Golden Retriever – der beliebte Familienhund im Rasseporträt
28.01.2026 - Lesedauer: 11 Minuten

Larry Greene / 500px via Getty Images
Du suchst einen Hund mit freundlichem Charakter, der ebenso gehorsam wie zutraulich ist und mit dem du sportlichen Aktivitäten nachgehen kannst? Mit dem Golden Retriever liegst du goldrichtig. Der Golden Retriever gehört zu den beliebtesten Hunderassen weltweit – und das aus gutem Grund. Mit seinem sanften Wesen, seiner hohen Intelligenz und seiner Liebe zu Menschen begeistert er vor allem Familien.
- Der Golden Retriever in der Kurzvorstellung
- Ist ein Golden Retriever gut für Anfänger geeignet?
- Wie viel Auslauf braucht ein Golden Retriever am Tag?
- Haltung: Ist es möglich, einen Golden Retriever in der Wohnung zu halten?
- Steckbrief Golden Retriever
- Sind Golden Retriever schwer zu erziehen?
- Sind Golden Retriever Kläffer?
- Gesundheit: Für was sind Golden Retriever anfällig?
- Pflege & Fellfarben des Golden Retrievers
- Ernährung: Darauf solltest du achten
- Lebenserwartung: Wie alt werden Golden Retriever?
- Kauf & Zucht: Worauf du achten solltest
- Fazit: Ein vielseitiger Familien- und Arbeitshund
Das Wichtigste in Kürze
- Sein freundliches, ausgeglichenes und intelligentes Wesen macht den Golden Retriever zu einer sehr beliebten Hunderasse.
- Der Vierbeiner benötigt täglich mehrere Stunden Auslauf sowie geistige Herausforderungen durch beispielsweise Apportier- oder Suchspiele. Auch Schwimmen gehört zu seinen Lieblingsaktivitäten.
- In der Haltung zeigt sich der Golden Retriever anpassungsfähig: Er kann sowohl im Haus mit Garten als auch in der Wohnung leben. Längere Zeit allein zu bleiben, fällt ihm jedoch schwer und Alleinbleiben muss daher geübt werden.
- Gesundheitlich neigt die Rasse zu Hüft- und Ellbogendysplasien, Augenproblemen und Tumorerkrankungen. Ein seriöser Züchter, regelmäßige Tierarztkontrollen und ausgewogene Ernährung sind daher besonders wichtig.
Der Golden Retriever in der Kurzvorstellung
Ursprünglich stammt der Golden Retriever aus Schottland, wo er im 19. Jahrhundert als Apportierhund für die Jagd gezüchtet wurde. Das Ziel: ein Hund, der geschossenes Wild zuverlässig, unbeschädigt und über weite Distanzen zurückbringt – daher der Name „Retriever“ (englisch: to retrieve = zurückbringen).
Seit 1913 ist der Golden Retriever eine offiziell anerkannte Rasse. Er gehört der FCI-Gruppe 8, Sektion 1 der Apportierhunde an. Dank seiner Lernfreude und seines ausgeglichenen Temperaments wird der Golden Retriever heute nicht nur als Jagdgefährte, sondern auch als Therapiehund, Blindenführhund und Rettungshund eingesetzt – und natürlich als liebevoller Familienhund.
Ist ein Golden Retriever gut für Anfänger geeignet?
Der Golden Retriever gilt als freundlich, ausgeglichen und menschenbezogen. Aggressives Verhalten ist bei dieser Rasse äußerst selten. Seine offene Art macht ihn zu einem perfekten Begleiter für die ganze Familie und Hundeanfänger. Mit Artgenossen ist der Hund ebenfalls ausgesprochen verträglich. Dennoch ist es besonders für Anfänger ratsam, eine Hundeschule zu besuchen und sich im Vorfeld genau zu informieren, was das neue Familienmitglied benötigt.
Ein typisches Merkmal des Golden Retrievers ist der starke Wunsch, seinem Menschen zu gefallen. Das erleichtert die Erziehung enorm und sorgt dafür, dass auch Einsteiger mit konsequenter, liebevoller Führung schnell Erfolg haben. Allerdings sollten Halter wissen: Der Golden Retriever braucht Zeit, Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Er ist dementsprechend verschmust und freut sich über viel Zuwendung. Seine Anhänglichkeit bedeutet auch, dass er nicht gerne lange allein ist. Als Wachhund ist er ungeeignet, da er Fremden meist freundlich begegnet.
