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Vögel: eine Voliere mit viel Platz für die Flieger

Vögel und Käfige – das ist eigentlich ein Widerspruch. Kaum ein anderes Tier hat, gemessen an seiner Körpergröße, einen so großen Aktionsradius. Vögel nutzen mit ihren Flügeln den Luftraum. Natürlich besetzen viele Arten in der Natur Reviere, von denen sie sich nicht allzu weit entfernen. Aber da sie fliegen können, sollten Vögel auch als Heimtiere diese Bewegungsfreiheit genießen dürfen. Zum Glück hat sich die Vogelhaltung in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt: Der Trend geht zum geschützten Freiflug und zu großzügig bemessenen Volieren.

Ohne Gitter geht es nicht – die Voliere als Großraumunterkunft

Dass die permanente Käfighaltung alles andere als artgerecht ist, hat sich als Erkenntnis unter Vogelfreunden durchgesetzt. Freiflug unter Aufsicht oder in einem den Tieren vorbehaltenen Zimmer sind heute sehr verbreitet. Allerdings ist der komplette Verzicht auf Gitterstäbe bei Vögeln leider nicht möglich.

Schutz der Tiere: Ziervögel, die ins Freie entweichen, haben in der Regel kaum Überlebenschancen. Dass ein entflogener Kleinvogel von allein zurück in die Wohnung findet, ist sehr unwahrscheinlich.

Temporäre Sicherung: Als Vogelhalter können Sie Ihre Schützlinge nicht den ganzen Tag über im Auge behalten. Ein Käfig bietet die Möglichkeit, die Vögel zeitweise zu ihrer eigenen Sicherheit in der Beweglichkeit zu beschränken.

Diese Maßnahmen erzielen Sie mit einem ausreichend großen Käfig oder, noch besser, einer Zimmervoliere. Wenn Sie die räumlichen Möglichkeiten haben, ist eine fest installierte Indoor- oder Außenvoliere die Königsklasse der Vogelunterbringung.

Volieren als Freiflugalternative?

Die ständige Vogelhaltung in einer Voliere bietet sich als Optimallösung an, wenn Sie sehr kleine, schwarmbildende Ziervögel halten, die aus praktischen Gründen keine typischen Kandidaten für Freiflug im Zimmer sind. Überhaupt sind Volieren eine perfekte Lösung für die Gruppenhaltung von Vögeln, wenn Sie weniger Wert auf persönliche Interaktion mit den Tieren legen, sondern lieber das Sozialverhalten des Schwarms beobachten. Gerade Sittiche und Kleinpapageien bieten Ihnen dabei ein regelrechtes Unterhaltungsprogramm. Wichtig ist bei jeder Art von Volierenhaltung stets, dass die Unterkunft geräumig genug für die Größe und Anzahl der jeweiligen Tiere ist.

Mobile Zimmervolieren als Heim für größere Vögel?

Geräumige, tragbare Zimmervolieren eignen sich als ständige Unterbringung für Kleinvögel oder eine kleinere Anzahl Tiere bis zur Größe von Wellensittichen. Sie sind zudem eine gute Käfigalternative für größere Vögel wie Großsittiche und Papageien – sofern die Zimmervoliere nur als Schlafplatz und Aufenthaltsort bei Abwesenheit des Halters dient. Den Bewegungsdrang von Großsittichen sowie mittelgroßen und großen Papageien kann eine handelsübliche Zimmervoliere nicht befriedigen. Als Ersatz kommt hier ein Vogelzimmer oder eine selbst gebaute Voliere infrage.

Die Einrichtung einer Voliere

Egal ob Außen- oder Innenvoliere: Die Inneneinrichtungen beider Typen unterscheiden sich grundsätzlich kaum.

