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Japan Chin steht auf einem begrasten Hügel

Japan Chin – liebenswerter Begleithund im Handtaschenformat

Der Japan Chin gehört zu den beliebtesten Schoßhunden – und das seit Jahrhunderten. Nicht nur japanische Kaiser, sondern auch Queen Viktoria genossen die Gesellschaft dieser anhänglichen und angenehmen Gesellschafter. Heute ist „der Chin“, wie ihn Rasseliebhaber gerne nennen, nicht mehr dem Adel vorbehalten. Für Menschen mit wenig Platz, die nur wenig spazieren gehen können, aber ihren Hund immer bei sich haben möchten, ist der Japan Chin der perfekte Begleithund.

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Vom königlichen Schoßhund zum beliebten Begleiter

Die Herkunft der außergewöhnlichen Begleithunderasse ist nicht mehr vollständig aufzuklären, Historiker gehen aber davon aus, dass die Vorfahren der späteren Japan Chins als Gastgeschenk eines Herrscherhauses aus Nordkorea und China nach Japan gelangten. Dementsprechend wertvoll waren die Hunde damals – und sind es über Jahrhunderte geblieben. Nur der Adel durfte diese kleinen Fellknäuel halten und züchten. Es bildeten sich unterschiedliche Zuchtlinien, die aufgrund beständiger Inzucht und der stetigen, gezielten Verkleinerung der Tiere schon früh von Erbkrankheiten betroffen waren. Durch das Einkreuzen einiger Spaniels und den regelmäßigen Austausch von Zuchttieren konnte sich die Hunderasse über die Jahre jedoch stabilisieren.

 

Erst im 18. Jahrhundert lüftete ein japanischer Herrscher das Geheimnis um den Japan Chin, indem er einem europäischen Händler sieben dieser Hunde schenkte. Nur zwei von ihnen erreichten England, wo sie Queen Viktoria begleiteten. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich der japanische Kuschelhund zum beliebtesten Schoßhund beim europäischen Adel. Ihre freundliche, loyale und verschmuste Art lässt ihnen bis heute die Herzen zufliegen. Für Ersthundehalter, Familien mit älteren Kindern, Menschen mit wenig Platz in der Wohnung oder ältere Personen, die nicht mehr so lange spazieren gehen können, ist der charmante Zwerg die richtige Wahl.

Der Charakter des Japan Chin

Der Japan Chin ist ein fröhlicher, anhänglicher und cleverer Kleinsthund, der mit den meisten Zwei- und Vierbeinern wunderbar auskommt. Wer Kleintiere wie Kaninchen hält, sollte aber aufpassen: Einige Zuchtlinien haben einen spürbaren Jagdtrieb. Sonderlich wachsam oder gar beschützend agieren die Zwerge dagegen nicht.

 

Die flauschigen Schoßhunde binden sich sehr eng an ihre Menschen. Bei Fremden und Besuchern zeigen sie sich eher scheu und zurückhaltend, aber nie aggressiv. Es ist wichtig, ihnen ausreichend Raum zum Ausweichen zu geben, wenn sie auf unbekannte Menschen treffen. Gerade aufgrund ihrer geringen Größe fühlen sie sich sonst schnell bedrängt. Mit Knurren und Abschnappen zeigen sie ihre Überforderung an. Im Umgang mit kleineren Kindern ist Vorsicht besonders wichtig, denn Kleinsthunde haben ein hohes Verletzungspotenzial.

 

Die enge Bindung an seine Menschen hat zur Folge, dass viele Japan Chins nur ungern alleine bleiben. Bei der Anschaffung solltest du dies unbedingt beachten. Dank ihrer geringen Größe – in Japan trug man die Zwerge bisweilen im Kimonoärmel spazieren – kann der Japan Chin dich zwar fast überall hin begleiten. Ist das aber nicht möglich, ist ein Plan B mit einer erfahrenen Betreuung notwendig.

 

Die Intelligenz des Japan Chins solltest du keineswegs unterschätzen: Es handelt sich um clevere kleine Hunde, die gern Hundetricks lernen, spielen und ihre Umwelt erkunden. Aufgrund seiner Größe musst du deinen Vierbeiner jedoch draußen selbst bei guter Sozialisierung vor größeren Hunden angemessen schützen.

