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Eine Nahaufnahme eines Meerschweinchens

Wie alt werden Meerschweinchen?

Haustiere bringen Freude. Sie bedeuten aber auch lebenslange Verantwortung. Wer sich für Meerschweinchen entscheidet, kann mit einigen gemeinsamen Jahren rechnen. Lesen Sie hier, wie alt Meerschweinchen werden, welche Faktoren sich auf ihre Lebenserwartung auswirken und wie Sie als Besitzer zu einem langen Tierleben beitragen können.

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Die durchschnittliche Lebenserwartung von Meerschweinchen

Meerschweinchen werden im Durchschnitt sechs bis acht Jahre alt. Die tatsächliche Spanne ist allerdings größer. Robuste Tiere erreichen ein Alter von zehn bis zwölf Jahren. Der Rekord liegt laut Guinness-Buch sogar bei 14 Jahren – eine Ausnahme. Leider kommt es auch häufig vor, dass Meerschweinchen bereits mit drei oder vier Jahren sterben.

Kleiner Altersrechner
Genau lässt sich das Alter eines Meerschweinchens nicht in Menschenjahre umrechnen. Wer das Alter seines Tieres mit einem Faktor zwischen zehn und zwölf multipliziert, erhält aber einen groben Anhaltspunkt. Beispiel: Ein einjähriges Meerschweinchen entspricht einem zehn bis zwölf Jahre alten Kind. Mit sechs Jahren wäre es zwischen 60 und 72 Menschenjahren alt.

Was ist für ein langes Meerschweinchen-Leben nötig?

Wie alt ein Meerschweinchen wird, hängt von seiner Veranlagung ab. Besitzer können aber dazu beitragen, die Lebenserwartung Ihres tierischen Mitbewohners zu steigern.

Herkunft: lieber genau hinschauen

Achten Sie darauf, dass Ihr Meerschweinchen aus guten Händen kommt. Empfehlenswerte Adressen sind der kompetente Zoofachhandel mit Bezug der Tiere von seriösen, zertifizierten  Züchtern, direkter Kauf von seriösen Züchtern, die Adoption aus Tierheimen oder erfahrene Anlaufstellen der Meerschweinchenhilfe. Schauen Sie sich Ihr Wunschtier in Ruhe an. Im Zweifelsfall ist es ratsam, es vor dem Kauf von einem Tierarzt untersuchen zu lassen.

Artgerechte Haltung: Gesellschaft und Platz

Allein den ganzen Tag im Käfig sitzen? Das ist eine Qual für Meerschweinchen. Auf diese Punkte müssen Sie für eine artgerechte Haltung achten:

  • Rudelhaltung: Meerschweinchen dürfen auf keinen Fall alleine gehalten werden. Um gesund zu leben, brauchen sie mindestens einen Artgenossen, besser mehr.
  • Auslauf: Ein großes Gehege von mindestens 2 m² für 2 Tiere ist wichtig, damit sich Meerschweinchen ausreichend bewegen und sich bei Bedarf aus dem Weg gehen können. Für jedes weitere Tier muss die Fläche um mindestens 0,5 m² vergrößert werden. Ein Käfig als Rückzugsort muss mindestens 120 x 60 x 50 cm (LxBxH) groß sein und kann in das Gehege integriert werden.
  • Sicherheit geht vor: Meerschweinchen lieben Freilauf in der Wohnung oder in einem Gehege im Garten. Stellen Sie sicher, dass die Nager keinen Zugang zu Stromkabeln und Giftpflanzen haben und nicht die Treppe hinabstürzen können. Ein Freilauf im Garten braucht einen Schutz von oben gegen Katzen und andere Fressfeinde.
  • Geschützte Außenhaltung: Es ist möglich, Meerschweinchen das ganze Jahr draußen zu halten. Unerlässlich für ihre Gesundheit ist genügend Platz zum Warmlaufen sowie Schutz vor Sonne und Regen, Wind und Kälte. Für den Winter muss zwingend ein frostfreies, gut isoliertes Schutzhaus als Rückzugsmöglichkeit vorhanden sein.

