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Agility im Wald: Entdecken Sie mit Ihrem Hund den vielseitigen Parcours der Natur!

 

Unsere Hunde sollen sich wohlfühlen, ausgeglichen und zufrieden sein. Dafür brauchen Sie ein liebevolles Zuhause mit einem ruhigen Plätzchen, ausreichende Bewegung und sollten mental gefordert und gefördert werden. Sind Hunde langfristig unterfordert, kann sich Energie aufstauen und Verhaltensprobleme können folgen. Gleiches gilt für den umgekehrten Fall – denn auch eine Überforderung kann Hunde negativ beeinträchtigen. Daher gilt als Faustregel: 

Ruhezeiten, Bewegung und geistige Fitness sollten stets im Gleichgewicht sein. 

 

Eine sinnvolle Beschäftigung für Hunde ist Hundesport, wenn dieser an den Gesundheitszustand, das Alter und das Aktivitätenlevel des Vierbeiners angepasst ist. Beim Agility bilden Sie mit Ihrem Hund ein Team und meistern zusammen einen Parcours aus verschiedenen Hindernissen. Sie führen Ihren Hund und geben ihm Kommandos, um Hürden zu überwinden, unter Ästen herzukriechen oder über Stämme zu balancieren. Bei allen Übungen steht eines an erster Stelle: Spaß – und zwar für Hund und Halter gleichermaßen. Mit einigen einfachen Tricks verwandeln Sie Ihren Waldspaziergang im Handumdrehen in einen spannenden Agility-Parcours. So stärken Sie die Beziehung zu Ihrem Hund und sorgen für actionreiche Abwechslung im Hundealltag. 

Das Wichtigste in Kürze für Sie zusammengefasst finden Sie am Ende des Ratgebers oder per Klick auf: Goldene Regeln für Agility im Wald

 

„Agility is fun“ – spielerisch die Mensch-Hund-Beziehung stärken

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Denken Sie daran: Der Hund ist das Spiegelbild Ihrer selbst – sind Sie motiviert und konzentriert, ist es auch Ihr Hund. 

 
Mit Motivation und Elan sorgen Sie beim Wald-Agility spielerisch für körperliche und geistige Fitness bei Ihrem Hund und fördern darüber hinaus die eigene. Sie genießen die Natur und stärken durch die gemeinsame Teamarbeit die enge Bindung zu Ihrem Hund. Werfen Sie bei Ihrem Spaziergang einfach mal einen Blick nach rechts und links: Im Wald und in Parkanlagen bieten sich vielfältige Möglichkeiten für abwechslungsreiche Agility-Parcours mit den unterschiedlichsten Herausforderungen. Dabei gilt in erster Linie: Respekt vor der Natur! Beachten Sie die Leinenpflicht, die in den Bundesländern festgelegten Brut- und Setzzeiten und stören Sie die Flora und Fauna nicht. 
 
 

Gesundheits-Check vor dem Agility-Training

 
Bevor Sie mit Ihrem Hund aktiv durchstarten, sollten Sie sicher sein, dass Ihr Athlet auf vier Pfoten körperlich gesund ist. Ihr neues gemeinsames Hobby sollte Ihrem Hund keinesfalls schaden und auf seinen Gesundheitszustand angepasst sein. Sollten Sie unsicher sein, suchen Sie vor dem Beginn mit Wald-Agility Ihren Tierarzt auf. Er kann Gelenkerkrankungen ausschließen und einschätzen, welche Übungen für Ihren Hund geeignet sind und welche Sie besser meiden sollten. Bei hohen Sprüngen kann beispielsweise die Belastung auf die Gelenke enorm sein. Für ein möglichst gelenkschonendes Training sollten Sie darauf verzichten. Grundsätzlich gilt: Beginnen Sie besser nicht vor dem 18. Lebensmonat Ihres Hundes mit Sprüngen, den Slalom sollten Sie nur in Maßen trainieren und extrem enge Wenden vermeiden. Wichtig ist, stets auf die Bedürfnisse Ihres Hundes zu achten und das Training langsam zu steigern, vor allem bei untrainierten Hunden. Geben Sie ihm ausreichende Ruhe und Entspannungszeiten.
 
