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Wasserpest im Aquarium – die vielseitige Nutzpflanze

Die Wasserpest ist eine beliebte Pflanzengattung in der Aquaristik: Die Pflanze wächst schnell, produziert viel Sauerstoff und hemmt Algenwachstum. Da die Wasserpest keine hohen Ansprüche an Wasserwerte stellt, ist sie auch für Aquaristik-Neulinge und frisch eingefahrene Becken geeignet. Einziges Manko: Durch das schnelle Wachstum vermehrt sich die Wasserpest rasant im Aquarium – daher auch der Name. Mit einer regelmäßigen Pflege halten Sie das Wachstum im Zaum. So profitiert Ihre Unterwasserwelt von den vielen Vorteilen der Wasserpest.

Diese Wasserpest eignet sich für die Aquaristik

Es gibt schätzungsweise sechs verschiedene Arten der Wasserpest. In der Aquaristik ist die kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) und die (dichtblättrige) argentinische Wasserpest (Egeria Densa) häufig vertreten. Das dichte Grün der Pflanzen sieht schön aus und bietet scheuen Fischen, Garnelen sowie Kleinkrebsen ideale Versteckmöglichkeiten.

So beeinflusst die Wasserpest das biologische Gleichgewicht

Die Wasserpest wächst etwa zehn Zentimeter wöchentlich – das ist beachtlich. Die dafür benötigten Nährstoffe holt sie sich aus dem Aquariumwasser. Liegt beispielsweise ein zu hoher Nährstoffgehalt vor, der Algenwachstum begünstigt, kann die Wasserpest diesen ausgleichen. Die Wasserpest scheidet außerdem antibiotische Stoffe aus, die gegen Blaualgen (Bakterien) wirken können. Damit kann die Wasserpest zu einer verbesserten Wasserqualität beitragen.

Wasserpest im Aquarium einpflanzen

Möchten Sie die Wasserpest einpflanzen, ist sie wegen ihres rasanten Wachstums besser im Hintergrund einzubringen. Im Mittel- und Vordergrund würde sie schlichtweg zu viel Sicht versperren. Wasserpest wächst schwimmend oder eingepflanzt in kaltem und warmem Wasser. Sie haben also die Wahl, ob Sie die Pflanze in den Bodengrund einpflanzen oder schwimmend kultivieren. Die Temperaturen im Becken sollten allerdings dauerhaft nicht über 28 °C liegen.

Die regelmäßige Pflege der Wasserpest

Um das Wachstum einzudämmen, sollten Sie die Pflanzentriebe regelmäßig stutzen – immer dann, wenn Sie merken, dass die Triebe zu viel Raum einnehmen. Ungekürzt erreichen sie oft eine Länge von einem halben Meter oder mehr. Das regelmäßige Stutzen fördert zudem das Wachstum der Seitentriebe und die Wasserpest bekommt eine buschige Form.

Erkennen Sie, dass die Blätter heller und die Ranken dünner werden, sind das Hinweise für einen Nährstoffmangel. Es ist dann erforderlich, dass Sie die Düngerdosierungen leicht erhöhen. Mit mehr Licht erreichen Sie außerdem, dass die Blätter der Wasserpest dichter wachsen.

So vermehren Sie die Wasserpest im Aquarium

Haben Sie die Wasserpest erst in Ihrem Aquarium kultiviert, lässt sie sich einfach vermehren. Die Vervielfachung der Wasserpest erfolgt durch Kopfstecklinge. Dafür schneiden Sie die Triebe mit einer Länge von etwa 20 Zentimetern ab und setzen sie einfach an einer neuen Stelle ein. Mit großblättrigen Pflanzenarten, Moosen, Farnen und Wurzeln wirkt die Wasserpest im Aquarium übrigens besonders dekorativ.

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