Hinzu kommt seine ausgesprochen gute Lernfähigkeit. Als Therapiehund, Blindenführhund oder als Schnüffelnase bei der Polizei kann er seine Intelligenz und sein gehorsames Wesen bestens zum Ausdruck bringen. Wichtig ist es jedoch, bei dieser Rasse auf das richtige Futter in der richtigen Menge zu achten, da Golden Retriever schnell zu Übergewicht neigen. Besonders problematisch ist dies im Hinblick auf die gleichzeitige Neigung zu Gelenkerkrankungen.
Wie viel Auslauf braucht ein Golden Retriever am Tag?
Golden Retriever sind aktive, sportliche Hunde. Ursprünglich als Jagdbegleiter gezüchtet, benötigen sie täglich mindestens zwei bis drei Stunden Bewegung. Das kann ausgedehnte Spaziergänge, Spiele im Garten oder gemeinsame Aktivitäten wie Joggen oder Fahrradfahren umfassen. Dies muss jedoch auch trainiert und langsam gesteigert werden, um deinen Hund nicht zu überfordern.
Für Welpen gelten selbstverständlich andere Empfehlungen, mit denen diese nicht überfordert werden. Da sich ihre Knochen und Gelenke noch im Wachstum befinden, sollten Golden Retriever Welpen sich nur kurz sowie schonend und spielerisch bewegen.
Neben körperlicher Auslastung braucht der Golden Retriever auch geistige Beschäftigung. Besonders geeignet sind:
- Apportierspiele (z. B. mit Dummys)
- Nasenarbeit und Suchspiele
- Hundesportarten wie Agility, auch wenn andere Hunderassen dabei deutlich agiler und anspruchsvoller sind als Golden Retriever
Übrigens: Golden Retriever sind leidenschaftliche Schwimmer. Regelmäßiges Hundeschwimmen stärkt ihre Muskulatur und Gelenke und macht einfach Spaß.
Haltung: Ist es möglich, einen Golden Retriever in der Wohnung zu halten?
Der Golden Retriever fühlt sich überall wohl, wo er nah bei seinen Menschen ist. Wichtig ist, dass er ausreichend Bewegung und mentale Auslastung bekommt. Ein eigener Garten ist daher zwar zu bevorzugen, aber auch die Haltung in einer Wohnung ist möglich. Entscheidend ist, dass der Hund täglich Auslauf bekommt, soziale Kontakte pflegt und neue Umwelteindrücke erhält.
Kann ein Golden Retriever lange allein bleiben?
Da der Golden Retriever sehr menschenbezogen ist, sollte er nicht zu lange allein gelassen werden. Das gilt jedoch für Hunde generell, denn längere Trennungsphasen führen oft zu Stress oder Trennungsangst. Alleinbleiben sollte deshalb frühzeitig und nur schrittweise trainiert werden. Generell kann man sagen, dass man nach ausreichendem Training Hunde für begrenzte Zeit alleine lassen kann. Ist dies jedoch regelmäßig der Fall oder über längere Zeiträume, musst du dich um eine geeignete Betreuung kümmern. Vor Anschaffung eines Hundes solltest du dir also immer Gedanken machen, ob deine berufliche, familiäre, gesundheitliche und auch finanzielle Situation es langfristig zulässt, einen Hund artgerecht zu versorgen, zu pflegen und auszulasten.
Ideal geeignet ist der Golden Retriever somit für Familien, Paare oder aktive Einzelpersonen, die ihren Hund gut in den Alltag integrieren können. Übrigens: Auch als Bürohund macht er meist eine gute Figur.
SteckbriefGolden Retriever
Rasse | Golden Retriever |
Herkunft | Großbritannien |
Klassifikation | Apportierhunde |
Größe | Rüde 56 bis 61 Zentimeter Schulterhöhe – Hündin 51 bis 56 Zentimeter Schulterhöhe |
Gewicht | Rüde 30 bis 40 Kilogramm – Hündin 25 bis 35 Kilogramm |
Körperbau | harmonisch und gut proportioniert, kräftige Knochen |
Augen | dunkel, liebenswerter Ausdruck |
Ohren | mittelgroß, in Augenhöhe angesetzt und fallend |
Fell und Farbe | wetterfestes Fell, flach oder gewellt, mit dichter Unterwolle und Befederung an Läufen und Rute; Goldtöne |
Besonderheiten | liebt Wasser, haart ganzjährig leicht |
Charakter | liebenswürdig, zutraulich, arbeitswillig |
Gesundheit | Neigung zu Übergewicht, Arthrosen, Hüftgelenksdysplasie und Ellbogendysplasie, zuchtbedingt anfällig für Epilepsie, Schilddrüsenunterfunktion und Futtermittelallergien |
Sind Golden Retriever schwer zu erziehen?