 

Agility im Wald – der kreative Natur-Parcours 

 
Freunde von Agility bezeichnen den Hundesport gerne als den „Ferrari unter den Hundesportarten“, da bei Wettkämpfen das Team mit der schnellstmöglichen Zeit gewinnt. Darauf kommt es bei Ihrem Training im Wald nicht an, jedenfalls nicht zwingend. Fördern Sie vielmehr die Intelligenz Ihres Hundes und verbessern Sie Ihre gemeinsame Kommunikation und Bindung. Ebenso ist Kreativität gefragt. Mit etwas Fantasie lassen sich Bäume, Bäche oder Steine für die verschiedensten Disziplinen umfunktionieren. Bei der Gestaltung Ihres Agility-Parcours im Wald sind Sie komplett frei. Achten Sie bitte darauf, dass Sie die Flora und Fauna nicht stören.
 
 

Kommunikation ist das A und O beim Hundesport im Wald

 
Für gewöhnlich wird beim Agility-Training verbal trainiert. Mit der sogenannten „Führhand“ wird der Hund sozusagen über das Hindernis „gezogen“. Der Hundeführer läuft den Parcours an der Seite des Hundes mit und gibt entsprechende Kommandos. 
 
Bevor Sie mit den Übungen starten, sollten Sie die daher die volle Aufmerksamkeit Ihres Hundes haben. 
 
Leckerchen oder das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes sind für diesen Zweck ideal. Der Hund sollte Sie während der Übung stets im Blick haben. In der Führhand halten Sie die Belohnung, die dem Hund Anreiz zum Folgen gibt. Ihre Hand fungiert sozusagen wie ein Magnet für die Hundenase. Als Hilfe kann anfangs eine Agility-Leine zur Hand genommen werden, mit der Sie Ihren Hund vorsichtig führen. Diese ermöglicht ein schnelles Befreien des Hundes von Leine und Halsband, damit er sich frei bewegen kann. Das setzt voraus, dass Ihr Hund im Freilauf abrufbar ist.
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Springen lernen – und „Hopp“!

 
Jeder gesunde Hund kann springen – keine Frage. Kann Ihr Hund auch auf Kommando ein Hindernis überwinden? Umgestürzte Baumstämme eignen sich für diese Übung. Ermuntern Sie Ihren Hund zunächst mit Futter oder einem Spielzeug, über den Stamm zu springen. Beherrscht Ihr Hund den Befehl „bleib“, lassen Sie ihn vor dem Stamm warten. Sie rufen ihn von der anderen Seite und er springt bestenfalls darüber. Alternativ können Sie mit der Leine gemeinsam über die Hürde springen. Der Hund soll zunächst begreifen: ‚Da muss ich drüberspringen!‘ Das Springen sollten Sie so lange üben, bis Ihr Hund das Prinzip verstanden hat; auch wenn es mehrere Tage dauert. Anschließend können Sie mit einem verbalen Signal arbeiten und Ihrem Hund kurz vor dem Absprung den Befehl „Hopp“ geben. Nach einigen Übungen versteht er: Hopp bedeutet Springen. Diese Übung können Sie an kleinen Bächen wiederholen, die der Hund mit einem Sprung überwinden soll. Oder Sie bauen eigene Hindernisse aus Ästen und Steinen und erschaffen einen Parcours. Lassen Sie Ihrer Kreativität gerne freien Lauf.

Kriechen – mit „Hindurch“ drunter statt drüber 

 

Äste oder umgefallene Baumstämme bieten eine weitere Agility-Disziplin: Ihr Hund soll in diesem Fall nicht darüberspringen, sondern darunter herkriechen. Gar nicht so einfach, wo er doch gerade erst das Springen gelernt hat. Aber Übung macht den Meister: Stellen Sie sich neben das Hindernis und „ziehen“ Sie Ihren Hund mit der Führhand und einem Leckerchen (oder Spielzeug) unter den Baumstamm hindurch. Auch hier gilt: Wiederholen Sie diese Übung so oft, bis Ihr Hund sie verstanden hat. Erst dann sollten Sie mit einem verbalen Kommando wie „Hindurch“ arbeiten. Achten Sie bei dieser Übung darauf, dass dem Hund der Ast nicht auf den Kopf fällt, wenn er daran stoßen sollte. Auch die Höhe oder vielmehr Kriechtiefe sollten Sie an Ihren Hund anpassen.

