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Siberian Husky: sportlicher Pfundskerl mit Herz

24.04.2024 - Lesedauer: 9 Minuten

Eine Aufnahme eines sibirischen Huskys.

Der Siberian Husky ist ein sehr ausdrucksstarker Hund, den du geistig und körperlich unbedingt fordern musst. Gelingt dies, erweist er sich als liebevoller und treuer Familienhund. FĂŒr den ursprĂŒnglichen Schlittenhund reichen ein paar Gassirunden am Tag keinesfalls aus. Wer sich fĂŒr einen Siberian Husky entscheidet, sollte also gerne sportlich unterwegs sein und ihm ausreichend Aufmerksamkeit schenken.

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Schlitten- und Nutzhund seit Jahrtausenden

Der Siberian Husky dient den Inuit schon seit ungefĂ€hr 2000 Jahren als Zug- und Nutztier. Die Zucht der Hunde war, bedingt durch die Isolation der NomadenstĂ€mme, lange Zeit rein. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm ein aus Sibirien stammender PelzhĂ€ndler die krĂ€ftigen Tiere mit den hĂ€ufig blauen Augen mit nach Alaska. Dort waren Hundeschlittenrennen gerade sehr gefragt und die wolfsĂ€hnlichen Hunde erfreuten sich aufgrund ihrer Ausdauer schnell einer großen PopularitĂ€t. Obwohl die Rasse jahrhundertelang rein gezĂŒchtet wurde und hervorragende Charaktereigenschaften aufweist, erfolgte die Anerkennung in den USA erst im Jahr 1930 und in Europa sogar erst 1966. Die FCI ordnet seitdem den Siberian Husky in die Gruppe 5 „Spitze und Hunde vom Urtyp“ zur Sektion 1 „Nordische Schlittenhunde“ ein. Heute wird er von den Inuit immer noch als Schlittenhund eingesetzt. Aber auch als Familienhund hat sich diese Rasse weltweit einen Namen gemacht. Durch seine auffallenden blauen Augen und die weiße dominante Fellfarbe ist und bleibt der Siberian Husky ein wahrer Blickfang.

Der Charakter des Siberian Huskys

Dank des engen Zusammenlebens mit den Inuit ist der Siberian Husky ein sehr menschenfreundlicher Hund. Allerdings ist er als ausgeprĂ€gtes Rudeltier nicht gerne allein. Er will bei allem, was sein Rudel so treibt, dabei sein und benötigt viel Aufmerksamkeit. Hinzu kommt der starke Bewegungsdrang der Tiere, den du unbedingt befriedigen musst. Lastest du ihn nicht seinem Wesen entsprechend aus, sucht sich der Husky eine eigene Aufgabe, ganz zum Ärgernis seiner Halter. Ist der intelligente Hund voll ausgelastet und gut sozialisiert, zeigt er sein sanftmĂŒtiges und freundliches Wesen und ist ein treuer Begleiter. Als Wachhund eignet er sich kaum, allerdings muss sein ausgeprĂ€gter Jagdtrieb beachtet werden. Nimmt er eine FĂ€hrte auf oder hat er sogar eine Beute wie einen Hasen im Blick, ist der Sibirische Husky kaum zu bremsen. Eine nahezu einzigartige Eigenschaft ist das typische Jaulen. Bellen hört man ihn so gut wie nie, aber das wolfsĂ€hnliche Jaulen ist kaum zu ĂŒberhören.

Welche Arten von Huskys gibt es?

Zu den Artverwandten des Sibirischen Huskys zĂ€hlen der Alaskan Malamute und der Samojede. Alle Husky-Rassen werden als Schlittenhunde eingesetzt und zeichnen sich durch eine besondere KĂ€ltetoleranz und HĂ€rte gegenĂŒber Winterbedingungen aus. GegenĂŒber Hitze hingegen reagieren der Husky und seine verwandten Hunderassen empfindlich.

