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Wasserwechsel im Aquarium: Die wichtigste Aufgabe für Aquarianer

Der Lebensraum von Fischen ist geprägt von ständigem Wasseraustausch. Damit sich die Fische auch im heimischen Aquarium wohlfühlen und gesund bleiben, ist es wichtig, das Wasser regelmäßig zu wechseln. Mit einem Wasserwechsel tragen Sie zum biologischen Gleichgewicht im Aquarium bei.

Warum ist ein Aquarium-Wasserwechsel wichtig?

Im Wasser sammeln sich mit der Zeit verschiedenste Stoffe an. Das sind zum einen hochgiftiges Nitrit, welches auch von Filterbakterien zu Nitrat abgebaut wird, sowie Nitrat und Phosphat, die das Algenwachstum fördern. Und zum anderen wird das Wasser durch die Ausscheidung von Kot und die abgestorbenen Pflanzenteilen verunreinigt. Ein regelmäßiger Wasserwechsel sorgt für eine gute Wasserqualität, denn dadurch werden die unerwünschten Stoffe verdünnt und damit nahezu unschädlich. Den Rest erledigen die Filterbakterien und Pflanzen. Sind diese nicht vorhanden, etwa in Aquarien mit pflanzenfressenden Malawiseebuntbarschen, ist der Wasserwechsel für die Fische geradezu überlebenswichtig.

Wie oft ist ein Wasserwechsel im Meerwasser- oder Süßwasseraquarium notwendig?

Die Häufigkeit des Wasserwechsels hängt von der Größe des Aquariums und der Zahl der Fische ab. Je kleiner es ist und je mehr Fische es sind, desto häufiger ist er nötig. Ganz gleich, ob Süßwasseraquarium oder Meerwasseraquarium – für den Wasserwechsel gilt als Richtwert ein vierzehntägiger Rhythmus. In Aquarien mit sehr vielen Fischen kann es auch wöchentlich notwendig sein, in dünn besetzten dagegen, ist auch eine Pause von drei oder vier Wochen möglich – zum Beispiel während des Urlaubs.

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Wie viel Wasser sollte gewechselt werden?

Die zu wechselnde Wassermenge hängt ebenfalls von der Fischmenge ab. In normal besetzten Aquarien werden etwa 25 bis 30 Prozent des Wassers ausgetauscht, in dicht besetzten auch bis zu 50 Prozent.

Wie funktioniert der Wasserwechsel im Aquarium?

Zum Wasserwechsel brauchen Sie einen sauberen Eimer und einen Aquarienschlauch. Beides sollten Sie ausschließlich zum Reinigen des Aquariums verwenden. Außerdem benötigen Sie 10 bis 20 Minuten Zeit, denn so lange dauert ein Wasserwechsel durchschnittlich.

Durch Ansaugen des Schlauches fließt das Wasser von ganz allein in den Eimer. Dafür gibt es Ansaughilfen oder automatische Systeme, die den Wasserhahn als Pumphilfe nutzen und das abgesaugte Wasser so direkt in den Abfluss befördern. Den Schlauch verwenden Sie anschließend auch wieder zum Befüllen.

Wenn Sie mehrere Aquarien haben, sollten Sie für alle Becken eigenes Zubehör verwenden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass wirklich nur Wasser und nicht die Inneneinrichtung oder gar ein Bewohner des Beckens in den Schlauch gelangt. Durch Anbringen des Schlauches in der richtigen Beckenhöhe stoppt der Absaugvorgang von allein, nachdem die gewünschte Wassermenge entnommen wurde. Der Bodengrund wird im Zuge des Wasserwechsels bequem mit einem Mulmsauger gereinigt.

Was ist beim Bodenputz zu beachten?

Zusätzlich zum Wasserwechsel ist vierteljährlich Großreinemachen im Aquarium angesagt. Um den Schmutz am Boden zu beseitigen, nutzen Sie den Schlauch für den Wasserwechsel oder einen speziellen Aquarienstaubsauger: Einfach kurz ansaugen und damit die Kot- und Pflanzenreste beseitigen. Da der Bodengrund einen wichtigen Teil des Ökosystems darstellt, ist Vorsicht beim Absaugen geboten. Der Boden beherbergt wichtige Bakterien und Einzeller, die Futterreste, Mulm und Kot der Fische in fruchtbare Stoffe umwandeln.

Welches Wasser eignet sich für den Wasserwechsel?

Für das Befüllen des Aquariums können Sie Leitungswasser verwenden. Bevor Sie das Wasser aber ins Becken leiten, sollte es einige Minuten im Waschbecken oder in einem Eimer zwischenlagern. So werden eventuelle Ablagerungen sichtbar. Außerdem sollte die Wassertemperatur an die des Aquarienwassers angepasst werden, auch wenn Temperaturschwankungen von zwei bis vier Grad in der Regel kein Problem darstellen. Eine allzu starke Abkühlung ist allerdings möglichst zu vermeiden. Das Wasser sollte nicht mit zu hohem Druck oder zu viel Schwung aus Eimer oder Gießkanne eingeleitet werden – dies kann zu einer tödlichen Gasblasenbildung im Blut der Fische führen. Besser ist es, auch hierbei wieder mit dem Schlauch zu arbeiten und das Wasser behutsam einzuleiten.

Muss das Wasser aufbereitet werden?

In einem Weichwasseraquarium wird wieder weiches Wasser zugeführt – das heißt: ein Mix aus etwas Leitungs- und Umkehrosmose- oder Regenwasser, das vorher mindestens 24 Stunden über einen Kohlefilter gefiltert wurde. Anschließend ist ein Wasseraufbereitungsmittel mit Schleimhautschutz zuzugeben, denn frisches Wasser reizt die Schleimhaut der Fische. Deswegen sollte der Wasserwechsel auch nicht zu groß ausfallen. Außerdem „fängt“ ein Wasseraufbereiter schädliche Stoffe wie Chlor oder Schwermetalle aus dem Leitungswasser.

Wasserwechsel-Check: Stimmen alle Werte?

Zur Pflege des Aquariums gehören auch die Regulierung von Temperatur und Härtegrad des Wassers sowie die Kontrolle von ph-Wert, Gehalt an Ammoniak, Nitrat und Nitrit. Zu den wichtigsten Nährstoffen zählen Kalium, Eisen, Mangan und Kohlenstoffe. Es ist notwendig, dass Sie sich über die Lebensbedingungen jedes einzelnen Lebewesens in Ihrem Aquarium eingehend informieren. Mit diesem Wissen können Sie dank Wasseraufbereitungsmitteln die Werte an die Bedürfnisse Ihrer Tiere anpassen und die optimalen Lebensvoraussetzungen für sie schaffen.

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