 
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Draufspringen – „Hoch“ und sitz!

 

Dicke Wurzeln und Baumstümpfe finden Sie in jedem Wald – und damit die nächste Herausforderung für Ihren Agility-Parcours: Mit etwas Übung bringen Sie Ihrem Hund bei, auf den Baumstumpf zu springen und dort sitzen zu bleiben. Dafür locken Sie ihn mit einer Belohnung auf den Baumstamm. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Hund nicht abrutschen kann. Prüfen Sie, ob die Fläche nicht rutschig ist, und sichern Sie ihn bei den ersten Sprüngen ab – zum Beispiel mit einem Brustgeschirr. Hat Ihr Hund verstanden, was Sie von ihm möchten, geben Sie ihm vor dem Absprung das Kommando „Hoch“. Eine andere Variante: Der Hund stellt nur die Vorderpfoten auf den Baumstamm. Auch große Steine oder Baumstämme lassen sich prima erklimmen. Nach einer Weile ist Ihr Hund vielleicht schon bereit für die nächste Disziplin: von Stamm zu Stamm zu springen. Achten Sie bei dieser Übung darauf, dass die Baumstämme nicht rutschig sind.

Balancieren – in der Ruhe liegt die Kraft

 
Auf dem Hundeplatz gibt es Wippen und andere Wackelelemente, auf denen die Hunde balancieren können. Diese Art von Disziplin gibt es in der freien Natur eher selten, dafür kommen Baumstämme umso öfter vor. Bevor Sie Ihren Hund jedoch zum Balancierakt auffordern, sollten Sie sicherstellen, dass die Fläche nicht glatt ist. Nässe und Moos sind riskant und bergen Verletzungsgefahr. Ist der Baumstamm trocken, geben Sie dem Hund das Kommando „Hoch“ oder locken ihn mit der Führhand und einer Belohnung. Führen Sie ihn langsam über den Baumstamm, indem Sie neben ihm herlaufen. Sie merken: Es geht hier nicht um Geschwindigkeit, sondern um das Stärken des Koordinations- und Gleichgewichtsvermögens.
 

Koordinations-Training auf vier Pfoten

 
Koordinationsvermögen und Geschicklichkeit beweist Ihr Hund auch bei der nächsten Übung: Sammeln Sie verschiedene Äste und legen Sie diese mit kleinen und größeren Abständen wie eine Leiter hintereinander. Beim Drübersteigen muss Ihr Hund nun alle vier Pfoten koordinieren. Was einfach klingt, erfordert Geschicklichkeit – Sie werden staunen. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund sich ruhig und koordiniert über die Hindernisse bewegt.
 

Outdoor-Slalom durch Wald und Wiesen

 
In einem Agility-Parcours verwenden die Trainer für ihren Slalom häufig acht, zehn oder zwölf Stangen von mindestens einem Meter Länge. Diese stehen mit einem Abstand von 50 bis 56 Zentimetern voneinander entfernt. Bei Ihrem Wald-Parcours können Sie entweder selbst mit Ästen eine Slalom-Strecke bauen oder Sie binden Bäume, Sträucher und Steine als Slalom-Elemente mit ein. Mit Ihrer Führhand leiten Sie Ihren Hund zwischen den Hindernissen hindurch. Damit der Kontakt nicht abreißt, sollten Sie zu Beginn des Slalom-Trainings nach jedem überwundenen Hindernis ein Leckerchen freigeben. Hinterher genügt es, wenn Sie Ihren Hund nach dem erfolgreichen Passieren belohnen. 

Tunnel in Sicht? 