Ernährung: Heu in Hülle und Fülle

Meerschweinchen sind reine Pflanzenfresser und besitzen einen „Stopfdarm“. Damit ihre Verdauung funktioniert, müssen sie rund um die Uhr fressen. Wichtig für eine artgerechte Ernährung ist, dass das Richtige in Napf und Raufe kommt:

  • Frisches Heu bildet bei der Stallhaltung die Grundlage der Meerschweinchen-Ernährung. Es weist einen hohen Rohfaseranteil auf und sollte stets zur Verfügung stehen. Für Abwechslung sorgen Varianten mit Löwenzahn, Alpenkräutern oder Blüten.
  • Sauberes Wasser im Napf oder Spender ist Pflicht. Am besten beides!
  • Gräser von der Wiese enthalten Rohfaser, Eiweiß und Vitamine. Sie stellen das natürlichste Nahrungsmittel dar. Vorsicht: Nach dem Winter ist eine langsame Gewöhnung an das Grünzeug notwendig, um Durchfall und Verdauungsprobleme zu vermeiden.
  • Gemüse und Salat bereichern die Frischfutterpalette. Allerdings eignen sich nicht alle Sorten zum Verfüttern.
  • Obst sollte nur in geringen Mengen als „Leckerli“ gereicht werden.
  • Getreidefreies Trockenfutter bietet sich als Ergänzung zu Heu und Grünzeug oder zwischendurch als Leckerli an. Im Winter bei Außenhaltung oder wenn Meerschweinchen trächtig sind, hilft Trockenfutter, den Energiebedarf zu decken.

Hygiene: Immer sauber bleiben

Grüne Tränken, schmuddelige Näpfe und nasse Einstreu tun keinem Tier gut. Säubern Sie die Tränken und Näpfe regelmäßig und kredenzen Sie täglich frisches Wasser. Einmal die Woche ist im Stall Großputz angesagt. Toilettenecken brauchen zusätzliche Reinigung zwischendurch.

Vorsorge: jede Woche Schweinchen-TÜV

Ein Meerschweinchen zeigt nicht gerne, wenn es krank ist. Deshalb sind regelmäßige Gesundheitschecks ratsam, um Krankheiten früh zu erkennen. Sinnvoll ist, den Meerschweinchen-TÜV einmal pro Woche anzusetzen.

  • Bei einem Gewichtsverlust von mehr als fünf Prozent des Körpergewichts ist ein Tierarztbesuch fällig.
  • Augen, Nase, After und Genitalbereich sind bei gesunden Tieren sauber und nicht verschmiert.
  • Die Zähne des Meerschweinchens dürfen nicht zu lang werden, sonst schmerzt das Fressen.
  • Die Krallen schneiden Sie alle paar Wochen mit einer speziellen Krallenschere zurück.
  • Fell und Haut sollen sauber, ohne Schuppen und Parasiten sein.

Wenn die Nager in die Jahre kommen

Ab einem Alter von vier bis fünf Jahren gleiten Meerschweinchen langsam ins Seniorenalter über. Tragen Sie Sorge dafür, dass sich Ihr Tier auch in diesem Lebensabschnitt wohlfühlt und gestalten Sie den Käfig seniorengerecht um. Es sollten sich keine hohen Stufen oder Hindernisse mehr im Stall befinden. Ihr Meerschweinchen schläft jetzt mehr und braucht warme, geschützte Kuschelplätze. Behalten Sie sein Gewicht im Blick: Ein Tier, das sich weniger bewegt, nimmt schneller zu.

Meerschweinchen im Überblick

  • Im Durchschnitt werden Meerschweinchen sechs bis acht Jahre alt.
  • Meerschweinchen sind Rudeltiere und brauchen Artgenossen, um gesund zu bleiben.
  • Frisches Heu bildet die Basis einer artgerechten Ernährung.
  • Der wöchentliche Gesundheitscheck hilft, Krankheiten früh zu erkennen.
  • Ab einem Alter von vier bis fünf Jahren brauchen die Nager eine seniorengerechte Gehegeeinrichtung.
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