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Eine Katze schaut nach oben.

Katze erziehen: gutes Betragen für Samtpfoten

Die meisten Katzenliebhaber schätzen an ihren Samtpfoten besonders deren Charakter, die Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit und den Individualismus. Katzen sind keine Hunde. Sie haben ihren eigenen Willen und lassen sich nicht zum Befehlsempfänger dressieren. Dennoch wünscht sich so mancher Katzenfreund, dass das Tier sich zumindest an einige Verhaltensregeln hält – spätestens dann, wenn der Stubentiger die Wohnung nach eigenen Vorstellungen katzengerecht umgestaltet und den Kühlschrank geplündert hat. Keine Sorge: Katzen lassen sich durchaus zu gutem Benehmen erziehen, wenn Sie sich an einige Leitlinien halten.

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Kann man Katzen erziehen?

Katzen sind kluge Tiere, die verschiedenen Studien zufolge durch Beobachtung, Nachahmung und Gedächtnisleistungen über eine hohe Intelligenz verfügen. Das Potenzial, eine Katze nach den menschlichen Wertvorstellungen zu einem „artigen“ Haustier zu erziehen, ist also gegeben. Allerdings sind Katzen im Gegensatz zu Hunden nur selten daran interessiert, ihren Menschen generell zu gefallen oder gar eine Aufgabe für diese zu erledigen. Wenn die eigenwillige Katze also mitarbeiten und etwas Bestimmtes tun soll, muss es sich für das Tier lohnen. Mit Konsequenz und einer für die Samtpfote attraktiven Gegenleistung ist es möglich, erwünschtes Verhalten zu verstärken. Unverzichtbare Grundlage für die erfolgreiche Erziehung einer Katze ist die artgerechte Haltung: Das Katzenklo muss attraktiv, groß genug und stets sauber sein. Wenn Sie mehrere Tiere halten, sollte jede Katze am besten zwei Klos zur Verfügung haben.

 

Zum Wetzen der Krallen muss mindestens ein großer Kratzbaum bereitstehen. Hat die Katze zudem genug Spielmöglichkeiten und Beschäftigung, lassen sich in der Regel viele Unarten und Verhaltensauffälligkeiten von vorneherein vermeiden. Setzen Sie sich und der Samtpfote die erfolgreiche Grunderziehung zum Ziel. Viele Katzen lassen sich zwar darüber hinaus zum Erlernen von Tricks animieren; dabei handelt es sich aber um die Kür für besonders schlaue Samtpfoten. In diesem Ratgeber geht es um die Grundlagen des Zusammenlebens von Mensch und Katze unter einem Dach.

Wieso ist Katzenerziehung wichtig?

Besonders wenn Ihre Samtpfote eine Wohnungskatze ist, sich also dauerhaft mit Ihnen dasselbe „Revier“ teilt, ist es unabdingbar, dass beide Seiten Rücksicht aufeinander nehmen, sich arrangieren und eine harmonische Wohngemeinschaft bilden. Im Wesentlichen sollte die Katze drei Lektionen lernen:

 

Stubenreinheit: Für die Katzenhaltung ist es notwendig, dass das Tier sein Katzenklo benutzt, auch wenn der große Blumenkübel im Wohnzimmer viel attraktiver für diesen Zweck erscheint. Vergisst hingegen eine bereits an das Katzenklo gewöhnte Katze ihre guten Manieren, ist das kein Lerndefizit, sondern hat andere, unbedingt zu ermittelnde Gründe, beispielsweise eine Krankheit oder seelischer Stress.

 

Gehorsamkeit: Was Hunde können, nämlich unterscheiden, was erlaubt und verboten ist, können Katzen erst recht. Ob sie sich daran halten, steht auf einem anderen Blatt. Damit die Katze verbotene Dinge wie Selbstbedienung am Esstisch oder Krallenwetzen an den Möbeln unterlässt, müssen Sie ihr deutliche Signale wie „Nein!“ geben. Verwenden Sie den immer gleichen, bestimmten Tonfall – natürlich ohne zu schreien – und sprechen Sie die Katze ausdrücklich beim Namen an: So lernt sie, dass ihr aktuelles Tun kommentiert wird. Loben Sie sie ausgiebig, wenn sie daraufhin vom Sofa ablässt oder sich vom Esstisch zurückzieht.

