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Die richtige Haltung von Axolotln im Aquarium

26.01.2023

Axolotl schwimmend im Aquarium neben Wassepflanzen

Der Axolotl ist eine uralte Art der Schwanzlurche die ursprünglich aus Mexiko stammt. In seinem Aussehen erinnert der Querzahnmolch an Molchlarven. Zum Schwimmen benutzt er einen breiten Ruderschwanz. Am Hals trägt er Kiemenanhänge, die wie kleine Bäumchen ins Wasser ragen. Unter Beachtung einiger Besonderheiten hat man viel Freude an der Haltung dieser bizarren Tiere.

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Steckbrief Axolotl

  • Name
    Axolotl, Ambystoma mexicanum, mexikanischer Schwanzlurch, zählt zu den Amphibien
  • Größe
    Durchschnittlich ca. 23 Zentimeter, aber auch etwas über 30 Zentimeter sind möglich
  • Gewicht
    Ca. 200 Gramm
  • Körperbau
    Ausgewachsen, kräftiger gedrungener Körper, kurze Gliedmaßen, Ruderschwanz mit Flossensaum, flacher, breiter Kopf, mit breitem Maul, das den Eindruck eines Lächelns hervorruft
  • Herkunft
    Vulkanisches Becken bei Mexiko-Stadt

Axolotl-Farben:

Wildtyp: Ocker bis braun; Melanoide: Dunkel bis schwarz; Goldalbinos: goldgelb, gelbe Augen, rote Kiemen; Melano-Albinos: Weiß, rosa Kiemen; Axanthische Albinos: Weiß-metallisch glänzend; Weißlinge: Weiß mit dunklen Augen. Weitere genetische Farbausprägungen lassen sich optisch von den genannten Farben kaum unterscheiden.

Sind Axolotl schwer zu halten?

Im Allgemeinen gilt die Haltung eines Axolotls als nicht allzu kompliziert. Es kommt jedoch letztlich darauf an, wie gut sich ein Halter im Vorfeld informiert und die Haltungsbedingungen gewissenhaft beachtet. Dies ist Voraussetzung dafür, dass es einem Axolotl gut geht.

Was kostet ein Axolotl?

Der Preis für dieses besondere Tier kann schwanken, liegt aber meist zwischen 25 und 35 Euro. Bevor du dich dazu entscheidest, ein Axolotl zu kaufen, informiere dich auch darüber, welche weiteren Kosten damit verbunden sind. Denn um optimale Haltungsbedingungen für dieses exotische Haustier zu realisieren, brauchst du unbedingt eine besondere Ausstattung. Bedenke auch, dass dein Axolotl eventuell mal eine tierärztliche Behandlung braucht. Nicht jeder Tierarzt kennt sich mit Amphibien gut aus, sehr oft liegt der Schwerpunkt auf Haustieren wie Hund, Katze, Kaninchen und Meerschweinchen. Wenn dein Axolotl medizinische Hilfe braucht, ist also ein Experte für dieses Gebiet gefragt. Neben den Anschaffungskosten für die Ausstattung des Axolotls solltest du am besten auch potenzielle Kosten für eine tierärztliche Behandlung einkalkulieren.

Axolotl Haltung: Darauf solltest du achten

Damit es deinem Axolotl in seinem Aquarium gut geht, braucht er eine bestimmte Wassertemperatur. Dabei ist es wichtig, die Temperaturgrenzen stets einzuhalten. Am wohlsten fühlt sich dieses Tier bei Temperaturen zwischen zwölf und 20 °C. Das klingt zunächst einfach. Aber es ist wichtig, die jahreszeitlich bedingten Schwankungen der Außentemperaturen zu berücksichtigen: In sehr heißen Sommern übersteigt die Wohnungstemperatur diese Marke schnell. Sind die Tiere über einen längeren Zeitraum Temperaturen von über 23 °C ausgesetzt, kann sie das schädigen. Die zusätzliche Wärme bedeutet für das genügsame Lebewesen Stress und macht es anfällig für Krankheiten. Zwar übersteht der Axolotl für eine kurze Weile Temperaturen von über 22 °C, wenn die Temperatur schnell wieder abgesenkt wird. Dennoch ist es sehr wichtig, sich mit einem geeigneten Kühler darauf vorzubereiten. Eine empfehlenswerte Möglichkeit sind automatische Durchlaufkühlsysteme für Aquarien. Ventilatorsysteme hingegen können die Temperaturen nur um 2–4 °C absenken.

