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Ein Beagle steht auf einer Lichtung.

Beagle – eine Spürnase mit Herz

Den berühmtesten Beagle der Welt kennen Sie sicher: Snoopy ist ein Flieger-Ass auf seiner Hundehütte. Seine echten Artgenossen gelten als Ausbund an Gutmütigkeit und Menschenfreundlichkeit, aber auch Sturheit. Ihr Charakter macht die gefleckten Jagdhunde zu idealen Familienhunden, gerade wenn Sie Kleinkinder oder Babys im Haus haben.

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Blütezeit am Tudor-Hof

Die Ursprünge der Rasse lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Die erste schriftliche Erwähnung des Beagles erfolgte im England der Tudorzeit. Am Königshof wurden große Meuten der ursprünglich als Treib- und Schlepphunde gezüchteten Tiere gehalten. Bevorzugt wurden sie bei der Kaninchenjagd eingesetzt. Seit 1890 ist der Beagle als eigenständige Hunderasse offiziell anerkannt. Nach aktuellem Rassestandard liegt die Größe des Beagles bei etwa 33 bis 40 Zentimetern Schulterhöhe. Frühere Zuchtformen waren deutlich kleiner: Die Hunde sollten in die Satteltasche passen.

 

 

Charakter des Beagles

Der Beagle ist ein ausgesprochen geselliger, liebenswerter und friedfertiger Hund, der so gut wie nie aggressives Verhalten gegenüber Menschen zeigt und sogar zu Fremden freundlich ist. Das disqualifiziert ihn für den Einsatz als scharfen Wachhund: Ein Beagle ist einfach zu lieb (und bestechlich), um respekteinflößend zu wirken.

 

Dennoch verfügen Beagle über ein unerschütterliches Selbstbewusstsein und eine gewisse Dickköpfigkeit. Diese resultiert aus ihrer Fähigkeit, selbstständig Lösungen für Probleme zu finden. Der Beagle schließt sich eng an seine Menschen an. Eine kleine Charakterschwäche ist seine Verfressenheit: Bietet sich die Gelegenheit zum Mundraub, wird ein Beagle sie sich in aller Unschuld nicht entgehen lassen.

 

 

Erziehung und Haltung des Beagles

Gesellschaft und Auslauf sind die wichtigsten Faktoren bei der Beagle-Haltung. Der Beagle braucht viel Anregung und Bewegung zum Austoben. Lange Spaziergänge in Gegenden mit spannenden Duftspuren sind genau das Richtige für ihn. Wenn der Beagle eine Fährte aufgenommen hat, lässt er sich nicht so leicht bremsen und gibt die Richtung vor, denn das Schnüffeln liegt ihm im Blut. Aus diesem Grund wird der Beagle heute auch als professionelle Spürnase eingesetzt.

 

Dank seiner geringen Größe kann er auch in der Wohnung gehalten werden, ein Heim mit Garten ist aber wesentlich besser geeignet. Allerdings sollte der Garten ausbruchsicher sein. Niedrige Zäune sind kein Hindernis für einen Beagle auf der Spur der Nachbarskatze – notfalls buddelt er sich den Weg in die Freiheit. Vermeiden Sie Langeweile, damit Ihr Vierbeiner gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt.

 

Trotz aller Sanftmut ist der Beagle kein Anfängerhund: Im Beagle-Charakter schlägt immer wieder der Arbeits- und Jagdhund durch, weshalb Sie Erfahrung, Durchsetzungsvermögen und viel Geduld bei der Erziehung mitbringen sollten. Die wichtigste Lektion: Der Hund muss abrufbar sein, umgehend auf seinen Namen hören und zu Ihnen zurückkehren, wenn Sie es wollen – egal, wie toll die Fährte duftet.

 

 

 

Pflege des Beagles

Während das kurze Beagle-Fell anspruchslos ist und mit gelegentlichem Bürsten und bei Bedarf einem Duschgang mit Hundeshampoo auskommt, sollten Sie der Ohrpflege besondere Aufmerksamkeit widmen. Die Hängeohren neigen zu Entzündungen.

 

Achten Sie auch auf die schlanke Linie Ihres Beagles: Der ewig hungrige Vierbeiner neigt zu Übergewicht, was unbedingt mit ausreichend Bewegung ausgeglichen werden muss. Je nach Größe des Hundes liegt das Gewicht eines ausgewachsenen Beagles zwischen 10 und 18 Kilo. Kontrollieren Sie zudem regelmäßig die Krallen und kürzen diese, falls nötig. Beagle können etwa 15 Jahre alt werden.

 

 

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Ein Beagle Welpe rennt über eine Wiese.

Steckbrief Beagle

  • Rasse
    Beagle
  • Herkunft
    Großbritannien
  • Klassifikation
    Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
  • Größe
    33 bis 40 Zentimeter Schulterhöhe
  • Gewicht
    9 bis 18 Kilogramm (durchschnittlich 10 Kilogramm)
  • Körperbau
    kompakt, muskulös, hoch angesetzte, dicke Rute
  • Augen
    dunkelbraun oder haselnussbraun mit sanftem Ausdruck
  • Ohren
    tief anliegende Schlappohren
  • Fell und Farbe
    Struktur dicht und wasserabweisend; von schwarz-weiß-brauner Farbe oder zweifarbig in Weiß mit Braun, Rot oder Zitruston
  • Besonderheiten
    extrem freundlicher Charakter; verfressen
  • Charakter
    gutmütig und freundlich, bewegungsfreudig
  • Pflege
    pflegeleicht; bürsten, gelegentlich kurz abbrausen und frottieren
  • Gesundheit
    Veranlagung zu Bandscheiben-, Gelenk- und Augenerkrankungen

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