Golden Retriever sind im Vergleich zu anderen Rassen leicht zu erziehen, solange mit Geduld, Lob und Konsequenz gearbeitet wird. Sie reagieren sensibel auf deinen Tonfall und brauchen positive Verstärkung statt Härte. Auch für Golden Retriever bietet sich dennoch ein Kurs in der Hundeschule an, um erzieherische Grundlagen zu festigen.
Bereits im Welpenalter kannst du mit folgenden Grundlagen beginnen:
- Stubenreinheit und Leinenführigkeit
- Rückruftraining und Impulskontrolle
- Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen
Ein gut erzogener Golden Retriever ist ein angenehmer Begleiter in jeder Lebenslage. Wichtig ist, seinen Jagdtrieb sinnvoll zu kanalisieren – etwa durch Apportierspiele oder Arbeit mit Dummys. Die sportlichere Arbeitslinie ist aktiver, sensibler und braucht mehr Beschäftigung. Die ruhigere Showlinie eignet sich besser als klassischer Familienhund.
Jeder Hund ist ein Individuum
Natürlich sind alle Hunde sehr individuell und die Ausprägung der rassetypischen Eigenschaften kann sicherlich abhängig von Charakter, Alter, Erziehung, Vorerfahrungen und auch Zuchtlinie variieren.
Wichtig ist es zu wissen, dass alle Rassen aus einem bestimmten Grund entstanden sind und gewisse Charaktereigenschaften gezielt herausgezüchtet wurden und man sich bei der Auswahl auch bewusst für diese Eigenschaften entscheidet.
Sind Golden Retriever Kläffer?
Golden Retriever zählen nicht zu den typischen Kläffern. Aufgrund ihres eher ausgeglichenen Gemüts zeigen sie keine überdurchschnittliche Bellfreudigkeit. Typischerweise bellen sie vor allem, wenn sie aufgeregt sind oder auf Fremde treffen. Laute Geräusche stören sie jedoch kaum.
Aufgrund seines freundlichen Wesens, das sich auch Fremden gegenüber zeigt und in einem geringer ausgeprägten Territorialverhalten resultiert, ist der Golden Retriever weniger als Wachhund geeignet.
Gesundheit: Für was sind Golden Retriever anfällig?
Wie viele größere Hunderassen hat auch der Golden Retriever einige typische gesundheitliche Risiken. Besonders häufig treten dabei auf:
- Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED)
- Erbliche Augenkrankheiten wie Grauer Star oder Netzhautschwund
- Epilepsie (meist idiopathisch)
- Tumorerkrankungen, insbesondere Mastzelltumoren, Lymphome und Hämangiosarkome
- Neigung zu Übergewicht
- Arthrosen
- Schilddrüsenunterfunktion
- Futtermittelallergien
Epilepsie zeigt sich häufig innerhalb der ersten drei Lebensjahre. Es handelt sich in der Regel um eine idiopathische Epilepsie: Es gibt keine medizinisch diagnostizierbare Ursache für die Anfälle. Bei Hunden, die Epilepsie erst im hohen Alter entwickeln, geht man dagegen oft von einem Gehirntumor oder einer metabolischen Ursache aus. Die Krankheit muss mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden, sodass die Anfälle entweder stark zurückgehen oder sogar ganz ausbleiben.
Daneben besitzt der Golden Retriever anfällige Augen. Netzhautschwund und Grauer Star treten vergleichsweise häufig auf. Für den Grauen Star verantwortlich ist eine Linsentrübung, die im Welpenalter selten entdeckt wird. Der Netzhautschwund hingegen schreitet langsam und stetig voran.
Regelmäßige Tierarztkontrollen, artgerechte Ernährung und Gewichtskontrolle tragen maßgeblich zur Gesundheit bei. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere auf Erbkrankheiten testen und beachten Kreuzungslinien sowie Stammbäume genau, um das Risiko weiter zu senken.
Was ist die häufigste Todesursache beim Golden Retriever?
Zu den häufigsten Todesursachen von Retrievern zählen Tumore, altersassoziierte Todesumstände sowie Erkrankungen am Bewegungsapparat und am Magen-Darm-Trakt. Einer Studie zufolge erreichten aber auch an Tumoren erkrankte Tiere ein Alter von bis zu 14 Jahren.
