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So fütterst du Hühner richtig

02.08.2022

Hühner richtig füttern

Picken und scharren – mit der Nahrungssuche verbringen Hühner die meiste Zeit ihres Tages. Worauf du achten musst, um deine Hühner artgerecht zu ernähren, erfährst du hier.

Abwechslungsreich, ausgewogen, artgerecht

Die Ernährung ist wie bei allen Tieren entscheidend für das Wohlergehen der Hühner. Außerdem beeinflusst sie die Produktion der Eier. Aus diesen Gründen solltest du für abwechslungsreiches und ausgewogenes Futter sorgen.

Die vier Bestandteile einer artgerechten Ernährung:

  • Körner und Samen: Am einfachsten deckst du den Bedarf an Getreide mit einem hochwertigen Alleinfutter ab. So kannst du sicher sein, dass alle lebenswichtigen Mineralstoffe und Vitamine im Futter enthalten sind. Vollwertige Hühnerfutter gibt es sowohl aus biologischem Anbau wie aus konventioneller Landwirtschaft.
  • Grünfutter wie Gemüse, Salat und Obst: Frisches Grünfutter enthält nicht nur viele Vitamine, sondern kommt bei Hühnern auch gut an. Außerdem kannst du so Reste aus der Küche wiederverwerten.
  • Nahrung aus dem Freilauf: Je artgerechter der Auslauf gestaltet ist, desto mehr Nahrung finden deine Hühner dort. Sie picken nach Würmern und Insekten, fressen Gräser und Kräuter.
  • Grit: Sogenannter Hühnergrit besteht aus Muschelkalk und Magenkieseln. Die feinen, weißgrauen Körner braucht das Huhn für die Verdauung und den Knochenbau: Da Hühner keine Zähne besitzen, wandern Getreidekörner unzerkleinert in den Magen. Mithilfe des Grits werden sie dort zermahlen und können besser verdaut werden. Der Muschelkalk enthält außerdem viel Kalzium und sorgt daher für starke Knochen und feste Eierschalen. Der Hühnergrit muss unbedingter Bestandteil des Hühnerfutter sein, da es sonst zu einer lebensbedrohlichen Unterversorgung bzw. Fehl- oder Minderernährung der Tiere kommt. In vielen Komplettfuttern ist er bereits enthalten.

Idealerweise wird jede Komponente dieses Speiseplans täglich abgedeckt.

Was eignet sich als Frischfutter?

Hühner sind im Prinzip Allesfresser. Auf dem Bauernhof kommen sie traditionell in den Genuss von Küchenabfällen. Als Frischfutter eignen sich folgende Obst- und Gemüsesorten besonders gut:

  • Zucchini
  • Karotten
  • Gurken
  • Salat
  • Beeren
  • Apfel
  • Birne
  • Mais

Obst bitte nur als gelegentliche Abwechslung füttern!

 

Auch Gräser und Kräuter wie Löwenzahn, Brennnessel, Minze oder Petersilie bereichern ihre Ernährung. Ergänzen solltest du den Speiseplan deines Geflügels um proteinreiche Nahrung wie Mehlwürmer, Schnecken oder Larven – vor allem, wenn der Auslauf diese nicht in ausreichender Menge bietet.

Was sollte ich nicht füttern?

Auch wenn Hühner Allesfresser sind, darf nicht wirklich alles in ihrem Futternapf landen. Auf folgende für Hühner schwer verdauliche Essensreste und Lebensmittel solltest du verzichten:

  • rohes und gekochtes Geflügelfleisch
  • Fleischmehl
  • Zitrusfrüchte
  • Avocado
  • Kohl
  • Katzen- und Hundefutter
  • rohe Kartoffeln
  • Süßigkeiten

Auch verschimmelte oder stark gewürzte Essensreste dürfen Hühner nicht fressen.

Wie viel Futter braucht ein Huhn?

Welche Menge an Futter Hühner benötigen, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von der Rasse bzw. Größe und der Art des Auslaufs ab. Finden deine Hühner im Freilauf ausreichend Futter, reduziert sich die Menge des Fertigfutters erheblich.

 

Als Faustregel gilt: Ein zweieinhalb Kilogramm schweres Huhn braucht ca. 120 Gramm Futter und 250 Milliliter Wasser täglich.

 

Tipp: Futterschalen und -behälter sollten immer etwas erhöht stehen, zum Beispiel auf einem Ziegelstein oder einer Baumstammscheibe, damit kein Kot in das Futter gelangt.

 

Wer seine Hühner nicht per Hand füttern möchte, kann auf einen Hühnerfutterautomat zurückgreifen. Diese auch als Hühnersilo bezeichnete Futtervorrichtung füllt sich automatisch immer dann, wenn kein Futter mehr im Napf ist. Bewährt hat sich auch eine spezielle Hühner-Wasser-Tränke statt einer Wasserschale. In diesen Stülptränken ist das Wasser nämlich vor Verschmutzung geschützt.

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