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Aquarium dekorieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps für die Dekoration

Die Fische in Aquarien kommen aus der ganzen Welt: Südamerika, Asien, Afrika oder Australien. In der Natur leben sie in ganz verschiedenen Gewässern – wie schnell fließenden Bächen, großen Seen, kleinen Tümpeln oder mächtigen Urwaldflüssen. Bei einem Biotop-Aquarium geht es darum, diesen natürlichen Lebensraum der Fische so detailgetreu wie möglich nachzubilden. Denn in Bezug auf die Wasserqualität und die Umgebung finden Fische dann annähernd dieselben Bedingungen wie in der Natur vor – und dort fühlen sie sich am wohlsten.

Entscheidend bei der Gestaltung dieses Biotops sind die Größe des Aquariums, die Auswahl der Fische und Pflanzen sowie die passenden Einrichtungsgegenstände.

Finden Sie auf dieser Seite alle wichtigen Infos zur Aquarium-Dekoration:

• Schritt-für-Schritt-Einrichtungsanleitung vom Aquascaping-Weltmeister
• Drei Beispiele zum Nachbau von Unterwasserlandschaften
• Anleitung zur Befestigung einer 3D-Rückwand
• Tipps zur Stein-Dekoration
• Tipps zur Holz-Dekoration (auch zum Selbermachen)

 

Verleihen Sie Ihrer Unterwasserwelt asiatisches Flair – mit der Anleitung von Oliver Knott

Eine in sich ruhende Buddha-Figur inmitten von buntem Kies und dekorativen Pflanzen – so einfach entsteht eine atemberaubende Unterwasserwelt für Ihre Fische. Gemeinsam mit dem Aquascaping-Weltmeister Oliver Knott haben wir eine Schritt-für-Schritt-Einrichtungsanleitung für Sie entwickelt, die Sie sich ganz bequem von Zuhause aus herunterladen und nachbauen können.

Innerhalb der Anleitung zeigen wir Ihnen gemeinsam mit dem Aquascaping-Weltmeister Oliver Knott in 24 einzeln aufgezeigten Schritten, wie auch Sie ganz einfach Ihre Wasserwelt zu einem Blickfang machen und selbst den Zauber Asiens in Ihr Aquarium holen.

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Finden Sie außerdem eine Anleitung von Oliver Knott für ein beeindruckendes Aquascaping in 18 Schritten.

Die passenden Fische und Garnelen aus Asien

Neben vielen anderen Arten eignen sich zum Beispiel diese Fische und Garnelen aus Asien für Ihre Unterwasserwelt:

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• Der Mosaikfadenfisch ist einer der schönsten Labyrinthfische. Insbesondere die     Männchen sind zur Balzzeit prachtvoll gefärbt. Über sein Labyrinthorgan kann der Fisch atmosphärischen Sauerstoff atmen, sodass ihm auch in langsam fließenden oder stehenden Gewässern nie die Luft ausgeht.

• Die Amanogarnele ist ein friedliches Gruppentier und ein unermüdlicher Algenfresser. Es handelt sich um gesellige Tiere, bei denen die Weibchen etwas größer werden als die Männchen. Zur Entwicklung benötigen die Larven allerdings Meerwasser.

 

Aquarium Dekoration: Beispiele – drei Unterwasserwelten

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1. Südamerikanisches Urwaldflair

Ein Biotop vollständig zu simulieren, funktioniert natürlich nicht. Den natürlichen Lebensraum aber mit geeigneten Lichtverhältnissen, großen Wurzeln, Höhlen und einer reichhaltigen Pflanzenwelt einzurichten, schon. Je größer das Becken, umso mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben Sie und können entsprechend große Fische wie Skalare halten, die Sie zum Beispiel mit Kirschflecksalmlern vergesellschaften können. Für ein besonders exotisches Urwaldflair sorgen außerdem die gestreiften Ohrgitterharnischwelse.

2. Stille Wasser

Im Gegensatz zum Leben in einem Fluss herrscht in Tümpeln und flachen Seen eher Stille. Nachstellen lässt sich das durch dichte Bestände feinfiedriger Wasserpflanzen. Wurzeln spielen keine tragende Rolle und auch die Größe des Aquariums ist nicht entscheidend, solange sie für Fische 54 Liter nicht unterschreitet. Dieses Biotop ähnelt Lebensräumen, die Fische in Südostasien vorfinden. Hier könnten zum Beispiel Killifische oder Bärblinge eingesetzt werden. Von Vorteil sind Stahlhelmschnecken oder Garnelen, die dafür sorgen, dass der Algenanteil im Aquarium klein bleibt.