 
Ausgehüllte Baumstämme oder Tunnel aus Stein sind bei Spaziergängen eher die Seltenheit. Entdecken Sie doch einen, nutzen Sie ihn und schicken Sie Ihren Hund hindurch. Ihr Hund sollte zum Start vor dem Tunnel warten, ehe Sie ihn von der anderen Seite rufen. Sollte das nicht funktionieren, können Sie sich einen Helfer an die Seite holen, der Ihren Hund festhält.
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Immer der Nase nach – Mantrailing „light“ für starke Bindung

 
Grundsätzlich sind Suchspiele eine sinnvolle und artgerechte Beschäftigung für Hunde allen Alters und jeder Rasse. Nasenarbeit ist wichtig für unsere Vierbeiner und verlangt ihnen Ruhe und Konzentration ab. Neben dem klassischen Training mit Futterdummies ist das sogenannte Mantrailing „light“ eine beliebte Übung, mit der Sie zusätzlich Ihre gemeinsame Bindung und das Selbstbewusstsein Ihres Hundes stärken. Beim Mantrailing – zu Deutsch „Personensuche“ – lernt der Hund, verschiedene Personen anhand Ihrer Gerüche aufzuspüren. Polizeihunde trainieren zum Beispiel das Fährtenlesen mit Mantrailing. Für das Spurenlesen im Wald fordern Sie Ihren Hund auf, Sie zu suchen. Dafür sollten Sie zunächst mit einem kleinen (Sicherheits-)Abstand beginnen und sich hinter einem Baum verstecken. Oft ist es hilfreich, wenn eine zweite Person Ihren Hund im Blick hat und ihn gegebenenfalls festhalten kann. Nach einer Weile wird Ihr persönlicher Spürhund sicherer – und Sie können nach und nach den Abstand vergrößern.

Auch Pausen sind wichtig! 

 
Sobald Ihr Hund unkonzentriert wird, sollten Sie das Training mit einer leichten Übung, einem Erfolgserlebnis sowie einer Belohnung beenden. Das können liebevolle Streicheleinheiten und belohnende Worte sein. Und dann heißt es: Ab nach Hause – und nach erfolgreichem Teamwork die Pfoten und Beine hochlegen. „Agility is fun“ – und morgen ein neuer Tag mit weiteren Herausforderungen. Auf die Plätze, fertig – los! Wir wünschen Ihnen tierisch viel Spaß.

Goldene Regeln für Agility im Wald

 

  • Gesundheits-Check: Lassen Sie Ihren Hund bei Unsicherheit vor dem Training vom Tierarzt auf körperliche Beeinträchtigungen untersuchen und erklären Sie ihm Ihr Vorhaben.
  • Sicherheit geht vor: Überprüfen Sie vor jeder Übung das Gelände. Der Hund sollte sicher stehen, springen und landen können.
  • Seien Sie motiviert: Trainieren Sie nur mit Ihrem Hund, wenn Sie ausreichend Zeit haben und motiviert sind. Nur dann können Sie als Team funktionieren.
  • Denken Sie einfach: Beginnen Sie mit leichten Übungen und überfordern Sie Ihren Hund nicht.
  • Belohnen Sie häufig und zum richtigen Zeitpunkt: Hat Ihr Hund etwas nur in Ansätzen richtig gemacht, belohnen Sie ihn. 
  • Bleiben Sie am Ball: Funktioniert eine Übung nicht, reduzieren Sie den Schwierigkeitsgrad und machen Sie es Ihrem Hund so einfach wie möglich.
  • Seien Sie kreativ: Sorgen Sie für die nötige Abwechslung und zeigen Sie sich erfinderisch. Geht Ihr Hund den immer gleichen Parcours im Wald, kann Langeweile aufkommen.
  • Denken Sie an Pausen: Ist Ihr Hund unkonzentriert, beenden Sie besser die Übungseinheit.
  • Sorgen Sie für Ansporn: Beenden Sie jedes Training mit einer einfachen Übung und einer Belohnung. Mit diesem Erfolgserlebnis steigt die Motivation fürs nächste Mal.
  • Seien Sie ein Team, haben Sie Geduld – und genießen Sie die gemeinsame Zeit. So stärken Sie die Beziehung zu Ihrem Hund und verleben aufregende Stunden.