 

In kälteren Gewässern wiederum verharrt der Axolotl in einer Kältestarre – und wartet auf Besserung. Wenn die Temperatur 2 °C nicht unterschreitet, übersteht er die Starre meist unbeschadet. Hältst du deinen Axolotl zu Hause in einem Aquarium, ist es jedoch recht unwahrscheinlich, dass es zu diesen frostigen Temperaturen kommt.

Wo gibt es einen Axolotl zu kaufen?

Axolotl werden häufig in Zoofachgeschäften zum Kaufen angeboten. Daneben bieten Axolotl-Züchter diese Tiere an. In Kleinanzeigen bieten auch private Händler Axolotl an. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, weil sich oft kaum beurteilen lässt, ob die Tiere aus einer verantwortungsvollen Haltung kommen.

Wie hoch sind die Kosten für ein Aquarium?

Die Kosten für ein Aquarium können schwanken und hängen neben der Größe auch von weiteren Faktoren ab, etwa ob es sich um ein Set handelt oder schlicht um ein gläsernes Becken. Für eine Aquariumsausstattung für ein Axolotl kannst du mit schätzungsweise 300 Euro rechnen.

Wie groß muss ein Aquarium für ein Axolotl sein?

Es ist empfehlenswert, deinem Axolotl ein Aquarium mit einer Größe von mindestens 80 auf 40 Zentimetern zu Verfügung zu stellen. Dabei spielt natürlich die Größe des Axolotls eine Rolle und auch, ob du ein oder mehrere Tier halten willst. Für ein Axolotl mit bereits 25 oder 30 (oder sogar mehr) Zentimetern Länge, ist ein entsprechend größeres Aquarium notwendig. Aber das Aquarium ist natürlich nicht das Einzige: Was braucht man noch alles, um ein Axolotl zu halten? Sehr wichtig ist für die Haltung eines Axolotls eine angeschlossene Kühlung, optimal ist ein Durchlaufkühler. Zur Basisausstattung des Aquariums gehört auch unbedingt ein entsprechender Filter. Um die Wasserqualität regelmäßig zu überprüfen, benötigst du außerdem ein geeignetes Testkitt. Gestalte das Aquarium für deinen Axolotl „wohnlich“, das heißt, seinen Bedürfnissen entsprechend mit einem Unterschlupf und Pflanzen, zum Beispiel Wasserhyazinthe, Einblatt oder Haarnixe. Sehr wichtig ist ein geeigneter und vor allem ungiftiger Bodengrund, hierfür kannst du beispielsweise Sand nehmen.

Kann man einen Axolotl auf die Hand nehmen?

Axolotl sind keine Kuscheltiere und werden es auch nicht im Laufe der Zeit. Sie bauen keine Beziehung zum Menschen auf und haben daher kein Bedürfnis, ihnen nahe zu kommen. Auch wenn es verlockend ist, ein solches Tier einmal zu berühren oder auf die Hand zu nehmen, solltest du dies nicht tun. Der Kontakt würde für einen Axolotl nur Stress bedeuten. Wenn es dennoch einmal unbedingt nötig ist, deinen Axolotl aus dem Aquarium zu nehmen, wasche dir zuvor gründlich die Hände, damit du das Wasser nicht mit Krankheitserregern verunreinigst.

Vergesellschaftung: Welche Fische kann man mit Axolotln halten?

Wer seinen Axolotl in einem Becken mit anderen Arten halten möchte, sollte sich vorher genauestens über geeignete Mitbewohner informieren. Denn bei den meisten Arten gilt: Fressen oder gefressen werden. Dem mit rund 30 cm Körperlänge ausgewachsenen Lauerjäger ist es dabei egal, wie groß seine Rivalen im Becken sind. Wer seinen Axolotl trotzdem nicht ausschließlich unter seinesgleichen halten möchte, sollte sich bei der Vergesellschaftung auf Schnecken und Guppys beschränken – auch hier werden die Fische dem Axolotl in der Regel als Nahrung dienen. Grundsätzlich ist von einer Vergesellschaftung mit Fischen aber abzuraten, da diese unbemerkt Parasiten tragen, die den Axolotln schwer zusetzen können.

Wann kann man mit der Axolotl-Zucht beginnen?