 

Ein interessanter Aspekt beim Charakter dieser Rasse liegt in ihrer oft katzenhaften Art. Japan Chins putzen ihr Gesicht mit den Vorderpfoten und streichen wie Katzen mit dem Kopf an Vorhängen oder dem Sofa entlang. Sogar ihr Eigensinn und die elegante Art erinnern an eine Katze.

Japan Chin: Erziehung und Haltung

Kleine Hunde stellen dich vor andere, jedoch nicht geringere Herausforderungen als große Fellnasen. Grundsätzlich gilt: Auch ein Kleinsthund wie der Japan Chin muss ordentlich erzogen werden. Er sollte nichts dürfen, was er nicht auch als größerer Hund im Haushalt tun dürfte. Beachtest du das nicht, ziehst du dir schnell einen kleinen vierbeinigen Diktator heran, der rotzfrech seinen Platz auf der Couch verteidigt und ungefragt das Essen mit dir teilt. Schon mit dem Einzug beginnt deshalb die wichtige Phase der Sozialisierung und Erziehung. Ersthundehalter sollten frühzeitig Unterstützung in einer Hundeschule suchen – auch und obwohl der Chin so winzig ist. Viele Hundeschulen bieten spezielle Welpenspielgruppen für kleine Rassen an, damit auch diese soziales Verhalten von der Pike auf lernen.

 

Unerwähnt bleiben darf beim Japan Chin nicht, dass er, wie viele Kleinsthunde, nur schwer zur Stubenreinheit zu erziehen ist. Keinesfalls solltest du dem Welpen oder Junghund „Puppy-pads“, sprich saugfähige Unterlagen, auslegen, damit er sein Geschäft im Haus erledigen kann. Die kleine Blase kann nicht viel halten, weshalb beim Chin-Welpen häufige Pipi-Pausen unverzichtbar sind. Bei der Größe deiner Wohnung sind die kleinen Japaner dafür nicht anspruchsvoll: Sie finden auch in der kleinsten Hütte ein passendes Plätzchen.

Pflege des Japan Chin

Das seidig-weiche Fell des Japan Chin ist leicht zu pflegen. Um Knotenbildung zu vermeiden, bürste es täglich, besonders Ohren, Beine, Bauch und Schwanz tendieren zum Verfilzen. Die großen, runden Augen neigen zum Tränen und benötigen ein wenig mehr Aufmerksamkeit bei der Pflege.

Besonderheiten und Gesundheit

Schon früh mit Inzucht genetisch eingeschränkt, weist diese japanische Hunderasse heute eine Vielzahl von rassetypischen Erkrankungen auf. Dazu gehören Augenkrankheiten wie progressive Retina-Atrophie, nach innen geklappte Augenlider, Zubildungen an den Augen und Grauer Star (Katarakt). Aber auch Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Patellaluxation oder Veränderungen an der Wirbelsäule treten auf.

 

Unterschiedliche Stoffwechselerkrankungen, Taubheit, Herzprobleme und Atemprobleme sind ebenso typisch wie allergische Hauterkrankungen.

 

Wie die meisten kleinen Hunde neigen auch diese Zwerge zur Gewichtszunahme. Achte daher auf eine gesunde Ernährung mit der passenden Menge an Energie pro Tag. Bei guter Pflege können Japan Chins bis zu zwölf Jahre alt werden.

Steckbrief Japan Chin

  • Rasse:
    Japan Chin
  • Herkunft:
    Japan
  • Klassifikation:
    Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 8 Japanische Spaniel und Pekingnesen
  • Größe:
    Widerristhöhe 18 bis 28 Zentimeter
  • Gewicht:
    1,8 bis 3,2 Kilogramm
  • Körperbau:
    sehr klein, kompakt, schlank, sportlich
  • Augen:
    sehr groß und nahezu rund, dunkel bis schwarz
  • Ohren:
    kleine, enganliegende, gut behaarte Ohren
  • Fell und Farbe:
    mittellanges, seidenweiches, glattes Fell, schwarz-weiß oder braun-weiß gescheckt
  • Besonderheiten:
    fast katzenhaftes Verhalten mit großem Selbstbewusstsein
  • Charakter
    lebhaft bis quirlig, hochintelligent, empathisch und anhänglich
  • Gesundheit:
    hochgezüchtete Rasse, die einige rassetypische Erkrankungen mitbringt, z. B. Augenerkrankungen, Herz-, Atem- und Hautprobleme sowie Taubheit

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