Pflege & Fellfarben des Golden Retrievers
Der Golden Retriever besitzt ein mittellanges, wasserabweisendes Doppelfell. Es sollte ein- bis zweimal pro Woche im Rahmen einer Fellpflege gebürstet werden – während des Fellwechsels täglich. So bleibt das Fell glänzend und verfilzt nicht. Auch Ohren und Zähne sollten gewissenhaft gepflegt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Baden ist dagegen nur nötig, wenn der Hund stark verschmutzt ist. Zu häufiges Shampoonieren schadet der natürlichen Fettschicht des Fells.
Die typischen Fellfarben reichen von hellcreme bis dunkelgolden. Es gibt keine kurzhaarigen oder schwarzen Golden Retriever – vermeintlich dunkle Varianten stammen meist vom Flat Coated Retriever ab. Züchter haben die Möglichkeit, durch Selektion den Farbton graduell zu verändern. Die Farbe hat dabei keinerlei Auswirkungen auf das Wesen und Temperament des Hundes. Im Alter verdunkelt sich die Fellfarbe meist etwas.
Das Pigment von Ballen, Lidrändern, Nase und Lippen ist immer schwarz. Die Tasthaare dagegen sind weiß. Typisch für Golden Retriever ist außerdem ihre sogenannte Wechselnase: Die Nase neigt dazu, saisonal bedingt auszubleichen. Im Winter wird sie heller, im Sommer wieder dunkler. Auch bilden sich in den kälteren Monaten manchmal rosa Flecken auf der Nase – es entsteht eine „Schneenase“.
Der Golden Retriever kommt also in verschiedenen Farbtönen vor. Dazu gehören:
- Golden Retriever in Weiß: Diese sehr helle Schattierung erfreut sich bei Hundehaltern großer Beliebtheit. Ganz weiß sollte das Fell allerdings nicht sein. Doch sehr helle Cremetöne sehen unter bestimmten Lichtverhältnissen oftmals so aus, als wären sie reinweiß.
- Creme: Dieser Ton hat in Großbritannien zahlreiche Liebhaber. Hunde in Creme werden daher auch als englische Golden Retriever bezeichnet. Creme ist dabei nur ein wenig heller als der weißliche Ton.
- Hellgolden: Diese Farbe bezeichnet den Übergang von einer hellen Cremefarbe hin zu gelbblondem Haar.
- Golden: Dieser Farbton gab der Hunderasse ihren Namen. Er zeichnet sich durch ein sattes Gelb aus.
- Dunkelgolden: Dieser Ton beschreibt ein intensives Gelborange, das aber noch nicht als Rot durchgeht.
- Foxred: Rotorange, Mahagoni und Fuchsrot entsprechen nicht dem Standard des Golden Retrievers. Dennoch gibt es Golden Retriever in diesen Schattierungen – obwohl sie selten vorkommen.
Ernährung: Darauf solltest du achten
Golden Retriever sind bekannt für ihre große Futterliebe. Leider führt das leicht zu Übergewicht, was Gelenke und Herz belastet. Daher kommt dir die Verantwortung zu, die Futteraufnahme zu begrenzen und etwaige Leckerlis pro Tag zu rationieren (sie sollten einen Anteil von 10% nicht übersteigen) und auf das Halten des gesunden Normalgewichts bei deinem Hund zu achten! Du kannst das Futter auch gezielt im Trainingsalltag als Motivation und Belohnung nutzen. Dein Hund kann sich also Anteile der Tagesration verdienen.
Diese Grundregeln gilt es bei der Ernährung von Golden Retrievern zu beachten:
- Hochwertiges, ausgewogenes Futter wählen
- Leckerli von der Tagesration abziehen
- Idealgewicht regelmäßig prüfen (Taille sichtbar, Rippen tastbar)
- Viel frisches Wasser bereitstellen
- Ausreichend Bewegung
Wie lässt sich Übergewicht beim Hund erkennen?
Ein gesunder, schlanker Hund lebt nachweislich länger. Ob dein Vierbeiner Übergewicht hat, erkennst du zum Beispiel daran, dass sein Bauch breiter als der Brustkorb ist. Auch wenn von oben keine Taille mehr erkennbar ist, solltest du die Futterrationen deines Lieblings etwas reduzieren. Zudem kannst du auf die Tastbarkeit der Rippen achten. Normalerweise sollten diese nämlich leicht tastbar, aber nicht sichtbar und nur von einer geringen Fettschicht überlagert sein.
Lebenserwartung: Wie alt werden Golden Retriever?
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Golden Retrievers liegt bei etwa 11 Jahren. Mit guter Pflege, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung können die Hunde noch deutlich älter werden.
