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Eine Katze anschaffen – gut geplant Verantwortung übernehmen

Samtpfoten sind einfach unwiderstehlich: Menschen sind fasziniert von ihrer eleganten Schönheit, ihrer Intelligenz und Charakterstärke – und auch von ihrer witzigen, spielerischen Seite. All diese Eigenschaften machen Katzen zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Auch müssen Sie nicht wie bei einem Hund mit der Katze spazieren gehen. Doch lassen Sie sich davon nicht täuschen: Katzen sind anspruchsvolle Tiere, die ebenso viel Zeit, Pflege und Liebe brauchen wie Hunde. Bevor Sie sich für Katzen als Mitbewohner entscheiden, informieren Sie sich bitte ausführlich über deren Bedürfnisse, die Kosten für Anschaffung, Erstausstattung sowie laufende Kosten.

Checkliste: Ist eine Katze das richtige Tier für mich?

Passen Ihre Lebensumstände mit einer Katze zusammen? Klären Sie das unbedingt ab, bevor Sie dem Tierheim oder Züchter einen Besuch abstatten. So ist die Haltung einer Katze nicht in jeder Mietwohnung gestattet. Auch untersagen nicht wenige Vermieter die Anbringung eines Schutznetzes am Balkon. Die Wohnung muss außerdem groß genug für die Katzenhaltung sein. Und ganz wichtig: Entscheiden Sie sich bei Wohnungshaltung am besten für zwei Tiere! Soll die Katze Freigang haben, muss die direkte Umgebung geeignet für gefahrlose Streifzüge sein.

Ihre Gesundheit ist ebenfalls ein entscheidender Faktor: Lassen Sie sicherheitshalber mit einem Allergietest abklären, ob ein Familienmitglied womöglich allergisch auf Katzen reagiert. Bedenken Sie zudem: Katzenhaare überall in der Wohnung, auf Möbeln und an der Kleidung lassen sich in einem Katzenhaushalt nicht vermeiden. Wenn Sie sich daran stören, ist eine Katze nicht der geeignete Mitbewohner. Auch das manchmal kuriose Benehmen von Katzen – etwa das Verschenken erbeuteter Kleintiere an den Menschen, die nächtlichen „fünf Minuten“ oder das Wecken am frühen Sonntagmorgen – erfordert Toleranz. Zu guter Letzt muss sichergestellt sein, dass Sie auch bei Berufstätigkeit genug Zeit für Ihre Katze haben und während des Urlaubs und in Notfällen wie einem Krankenhausaufenthalt ein Helfer zur Versorgung des Tieres parat steht. Bedenken Sie, dass eine gesunde Katze 15 bis 20 Jahre alt werden kann. Sind Sie bereit, die Verantwortung für so eine lange Zeit zu übernehmen?

All das ist gewährleistet? Dann kann die Katze bald einziehen. Zunächst aber sollte die Ausstattung für den Stubentiger bereitstehen.

Eine Katze anschaffen: Was brauche ich?

So sieht die Grundausstattung der Katze aus:
  • Futter- und Wassernapf: Achten Sie auf hochwertiges, leicht zu reinigendes Material und Rutschfestigkeit. Bewährt haben sich langlebige Edelstahlnäpfe mit gummierter Standfläche. Auf Kunststoffnäpfe reagieren viele Katzen am Mund allergisch.
  • Katzenklo: Jede Katze im Haushalt sollte mindestens zwei eigene Katzentoiletten haben.
  • Kratzbaum: Kratzbäume und andere Katzenmöbel wie Kratztonnen sind Spielplatz und Ausguck für den Stubentiger. Zudem dienen sie der Abnutzung der Krallen und verhindern im Idealfall, dass die Katze an den Möbeln oder der Tapete kratzt.
  • Katzenbett: Ob Körbchen, Kuschelkissen oder Katzenhöhle – Katzenschlafplätze gibt es in allerlei Varianten. Besonders begehrt sind halb offene Kuschelplätze, die sich auch als Versteckmöglichkeiten nutzen lassen.
  • Transportbox: Die Transportkiste sollte alltäglicher Bestandteil der Katzenumgebung sein. Dann gibt es weniger Probleme, wenn die Katze mal zum Tierarzt muss.
  • Spielzeug: Spielzeug ist sehr wichtig, um die Katze ausreichend zu beschäftigen. Distanzspielzeuge wie Angeln, Bällchen oder Plüschmäuse regen den Spieltrieb des Stubentigers an und halten ihn fit.
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Katze anschaffen: Welche Kosten fallen einmalig und laufend an?