Steckbrief Steckbrief Siberian Husky

Rasse
Siberian Husky
Herkunft
Sibirien
Klassifikation
Nordische Schlittenhunde
GrĂ¶ĂŸe
Schulterhöhe 50 bis 60 Zentimeter
Gewicht
16 bis 28 Kilogramm
Körperbau
schlank, muskulös, ausgewogene Körperproportionen
Augen
mandelförmig, blau, grau, mischfarbig
Ohren
eng stehend, hoch angesetzt, dreiecksförmig, mittelgroß, aufrecht stehend
Fell und Farbe
anliegendes, pelzartiges, mittellanges Fell; reinweiße bis leicht gefĂ€rbte Unterwolle, Deckhaar in allen Farben wie Weiß, Rot, Grau, Schwarz; Kopfbereich ab den Ohren und RĂŒcken meist stark gefĂ€rbt
Besonderheiten
als Schlittenhund nicht besonders kÀlteempfindlich, aber hitzeempfindlich, starker Bewegungsdrang
Charakter
sanftmĂŒtig, aufmerksam, menschenfreundlich, arbeitsam, intelligent
Gesundheit
vermutlich anfĂ€llig fĂŒr die Zink-reaktive-Dermatose

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FĂŒr wen ist ein Husky geeignet?

Ein Husky ist gut fĂŒr Menschen geeignet, die ausreichend Zeit aufbringen können, um diesen Hund körperlich und geistig auszulasten. Lange Radtouren oder GelĂ€ndelĂ€ufe, aber auch gemeinsames Schwimmen sind gute BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten fĂŒr einen Husky. Aufgrund ihrer ursprĂŒnglichen Funktion als Zughund eignen sich Huskys auch außerhalb von schneebedeckten Regionen hervorragend fĂŒr den Zughundesport. Eine gute Mischung aus Kopfarbeit und körperlicher Auslastung sind ideal und lassen deinen Siberian Husky so schnell nicht auf falsche Gedanken kommen. FĂŒr ein Leben in engen Wohnungen oder in der Stadt eignet sich der Husky nicht. Eine Haltung in einem Haus mit viel Platz, einem Garten und nahegelegenen Auslaufmöglichkeiten ist ideal.

Wie lange muss man mit einem Husky laufen?

Wer sich fĂŒr einen Siberian Husky entscheidet, muss sich des bewegungsfreudigen Wesens dieser Rasse unbedingt bewusst sein. Du solltest etwa drei Stunden tĂ€glich Bewegung mit deinem Hund einplanen, Strecken von zehn bis 15 Kilometern sollte dein Husky jeden Tag zurĂŒcklegen dĂŒrfen. Wenn es nach dem Hund geht, darf es aber auch mehr sein. FĂŒr BerufstĂ€tige, die den ganzen Tag außer Haus sind, Menschen mit körperlichen BeeintrĂ€chtigungen und Bewegungsmuffel ist der Sibirische Husky daher nicht geeignet. Sei dir vorher darĂŒber im Klaren, dass du dir mit diesem Hund eine echte Sportskanone zulegst, die auch gefördert und gefordert werden möchte. Bist du selbst sportlich und liebst viel Bewegung in der Natur, ist ein Husky ein guter Begleiter.

Ist ein Husky ein AnfÀngerhund?

Ein Siberian Husky ist kein AnfĂ€ngerhund. Huskys sind in ihren BedĂŒrfnissen anspruchsvoll und daher eher etwas fĂŒr Hundeerfahrene.
Eine liebevolle und zugleich konsequente Erziehung und eine artgerechte Haltung sind die Voraussetzungen fĂŒr eine gelungene Partnerschaft zwischen dem Menschen und dem arbeitsfreudigen und aufmerksamen Schlittenhund. Der Husky hat einen ausgeprĂ€gten Jagdtrieb, daher ist es in seiner Erziehung besonders wichtig, das Abrufen zu trainieren, um zu erreichen, dass dein Hund beim Auslauf in der Natur zuverlĂ€ssig auf deinen RĂŒckruf gehorcht. Eine gute Sozialisierung sowie das Erlernen der Grundkommandos sind fĂŒr diesen intelligenten Hund unabdingbar. Dann steht einem harmonischen Miteinander nichts mehr im Wege.

Ist ein Husky ein Familienhund?

Kannst du dem Husky ein Leben bieten, das seinen BedĂŒrfnissen entspricht, eignet sich der Siberian Husky auch gut als Familienhund. Als Rudeltier kommt ihm das Zusammenleben mit mehreren Menschen entgegen. Generell begegnet ein gut sozialisierter Husky Kindern freundlich und friedlich. Auch Artgenossen steht er aufgeschlossen gegenĂŒber.

Wie gefÀhrlich ist ein Husky?

