua nicht zum Kläffer wird. Außerdem ist auch der Besuch einer Hundeschule empfehlenswert.
SteckbriefChihuahua
Rasse | Chihuahua |
Herkunft | Mexiko |
Klassifikation | Gesellschafts- und Begleithunde |
Größe | 15 bis 25 Zentimeter Schulterhöhe, in Einzelfällen bis 35 Zentimeter |
Gewicht | 1,5 bis 3 Kilogramm (unter 2kg Qualzuchtmerkmal) |
Körperbau | zierlich, apfelförmiger Kopf mit spitzer Schnauze, gebogene Rute |
Augen | überproportional groß, häufig auf Grund der Brachycephalie und des apfelförmigen Schädels sogar Neigung zum Herausfallen (Qualzuchtmerkmal) |
Ohren | hoch abstehend
|
Fell und Farbe | Lang- und Kurzhaar-Varianten mit wenig Unterwolle, weich und seidig; alle Farben |
Besonderheiten | friert leicht, Deckchen zum Einkuscheln im Körbchen und Kälteschutz im Winter empfohlen
|
Charakter | lebhaft, aufmerksam, verschmust, neigt zu Eifersucht und Selbstüberschätzung |
Pflege | regelmäßig bürsten, Baden nach Bedarf |
Gesundheit | Anfälligkeit für Schluckbeschwerden, Unterzuckerung, Augenreizungen, Verschiebung der Kniescheibe und Zahnprobleme, Hydrocephalie (Wasserkopf), Häufig gesundheitliche Probleme bei Hunden unter 2 Kilogramm und Brachycephalie (Qualzuchtmerkmale) |
Alles für kleine Hunde
Hochwertiges Futter, stylische Leinen, oder cooles Spielzeug und bequeme Hundebetten – hier gibt es alles, was das kleine Hundeherz begehrt.
Ist ein Chihuahua schwer zu erziehen?
Wie jede andere Hunderasse hat auch der Chihuahua besondere Eigenschaften, die es bei der Erziehung zu beachten gilt. Eine gute Hundeerziehung trägt zu einem angenehmen und entspannten Zusammenleben zwischen dir und deinem Chihuahua bei und sollte bereits beginnen, wenn dein Chihuahua noch ein Welpe ist. Wichtig ist, dass du dich bei der Erziehung deines Hundes konsequent verhältst und regelmäßig mit ihm übst, damit er das Gelernte optimal verinnerlichen kann und auch bei Ablenkung so reagiert, wie ihr es gemeinsam geprobt habt. Schließlich
wird dein Hund im Laufe seines Lebens Kontakt zu Artgenossen und Menschen, darunter auch Kindern, haben. Er wird dich im Alltag begleiten, etwa zum Einkaufen, in Restaurants oder in den Urlaub. Aber sicherlich möchtest du ihn auch einmal für begrenzte Zeit alleine zu Hause lassen können, ohne dir Sorgen um ihn oder die Wohnungseinrichtung machen zu müssen. Daher ist es wichtig, dass du dich auf deinen Chihuahua verlassen kannst und er keine Angst vor anderen Menschen, Tieren, lauten Geräuschen, unbekannten Situationen oder Ähnlichem hat. Wichtig ist zudem, dass er in alltäglichen Situationen nicht aggressiv reagiert und sich auf dich als Rudelführer stets verlassen kann.

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Wie halte ich einen Chihuahua?
So winzig der Chihuahua ist – es handelt sich um einen normalen Hund, den du als solchen ernst nehmen musst. Der kleine Vierbeiner unterscheidet sich in seinen Verhaltensweisen und Bedürfnissen nicht von größeren Artgenossen. Seine Zierlichkeit erfordert dennoch ein gewisses Feingefühl: Achte darauf, dass der Kleine nicht durch zu feste Griffe oder unbeabsichtigte Tritte in Menschenmengen zu Schaden kommt. Auch ist ein Brustgeschirr einem Halsband vorzuziehen, um Verletzungen vorzubeugen. Der Chihuahua braucht Aufmerksamkeit und Auslastung: Bekommt er nicht genug, kommt es nicht selten zu Verhaltensauffälligkeiten. Sein lebendiges Wesen macht das kleine Energiebündel zum idealen Begleiter, wenn du ihm viel Auslauf und ein spannendes Hunde-Unterhaltungsprogramm bieten kannst. Stadtbewohnern kommt dennoch das Kleinformat zugute. Chihuahuas fühlen sich auch in einer Wohnung wohl – vorausgesetzt, Auslauf und Spiel kommen nicht zu kurz. Der Chihuahua ist im Freien nahezu unermüdlich, lernwillig und trotz seiner Körpergröße auch für Agility-Sport gut geeignet.
