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Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose) bei Fischen, Symptome und Diagnose

Die Weißpünktchenkrankheit ist die bei Zierfischen am weitesten verbreitete Parasitenkrankheit. Verursacht wird sie durch Parasiten, die das schwache Immunsystem gestresster Aquarienbewohner ausnutzen. Zu erkennen sind befallene Fische als Erstes an den kleinen weißen Pünktchen, die sich nach und nach über ihren gesamten Körper ausbreiten.

Parasiten nutzen Stresssituation aus

Am häufigsten befallen die Parasiten Neuankömmlinge im Aquarium, die durch den vom Umzug verursachten Stress ein schwaches Immunsystem haben. Neben den weißen Pünktchen ist die Krankheit an der verschleimten und entzündeten Haut sowie der Fressunlust der Fische zu erkennen. Da die Entzündung einen Juckreiz verursacht, scheuern sie sich außerdem ständig an Gegenständen im Aquarium.

Der Weg ins Aquarium

Ins Becken gelangen die Erreger der Weißpünktchenkrankheit entweder mit Neuzugängen oder durch das Einsetzen von Pflanzen und Steinen. Wichtig zu wissen ist, dass diese Wimperntierchen (Erreger der Weißpünktchenkrankheit) sogenannte Schwärmerstadien ausbilden, die sich im ganzen Aquarium verteilen und sich auf Fischen mit geschwächtem Immunsystem etablieren.

Wettlauf gegen die Zeit

Die Weißpünktchenkrankheit lässt sich gut behandeln, wenn sie rechtzeitig entdeckt wird. Anderenfalls geht sie in vielen Fällen tödlich aus. Besonders empfindlich sind Salmler, die bereits wenige Stunden nach dem Parasitenbefall daran sterben können.

Behandlungsmöglichkeiten im eigenen Becken

Am effektivsten ist die Behandlung mit Medikamenten. Damit dauert es rund 20 Tage, bis alle Parasiten verschwunden sind. Bei einem schwachen Befall können einige Fischarten auch gut mit einer Gabe von Kochsalz ins Aquarienwasser unterstützt werden – dies sollte aber nur unter genauer Anleitung erfolgen. Vertragen Ihre Fische Temperaturen zwischen 30 und 31 °C, können Sie die Wassertemperatur entsprechend anheben, um die Parasiten loszuwerden.

Behandlung durch Umsetzen

Wer viel Zeit und vor allem viele Becken hat, kann befallene Fische mit der Umsetzungsmethode behandeln. Dabei wird der kranke Fisch rund eine Woche lang alle zwölf Stunden in ein frisches Becken gesetzt. Da er bei jedem Umsetzen Parasiten zurücklässt, werden am Ende nur noch so wenige übrige sein, dass er sie selbst besiegen kann. Welche Methode für die Behandlung der Weißpünktchenkrankheit bei Ihren Fischen die beste ist, sollten Sie vorab unbedingt mit einem Experten besprechen.

Woran erkennt man die Weißpünktchenkrankheit bei Fischen? Der Symptom-Check:
Aussehen:
  • kleine weiße Pünktchen auf dem ganzen Körper

  • verschleimte, entzündete Haut

Verhalten:
  • Absondern von der Gruppe

  • Fressunlust

  • ständiges Scheuern

  • Flossenklemmen

Wichtiger Hinweis

Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzten. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.

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