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Maine Coon – die intelligente „Hundkatze“ aus Harry Potter

10.04.2024 - Lesedauer: 8 Minuten

Eine Main Coon liegt auf einem Bett

Sie ist menschenbezogen, intelligent, jagdfreudig und verspielt - und benötigt nicht nur wegen ihrer GrĂ¶ĂŸe viel Raum

Du wĂŒnscht dir eine Katze, die intelligent und verspielt ist? Dabei sollte sie zugleich anhĂ€nglich und verschmust sein? Dann ist die Maine Coon vielleicht die richtige Rasse fĂŒr dich. Maximus ist der Name der wohl berĂŒhmtesten Maine-Coon-Katze. Vermutlich kennst du den Kater eher als „Mrs. Norris“, denn in den bekannten Harry-Potter-Filmen begleitete er als weibliche Katze den gehĂ€ssigen Hausmeister Argus Filch.

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Geschichte der Maine Coon Katze

Die Herkunft der Maine Coon ist sagenumwoben: Einige Legenden behaupten, die Maine Coon sei eine Hybridform aus Katze und WaschbĂ€r (englisch „raccoon“). Andere sind der Meinung, die Katze stamme aus einer Zucht der einstigen französischen Königin Marie-Antoinette. TatsĂ€chlich ist ĂŒber den Ursprung der Katze im Nordwesten der Vereinigten Staaten wenig bekannt. Ihre Vorfahren haben sich den dortigen klimatischen Bedingungen angepasst, weswegen die Maine Coon eine robuste Katze ist. Sie hat halblanges, dichtes und wasserabweisendes Fell, das sie auch vor rauen Witterungen schĂŒtzt. Systematisch gezĂŒchtet wird die Rasse wieder seit den 1960er-Jahren, 1983 erkannte auch die FIFe (FĂ©dĂ©ration Internationale FĂ©line) die Maine Coon als eigenstĂ€ndige Rasse an. Denn egal, wie die Maine Coon entstand, heute ist sie auch bei uns eine beliebte und bekannte Rassekatze.

Maine Coon: Charakter

Maine Coons sind sehr menschenbezogen und anhĂ€nglich. Im Umgang sind die Maine Coons gesellig und freundlich, zu Artgenossen ebenso wie zu Hunden oder Kindern. Gern fordern sie Spieleinheiten ein. Tun sie das mit Nachdruck, hört man oft eine Art Gurren oder KrĂ€hen. Die Rasse gilt zudem als guter JĂ€ger. In den USA wird sie nach wie vor als „Working Cat“ – nĂ€mlich als MĂ€use- und RattenfĂ€nger – bezeichnet.

WofĂŒr Maine Coons bekannt sind, zeigt auch der vierbeinige Filmstar: Wie ein Hund begleitet er seinen Herrn und meldet ihm sogar ungezogene SchĂŒler. Kaum zu glauben, aber viele Maine Coons apportieren sogar gerne. Deswegen und wegen ihrer starken Menschenbindung bezeichnet man die Main Coon auch als „Hundkatze“. Aber eine Maine Coon hat noch weitere Besonderheiten zu bieten, etwa ihre GrĂ¶ĂŸe oder ihre Vorliebe sich mit „ihren“ Menschen zu unterhalten.

Steckbrief Maine Coon

Rasse
Maine Coon
Herkunft
USA
GrĂ¶ĂŸe
groß bis sehr groß, LĂ€nge bis 120 Zentimeter, Schulterhöhe bis 40 Zentimeter
Gewicht
Katze 4,5 bis 6 Kilogramm, Kater 5,5 bis 9 Kilogramm
Körperbau
robust, muskulös, breiter Brustkorb, lang gestreckter Körper, buschiger Schwanz
Köperform
Der abgerundete Keilkopf erhĂ€lt durch die großen, weit auseinander und leicht schrĂ€g stehenden Augen in GrĂŒn oder Gold einen fremdlĂ€ndischen Eindruck.
Augen
grĂŒne, goldene oder kupferfarbene, sehr große Augen
Fell und Farbe
Halblanghaar, an Bauch und Hinterbeinen langes Fell, weiche Unterwolle, die kaum verfilzt, alle Farben außer Golden sind erlaubt
Fellpflege
regelmĂ€ĂŸig kĂ€mmen und bĂŒrsten
Besonderheiten
neigt zucht- und grĂ¶ĂŸenbedingt zu gesundheitlichen Problemen mit Nieren, Gelenk und Herz; großer Bewegungsdrang
Charakter
sanft, gesellig, verspielt, anhÀnglich, intelligent

Wie viel kostet eine Maine-Coon-Katze?

Viele stellen sich bei den Besonderheiten der Maine Coon, die Frage nach dem Preis. Darauf gibt es keine pauschale Antwort, denn der Preis fĂŒr eine Maine Coon variiert, je nachdem, ob sie von einem ZĂŒchter oder etwa aus einer privaten Vermittlung stammt. Im Allgemeinen muss man damit rechnen, dass eine reinrassige Maine Coon zwischen 500 und 1.000 Euro kosten kann. Ein Maine-Coon-Mix, etwa ein Maine-Coon-British-Kurzhaar-Mix, kann im Preis abweichen.