Wie lange kann man einen Chihuahua alleine lassen?
Insbesondere zu Beginn reagieren viele Hunde gestresst, wenn sie alleine gelassen werden. Daher solltest du das Alleinsein schon früh mit deinem Chihuahua üben. Ist ein ausgewachsener Chihuahua an das Alleinsein gewöhnt, kannst du ihn ruhig wenige Stunden alleine zu Hause lassen. Sorge aber dafür, dass er sich bei Bedarf selbst beschäftigen kann, oder dafür, dass zwischendurch jemand nach ihm sieht und mit ihm nach draußen geht. Achte darauf, dass Kauartikel nicht zu hart für die Zähne sein sollten und nicht splittern können. Außerdem ist es sicherer, deinen Hund damit nicht unbeaufsichtigt zu lassen, da dennoch ein gewisses Verletzungsrisiko besteht. Um zu überprüfen, was dein Chihuahua in deiner Abwesenheit treibt oder wie es ihm geht, kannst du ihn von unterwegs zum Beispiel mit einer Kamera im Auge behalten.
Aber auch, wenn dein Chihuahua ans Alleinsein gewöhnt ist, solltest du ihn nicht zu lange unbeaufsichtigt lassen. Wenn dein Chihuahua viele Stunden alleine bleiben muss, ist es ratsam, dir eine Hundebetreuung zu suchen. Sei dir vor der Anschaffung bewusst, dass ein Hund über viele Jahre hinweg Freude bringt, aber auch Verantwortung sowie einen gewissen zeitlichen und materiellen Mehraufwand mit sich bringt. Achte außerdem darauf, dass dein Alltag und dein Lebensumfeld langfristig genügend Raum bieten, um dem Tier ein liebevolles Zuhause zu ermöglichen.
Pflege des Chihuahua
Ein Chihuahua genießt das volle Pflegeprogramm. Sein seidiges Fell solltest du regelmäßig bürsten und deinem Hund bei dieser Gelegenheit Wellness gönnen. Eine weiche Babybürste eignet sich ideal für das zarte Fell. In der kalten Jahreszeit schützt du deinen Chihuahua am besten mit einem Hundemantel vor Kälte und Nässe. Achte auch auf die Augen, die zum Tränen neigen. Im Idealfall hat der Tierarzt deiner Wahl Erfahrungen mit Kleinsthunden. Der Chihuahua neigt zu Problemen mit den großen Augen und Zahnstein, welche nicht selten durch Qualzuchtmerkmale bedingt sind. Biete ihm regelmäßig Zahnpflege-Kauartikel an.
Wie alt werden Chihuahuas?
Bei einem Chihuahua beträgt die Lebenserwartung etwa 16 Jahre, wobei als Faustregel gilt, dass kleinere Hunde eine höhere Lebenserwartung als große Rassen haben. Besonders unzulässige Qualzucht-Varianten wie Mini-Chihuahuas haben häufig mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die ihre Lebenserwartung beeinträchtigen können.
Gesundheit des Chihuahuas: Was musst du wissen?
Beim Chihuahua ist es wichtig, die Zucht besonders genau zu betrachten, weil die Rasse zu den kleinsten Hunden überhaupt gehört. Der offizielle Rassestandard (FCI Nr. 218) bewertet Chihuahuas ausschließlich nach ihrem Gewicht: erlaubt sind 1–3 kg, ideal sind 1,5–2,5 kg. Dadurch gelten auch Hunde unter 2 kg noch als „im Standard“. So kleine Tiere können jedoch deutlich anfälliger sein. Schon ein Sprung vom Sofa oder ein kleiner Unfall kann zu ernsten Verletzungen führen. Außerdem treten bei sehr kleinen Chihuahuas häufiger Zahn- und Kieferprobleme, Kniescheibenprobleme, Herz- und Atemwegsbeschwerden sowie Komplikationen bei der Geburt auf.
Hinzu kommt, dass in der Zucht oft Merkmale verstärkt werden, die ein besonders „niedliches“ Aussehen erzeugen – wie ein sehr runder Kopf, eine kurze Schnauze und große, hervorstehende Augen. Je extremer diese Merkmale ausfallen, desto eher spricht man von einer Qualzucht, weil sie das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöhen.