3. Nachahmung des Tanganjika- oder Malawisees in Ostafrika

Hier regieren Felsformationen. Pflanzen spielen nur eine untergeordnete Rolle, was dem natürlichen Lebensraum der Bewohner entspricht. Dabei handelt es sich zumeist um Buntbarsche, die wenig Rücksicht auf die Pflanzenwelt nehmen. Da diese jedoch einen entscheidenden Einfluss auf die Wasserqualität haben, muss in pflanzenarmen Aquarien umso mehr auf eine gut funktionierende Filterung und regelmäßigen Wasserwechsel geachtet werden: Der Wasserinhalt muss bis zu sechsmal pro Stunde gefiltert werden. Sie sollten sich bei diesem Biotop für ein großes Becken ab 300 Liter entscheiden. Hier schwanken die Wasserwerte weniger, und es bietet viel Platz für die oft relativ großen Buntbarsche.

Da sie sich gerne etwas in den Boden graben, kann neben feinem Kies auch gut ein Sandboden zum Einsatz kommen. Außerdem bieten leere Schneckenhäuser einigen Fischarten wie Schneckenbuntbarschen Unterschlupf. Deshalb können zum Beispiel Weinbergschneckenhäuser auf dem Boden verteilt werden. Die Menge der Schneckenhäuser sollte deutlich über der Anzahl der Fische liegen.

Wie Sie eine Aquarium 3D-Rückwand sicher befestigen

Ob einfache Steinoptik, Bäume oder der Nachbau von Wasserfällen in tropischen Landschaften – 3D-Rückwände bringen eine besondere Atmosphäre in Ihr Aquarium. Die Rückwände vergrößern das Becken zwar optisch, brauchen praktisch aber Platz. Da sich das Wasservolumen nach dem Einbau verringert, bieten sich für kleine Becken reliefschwache Rückwände an. Darüber hinaus sollten Sie vor dem Einbau einer 3D-Rückwand Folgendes wissen:

Wässern vor dem Einbau
Vor dem Einbau in Ihr eingelaufenes Aquarium sollte die Rückwand gewässert werden. Nach rund zwei bis drei Wochen sind alkalischen Stoffe sowie beispielsweise Kalkrückstände aus der Rückwand gespült, sodass Sie diese bedenkenlos einbauen können.

Stauraum hinter der Rückwand
Eine 3D-Rückwand hat auch praktische Vorteile: Je nach Modell lässt sich dahinter die Aquarientechnik wie Filter oder Heizer verstauen. Das gilt natürlich nur für Modelle, die nicht an die Rückwand des Aquariums geklebt, sondern in das Becken gestellt werden. Der Kiesbelag am Boden und der Wasserdruck helfen, die Wand zu stabilisieren. Damit sie keine Gefahr für die Fische im Aquarium darstellt, ist es wichtig, dass Sie die Standfestigkeit der Wand abschließend gründlich prüfen.

Befestigung an der Beckenscheibe
3D-Rückwände, die direkt an die Scheibe des Aquariums anzubringen sind, befestigen Sie dort mithilfe von speziellem Aquarien-Silikon. Es ist notwendig, die Wand an ihren Rändern zu verfugen, damit kein Wasser hinter die Rückwand läuft.

Sicherer Halt vereinfacht die Reinigung
Für die Reinigung ist es erforderlich, dass die Rückwand fest an der Scheibe oder im Kiesboden verankert ist. Rückwände mit einer glatten Oberfläche lassen sich leichter reinigen als beispielsweise Styroporrückwände, deren Haltbarkeit ohnehin wesentlich kürzer ist. Steht Ihre Rückwand im Kies, ist auch der Stauraum dahinter regelmäßig zu säubern.

Steindeko für das Aquarium – heimelige Verstecke und Rückzugsorte

Steine verschönern ein Aquarium nicht nur optisch, sie bieten den Bewohnern auch heimelige Verstecke und Rückzugsorte. Einige Arten nutzen Steinansammlungen außerdem als natürliche Reviergrenzen oder für die Ablage von Eiern.

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Auswahl der Steine
Bei der Auswahl der richtigen Steine stellen sich viele Fragen: Welche Sorte passt am besten in mein Aquarium? Sollen es viele kleine oder doch lieber wenige große sein? Ungeeignete Steine können zudem mit der Abgabe von Mineralsalzen, Eisen oder Kalk das Wasser verunreinigen.

