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Aufzuchtbecken - Nachwuchs im Aquarium

Endlich Nachwuchs! Die wuseligen kleinen Aquarienneulinge bringen aufregende Abwechslung ins Becken. Je nachdem, welche Fische in Ihrem Aquarium leben, wird es bestimmt Phasen geben, in denen Sie sich vor Jungtieren kaum retten können. Um zu überleben, benötigen einige Ihre Hilfe.

Mysteriöses Verschwinden

Besonders Harnischwelse und Guppys sind bei idealen Haltungsbedingungen äußerst fortpflanzungsfreudig. Darum sollte man sich vorher genau fragen, ob man beide Geschlechter pflegen möchte, denn schon bald stellt sich die Frage: Wohin mit dem ganzen Nachwuchs? Es gibt aber auch Fälle, in denen es mit dem Nachwuchs einfach nicht klappen will. Zwar brüten die Fische erfolgreich, und schon bald schlüpfen die Jungtiere, aber von einem Tag auf den anderen sind plötzlich alle weg. Stellt sich die Frage: Was ist mit ihnen passiert?

Gefahren vorbeugen

Eine Gefahrenquelle birgt die aquarieneigene Technik. So kann es beispielsweise passieren, dass einige kleine Fische in den Filter gesaugt werden. Als vorbeugende Maßnahme sollte daher ein feinmaschiges Gitternetz vor der Einsaugöffnung angebracht werden. Die weitaus wahrscheinlichere und häufigere Ursache für das plötzliche Verschwinden des Nachwuchses ist, dass seine Eltern oder andere Mitbewohner ihn sich haben schmecken lassen. Ausreichend Versteckmöglichkeiten im Aquarium beugen diesem Kannibalismus vor. Mit Wurzeln, Steinen und Pflanzen können Sie willkommene Rückzugsgebiete für den gefährdeten Nachwuchs schaffen.

Erfolg im Aufzuchtbecken

Für manche Arten können die Verstecke allerdings nicht gut genug sein. Besonders Skalare und Buntbarsche werden sich die Jungtiere trotzdem schnappen. In diesem Fall hilft ein extra Aufzuchtbecken. Entweder setzen Sie direkt ein laichbereites Pärchen – oder bei lebend gebärenden Fischen ein trächtiges Weibchen – hinein und hoffen, dass es bald losgeht. Oder Sie warten, bis der Laich im Aquarium abgesetzt wird oder die Jungfische geschlüpft sind. Damit die Eier, Larven oder Jungfische nicht mit Luft in Berührung kommen, sollten Sie zum Umsetzen einen mit Wasser gefüllten Behälter benutzen. Das Aufzuchtbecken wird mit Aquarienwasser gefüllt und sollte mit einem Filter versehen, wie das Hauptaquarium, erst einmal einige Zeit einlaufen.

Ein ruhiges Plätzchen

Das Aufzuchtbecken darf ruhig spartanisch eingerichtet sein. Ein mindestens 54 Liter großes Becken mit einem kleinen Stabheizer, einem Filter, einer dünnen Schicht kalkfreiem Sand und ein paar Steinen reicht dem Nachwuchs völlig. Dazu ein paar Büschel Javamoos und Schwimmpflanzen, und fertig ist das Aufzuchtbecken. Wichtig ist, dass das Becken an einem ruhigen Platz steht und ein häufiger Wasserwechsel vorgenommen wird.

Von Anfang an die richtige Ernährung

Kurz nachdem die Kleinen frei schwimmen, wollen sie auch schon gefüttert werden. Winzige Nachkommen wie die von Salmlern, Barben und Labyrinthfischen benötigen anfangs Flüssig- oder Staubfutter. Größere Arten wie Buntbarsche oder Zahnkarpfen freuen sich von Beginn an über kleine Krebslarven. Für fast alle Fischarten eignen sich zur Aufzucht Rasen von Einzellern und Artemianauplien, die man beide wunderbar selber züchten kann. Und auch für den Nachwuchs im Aquarium gilt: lieber öfter füttern und dafür sparsam!

Eine Alternative für Fischnachwuchs: der Ablaichkasten

Alternativ zum Aufzuchtbecken kann ein Ablaichkasten genutzt werden. Nach der Eiablage im Becken können die Eier oder auch die Larven in den Kasten umgesetzt werden. Die ersten Tage vor und nach dem Schlüpfen ernähren sich die Larven von den Vorräten ihres Dottersacks, danach sollte mehrmals täglich zugefüttert werden. Sobald die Fische 1–2 cm groß sind, können sie wieder ins Becken entlassen werden.

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