Eine sehr kurze Schnauze kann Atemprobleme verursachen: Die Hunde röcheln oder schnarchen, sind schnell erschöpft und können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren, was sie anfälliger für Überhitzung macht. Die großen Augen sind empfindlicher und geraten leichter in Mitleidenschaft, zum Beispiel durch Reizungen oder Verletzungen. Im Extremfall können diese sogar aus dem Schädel vorfallen. Manche Chihuahuas haben offene Stellen am Schädel (persistierende Fontanellen), die das Risiko für Kopfverletzungen steigern. Zusätzlich können neurologische Erkrankungen wie Hydrocephalus („Wasserkopf“) oder Syringomyelie auftreten, die starke Schmerzen, auffälliges Kratzen oder Bewegungsstörungen verursachen können.
Besonders kritisch sind sogenannte „Teacup“-Chihuahuas. Dabei handelt es sich um bewusst extrem klein gezüchtete Hunde – eine Größe, die nicht offiziell anerkannt ist. Oft werden dafür die kleinsten und gesundheitlich schwächsten Tiere ausgewählt, was das Risiko für Erbkrankheiten und weitere gesundheitliche Probleme stark erhöht. Viele der genannten Qualzuchtmerkmale treten bei diesen extrem kleinen Hunden noch häufiger und ausgeprägter auf.
Wichtig ist außerdem: Hunde mit Qualzuchtmerkmalen brauchen im Alltag meist mehr tierärztliche Versorgung, regelmäßigere Untersuchungen, spezielle Pflege und oft Behandlungen, die langfristig deutlich höhere Kosten verursachen können.
Wer sich für einen Chihuahua interessiert, sollte deshalb auf eine verantwortungsvolle und gesundheitsorientierte Zucht achten: auf gesunde Elterntiere, freie Atmung, zum Schädel passende Augen, eine robuste Körperstruktur und nachvollziehbare tierärztliche Untersuchungen. Angebote, die mit Begriffen wie „Mini“ oder „Teacup“ werben, sollten unbedingt gemieden werden, da sie häufig mit erheblichen gesundheitlichen Risiken und späteren Mehrkosten verbunden sind.
Qualzucht-Hinweis
Diese Rasse wird in vielen Teilen der Welt als Qualzucht eingestuft.
Das 1999 im Auftrag der Bundesregierung und unter Mitwirkung des Deutschen Tierschutzbundes erstellte „Qualzuchtgutachten“ empfiehlt ein Zuchtverbot für haarlose, extrem kurzköpfige Zuchtformen (sogenannte brachycephale Rassen) und weitere, bei denen extreme Ausprägungen im Körperbau (sehr langer Rücken, stark verkrümmte Beine, Wirbelsäulenveränderungen, übermäßiges Fellwachstum usw.) ein gesundes Leben unmöglich macht.
Ein verantwortungsvoller Tierhalter, der natürlich viel Wert auf ein gesundes, unbeeinträchtigtes Leben seines Vierbeiners legt, sollte bei der Entscheidung für eine geeignete Rasse nicht nur auf hervorragende Charaktereigenschaften achten, sondern auch diese Hinweise unbedingt berücksichtigen.
Wir von Fressnapf setzen uns als verantwortungsbewusste Tierfreunde aktiv für das Wohlergehen der Tiere ein und möchten auf die Herausforderungen hinweisen, die bestimmte Zuchtpraktiken mit sich bringen. Daher vermeiden wir es bewusst, Bilder von Qualzuchten außerhalb expliziter Rasseportraits zu zeigen, um keine ungewollte Nachfrage zu fördern.
Uns ist zudem bewusst, dass viele Tierhalter nicht wissen, dass ihr geliebtes Haustier unter den Folgen einer Qualzucht leiden könnte. Unser Ziel ist es nicht, Schuldgefühle zu wecken, sondern durch informative Beiträge darüber aufzuklären und gleichzeitig Hilfestellungen zu geben, diesen Tieren ein möglichst gesundes und glückliches Leben zu ermöglichen.
Chihuahua kaufen: Was solltest du beachten?
Informiere dich bitte vor der Anschaffung eines Hundes ausführlich über typische Qualzuchtmerkmale und deren Folgen. Nur wenn du die gesundheitlichen Risiken verstehst, kannst du deinem Tier ein artgerechtes und möglichst beschwerdefreies Leben ermöglichen und es vor weiterem Schaden schützen. Tiere mit Qualzuchtmerkmalen benötigen häufig mehr tierärztliche Betreuung und spezielle Pflege, was langfristig deutlich höhere Kosten verursachen kann. Wenn du das Leid dieser Tiere verringern und dazu beitragen möchtest, dass Qualzucht beendet wird, solltest du bewusst darauf verzichten, betroffene Tiere zu kaufen. Solange diese Hunde nachgefragt werden und ihr Verkauf profitabel bleibt, werden sie weiterhin gezüchtet – trotz der gesundheitlichen Belastungen, die damit für die Tiere verbunden sind.
Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir einen Chihuahua-Welpen zu kaufen, wende dich im Vorfeld an einen seriösen Chihuahua-Züchter. Achte unbedingt darauf, dass er einen verantwortungsvollen Umgang mit seinen Hunden pflegt und dir bei Fragen rund um die Rasse kompetent zur Seite steht. Bestehe darauf, die Elterntiere persönlich kennenzulernen, tierärztliche Behandlungsnachweise einzusehen und vollständige, nachvollziehbare Papiere zu erhalten. Diese Unterlagen helfen dir einzuschätzen, ob die Zucht verantwortungsvoll erfolgt und die Gesundheit der Tiere im Mittelpunkt steht. Du hast aber auch die Möglichkeit, einen Chihuahua von Privatleuten zu übernehmen, die ihren Vierbeiner aufgrund persönlicher oder gesundheitlicher Gründe abgeben müssen. Auch über ein Tierheim oder eine Tierschutzorganisation kannst du einen Chihuahua oder Chihuahua-Mix erwerben.
Vom ohnehin schon kleinen Chihuahua existiert eine noch kleinere Version – der sogenannte Mini-Chihuahua oder Teacup-Chihuahua. Diese sind kleiner und leichter als das „Original“. Seriöse Züchter züchten jedoch nicht mit derart kleinen Chihuahuas, da dies mit einem erhöhten Risiko für vererbbare Krankheiten einhergeht. In der Folge erwarten diese Hunde möglicherweise ein leidvolles Leben oder ein frühzeitiges Ableben. Beim Mini-Chihuahua handelt es sich also nicht um eine offizielle Hunderasse. Mehr noch: Gemäß der Zuchtordnung des Verbandes für das deutsche Hundewesen (VDH) ist die Zucht von sogenannten Teacup-Hunden verboten. So ist beispielsweise darin festgelegt, dass nur mit Hunden gezüchtet werden darf, die mindestens zwei Kilogramm wiegen. Teacup-Hunde wiegen aber häufig weniger. Es ist also davon abzuraten, einen bewusst klein gezüchteten Mini-Chihuahua zu kaufen.
So erkennst du seriöse Züchter
Generell erkennst du seriöse Züchter daran, dass sie großen Wert auf die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Tiere legen. Das bedeutet, dass nur mit gesunden Elterntieren gezüchtet wird. Zudem kennt sich der Züchter mit den gesundheitlichen Besonderheiten der Rasse aus und veranlasst, wenn möglich, Gentests der Elterntiere, um vererbbare Krankheiten auszuschließen. Für diese Untersuchungen sowie für die ordnungsgemäßen Impfungen, Entwurmungen und Gesundheitschecks der Jungtiere liegen entsprechende tierärztliche Nachweise vor. Außerdem zeigt dir ein seriöser Züchter gerne die Haltungsbedingungen der Elterntiere und der Jungtiere und erlaubt Besuche. Auch wird er oder sie dich nach deinen Lebensumständen, deiner Berufstätigkeit, deinem häuslichen Umfeld und deiner Motivation für die Tierhaltung befragen. Darüber hinaus ist es meist ein gutes Zeichen, wenn die Zucht einem anerkannten Zuchtverband angehört und dort registriert ist, da die Zucht dann bestimmten Richtlinien unterliegt, die regelmäßig überprüft werden.
Wie viel kostet ein Chihuahua?
Wie viel ein Chihuahua kostet, lässt sich nicht pauschal sagen. Der Preis hängt nicht zuletzt davon ab, ob du deinen Hund von einem Züchter oder über den Tierschutz beziehst. Grundsätzlich gilt, dass bei einem Hund von einem seriösen Züchter durchaus mit einem vierstelligen Betrag zu rechnen ist.
Diese kleinen Hunderassen solltest du dir auch ansehen:
- Bichon Frisé: Liebenswerter Wuschel von den Kanaren
- Bolonka Zwetna: Charmanter Sonnenschein mit viel Power.
- Bologneser: Vom Adelshund zum fröhlichen Familienbegleiter.
- Chinesischer Schopfhund: Wenn das Aussehen die Gesundheit beeinträchtigt.
- Japan Chin: Liebenswerter Begleithund mit gesundheitlichen Problemen.
- Löwchen: Mini-Löwe mit Herz und Charme.
- Pekingese: Charmanter Begleithund mit Kurzköpfigkeit.
- Pomsky: Der liebenswerte Miniatur-Husky aus Amerika.
- Shih Tzu: Der wuschelige Tempelhund gesundheitlichen Problemen.
- Zwergpudel: Gewitzter Hund mit vielen Talenten.