Das sind Faktoren, die die Lebensdauer positiv beeinflussen:
- Normalgewicht halten
- Viel Bewegung und geistige Auslastung
- Regelmäßige Gesundheitschecks
- Stressarme, liebevolle Haltung
Mit dem Abschluss einer Tierkrankenversicherung stellst du sicher, dass dein Tier jederzeit von einer hochwertigen tiermedizinischen Versorgung profitiert, ohne dass du dir Sorgen um die Rechnung machen musst. Neben der finanziellen Absicherung im Notfall ermöglicht eine Tierkrankenversicherung regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen, was zur langfristigen Gesundheit deines Tiers beiträgt.

Mikkel Bigandt / stock.adobe.com
Kauf & Zucht: Worauf du achten solltest
Wer einen Golden Retriever kaufen möchte, sollte sich Zeit nehmen, einen seriösen Züchter zu finden. Denn angesichts des freundlichen Aussehens, der Charaktereigenschaften und des liebevollen Wesens des Golden Retrievers ist es kaum verwunderlich, dass er zur Mode avanciert ist. Die Nachfrage ist groß und die Anzahl der unseriösen Zuchten sowie Inzucht nimmt zu. Ein guter Züchter hingegen zeigt Verantwortung und echtes Interesse an den neuen Besitzern seiner Schützlinge. Beachte unbedingt, dass der Begriff „Züchter“ nicht geschützt ist und zwischen privaten und gewerblichen Züchtern unterschieden wird. Dabei werden nur letztere vom Veterinäramt kontrolliert.
- Auf Folgendes kannst du bei der Auswahl eines Golden Retriever Züchters achten:
- Nachweis über HD/ED-freie Elterntiere
- Impfungen und Gesundheitszeugnisse
- Saubere, familiäre Aufzuchtumgebung
- Transparente Kommunikation und Besuche vor Ort
- Listung beim VDH (trägt dazu bei, dass essenzielle Zuchtbedingungen eingehalten werden)
Und noch etwas gilt es zu beachten: Wie der Labrador Retriever, der Border Collie, der Australian Shepherd und viele weitere arbeitsfreudige Hunderassen unterteilt sich der Golden Retriever in zwei Zuchtlinien. Die leichtere und sportlichere Arbeitslinie setzt den Fokus auf die Leistung der Tiere und eignet sich insbesondere für die Jagd sowie ausgiebigen Hundesport. Die Showlinie ist vom Gemüt her ruhiger, ausgeglichener und vom Körperbau kompakter sowie schwerer. Auch Golden Retriever der Showlinie benötigen jedoch ausreichend Bewegung und müssen körperlich sowie geistig ausgelastet werden.
Fazit: Ein vielseitiger Familien- und Arbeitshund
Ob beim Spielen im Familienverbund, beim Apportieren im Park oder als treuer Begleiter im Alltag – mit seiner freundlichen, ausgeglichenen Art, seiner hohen Lernbereitschaft und seinem großen Herzen passt der Golden Retriever perfekt zu aktiven Menschen und Familien. Er überzeugt dabei außerdem durch seine Zuverlässigkeit und sein liebevolles Wesen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden: Auch dieser unkomplizierte Vierbeiner braucht Erziehung, Beschäftigung und Fürsorge, um glücklich zu sein.
Wenn dein Herz für Retriever schlägt, solltest du dir auch diese Arten ansehen:
- Chesapeake Bay Retriever: Der Chesapeake Bay Retriever – oder auch „Chessie“ – ist ein vielseitiger Arbeits- und Familienhund. Er hat zwei große Leidenschaften: das Wasser und das Spielen mit Kindern. Ganz nebenbei ist er ein eifriger, gelehriger Jagdhund.
- Curly Coated Retriever: Der Curly Coated Retriever ist eine alte Jagdhunderasse, die leider nur noch selten zu sehen ist. Die fein gelockten Hunde bestechen mit ihrer Intelligenz, ihrer Kooperationsbereitschaft und ihrem Arbeitswillen. Als reine Freizeit-Begleithunde sind sie deshalb nicht zu empfehlen – sie möchten arbeiten!
- Flat Coated Retriever: Der Flat Coated Retriever überzeugt mit seinen Qualitäten sowohl Jäger, sportlich Aktive als auch Familien mit Kindern. Er verbindet kraftvolle Eleganz mit edlem Aussehen, ist dabei ein gehorsamer, pflegeleichter Begleiter bei Wind und Wetter.
- Nova Scotia Duck Tolling Retriever: Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever, auch Toller genannt, wurde einst zum Anlocken und Apportieren von Enten gezüchtet. Toller sind Hunde, die sich für die Jagd und für den Hundesport eignen. Sie wollen gerne mit ihrem Menschen zusammenarbeiten.





