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Das Chinchilla im Portrait: Putziger Nager aus den Anden

Chinchillas sind wunderschöne Tiere mit seidigem Fell, großen Ohren und ausdrucksvollen Augen. Da sie sich viele Wildtiereigenschaften bewahrt haben, macht es viel Freude, sie zu beobachten. Gleichzeitig werden sie mit ein wenig Geduld zahm und lassen sich bereitwillig streicheln. Du brauchst für die Haltung etwas Platz, denn Chinchillas möchten, immer mindestens zu zweit, in einem geräumigen Käfig oder in einer Voliere leben. Das Nagetier ist übrigens dämmerungs- und nachtaktiv und eignet sich daher nicht als Spielgefährte für Kinder.

Woher kommt das Chinchilla?

Die Heimat des Chinchillas ist Südamerika. In der kargen Bergwelt der Anden lebt das possierliche Nagetier in Felsspalten und Höhlen und trotzt den extremen Klimaschwankungen. Es ernährt sich dort von Büschen und Gräsern. Ihren Namen haben die Chinchillas übrigens von den Spaniern bekommen: „Chincha-Indianer“ heißen die Ureinwohner dieser Gegend, die diese kleinen Nager sehr schätzten.

Chinchillas brauchen Badesand

Bei uns kennt man das Langschwanz-Chinchilla in sieben Farbvarianten. Der Schwanz ist buschig wie der eines Eichhörnchens, die Ohren sind dagegen beinahe haarlos, die Knopfäuglein schwarz. Das Nagetier hat lange Barthaare und einen seidigen Pelz, den es selbst in Ordnung hält: Ein Chinchilla darf nie gebadet werden. Wird es nass, kann es sich schwer erkälten und an den Folgen sogar sterben. Stattdessen musst du deinen Tieren eine kippsichere Schale mit speziellem Chinchillasand zur Verfügung stellen. In diesem Sandbad reinigen die Nager ihr Fell, bauen Spannungen ab und treten mit ihren Artgenossen in sozialen Kontakt.

Das Nagetier ist ein guter Springer

Chinchillas haben fünf Zehen an jeder Pfote und können damit geschickt ihre Nahrung bearbeiten. Kräftig und lang sind die Hinterbeine, was die Nagetiere zu guten Springern macht. Deshalb ist es ganz wichtig, dass du deinen Lieblingen einen genügend großen Käfig mit mehreren Etagen zum Klettern und Hüpfen zur Verfügung stellst. Auch eine Voliere kannst du zum Chinchillaheim umfunktionieren. Neben dem Sandbad brauchst du zwei Näpfe, eine Wassertränke, ein Schlafhäuschen und eine Heuraufe. Alles sollte möglichst stabil sein, da Chinchillas alles Mögliche und Unmögliche annagen. Für die Zähne stellst du deinen Tieren ungiftige, ungespritzte Äste zur Verfügung. In deinem Fressnapf-Markt findest du Sitzbretter und Klettermöglichkeiten, mit denen du den Käfig abwechslungsreich gestalten kannst.

Der Speiseplan deiner Chinchillas

Und das steht auf dem Speisezettel deiner Chinchillas: Chinchillas brauchen rund um die Uhr hochwertiges rohfaserreiches Heu, das auch die Hauptnahrung der Tiere sein muss.  Zusätzlich sollte man, je nach Lebensumständen ca. ein Esslöffel Chinchillafutter geben. Auch getrocknete Kräuter und Blüten gehören auf den Speiseplan. An frische Kräuter und Gräser müssen die Tiere sehr vorsichtig gewöhnt werden, sind dann aber eine gesunde Abwechslung. Obst und Gemüse gehören nur als seltene Leckerei auf den Speiseplan, z.B. und zu eine Hagebutte, etwas getrocknete Karotten, ein stücken Apfel etc. Da Chinchillas eine sehr empfindliche Verdauung haben, muss jeder Futterwechsel sehr behutsam vorgenommen werden. Kräutermischungen aus deinem Fressnapf-Markt können dazu beitragen, dass deine hübschen Nager lange fit und gesund bleiben.

Steckbrief Chinchilla

  • Größe: 25 cm (Weibchen) bis 35 cm (Männchen) 
  • Gewicht: 300 g (Weibchen) bis 600 g (Männchen) 
  • Herkunft: Südamerika
  • Lebenserwartung: 10 bis 20 Jahre
  • Geschlechtsreife: beim Weibchen zwischen dem 6-8 Monat beim Böckchen zwischen dem 4-5 Monat
  • Zuchtreife: beim Weibchen nicht vor dem 10. Lebensmonat
  • Säugezeit: sechs Wochen
  • Würfe pro Jahr: ein bis drei
  • Tragzeit: 108 bis 111 Tage