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Rachitis: Vitamin D3 und Calcium wichtig, UV-B für tagaktive Tiere

Rachitis ist die wohl am häufigsten auftretende nichtinfektiöse Krankheit bei Reptilien. Bei Rachitis handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, die vor allem bei jungen Tieren auftritt. Ursachen sind meistens eine unzureichende Ernährung und besonders häufig eine mangelhafte Versorgung mit UV-B-Licht. Rachitis führt zu Erweichungen und Verkrümmungen der Knochen, insbesondere der Wirbelsäule. Doch auch der Kiefer und die Gliederknochen können davon betroffen sein. Die körperlichen Schäden sind meist irreparabel. Bei ausgewachsenen Reptilien spricht man von Osteomalazie, nicht mehr von Rachitis.

Wie kommt eine Rachitis zustande?

Ganz wichtig hierbei ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis des Futters. Wenn die Tiere zu viel Phosphor aufnehmen, erfolgt gleichzeitig ein Abbau von Calcium aus den Knochen. Die Symptome sind dann fatal. Die Knochen können den Körper nicht mehr ausreichend abstützen. Das führt zu sogenannten Deformationen. Deformieren sich die Kieferknochen, wird auch die Aufnahme der Nahrung erschwert oder sie ist sogar überhaupt nicht mehr möglich. Des Weiteren können Wachstumsstörungen auftreten, ebenso wie Bewegungsstörungen, Zucken und Muskelzittern.

Rachitis wird durch eine mangelhafte Versorgung mit Calcium, UV-B-Licht bzw. Vitamin D3 verursacht. Das Vitamin D3 ist lebensnotwendig für die Einlagerung von Calcium in die Knochen. Vitamin D3 wird unter Einwirkung von UV-B-Strahlen in der Haut der Tiere gebildet. Eine Zufütterung ist ebenfalls meistens sinnvoll, kann aber die UV-B-Bestrahlung selten ersetzen.

Vorsorge von Rachitis

Reptilien müssen, je nach Art und Herkunft, ausreichend mit Calcium, Vitamin D3 und UV-B-Licht versorgt werden. Es benötigen allerdings sonnenhungrige Echsen wie zum Beispiel Bartagamen mehr UV-Strahlen als Echsen, die in der Nacht aktiv sind. Chamäleons, die sich den ganzen Tag auf den obersten Baumwipfeln aufhalten, oder Phelsumen, die in den Baumkronen herumturnen und dort ein Sonnenbad nehmen, sind mehr gefährdet als ein Leopardgecko, dessen Aktivität sich vorwiegend auf die Nacht beschränkt. Im Terraristikfachhandel gibt es mittlerweile ausreichend gute Beleuchtungsmittel, um den täglichen Bedarf an UV-B-Licht für Reptilien zu decken.

Doch auch die Zufütterung von Vitamin D3 und Calcium bei Echsen ist von immenser Bedeutung. Es eignen sich hierfür einige Präparate, die du in Verbindung mit zusätzlichem Calcium, etwa in Form einer zerriebenen Sepiaschale, verwenden kannst. Allerdings musst du bezüglich einer Überdosierung von Vitamin D3 aufpassen, denn es kann dann zu Calciumablagerungen in Knochen und Gelenken kommen.

Wichtiger Hinweis

Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.

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