Maine Coon kaufen: Was du dabei beachten solltest

Wenn du dir eine Maine Coon kaufen möchtest, achte in erster Linie darauf, dass der ZĂŒchter oder Anbieter einen serösen Eindruck macht. Zeigt er dir etwa bereitwillig, wo und wie seine Katzen gehalten werden, ist dies schon mal ein gutes Zeichen. Die Katzen sollten in einer hygienisch einwandfreien Umgebung leben und einen gesunden und ausgeglichenen Eindruck machen. Zudem gibt ein seriöser Anbieter Maine-Coon-Kitten nicht jĂŒnger als zwölf Wochen ab. Wenn ein ZĂŒchter auch Fragen an dich richtet, kannst du dies als positiv bewerten. Denn ein verantwortungsvoller Maine-Coon-ZĂŒchter hat Interesse daran, dass seine Tiere in gute HĂ€nde kommen.

Maine Coon: Haltung und Pflege

Die Maine Coon ist eine lebhafte Katze, die gern jagt und tobt. Am glĂŒcklichsten ist die Samtpfote mit dem großen Bewegungsdrang, wenn sie Freigang genießen darf. GrĂ¶ĂŸe und Gewicht der Maine Coon stellen besondere AnsprĂŒche an die Ausstattung: Sie braucht viel Platz in der Wohnung, einen stabilen Kratzbaum mit ausreichend dimensionierten LiegeflĂ€chen und eine große Katzentoilette. Wichtig ist zudem die Fellpflege: Als Halblanghaarkatze braucht die Maine Coon fĂŒr ein seidiges, gepflegtes Haarkleid ohne Filz in der Unterwolle vor allem im Fellwechsel etwas Hilfe. Bei reinen Wohnungskatzen reicht meist gelegentliches DurchbĂŒrsten, vor allem, wenn das Fell weniger dicht und lang ist.

Wie groß kann eine Maine Coon werden?

TatsĂ€chlich ist die Maine-Coon-Katze unter anderem aufgrund ihrer besonderen GrĂ¶ĂŸe bekannt. So können große Exemplare eine beachtliche LĂ€nge von bis zu 120 Zentimetern erreichen (gemessen von der Nase bis zur Schwanzspitze). Mit der Schulter erreichen imposante Maine Coons auch mal etwas ĂŒber 40 Zentimetern. Solche XXL-Maine-Coons sind jedoch nicht die Regel. Weibliche Maine-Coon-Katzen sind meist etwas kleiner als Kater. Wie groß und wie schwer eine Maine Coon letztlich werden kann, hĂ€ngt natĂŒrlich auch von individuellen Faktoren und der GrĂ¶ĂŸe der Elterntiere ab.

Maine Coon: Welche Lebenserwartung hat sie?

Wie alt eine Maine Coon wird, hĂ€ngt von vielen individuellen Faktoren ab und lĂ€sst sich nicht pauschal vorhersagen. Bei einer gesunden Haltung erreichen Maine Coon Katzen durchaus ein Alter von zwölf bis 15 Jahren. GrundsĂ€tzlich ist fĂŒr ein langes Leben wichtig, dass ein Tier gesund und artgerecht ernĂ€hrt und gehalten wird. Wichtig ist zudem eine angemessene tierĂ€rztliche Versorgung, zum Beispiel mit den empfohlenen Impfungen fĂŒr Katzen, Schutzmaßnahmen vor Parasitenbefall sowie regelmĂ€ĂŸigen Gesundheits-Check-ups beim Tierarzt. Auf diese Weise lassen sich Krankheiten frĂŒhzeitig erkennen und behandeln.

Kann man eine Maine Coon alleine halten?

Aufgrund der geselligen Art der Maine Coon und ihres verspielten Wesens ist es fĂŒr sie nicht das Richtige, den ganzen Tag ĂŒber alleine zu sein. Hat sie hingegen die Möglichkeit, nach ihrem BedĂŒrfnis ins Freie zu gehen, kommt sie fĂŒr einige Stunden auch ohne ihre Menschen aus. FĂŒr reine Wohnungskatzen, die tagsĂŒber alleine sind, ist ein Artgenosse wichtig. Das gilt allgemein fĂŒr die meisten Katzen, nicht nur fĂŒr eine Maine Coon. Wenn du tagsĂŒber nicht bei deiner Katze sein kannst, ist es außerdem gut, dir genĂŒgend Zeit zum Spielen und Schmusen zu nehmen, wenn du nach Hause kommst. Biete deiner Maine-Coon-Katze zum Beispiel auch Intelligenzspielzeug an, um ihren geistigen AnsprĂŒchen entgegenzukommen. Hier findest du mehr Informationen, was du ĂŒber Intelligenzspiele fĂŒr deine Katze wissen musst.

