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Eine Nahaufnahme eines Gerbils.

Gerbil: Putzmuntere Rennmäuse aus der Wüste

Sie sind neugierig, verspielt, putzmunter und werden sehr schnell zahm: Freunde von Gerbils wissen nur Gutes zu berichten. Die Zwerge aus den Steppen und Wüsten der Mongolei und Nordchinas besitzen eine Lebenserwartung von drei bis fünf Jahren. Dank ihrer unkomplizierten Art sind sie auch für Nageranfänger geeignet. Im Handel erhalten Sie in erster Linie Mongolische Wüstenrennmäuse.

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Gerbils brauchen unbedingt Gesellschaft

Gerbils sind soziale Tiere, die zum Beispiel im Unterschied zum Hamster einen Artgenossen brauchen. Sie wärmen sich gegenseitig, beknabbern sich oder liefern sich wilde Verfolgungsjagden. Wenn Sie Rennmäuse halten, dann immer in der Gruppe oder zumindest mit einem Partner. Bevorzugt sollten Sie gleichgeschlechtliche Tiere zusammenhalten, die am besten als Jungtiere im Alter von bis zu acht Wochen aneinander gewöhnt wurden.

 

Zwei Gerbile.

 

Wenn Sie ein Pärchen halten, wird sich Nachwuchs einstellen. Aus diesem Grunde ist es ratsam, männliche Tier im Alter von zwei bis drei Monaten kastrieren zu lassen. Eine weibliche Rennmaus kann bereits ab einem Alter von zehn Wochen Nachwuchs bekommen. Sie bringt nach 24 bis 26 Tagen Tragzeit ein bis neun nackte und blinde Babys auf die Welt. Die Babys kann man nach frühestens fünf Wochen von der Mutter trennen.

 

Wichtig zu wissen ist, dass die Weibchen schon kurz nach der Geburt (nach 24 Stunden) wieder trächtig werden können. Wichtig ist, dass die Tiere, die zusammenleben, einen gemeinsamen Geruch haben. Sie können diesen Familiengeruch sehr schnell verlieren (innerhalb von Stunden), deshalb soll man niemals Einzeltiere aus der Gruppe nehmen, also auch zum Tierarztbesuch immer die Gruppe mitnehmen.

Die Herkunft der Rennmäuse

Woher aber kommen unsere Mongolischen Wüstenrennmäuse (umgangssprachlich auch Gerbil genannt)? Sie stammen aus den Steppen und Wüsten der Mongolei und Nordchinas, sind Wüstentiere und produzieren daher nur sehr wenig Urin oder Kot. Die bei uns gehaltenen Gerbils stammen von 20 Zuchtpaaren ab, die 1935 in der Mongolei gefangen wurden. Sie wurden zuerst in Japan gezüchtet und gelangten dann über die USA nach Europa.

Gerbils im Porträt: rund zwölf verschiedene Farben

Wenn Ihnen Rennmäuse gefallen, haben Sie die Wahl zwischen einem Dutzend verschiedener Farben – so viele Farbschläge der Mongolischen Wüstenrennmaus gibt es, und diese wird bei uns in erster Linie im Handel angeboten. Eine Rennmaus ist sowohl tag- als auch nachtaktiv, und zwar im Zwei- bis Vier-Stunden-Rhythmus. Ihr Tierchen wird, wenn es ausgewachsen ist, zwischen 90 und 110 g auf die Waage bringen und 8 bis 13 cm ohne Schwanz messen.

Gerbils brauchen Platz

Eines sollten Sie unbedingt beachten: Da Gerbils sehr lebhaft, neugierig und lauffreudig sind, müssen Sie ihnen viel Platz zugestehen. Rennmäuse sind nichts für kleine Wohnungen, denn sie brauchen einen großen Käfig, gut wären 100 x 50 x 50 cm oder ein entsprechendes Terrarium – sonst können die agilen Nager, die nicht umsonst „Renn“mäuse heißen, nicht genügend flitzen.

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