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Fischkrankheit Kiemenwürmer, Saugwurm Trematoda

Kiemenwürmer nisten sich auf der Haut und in den Kiemen von Fischen ein und beginnen dort ihre Schleimhäute und das Kiemengewebe zu zerfressen. Zu erkennen ist der Befall vor allem an den geröteten und geschwollenen Kiemen der Fische. Bei einem starken Befall kann die Krankheit zum Tode führen. Mit bloßem Auge sind die Kiemenwürmer nicht zu erkennen.

Vielfältige äußerliche Symptome

Die äußerlichen Symptome bei einem Befall mit Kiemenwürmern können vielfältig sein. So kann es beispielsweise zu ausgedehnten Hauttrübungen, zu blassen oder rosa gefärbten Kiemen sowie zu Hornhauttrübungen des Auges und fetzenartigen Schleimhautablösungen kommen. Abstehende Kiemendeckel und eine Dunkelfärbung des gesamten Fisches deuten ebenfalls auf den Befall hin.

Unruhe, gepaart mit schwerfälliger Atmung

Neben den äußerlichen Symptomen lassen sich Kiemenwürmer auch durch das Verhalten der befallenen Fische ausmachen. Sie werden sehr unruhig und schreckhaft und schießen teilweise durch das Wasser. Die befallenen Tiere scheuern sich ständig und versuchen, die lästigen Würmer durch das Schwimmen gegen die Strömung loszuwerden. Da die Tiere durch die geschwollenen Kiemen schlecht Luft bekommen, ist ein starker Befall auch an ihrem schwerfälligen Atmen zu erkennen. Andere Außenparasiten können dieselben Symptome verursachen.

Vorbeugen ist die beste Verteidigung

Kiemenwürmer werden in der Regel von außen in das Aquarium eingeschleppt. Man fängt sie sich mit neuen Fischen oder Aquariumpflanzen ein, auf denen die Kiemenwürmer bereits ihre Eier abgelegt haben. Als vorbeugende Maßnahmen sollten Sie Pflanzen, die Sie aus einem besetzten Aquarium übernehmen, abspülen und sie für zwei Wochen außerhalb des Aquariums aufbewahren. Neue Fische sollten Sie ebenfalls zunächst in einem Quarantänebecken für vier Wochen halten und dort gut beobachten.

Erfolg durch rechtzeitige Behandlung der Kiemenwürmer

Die Behandlung hängt von vielen Faktoren ab. Angefangen bei den Fischarten, der Wassertemperatur und der Aquarieneinrichtung. Einige freiverkäufliche Präparate helfen kaum oder haben Nebenwirkungen.

Auf gute Wasserqualität achten

Da geschwächte Fische eher von Parasiten befallen werden als gesunde, sollte eine gute Wasserqualität im Aquarium oberste Priorität haben. Führen Sie daher regelmäßige Teilwasserwechsel durch und achten Sie auf einen niedrigen Belastungsgrad des Wassers! Die bei anderen Krankheiten oftmals empfohlene Temperaturerhöhung sollten Sie bei einem Befall mit Kiemenwürmern nicht durchführen, da die erkrankten Tiere sowieso bereits unter Atemnot leiden.

Wichtiger Hinweis

Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.

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