Farben der Maine-Coon-Katze

Maine-Coon-Katzen haben nahezu jede Fell- und Augenfarbe. Nach Rassestandard sollte die Farbe der Augen klar sein und zum Fell passen: Schwarz, Weiß, Rot, Blau oder Creme – nur Gold ist nicht anerkannt. Auch bei den Fellzeichnungen ist, außer „getickt“ (mehrfarbige Stichelhaare), alles erlaubt. Die erste amerikanische Showkatze ist heute bei einigen VerbĂ€nden zugelassen. Die Anforderungen unterscheiden sich ein wenig – etwa, was die Fellfarben betrifft. Aber es gibt auch Merkmale, die bei allen gleich sind, wie weit auseinanderstehende Augen und große Ohren mit breitem Ansatz.

Maine Coon im Garten

Was ist das Besondere an einer Maine-Coon-Katze?

Maine-Coon-Katzen sind SpĂ€tentwickler, die erst mit drei bis vier Jahren ausgewachsen sind. Das mittlere Maine-Coon-Alter liegt bei etwa 12,5 Jahren, es sind aber auch 20-jĂ€hrige „Oldies“ bekannt. Die Maine-Coon-Katze trotzt mit ihrem Fell und ihren fĂŒr Schneeabenteuer optimierten Pfoten Wind und Wetter. Wegen ihrer Herkunft vertrĂ€gt der Stubentiger keine zu warme Umgebung. Besonderes Geschick beweist die Main Coon mit ihren Tatzen: Damit befördert sie Futter vom Boden ins Maul. Zauberei? Vielleicht hat sie doch etwas von Harry Potter gelernt – oder ist eben tierisch clever.

Eine weitere Besonderheit von Maine-Coon-Katzen ist, dass sie viel miauen. Wenn deine Katze zu denen gehört, die auch nachts miauen, findest du hier mehr Infos und Tipps ĂŒber dieses Thema. Halter dieser Katzen berichten oft, dass ihre Main Coon regelrecht „plaudert“ oder „erzĂ€hlt“. Aber warum miauen Maine Coons so viel? Darauf gibt es keine wissenschaftliche Antwort. Es scheint einfach eine liebenswerte Seite ihres sozialen und kommunikativen Charakters zu sein.

Gibt es typische Erkrankungen bei Maine-Coon-Katzen?

Wie bei vielen Rassetieren treten bestimmte Erkrankungen bei Maine-Coon-Katzen gehĂ€uft auf. Dazu zĂ€hlt zum Beispiel eine besondere Form der Herzkrankheit, die sogenannte hypertrophe Cardiomyopathie (HCM). Dabei nimmt die Herzmuskulatur an Dicke zu und fĂŒhrt zu FunktionseinschrĂ€nkungen des Herzens. Die genaue Ursache fĂŒr die Erkrankung ist nicht bekannt. Genetische Faktoren spielen offenbar eine Rolle.

Gelegentlich kommt bei Maine-Coon-Katzen (als Zeichen einer ÜberzĂŒchtung) eine Überzahl an Zehen vor. Fachleute sprechen auch von Polydaktylie. Diese Katzen sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Zudem können bei Maine Coons Probleme des Bewegungsapparates vorkommen, wie etwa eine nicht ausreichend ausgebildete Form des HĂŒftgelenks.

Ein weiteres Problem, das die Maine Coon betreffen kann, ist eine Nierenerkrankung. Mitunter bilden sich bei einem bestimmten Krankheitsbild zum Beispiel Zysten (d. h. flĂŒssigkeitsgefĂŒllte HohlrĂ€ume) in den Nieren. Da diese Zysten das eigentliche Nierengewebe verdrĂ€ngen, verlieren die Nieren mit der Zeit ihre Funktion, und es kommt zu einer NierenschwĂ€che.

Damit deine Maine Coon ein möglichst langes und gesundes Leben hat, achte auf eine hochwertige ErnĂ€hrung. Diese sollte ihrer GrĂ¶ĂŸe und dem damit eventuell verbundenen höheren NĂ€hrstoffbedarf entsprechen. Wenn du unsicher bist, welches Futter fĂŒr deine Maine Coon am besten geeignet ist, lass dich tierĂ€rztlich beraten. Eine wichtige Rolle spielen bei der ErnĂ€hrung das Alter und die AktivitĂ€t der Katze. Junge Maine-Coon-Kitten benötigen zum Beispiel ein anderes Futter als ausgewachsene oder alte Tiere. Auch nach einer Kastration kann sich der Energiebedarf verĂ€ndern und eine Futterumstellung mitunter sinnvoll sein. RegelmĂ€ĂŸige Gesundheits-Check-ups helfen dir und deiner Katze dabei, eventuelle Gesundheitsprobleme frĂŒhzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Wenn dir die Maine-Coon-Katze gefĂ€llt, könnten auch diese Rassen etwas fĂŒr dich sein

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