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Zeit für die Sommerfrisur: Fellwechsel beim Kaninchen

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Im Frühling tauschen Kaninchen ihr flauschiges Winterfell gegen ihr luftiges Sommerfell. Wie du die Langohren beim Fellwechsel unterstützen kannst und worauf du achten musst, erklären wir hier.

Im Frühjahr wird’s haarig

Wenn deine Kaninchen im Frühjahr Fell verlieren, musst du dir in aller Regel keine Sorgen machen: Zweimal jährlich wechseln die Mümmelmänner ihr Haarkleid. Der Fellwechsel im Frühling fällt meist etwas intensiver aus als der im Herbst. Kein Wunder, schließlich muss das dicke Winterfell weichen, das deine Tiere in der kalten Jahreszeit vor Frost und Minusgraden geschützt hat. Wie stark deine Kaninchen haaren hängt von verschiedenen Faktoren ab: Kastrierte Tiere haaren mehr als unkastrierte und langhaarige mehr als kurzhaarige. Außerdem kommen junge Kaninchen meist schneller durch den Fellwechsel als ältere.

Ein zerzauster Look

In der Regel verlieren Kaninchen zuerst am Rücken ihr Winterfell – und das kann tatsächlich büschelweise geschehen. Dabei kann es zu dünnen Haarinseln und sogar zu fast kahlen Stellen kommen. Das allein ist kein Grund zur Besorgnis, solange die Haut unter den lichten Stellen intakt und nicht etwa schuppig, gerötet oder verletzt aussieht. Sonst kommen für den Fellverlust doch andere Ursachen wie Parasiten, Allergien oder Hauterkrankungen in Betracht. Sehen deine Lieblinge aber nur etwas zerzaust und struppig aus, musst du dir keine Gedanken machen. Gelegentlich kannst du sogar im Fell eine Linie zwischen dem dicken Winter- und dem feineren Sommerfell erkennen.

Kein Angst vor Köttelketten

Ein weiteres eindeutiges Anzeichen für den Fellwechsel sind auch die sogenannten Köttelketten: Die Köttel deiner Kaninchen werden durch Haarstränge zusammenhalten – sie wirken wie zu einer Perlenkette aufgefädelt. Das liegt daran, dass deine Kaninchen sich und ihre befreundeten Artgenossen jetzt vermehrt putzen und dabei mehr Fell als gewöhnlich im Magen landet. Köttelketten an sich sind unproblematisch – im Gegenteil, zeigen sie doch, dass das aufgenommene, unverdauliche Fell ausgeschieden wird. Allerdings solltest du deine Kaninchen im Fellwechsel genau beobachten: Fällt dir auf, dass deine Tiere Probleme beim Kotabsatz haben, ihr Futter verschmähen, apathisch wirken und/oder einen harten Bauch haben, ist das ein Hinweis auf Verstopfung oder Aufgasungen, die unbehandelt schwerwiegende Konsequenzen haben können. Sehr kleine schwarze Köttel deuten außerdem auf einen versperrten Darmausgang hin, was bei ausbleibender Behandlung mit einem tödlichen Darmverschluss enden kann. Deswegen solltest du Kaninchen – insbesondere haarende Rassen immer im Fellwechsel unterstützen. Auch wenn du unterschiedliche Rassen hältst, musst du aufpassen: Oft putzen kurzhaarige Tiere ihre langhaarigen Partner.

Sanftes Bürsten hilft

Bürstest du deine Langohren während des Fellwechsels regelmäßig, sorgst du dafür, dass weniger Fell im Kaninchenmagen landet. Ein großer Vorteil ist es, wenn deine Tiere schon von klein auf an ein liebevolles Fellpflegeritual gewöhnt sind – das stärkt auch eure Bindung. Bürstest du sie einmal pro Woche fallen dir außerdem Veränderungen an Haut und Fell, Parasiten und Verletzungen ins Auge. Außerhalb des Fellwechsels sind Bürsten weichen Naturborsten ideal: Sie fühlen sich eher wie eine Streicheleinheit an und wirken wie eine wohltuende Massage. In der Zeit des Fellwechsels brauchst du aber darüber hinaus eine Bürste, die auch die Unterwolle erreicht. Auch für Kaninchen gibt es Zupfbürsten, mit denen sich abgestorbene Haare mühelos lösen lassen. Wichtig ist, dass du immer ohne Druck und mit dem Haarstrich arbeitest. Streiche mit der Zupfbürste über die Innenseite deines Unterarms, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie fest du aufdrücken kannst, ohne deinem Kaninchen weh zu tun. Mögen deine Kaninchen das Auskämmen mit der Bürste partout nicht, bleibt dir noch der Fellpflegehandschuh: Auch damit kannst du eine Menge loses Haar aus dem Fell streichen.

Ballaststoffreich füttern

Außerdem kannst du deine Kaninchen im Fellwechsel durch eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung unterstützen. Ein hoher Rohfaseranteil vergrößert das Darmvolumen, wodurch die Gefahr der Haarballenbildung verringert wird. Frischfutter aus Gras, Grünfutter, Gemüse und reichlich Wasser sorgen für ausreichend Flüssigkeit und wirken sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus. Auch sogenannte Malt-Pasten für Kleintiere fördern gezielt den Abgang verschluckter Haare und können hilfereich sein. Unterstützend kannst du eingeweichte Leinsamen verfüttern. Ein halber Teelöffel pro Tag und Tier ist ausreichend. Die Saaten kräftigen auch die Haare, so dass ein gesundes, glänzendes, neues Fell entsteht.
Noch besser sind Leinpellets: Sie helfen dabei, die Haare im Kaninchenmagen abzuführen. Die meisten Kaninchen fressen sie gern als Leckerli – allerdings darfst du nur ein Pellet pro Tag und Kaninchen verfüttern.

Bewegung tut gut!

Eine gute Idee ist es auch, Durchgänge, Tunnel, Labyrinthe oder Häuschen im Gehege mit einem rauen (kaninchensicheren) Material auszustaffieren: So verlieren deine Kaninchen bei jedem Rundgang eine Menge Haare! Mit der gleichen Intention kannst du auch Naturborstenbürsten an Engstellen befestigen. Sorge für Bewegung, das hält die Verdauung in Schwung. Wie wäre es, wenn du deinen Kaninchen zur Ablenkung vom Fellwechsel vielleicht einmal eine richtig tolle Wühlkiste einrichtest? Dazu brauchst du nur einen Pappkarton, in den du mehrere Zugänge scheidest, etwas Heu, Stroh und vielleicht eine interessante Überstreu. Die leidenschaftlichen Buddler vergessen sicher sofort den vorrübergehenden Ärger mit der Frisur und werden auch beim Spielen jede Menge Fell los. Apropos Fell loswerden: Über die ausgekämmten Büschel von herrlich weichem Kaninchenfell freuen sich viele heimische Wildvögel, die im Frühling auf der Suche nach geeignetem Nistmaterial sind, und gerne das Nest für ihre Jungvögel mit so einem exklusiven Dämmstoff pimpen. Aber bitte nur, wenn du nicht regelmäßig Antiparasitika über das Nackenfell träufelst – das könnte den armen Wildvögeln schaden!

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