 

Hören auf den Namen: Die Katze sollte ihren Namen kennen, sich angesprochen fühlen und bestenfalls auf Zuruf kommen. In Notsituationen wie einem Brand kann das lebenswichtig sein. Kurze Informationen wie „Futter“, „Komm mit“ oder „Spielen?“ sollte die Katze mit einer Erwartungshaltung verbinden und darauf reagieren. Wichtig: Loben und streichen Sie Ihre Katze immer ausgiebig, wenn sie auf Zuruf kommt.

Wie kann ich eine Baby-Katze erziehen?

Die Erziehung einer Katze setzt idealerweise bereits im Kittenalter ein. Die erste Erziehung und Sozialisation mit Artgenossen und Menschen übernimmt die Katzenmutter. Daher sollten Katzenbabys mindestens bis zum Alter von zwölf Wochen bei ihrer Mutter bleiben.

 

Im neuen Heim angekommen, befindet das Kätzchen sich zunächst in einer Phase, in der es seine Grenzen im neuen Revier austestet und probiert, wie weit es mit seinem Verhalten gehen kann. Dabei orientiert das Tier sich nun an den Richtlinien, die ihm seine Menschen als neue Erzieher vorgeben. So lernt es durch eine klare Ansage, dass das Erklimmen des Kratzbaums in Ordnung ist, dasselbe für die Vorhänge aber nicht gilt. Bleiben Sie konsequent, auch wenn gerade die Babykatze bei ihrer Missetat putzig wirkt und man ihr einfach nicht böse sein kann. Belohnen und loben Sie das Kätzchen, wenn es etwas richtig gemacht hat: Mit positiven Anreizen verstärken Sie schon beim Katzenbaby das erwünschte Verhalten.

Lob und Tadel: So bringen Sie die Katze zur Kooperation

Nehmen Sie bei der Erziehung der Katze Rücksicht auf deren Temperament, Charakter und Vorgeschichte: Wenn Sie eine Babykatze erziehen, werden sicherlich andere Herausforderungen und Lernschritte auf Sie zukommen als bei einem älteren Tier oder einer Tierheimkatze. Katzen, die bereits einen Vorbesitzer hatten, sind möglicherweise nach anderen Regeln erzogen worden. Nun ist es wichtig, dem neuen tierischen Mitbewohner von Anfang an die neuen Regeln aufzuzeigen und diese deutlich zu vermitteln.

Wie viele andere Tiere lassen sich die meisten Katzen mit Futter überzeugen. Nutzen Sie bei Erziehungsmaßnahmen, die von der Katze das Ausführen einer bestimmten Aktion fordern (etwa Toilettentraining oder auf Zuruf kommen), eine Belohnung, zum Beispiel einen Lieblingssnack, eine Streicheleinheit oder eine spontane Spielrunde. Schwieriger wird es, die Katze von einer Unart abzuhalten. Unterbinden Sie unerwünschtes Verhalten konsequent: Bedient die Katze sich hartnäckig bei Tisch, kommt sie während der Mahlzeiten in ein anderes Zimmer.

 

Generell heißt die Devise: sanftes Überlisten. Strafen sind tabu, auch wenn die Katze Ihre Nerven strapaziert. Schreien Sie das Tier niemals an oder werden gar handgreiflich! Den Gehorsam einer Katze erreichen Sie durch liebevolle Konsequenz und zeitnahe Reaktionen. Die Antwort auf ein gewolltes oder unerwünschtes Verhalten muss unmittelbar erfolgen: Wenn Sie eine Untat der Katze erst später bemerken, bringt das Tier einen Tadel nicht mehr damit in Verbindung und versteht die Welt nicht mehr. Bei anhaltenden Problemen ist es ratsam, einen erfahrenen Tiertrainer zu konsultieren.

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