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Zwei grüne Papageien sitzen auf einem Ast.

Halsbandsittich – von der Savanne in den Stadtpark

Waren Sie schon einmal in Düsseldorf oder Köln unterwegs und haben sich über zeternde kleine Vogelschwärme am Himmel gewundert? Oder im Sommer im Park vergebens nach den Urhebern des lautstarken Gezwitschers Ausschau gehalten? Gut getarnt sitzen sie in den Baumkronen und sind zwischen grünen Blättern fast unsichtbar: die Halsbandsittiche. Als Neozoon, also als eingeführte Tierart, konnten sich die bemerkenswerten Edelsittiche in Gegenden mit milderem Klima wie der Rheinebene erfolgreich ansiedeln. Auch als behütetes, aber anspruchsvolles Haustier fühlt sich der Halsbandsittich wohl.

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Halsbandsittiche in der Natur und als „Import“-Haustier

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Halsbandsittichs, auch „Kleiner Alexandersittich“ genannt, liegt in Afrika und Teilen Indiens. Dort ziehen die geselligen Vögel in großen Schwärmen umher und übernachten gemeinsam auf Bäumen. Bevorzugte Aufenthaltsorte sind Wälder, Mangroven und Plantagen. Zoologisch werden vier Unterarten unterschieden.

 

Das erste in den Sechzigerjahren in Deutschland frei lebend gesichtete Brutpaar ist wahrscheinlich aus einem Zoo entkommen; weitere entflogene Haustiere dürften sich mit den Jahren der Population angeschlossen und zur weiteren Ausbreitung beigetragen haben. In Europa, vor allem im Mittelmeerraum, Nordamerika und Japan hat sich Vergleichbares zugetragen: Auch dort haben sich abgängige Haus- und Zootiere erfolgreich örtlich etablieren können. Besonders in Parks und auf Friedhöfen fühlen die Tiere sich heimisch. Die lockeren Baumbestände kommen den natürlichen Lebensräumen sehr nahe.

Natürlich in Grün – die Farben des Halsbandsittichs

Wild lebende Halsbandsittiche sind grün gefiedert, wobei die Körperunterseite einen Stich ins Gelbliche, der Oberseite ins Blaue hat. Auch die Schwanzfedern sind bläulich. Erwachsene männliche Vögel sind an dem markanten „Halsband“ erkennbar, das schwarz an der Kehle beginnt und im Genick in Orangerot übergeht. Weibchen sind etwas dezenter gefärbt und haben kein Halsband. In Gefangenschaft nachgezüchtet, haben sich weitere Farbmutationen wie Weiß, Blau und Gelb ergeben.

Viel Platz und Abwechslung: die Halsbandsittich-Haltung

Schon aufgrund ihrer Größe ist klar, dass Halsbandsittiche sich nicht als Käfigvögel eignen. Als Behausung kommen nur Vogelzimmer und Freivoliere infrage, alternativ eine große Zimmervoliere, die dem Tier lediglich zur Unterbringung während der Nacht oder zeitweiliger Abwesenheit des Halters dienen soll. Deren Mindestmaße für ein Pärchen liegen bei 4 x 2 x 2 Metern zuzüglich einem Schutzraum bei Freivolieren. Die geselligen Schwarmvögel dürfen nicht als Einzeltier gehalten werden; mindestens ein Pärchen muss es sein. Eine Vergesellschaftung mit anderen Sitticharten ist nicht zu empfehlen. Als Mieter sollten Sie mit den Nachbarn abklären, ob diese sich an der gellenden Stimme des Halsbandsittichs stören würden. Aufgrund ihres großen Bewegungsbedürfnisses ist die artgerechte Haltung von Halsbandsittichen mit größerem Aufwand verbunden; die Tiere eignen sich daher nur sehr bedingt als Anfängervögel oder für die Wohnungshaltung. Die durchschnittliche Halsbandsittich-Lebenserwartung ist mit dreißig Jahren recht hoch.

Welche Nahrung benötigt ein Halsbandsittich?

In der Natur fressen Halsbandsittiche Samen, Knospen, Nüsse und Früchte, aber auch halb reifes Getreide. Ihre Heimvögel füttern Sie mit einer Basisfuttermischung für Großsittiche. Dazu kommen Gaben von für Papageien geeignetem Gemüse, Obst und Kräutern. Die Kalziumversorgung sichern Sie über Sepiaschalen und Kalksteine, weitere Mineralstoffe führen sie über spezielle Präparate zu. Wie alle Papageien benötigen Halsbandsittiche Knabbermaterial in Form von Zweigen und Holz – das ist unerlässlich für die Schnabelpflege.

Sind Halsbandsittiche zu zähmen?

Halsbandsittiche sind neugierige und intelligente Tiere, die sehr schnell zutraulich und regelrecht anhänglich werden, wenn man sich ihnen mit viel Zeit und Behutsamkeit widmet. Ein Vogel mit Sprachbegabung kann sogar beginnen, Geräusche und Worte nachzuahmen. Wie bei allen Sittichen gilt: Mit sehr viel Ruhe, Geduld und Kolbenhirse als Leckerli stellen sich Erfolge ein.

Zwei grüne Papageien sitzen auf einem Ast.

Steckbrief Halsbandsittich

  • Herkunft
    Afrika (Sahelzone sowie östlich und westlich angrenzende Länder), indischer Subkontinent
  • Größe
    etwa 40 Zentimeter
  • Gewicht
    etwa 90 – 120 Gramm
  • Aussehen
    Unterschnabel rot oder schwarz, Oberschnabel korallenrot, fleischige Zehen
  • Gefieder
    naturfarben grün, Körperoberseite und Schwanzgefieder mit Blaustich. Männchen mit schwarz-orangefarbenem Halsband; als Zuchtvarianten sind weiße, gelbe und blaue Vögel verbreitet
  • Lebenserwartung
    30 Jahre
  • Charakter
    anhänglich, zutraulich, lautstark
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