AggressivitĂ€t zĂ€hlt nicht zum Charakter eines Huskys. Nicht ausgelastete Hunde dieser Rasse können ihrem Halter gegenĂŒber jedoch ablehnend oder eigenwillig reagieren oder gar resignieren. Eine hundegerechte und der Rasse entsprechende Erziehung bildet – wie fĂŒr die meisten Hunde – die Basis fĂŒr ein gelungenes Zusammenleben in der Familie. Huskys sind verspielt und erreichen eine gewisse KörpergrĂ¶ĂŸe – um UnfĂ€lle zu vermeiden, ist es daher ratsam, den Hund zusammen mit sehr kleinen Kindern im Auge zu behalten. Auch Ă€lteren Kindern sollte beim Spaziergang nicht die alleinige Verantwortung fĂŒr den Hund ĂŒberlassen werden.

Zugleich darfst du deinen vierbeinigen Freund nicht lange allein lassen, als Rudeltier mag er das ĂŒberhaupt nicht.

Die Pflege des Siberian Huskys

Das dichte Fell des Sibirischen Huskys benötigt außerhalb des Fellwechsels keine besondere Pflege. WĂ€hrend des Fellwechsels allerdings fallen die Haare bĂŒschelweise aus. BĂŒrste das Fell regelmĂ€ĂŸig und befreie es von Fellresten. Im Sommer ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich der Hund, bedingt durch die dichte Unterwolle, nicht ĂŒberhitzt. Im Winter kommt diese Rasse so richtig in Fahrt und liebt es, selbst bei klirrender KĂ€lte herumzutollen und zu spielen.

In puncto ErnĂ€hrung gibt es einiges zu beachten, denn es gilt: Aktive Hunde haben einen höheren Energiebedarf und benötigen eine ausgewogene ErnĂ€hrung, um die VitalitĂ€t zu erhalten. Aber auch Alter, GrĂ¶ĂŸe und Gesundheitszustand haben einen großen Einfluss auf die ErnĂ€hrung. Pass die ErnĂ€hrung stets den individuellen BedĂŒrfnissen des Hundes an. Wenn du unsicher bist, welche Nahrung fĂŒr deinen Hund am besten geeignet ist, etwa wĂ€hrend des Wachstums oder nach einer Kastration, lass dich am besten tierĂ€rztlich dazu beraten.

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Wie viel kostet ein reinrassiger Husky?

Wenn du dich fĂŒr einen reinrassigen Siberian Husky als Begleiter interessierst, stellst du dir sicherlich auch die Frage nach dem Preis fĂŒr einen solchen Hund. Der Preis fĂŒr einen Husky kann von ZĂŒchter zu ZĂŒchter variieren und liegt etwa zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Ein Husky-Mischling, zum Beispiel ein Husky-SchĂ€ferhund-Mix, kann auch weniger kosten. Eine jĂŒngere Hunderasse ist der Pomsky, ein Mix aus Husky und Zwergspitz (Pomeranian), der optisch wie ein Mini Husky daherkommt. Ein wenig grĂ¶ĂŸer als der Pomsky, aber vom Aussehen her ebenfalls ein kleinere Variante des Huskys ist der Alaskan Klee Kai.

Einen Husky kaufen: Was du beachtet solltest

Bevor du dir einen Sibirischen Husky kaufst, ĂŒberdenke grĂŒndlich, ob diese Rasse zu dir passt.

Wenn du dich bei KĂ€lte am liebsten mit einem warmen Tee und einer Decke auf der Couch verkriechst, ist das ganz und gar nicht im Einklang mit den Vorlieben des Siberian Huskys: Schließlich sind Schnee und Eis sein Element. Er ist eine außergewöhnliche Erscheinung, die jedoch einige AnsprĂŒche an ihren Halter stellt. Das Urtypische steckt einfach in ihm und er muss seinem Bewegungsdrang nachkommen. Herrscht stattdessen permanent Langeweile, kann der Siberian Husky untypische Eigenschaften entwickeln, die sich unterschiedlich auswirken. Immer wieder hört man zudem von Hundehaltern, die mit dem Tatendrang und dem Charakter ihres Huskys ĂŒberfordert sind, da sie ihn sich nur aufgrund seines einzigartigen Aussehens ausgesucht haben. Sei dir also vor dem Kauf eines Huskys darĂŒber bewusst, was es bedeutet, einen Hund dieser Rasse zu halten: Der Hund möchte bei Wind und Wetter Leistung bringen. Hundesport ist daher ideal und eine gute Möglichkeit, ihn so richtig zu fordern. An Katzen musst du deinen Welpen von Beginn an gewöhnen, da der ausgeprĂ€gte Jagdtrieb sonst nur schwer zu kontrollieren ist.

