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Klein, aber oho: Der Zwerghamster

Er kommt aus den Wüsten und Halbwüsten Russlands, der Mongolei und Chinas zu uns in die Wohnzimmer und hat trotz seiner geringen Größe ganz schön Format: der Zwerghamster. Egal, ob Roborowksi, chinesischer, Dsungarischer oder Campbell-Zwerghamster – dieser Knirps ist zwar klein, aber oho.

Anspruchsvolle Haltung

Für Kinder ist das putzige Kerlchen nur bedingt geeignet, werden doch die kleinen Hamsterarten nicht so leicht zahm wie der „große Bruder“ des Zwerghamsters, der Goldhamster. Dies musst du bei der teilweise etwas anspruchsvollen Haltung unbedingt beachten. Dennoch werden gerade auch die Zwerge immer beliebter, denn sie sind fröhlich und agil.

Zwerge, die toll zum Beobachten sind

Eines vorneweg: Egal, ob du dich für einen Roborowksi (mit seinen 4 cm Länge der kleinste bekannte Hamster) oder vielleicht für einen Campbell entscheidest: Dein Zwerg eignet sich in erster Linie zum Beobachten, weniger zum Schmusen – was aber sehr viel Freude bereiten kann, denn es handelt sich um sehr quirlige Tiere, die in der Dämmerungszeit aktiv werden. Deshalb braucht auch ein kleiner Zwerghamster einen ausreichend großen Käfig.

Die „Model-Maße“ des Zwerghamsters

Nur zwischen 5 cm (Roborowski) und 11 cm (chinesischer Streifenhamster) lang wird ein Zwerghamster und bringt gerade mal zwischen 25 g (Roborowski) und 50 g (Campbell) auf die Waage. Seine Lebenserwartung ist kürzer als die des Goldhamsters und liegt, je nach Art, zwischen 1,5 und maximal 4 Jahren. Ganz wichtig gerade bei diesem kleinen Tier ist eine sorgfältige Gesundheitsvorsorge, da Zwerghamster als recht krankheitsanfällig gelten.

Das steht auf seinem Speiseplan

Bei der Ernährung eines Zwerghamsters gilt: Nimm als Basis spezielles Trockenfutter für Zwerghamster. Es sollte unter anderem Getreide, Kleinsämereien und getrocknete Kräuter enthalten. Lass dich in deinem Fressnapf-Markt dazu beraten. Dein Tier braucht am Tag ungefähr einen Teelöffel davon. Weiterhin gehört natürlich täglich Frischfutter und hin und wieder Eiweiß auf den Speiseplan.

So bleibt dein Zwerghamster fit

Damit dein Zwerghamster fit und agil bleibt, kannst du ihn durch Futtersuchspiele in Bewegung halten. Das Trockenfutter gibst du nicht in den Napf, sondern verstreust es überall im Käfig (außer natürlich in der Kloecke). Als Schwierigkeit kannst du es auch in Pappröhren oder Heuberge legen. Vergiss nicht: Wilde Zwerghamster müssen sich ihr Futter selbst erarbeiten. Haben sie im Käfig keine Beschäftigung, werden sie träge und krank.

Was ihn sonst noch glücklich macht

Einen Zwerghamster kannst du allein halten. Er braucht aber genügend Raum und die Möglichkeit zum Klettern und Buddeln. Biete ihm neben hoher Einstreu (zum Beispiel Buchengranulat) im Käfig auch mehrere Häuschen sowie verschiedene Etagen an, die er erklimmen kann. Auch ein Sandbad mit Chinchillasand wird gerne angenommen. So kann sich der lebhafte, flinke Geselle genügend austoben und droht nicht zu verkümmern.

Steckbrief Campbell-Zwerghamster:
  • Größe: Kopf-Rumpf-Länge 7 – 10,5 cm
  • Gewicht: 25 – maximal 50 g
  • Aussehen: Wildform: Rückenfarbe bräunlich, Grenze zwischen Rücken und Bauch hellbraun. Verschiedene Farbschläge. Fell kurz, dicht und weich, aber strubbeliger als beim Dsungarischen Zwerghamster
  • Heimat: Nordosten Chinas, Altai-Gebirge, Mongolei
Steckbrief Dsungarischer Zwerghamster:
  • Größe: Kopf-Rumpf-Länge 7 – 10,5 cm
  • Gewicht: 19 – 45 g
  • Aussehen: Wildform weist die sogenannte Dreibogenlinie auf: weißer Unterbauch, grauer Rücken mit Aalstrich. Färbt sich im Winter weiß. Bei Haustieren verschiedene Mutationen.
  • Heimat: Steppen Westsibiriens und Ostkasachstans sowie der Krasnojarsk-Region Russlands
Steckbrief Roborowski Zwerghamster:
  • Größe: 5 – 9 cm
  • Gewicht: 20 – 25 g
  • Aussehen: Wildform im Sommer sandfarben, im Winter gräulich, weiße Unterseite, weiße Flecken oberhalb der Augen. Bei Heimtieren verschiedene Mutationen
  • Heimat: Ost-Kasachstan, Mongolei, Westchina

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