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Zwei Australian Shepherd Hunde stehen auf einem Baumstamm.

Australian Shepherd – arbeitswütiges Energiebündel mit Ansprüchen

Dieser Vierbeiner steht unter Strom: Als Familienhaustier oder unkomplizierter Freizeitbegleiter ist der Australian Shepherd eine Fehlbesetzung. Der temperamentvolle Workaholic will arbeiten oder beschäftigt werden, wenn es geht bis zur Erschöpfung – nämlich der des Halters. Wenn Sie Erfahrung und genug rassegerechte Aufgaben zu bieten haben, bekommen Sie mit dem Australien Shepherd einen aktiven und treuen Hund.

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Der Amerikaner, der aus Australien kam

Verwirrung stiftet sein Name, denn der Australian Shepherd ist keine australische Hunderasse. Die Sache ist komplizierter: Um die Wende zum 20. Jahrhundert florierte der Export von Schafen von Australien in die USA. Die Herden wurden von ausgebildeten Hütehunden gemanagt. Die cleveren Vierbeiner fanden in den Staaten viele Freunde, die mit ihnen züchteten, doch erst 1957 gab es dort das erste Zuchtbuch, seit 1977 mit verbindlichem Rassestandard. Die amtliche Anerkennung als Hunderasse erfolgte erst 1996 durch die FCI; in Europa sind die schönen Tiere bereits seit den 1970er-Jahren verbreitet.

Wesen und Charakter des Australian Shepherd

Wie bei den meisten Schäferhunden zeichnet der Charakter des Australian Shepherd sich durch zahlreiche Tugenden aus. Die Hunde sind wachsam und intelligent, wie es sich für vierbeinige Herdendirigenten gehört. In ihrem Wesen sind die Tiere gelehrig und arbeitsam, aber auch anspruchsvoll. Wenn Sie dem Hund seinen Bedürfnissen entsprechende Aufgaben bieten können, ihn zum Beispiel tatsächlich als Hütehund einsetzen, wird er sich rundum wohlfühlen und seine Arbeit gewissenhaft leisten. Ist er ungenügend ausgelastet, kann sein ausgeprägter Wach- und Hüteinstinkt schnell in unerwünschte Bahnen abgleiten. Vorherrschend ist jedoch sein Wille, seinem Halter zu gefallen und die von ihm geforderten Aufgaben zu erfüllen.

Erziehung und Haltung des Australian Shepherd

Die Intelligenz und der enorme Arbeitseifer dieses Hundes stellen hohe Ansprüche an seinen Halter. Das Gewicht des Australian Shepherd kann bis zu 32 Kilo betragen. Auch seine Größe ist nicht zu vernachlässigen: Je nach Geschlecht liegt die Schulterhöhe zwischen 46 und 58 Zentimetern. Nimmt man nun noch das quirlige Temperament des Tieres dazu, wird klar, dass man den vierbeinigen Wirbelwind in einer Etagenwohnung nicht artgerecht halten kann. Ohnehin ist die Großstadt nur bedingt das passende Umfeld für den Australian Shepherd: Das Tier braucht frische Luft und so viele Aufgaben wie möglich, um seine rassetypischen Eigenschaften ausleben zu können und keine Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln.

 

Die Kondition des Hundes kann Sie dabei an Ihre Grenzen führen: Selbst ein Vollprogramm mit Agility und Apportierspielen heizt das Verlangen des Hundes immer weiter an. Fährtenspiele fordern den Hund intellektuell mehr heraus. Das schwierigste Erziehungsziel beim Australian Shepherd ist das Erlernen von Ruhepausen und einer ausgewogenen Gewichtung zwischen Aktivität und Entspannung. Um das zu erreichen, sind von Ihnen Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen gefordert.

Pflege des Australian Shepherd

Das Fell des Australian Shepherd ist recht pflegeleicht. Es genügt, wenn Sie es wöchentlich, in der Zeit des Fellwechsels täglich bürsten, um die lose Unterwolle zu entfernen. Die Lebenserwartung des Australian Shepherd liegt bei 12 bis 15 Jahren. Leider ist die Rasse anfällig für erbliche Krankheiten und Behinderungen wie Taub- und Blindheit. Achten Sie beim Kauf auf einen verantwortungsvollen Züchter.

 

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Ein Australian Shephard schaut auf.

Steckbrief Australian Shepherd

  • Rasse
    Australian Shepherd
  • Herkunft
    USA
  • Klassifikation
    Treib- und Hütehunde
  • Größe
    Rüde 51 bis 58 Zentimeter Schulterhöhe – Hündin 46 bis 53 Zentimeter Schulterhöhe
  • Gewicht
    16 bis 32 Kilogramm
  • Körperbau
    mittelgroß, gut proportioniert, etwas länger als hoch, manchmal natürliche Stummelrute
  • Augen
    mittelgroß, mandelförmig; blau, bernsteinfarben oder braun, auch gefleckt, marmoriert oder verschiedenfarbig
  • Ohren
    dreieckige Kippohren, an der Spitze abgerundet
  • Fell und Farbe
    halblanges Fell mit dichter, wetterfester Unterwolle; Grundfarben Schwarz, Rot, Schwarzmarmoriert mit grauem Grund, marmoriertes Rotbraun, marmoriert mit hellrotem oder beigen Grund; jeweils mit weißen und kupferfarbenen Abzeichen kombinierbar
  • Besonderheiten
    insgesamt 16 verschiedene Farbvarianten durch Kombination von Grundfarbe und ggf. Abzeichnen anerkannt
  • Charakter
    wachsam, intelligent, gelehrig, unermüdlich, arbeitsfreudig
  • Pflege
    wöchentlich bürsten, im Fellwechsel täglich
  • Gesundheit
    müssen auf PRA und CEA vor einem Alter von acht Wochen untersucht werden, unbedingt einen seriösen Züchter aufsuchen, der keine Merle-Merle-Verpaarungen zulässt, da hier ganz häufig genetischbedingte Krankheiten entstehen, anfällig für Gebissfehler

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