Ihre Geschlechtsreife erreichen Jungtiere mit zwölf bis 24 Monaten. Für die Aufzucht von Jungtieren sollte das Aquarium nicht zu dicht besetzt sein, da sie sich sonst auf der Suche nach Futter gegenseitig beißen könnten. Bei artgerechter Haltung können Axolotl ein Lebensalter von 20 Jahren und mehr erreichen.

Was sind Besonderheiten beim Axolotl?

Normalerweise durchlaufen Amphibien eine Metamorphose, so wie sich zum Beispiel Kaulquappen zu Fröschen umwandeln. Zu den Besonderheiten des Axolotls zählt, dass dieser Entwicklungsschritt nicht erfolgt und das Tier zeitlebens in seinem Larvenstadium verbleibt. Die Metamorphose bei Froschlurchen wird durch ein bestimmtes Hormon ausgelöst, welches bei Axolotln fehlt. Erstaunlicherweise erreichen Axolotl dennoch die Geschlechtsreife. Diese Tatsache  bezeichnen Fachleute mit dem Begriff der „Neotenie“.

Eine weitere faszinierende Eigenschaft dieser Tiere ist ihre Fähigkeit zur Regeneration. Verlieren Axolotl beispielsweise ein Körperteil, etwa eine Gliedmaße oder ein Organ, wächst dieses nach kurzer Zeit wieder vollständig nach. Diese Besonderheit macht Axolotl schon seit langem zum beliebten Forschungsobjekt. In der Wissenschaft betrachtet man diese Eigenschaft zur Regeneration genau und versucht zu verstehen, welche genetischen Grundlagen hierfür verantwortlich sind. Daher werden Axolotl auf der ganzen Welt auch als Labortiere gehalten.

Was fressen Axolotl?

Axolotl sind reine Fleischfresser – zur täglichen Fütterung eignen sich daher Regenwürmer, Tubifex, Bachflohkrebse und ähnliche Insekten im gefrorenen Zustand oder als Lebendfutter. Axobalance- oder Axolotl-Pellets sind speziell auf die Bedürfnisse von Axolotln zugeschnitten und stellen durch ihren hohen Anteil an Fisch, Garnelen und natürlichen Ballaststoffen ein ebenso ausgewogenes Futter dar. Je nach Nahrungsmenge und Alter des Tieres ist der Futterrhythmus anzupassen. Grundsätzlich kann ein ausgewachsener Axolotl alle zwei bis drei Tage sein Futter erhalten.

 

Es gilt darüber hinaus die Futterregel nach der Körperlänge:

Ein Axolotl mit einer Länge von bis zu zwölf Zentimetern sollte täglich gefüttert werden, Tiere mit einer Länge von bis zu 16 Zentimetern nur alle zwei Tage. Misst der Axolotl 18 Zentimeter oder mehr, sollte er alle drei bis vier Tage fressen.

Das solltest du für das Becken deines Axolotls beachten

Axolotl nehmen die Nahrung über den Boden auf und verschlucken daher auch immer Bestandteile vom Bodengrund. Damit keine Schadstoffe über den Verdauungsprozess aufgenommen werden, solltest du auf einen unbehandelten Bodengrund achten. Sand sowie abgerundeter und ungefärbter Naturkies sind optimal für ein Axolotlbecken. Die Körnungsgröße sollte ein bis drei Millimeter betragen, um Verstopfungen bei den Tieren zu vermeiden.

Chemiekeulen – bitte draußen bleiben!

Chemie hat im Axolotlbecken nichts zu suchen. Um optimale Wasserwerte zu erreichen, sollte das Becken zwei bis drei Wochen lang „einfahren“. Der Nitritwert muss sich erst konstant auf null einpegeln, ehe die Tiere einziehen dürfen. Andernfalls kann es zu Schädigungen oder sogar zum Tod der Axolotl kommen. Sollte ein Wassertest nach dieser Zeit immer noch eine Nitritbelastung anzeigt, ist eine Verlängerung der Einfahrzeit anzuraten.

Wichtige Wasserwerte im Axolotlbecken:

  • Nitritgehalt: 0 mg/l
  • Ammoniakgehalt: weniger als 0,2 mg/l
  • Nitratgehalt: optimal bis 25 mg/l, maximal 40 mg/l
  • Karbonathärte: ca. 80 Prozent der Gesamthärte
  • Optimaler ph-Wert zwischen 7 und 7,5 (6,5 bis 8 möglich)
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