Als Dekoration für Süßwasseraquarien sind drei verschiedene Steinsorten zu empfehlen: Lochsteine, Lavasteine und heimische Steine wie Kieselsteine oder Schiefer. Für Meer- und Brackwasseraquarien wird häufig Tuffstein verwendet. Dazu kommen Faktoren wie die Größe des Beckens und die dort beheimateten Fischarten. Der ostafrikanische Barsch liebt beispielsweise Lochgestein, das aufgrund seines Kalkgehalts für Weichwasserfische wie den Neonsalmler überhaupt nicht geeignet ist.

Installation und Pflege
Da einige Fische gerne im Kies oder Sand buddeln, dürfen die Steine nicht direkt auf den Bodenbelag gelegt werden. Haben Sie den Bodengrund beiseite geräumt, können Sie zum Beispiel eine Plexiglasscheibe auf den Beckenboden legen, um die Bodenscheibe zu schützen. Steine, die an die Seitenscheiben des Aquariums gelehnt sind, können diese beschädigen.

Haben die Steine nach einiger Zeit Moos und Algen angesetzt, lassen sie sich zur Reinigung in eine spezielle Salzlösung einlegen, mit einem Hochdruckreiniger säubern oder in kochendem Wasser ordentlich abschrubben. Keinesfalls sind chemische Reinigungsmittel zu benutzen.

Holzdeko für das Aquarium – das sollten Sie unbedingt beachten

Möchten Sie Ihr Süßwasseraquarium mit Holz verschönern, können Sie eine Fachhandlung aufsuchen. Für die Dekoration von Meerwasseraquarien eignet sich Holz übrigens nicht.

Die folgenden Kriterien sollten Sie bei hölzerner Dekoration berücksichtigen:

Einheimische Holzarten zum Selbermachen von Unterwasserdeko
Besonders geeignet ist das Holz von Erlen und Weiden, die sich gerne in der Nähe von Gewässern ansiedeln. Zudem bieten sich Rohr, Bambus oder Kokosnussschalen als Dekoration im Aquarium an. Bevor das Holz seinen Weg ins Aquarium findet, sollte es rund eine Stunde lang in einer übersättigten Kochsalzlösung ausgekocht werden. Nach einer Woche im regelmäßig ausgetauschten Kaltwasserbad ist das Holz bereit für den Einsatz im Aquarium. Allerdings ist es notwendig, dass Sie die neue Deko in den nächsten Wochen genau beobachten, um auszuschließen, dass es doch schimmelt, sich zersetzt und das Wasser verunreinigt.

Exotische Alternativen
Es gibt außerdem Alternativen, die keine oder sehr wenig Farbstoffe an das Wasser abgeben – zum Beispiel Savannenholz. Darüber hinaus eignen sich Mangrovenholz oder Bambusröhren für das Aquarium. Sie bieten gute Versteckmöglichkeiten für scheue Beckenbewohner. Eine exotische Alternative ist zudem die rote Moorwurzel, die mit ihren bizarren Verzweigungen die Aufmerksamkeit jedes Betrachters auf sich zieht. Alle Harnischwelsarten wie unsere beliebten Antennenwelse benötigen explizit weiches Holz für ihre Ernährung.

Holz-Dekoration aus dem Fachhandel – der sichere Weg
Holzdeko aus dem Fachhandel ist für gewöhnlich bereits so vorbereitet, dass sie direkt für die Aquariumnutzung geeignet ist. Am häufigsten werden für die hölzerne Dekoration Moorkienwurzeln angeboten. Diese Überreste toter Baumwurzeln und Äste haben bereits einige Jahre im Wasser hinter sich gebracht, bevor sie für die Dekoration von Aquarien angeboten werden. Käuflich erworbene Wurzeln sind allerdings ebenso zu wässern, bevor Sie diese ins Aquarium setzen. Durch die Abgabe von Gerbsäure in das Wasser nimmt es nach dem Einsatz einiger Wurzelarten eine leicht bräunliche Farbe an. Dabei bleibt das Wasser aber glasklar. Viele südamerikanische Fischarten leben in diesem sogenannten „Schwarzwasser“.

Geeignete Befestigung für Holzdeko
Zum Befestigen von Holzelementen bieten sich beispielsweise herausnehmbare Steinplatten an, auf denen man die Wurzeln befestigen kann und die Sie einfach mit dem Bodenbelag beschweren können. Sollten neu eingesetzte Wurzeln zu Beginn noch aufschwimmen, können sie mit Steinen so lange beschwert werden, bis sie sich mit Wasser vollgesaugt haben.

 

 

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