Wenn du einen Husky kaufen möchtest, achte nicht primĂ€r auf den Preis, sondern vielmehr auf seine Herkunft. Kaufe einen Husky nur von einem seriösen ZĂŒchter.

Seriöse Husky-ZĂŒchter stehen dir bei Fragen rund um die ErnĂ€hrung sowie die typischen Eigenschaften des Siberian Huskys ĂŒber das gesamte Hundeleben zur Seite. Lerne vorab die Elterntiere kennen, mach dir ein Bild von der ZuchtstĂ€tte und besprich mit dem ZĂŒchter, an was er die Husky-Welpen schon gewöhnt hat. Informiere dich ĂŒber eventuelle Erkrankungen der Eltern oder der Wurfgeschwister. Geimpfte, gechippte und gesunde Tiere mit einem Kaufvertrag gehören zum Standard bei einem seriösen ZĂŒchter. Zudem hast du in der Regel die Möglichkeit, den Welpen einige Male zu besuchen, bevor du ihn endgĂŒltig mit zu dir nach Hause nimmst.

Siberian Husky: Typische Krankheiten der Hunderasse

Die Hunderasse gilt als gesundheitlich robust und kaum fĂŒr Krankheiten anfĂ€llig. Allerdings wird vermutet, dass Huskys hĂ€ufiger an einer genetisch bedingten Hauterkrankung leiden, deren Name Zink-reaktive-Dermatose lautet. Erkrankte Tiere nehmen beim Fressen zu wenig Zink ĂŒber die Nahrung auf. Achte beim Kauf eines Husky-Welpen auf eine seriöse und verantwortungsvolle Zucht. Vom VDH (Verband fĂŒr das Deutsche Hundewesen) erhĂ€ltst du entsprechende Adressen.

Wie alt wird ein Husky?

Zwar lĂ€sst sich nicht vorhersagen, wie alt ein Husky im Einzelfall wird, durchschnittlich haben Hunde dieser Rasse aber eine Lebenserwartung von etwa zwölf bis 15 Jahren. Du kannst selbst einiges dazu beitragen, damit dein Sibirischer Husky lange lebt und bei guter Gesundheit bleibt. Die richtige Haltung und Pflege spielen dabei genauso eine wichtige Rolle, wie eine artgerechte ErnĂ€hrung. Außerdem sind regelmĂ€ĂŸige tierĂ€rztliche Gesundheits-Check-ups ratsam sowie Vorsorgemaßnahmen, wie Impfungen und Behandlungen gegen Parasiten.

Andere Rassen, die dir auch gefallen könnten:

  • Wolfsspitz: Der Wolfsspitz ist eine sehr alte Hunderasse aus Deutschland. Die treuen und anhĂ€nglichen Tiere sind Ă€ußerst wachsam und misstrauisch gegenĂŒber Fremden, weshalb man sie frĂŒher auf Bauernhöfen als Wach- und Hofhunde hielt. Aufgrund ihrer AnhĂ€nglichkeit und ihres freundlichen Wesens erweisen sie sich als wertvolle Begleiter, sowohl fĂŒr Familien als auch fĂŒr Alleinstehende.
  • Tamaskan: Der Tamaskan ist eine noch sehr junge Hunderasse, die als Abbildzucht entwickelt wurde: Dieser Hund soll dem Ă€ußeren Erscheinungsbild eines Wolfes so nahe wie möglich kommen. Sein Wesen jedoch hat weniger mit seinem wilden Urahnen gemeinsam: Tamaskane sind sehr freundliche und ausgeglichene Familienhunde.
  • Akita Inu: In Japan sind Hunde hoch angesehen – so sehr, dass einige typische Rassen sogar in den Status eines „nationalen Naturdenkmals“ erhoben wurden. Beim Akita Inu war das 1931 der Fall. Heute erfreut der große Hund mit seiner charakteristischen Erscheinung sich internationaler Beliebtheit.
  • Alaskan Klee Kai: Der Alaskan Klee Kai sieht aus wie ein Husky, ist aber keiner. Jedoch sind die nordischen Artgenossen seine Vorfahren – und wie jene sind Klee Kais sehr aktiv und schlau. Sie haben eine enge Beziehung zu ihren Halterinnen und Haltern.

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