Natürlich ist die Haltung einer Katze auch eine finanzielle Frage. Anders als bei Hunden fällt keine Steuer an. Berücksichtigen Sie aber folgende einmalige und laufende Kosten:

  • Erstausstattung: Nach oben gibt es keine Grenze – je nachdem, ob Sie Ihrer künftigen Samtpfote Basisqualität oder Deluxe-Ausführungen von Kratzbaum und Co. gönnen. Für eine komplette Grundausstattung in guter Qualität rechnen Sie etwa 150 bis 200 Euro. Laufende Kosten entstehen unter anderem durch Verbrauchsmaterial, Futter und Tierarztkosten.
  • Katzenfutter: Einfache Konservenkost oder Edelfischpastete aus dem Portionsschälchen? Beim Katzenfutter gibt es Preis- und Qualitätsunterschiede. Bitte sparen Sie bei der Ernährung Ihres Stubentigers nicht am falschen Ende und greifen Sie zu hochwertigem Futter. Schon ab etwa 35 Euro monatlich können Sie Ihre Katze gesund ernähren.
  • Katzenstreu: Auch hier gibt es verschiedene Marken, Qualitäten und Materialien. Der Durchschnittswert bei normalem Verbrauch liegt bei einer Katze bei 10 Euro.
  • Basiskosten für den Tierarzt: Impfungen, Routineuntersuchungen und dergleichen variieren zwischen 40 und 150 Euro im Jahr.
  • Krankenversicherungen für die Katze: Je nach Versicherer schwanken die Tarife zwischen 100 und 200 Euro jährlich. Die Investition kann sich rentieren, denn die Tierarztkosten, die im Fall von notwendigen Operationen oder chronischen Erkrankungen anfallen, summieren sich schnell. Fragen Sie am besten Ihren Tierarzt um Rat und vergleichen Sie mit ihm gemeinsam die angebotenen Leistungen. Oft ist zum Beispiel eine Kastration nicht inbegriffen.

Kätzchen oder erwachsene Katze: Was ist besser?

Auch die Entscheidung zwischen einer erwachsenen Katze und einem Jungkätzchen will gut überlegt sein. Beide haben ihre Vorzüge. Bei einer erwachsenen Katze dürfen Sie davon ausgehen, dass sie stubenrein ist. Bei Tierheimkatzen kommt es vor, dass deren Vorgeschichte nicht immer lückenlos bekannt ist. Sie müssen mit viel Rücksichtnahme und Feingefühl herausfinden, worauf Sie beim Umgang mit einem Tier achten müssen, das womöglich schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Nehmen Sie hingegen Kätzchen – bitte mindestens zwei! – in den Haushalt auf, passen diese sich schnell Ihrem Lebensrhythmus an. Dennoch müssen Sie viel Zeit und Geduld einplanen. Die Kleinen müssen sich mit der neuen Umgebung vertraut machen und die Trennung von der Mutter und den Wurfgeschwistern verkraften. Es ist vorteilhaft, wenn Sie bereits über ein wenig Katzenerfahrung verfügen. Junge Kätzchen, sofern es keine Rassekatzen vom Züchter sein sollen, vermitteln die Tierheime und manchmal auch Tierarztpraxen. In der Regel weiß man dort Bescheid über Katzennachwuchs in der Umgebung. Vielleicht geben Sie aber auch einem Katzensenior aus dem Tierheim eine Chance auf ein schönes Rentnerleben: Zahlreiche ältere Tiere suchen ein liebevolles Zuhause. Sie sind ideale Mitbewohner, wenn Sie eine ruhige Katze suchen, die nicht dauernd spielen will, sondern viel lieber mit Ihnen kuschelt.

Erfahren Sie weitere hilfreiche Informationen in unserem Video:

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