So wird die Voliere vogelgerecht eingerichtet:
  • Einstreu: In einer großen Voliere ist Vogelsand ungeeignete Einstreu. Verwenden Sie Sie Buchenholzgranulat oder Hanfstreu, in einer Außenvoliere kann auch sterilisierte Vogelerde (keine Blumenerde!) oder grobe Kieselsteine zum Einsatz kommen – achten Sie aber darauf, dass die Steine zu groß sind, um verschluckt zu werden. Wichtig ist, dass Regenwasser bei der Außenvoliere abfließen kann, damit keine Staunässe entsteht. Besteht der Boden aus pflegeleichten Materialien wie Fliesen oder Waschbetonplatten, muss die Versorgung mit Vogelgrit über einen separaten Napf selbstverständlich sichergestellt sein.
  • Wasserstelle: In jede Voliere gehören mindestens zwei Bodennäpfe: Ein kleinerer als Tränke und größerer als Bademöglichkeit für die Vögel. Natürlich muss die Wasserstelle stets peinlich sauber gehalten werden.
  • Sitzstangen: Rundhölzer als Sitzstangen erhalten Sie in allen möglichen Längen und Formaten; Naturholz sollten Sie den Vorzug geben. Dessen unregelmäßiger Durchmesser beugt Sohlenballengeschwüren vor, darüber hinaus bietet das Material den Vögeln Stoff zum Knabbern. Alternativ ist ein Vogelbaum mit seitlichen Abzweigungen eine dekorative Sitzwarte.
  • Bewegliche Sitzmöglichkeiten: Schaukeln, Ringe, Kletterseile und dergleichen sind vor allem in der Papageien- und Sittichvoliere ein Muss.
  • Spielzeug: Je nach Vorliebe der Vogelart sollte weiteres Spielzeug vorhanden sein. Gitter- oder Weidenbällchen, mit Grünfutter und Obststückchen befüllt, kommen immer gut an. Aufgefädelte Holzklötzchen und Glöckchen zum Krachmachen werden von Papageienvögeln ebenfalls gern genutzt. Bourke- und Ziegensittiche mögen Spielkisten, in denen sie nach kleinen Objekten kramen können.
  • Gitter: Die Vergitterung der Voliere sollte aus waagerechten Stangen oder einem Kreuzgittergeflecht bestehen, an dem die Vögel klettern können. Wählen Sie die Maschenweite entsprechend der Größe der Vögel.
  • Feste Wände: Eine rundum einsehbare Voliere bedeutet Stress für die Vögel. Sorgen Sie dafür, dass die Voliere wenigstens eine Rückwand hat.

Bitte achten Sie bei der Inneneinrichtung darauf, dass zwischen den Sitzmöglichkeiten und zwischen Boden und Decke ausreichend lange Flugstrecken bestehen und die Voliere nicht überladen ist.

Vögel draußen halten: So richten Sie eine Außenvoliere ein

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, genug Platz für eine Außenvoliere zur Verfügung zu haben: Gönnen Sie Ihren Vögeln diesen Luxus. Umweltreize und Witterungsschwankungen halten die Tiere geistig und körperlich fit. Selbstverständlich muss eine Außenvoliere gegen Zugluft und Raubtiere geschützt werden und darf nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Ein wichtiges Detail der Außenvoliere ist ein geräumiges, verschließbares Schutzhäuschen, in das die Tiere sich bei Bedarf zurückziehen können, zum Beispiel bei Starkregen oder Kälte. Dieses Innenhäuschen statten Sie mit Isolierung, Beleuchtung und einer vogelsicher installierten Beheizung aus; auch Futter und Wasserstelle dürfen nicht fehlen.

Vogelarten, die sogar im Winter in einer Außenvoliere gehalten werden können, sind unter anderem:
  • Wellensittiche
  • Zebrafinken
  • Rotkardinäle
  • Nymphensittich
  • Wachteln
  • Tauben

Klären Sie zunächst die Eignung Ihrer Vögel für eine winterliche Außenvoliere ab – viele Papageienarten müssen ins Haus umziehen, sobald die Temperaturen fallen und benötigen dort natürlich eine entsprechende Innenvoliere.

Checkliste: Darauf sollten Sie beim Volierenkauf und Bau achten

Wenn alle Details zu Inneneinrichtung und Bewohnern der Voliere geklärt sind, gilt es, einige weitere Details zu beachten.

Genehmigung: Der Bau einer Außenvoliere ist gegebenenfalls genehmigungspflichtig. Klären Sie das Vorhaben daher erst mit der zuständigen Behörde ab und informieren Sie Ihre Nachbarn.

Sicheres Material: Achten Sie darauf, widerstandsfähiges und schnabelsicheres Material zu verwenden. Ein Boden aus Waschbetonplatten oder Zement schützt die Außenvoliere vor grabenden Tieren wie Wühlmäusen oder Mardern.

Format: Die Mindestmaße für eine Voliere hängen natürlich von der Größe der Bewohner ab. Die folgenden Maße (Länge x Breite x Höhe) sind Mindestmaße für ein Pärchen – für jedes weitere Pärchen rechnen Sie 50 Prozent.

Die folgenden Größen sollte die Voliere Ihres Vogels mindestens haben:
  • Finken, Kanarienvögel: 1,2 x 0,80 x 0,5 Meter
  • Unzertrennliche, Wellensittiche, Sperlingspapageien: 3 x 1,5 x 2 Meter
  • Großsittiche, Kleinpapageien: 4 x 2 x 2 Meter
  • Kleine Aras und Kakadus: 4 x 2 x 2 Meter
  • Große Aras: 6,0 x3,0x2,5Meter
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