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Kleiner Basset Hound Hund steht im Sand am Wasser

Basset Hound – ein außergewöhnlicher Hund mit bewegter Geschichte

Unverkennbar – wer jemals einen Basset Hound gesehen hat, wird diese Hunderasse immer wiedererkennen. Die kurzbeinigen, schwerfällig erscheinenden Jagdhunde sind doppelt so lang wie groß. Die Gefahr, sie zu unterschätzen, ist hoch – denn in den kräftigen Hunden stecken passionierte Jäger. Die kinderlieben Bassets sind anspruchsvoll in der Haltung und trotzdem – dank ihres liebenswerten Wesens – beliebte Familienhunde.

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Jagdhund mit langer Tradition

Seinen Ursprung hat der Basset Hound Historikern zufolge in französischen Klöstern. Von dort kam er im 15. Jahrhundert mit König James IV. nach Schottland. Die beeindruckenden, in der Meute jagenden Hunde spielen sogar in Shakespeares „Sommernachtstraum“ eine Rolle. Am Anfang vor allem bei der Jagd auf Dachse eingesetzt, kam der Basset bald auch als Meutehund zum Einsatz. Die Rasse war sehr beliebt beim englischen Adel. Zwischen den Weltkriegen war der Basset Hound kurzzeitig vom Aussterben bedroht. Inzwischen gilt er als eine der bekanntesten Hunderassen weltweit.

Charakter des Basset Hound

Auf den ersten Blick wirkt der Basset Hound wie ein gemütlicher, bequemer Geselle, der nichts lieber tut, als neben dem Kamin oder auf der Couch tief und fest zu schnarchen. Zu Hause ist der Basset tatsächlich einer der ruhigsten, verträglichsten und liebenswertesten Hunde mit geringem Wach-, Schutz- oder Aggressionspotenzial. Innerhalb seines zwei- und vierbeinigen Rudels akzeptiert der Engländer oft auch Kleintiere und Katzen. Draußen jedoch kommt der genetisch tief verankerte Jagdtrieb durch: Bassets sind zähe, ausdauernde und hoch motivierte Jäger. Sie folgen einer aufgenommenen Fährte ohne Pause und ohne auf rufende Besitzer Rücksicht zu nehmen. Daher wird den kräftigen Jagdhunden mit dem eindrucksvollen Bellen eine gewisse Sturheit nachgesagt. Sie haben einen eher geringen Willen zu Gefallen – und gelten deshalb als schwer erziehbar.

Erziehung und Haltung des Basset Hound

So charmant diese Hunde auch sind, so ignorant können sie auf Ansagen des Halters reagieren. Viele Halter berichten über ein langwieriges Sauberkeitstraining. Die Erziehung gelingt am besten durch Bestechung, denn Bassets gelten als äußerst verfressen. Als Meutehund gezüchtet, ist diese Jagdhunderasse es gewohnt, im Rudel zu leben und zu arbeiten. Ein Basset bleibt ungern allein und drückt seine Unzufriedenheit gelegentlich mit intensivem Bellen, Zerstörung von Gegenständen oder gar Wasserlassen im Haus aus. Bei Wildsichtung oder einer interessanten Spur dagegen ist der passionierte Jäger jederzeit bereit, allein loszuziehen.

 

Alles in allem stellt der Basset Hound hohe Ansprüche an seinen Halter. Vom Tag des Einzugs an braucht er eine klare Linie, rassegeeignete Erziehung und Auslastung. Für die meisten Hundesportarten lässt sich der Basset nicht begeistern. Beim Mantrailing oder bei Suchspielen jedoch kann er seine Nasenstärke voll einsetzen.

Pflege des Basset Hound

Das kurze, robuste Fell des Bassets ist einfach zu pflegen. Gelegentliches Bürsten reduziert das Haaren im Haus und stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier. Besonders wichtig ist die Kontrolle der Ohren: Unter den langen Hängeohren bilden sich leicht Hefeinfektionen. Die Ohren müssen Sie stets trocken und sauber halten.

Besonderheiten des Basset Hound

Beim Basset Hound hat in den letzten Jahrzehnten Überzüchtung stattgefunden. Standard sind oft seine krummen kurzen Beine, die den massigen, viel zu langen Körper, kaum tragen können. Dazu schleifen die Ohren oft auf dem Boden.  Die Folge ist eine hohe Veranlagung zu Augen-, Ohr-, Haut- und Rückenerkrankungen. Hunde aus einer seriösen, gemäßigten Zucht haben die besten Chancen, ohne diese Beschwerden bis zu 12 Jahre alt zu werden. Wenden Sie sich vor dem Kauf eines Welpen am besten an den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), der Ihnen geeignete Züchterlisten zur Verfügung stellt.

 

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Steckbrief Basset Hound

  • Rasse
    Basset Hound
  • Herkunft
    Großbritannien
  • Klassifikation
    Laufhunde & Schweißhunde
  • Größe
    28 bis 38 Zentimeter Schulterhöhe
  • Gewicht
    20 bis 34 Kilogramm
  • Körperbau
    extrem kräftig, sehr kurzbeinig und lang im Rücken
  • Augen
    große mit intensivem Blick und hängenden Lidern
  • Ohren
    sehr lange Hängeohren
  • Fell und Farbe
    kurz, robust in Braun/Weiß gescheckt und Tricolor
  • Besonderheiten
    gemäßigte Zuchtformen von seriösen Züchtern kaufen
  • Charakter
    liebenswert, eigenständig, stur und jagdfreudig
  • Pflege
    Kontrolle und Reinigung der Ohren und Augen
  • Gesundheit
    Veranlagung zu einigen Erbkrankheiten und Beschwerden durch Überzüchtung

Wichtiger Hinweis zur Zuchtform

Das 1999 im Auftrag der Bundesregierung und unter Mitwirkung des Deutschen Tierschutzbundes erstellte „Qualzuchtgutachten“ empfiehlt ein Zuchtverbot für haarlose, extrem kurzköpfige Zuchtformen (sog. brachycephale Rassen) und weitere, bei denen Extreme im Körperbau (sehr langer Rücken, stark verkrümmte Beine, Wirbelsäulenveränderungen, übermäßiges Fellwachstum usw.) ein gesundes Leben unmöglich macht.

Als verantwortungsvoller Tierhalter, der natürlich viel Wert auf ein gesundes, unbeeinträchtigtes Leben seines Vierbeiners legt, sollten diese Hinweise bei der Entscheidung für eine geeignete Rasse unbedingt ebenso Berücksichtigung finden, wie die Frage nach hervorragenden Charaktereigenschaften.

 

Quellen:

https://www.bundestieraerztekammer.de/tieraerzte/qualzuchten/Qualzuchtgutachten.pdf

https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/heimtiere/qualzucht/

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