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Ein Kitten wird vom Tierarzt geimpft.

Impfungen für Katzen – zum Schutz Ihrer Samtpfote

Ist das Immunsystem geschwächt, können an sich harmlose Umweltkeime und Krankheitserreger den Organismus schädigen. Der Einsatz von Impfstoffen gegen verschiedenste Krankheiten rettet so Leben, auch das von Haustieren. Gerade Katzen, die Freigang haben oder häufig mit Artgenossen in Kontakt kommen, sollten deshalb zumindest gegen die gängigsten Katzenkrankheiten geimpft sein. Um einen umfassenden Impfschutz für Ihre Samtpfote zu schaffen, müssen zudem einige Regeln beachtet werden.

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Wie funktioniert eine Katzenimpfung?

Eine Impfung ist die prophylaktische Verabreichung eines Serums, das entweder Antikörper gegen bestimmte Erreger enthält oder das den Körper dazu angeregt, selber solche Antikörper zu bilden. Je nach Art des Krankheitserregers, gegen den geimpft wird, unterscheidet sich die Art der Darreichung. Eine Impfung ermöglicht es dem Organismus, eine Infektion mit einem Krankheitserreger durch die Bildung passender Antikörper abzuwehren. Der Erreger – beispielsweise ein Virus – findet keinen Ansatzpunkt im Körper, eine Ansteckung wird vereitelt.

 

Zur Gesunderhaltung sollte jeder Organismus – also auch Haustiere – eine Schutzimpfung gegen die in seiner Umgebung verbreitetsten Infektionskrankheiten erhalten. Gerade bei Freigängerkatzen, bei denen nicht zu kontrollieren ist, ob sie mit womöglich infizierten Artgenossen oder anderweitig übertragenen Viren in Kontakt kommen, ist ein umfassender Impfschutz eine grundlegende medizinische Maßnahme. Gewisse Impfungen sind außerdem unverzichtbar, wenn die Katze auf Reisen gehen soll: Bei der Einreise in die meisten Länder gelten für Haustiere strenge Impfvorschriften. Impfungen sollten jedoch nicht erst bei Bedarf oder wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, verabreicht werden.

 

 

Welche Katzenimpfungen gibt es?

Katzen sind generell anfälliger für Infektionen als andere Tiere. Das hat einen interessanten evolutionären Hintergrund: Da Katzen Einzelgänger sind, haben sie in der Regel Kontakt zu wenigen Artgenossen. Anders als bei Herden- oder Rudeltieren fand daher entwicklungsgeschichtlich eine geringere gegenseitige Immunisierung statt.

 

Bei Katzenimpfungen geht es also nicht allein um das Leben des eigenen Hausgenossen: Statistiken belegen, dass die dauerhafte Ausbreitung eines Krankheitserregers nur verhindert werden kann, wenn mindestens 70 Prozent der infrage kommenden Überträger geimpft sind. Sinkt die Impfquote unter diesen Wert, kann sich eine bis dahin erfolgreich unterdrückte Krankheit epidemieartig ausbreiten. Auf den Impfschutz aus Nachlässigkeit oder Prinzip zu verzichten, gefährdet demzufolge nicht nur das einzelne Tier, sondern trägt im Zweifelsfall zur erneuten Ausbreitung einer Epidemie bei. Die Impfung ist die wichtigste Präventivmaßnahme zur Bekämpfung von Seuchen.

 

Die obligatorischen Impfungen, die jede Katze bekommen sollte, sind die gegen:

  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche
  • Tollwut

Die Impfung gegen die gefürchtete Tollwut ist nicht nur für Katzen wichtig, sondern sollte generell bei warmblütigen Tieren erfolgen. Tollwut ist eine Zoonose, das heißt, sie kann vom Tier auf Menschen überspringen und eine potenziell letale Gehirnentzündung hervorrufen.

Weitere sinnvolle Impfungen sind solche gegen:

  • Katzenleukämie (empfohlen bei Freigängerkatzen bis acht Jahre)
  • feline infektiöse Peritonitis, FIP (nur bei bestimmten medizinischen Indikationen)
  • Bordetella bronchiseptica (Bakterien, die den Atemtrakt angreifen)
  • Chlamydien (Bakterien, die Schleimhäute und Augen befallen)

 

Die hier aufgeführten Krankheiten werden von verschiedenen Viren auf unterschiedlichen Übertragungswegen verbreitet. Daher werden zur Abwehr verschiedene Impfseren verabreicht. Ohne Impfschutz verlaufen die Krankheiten häufig tödlich. Mit den Katzenimpfungen werden also sowohl unangenehme Krankheiten verhindert – und nebenbei Tierarztkosten reduziert –, als auch Katzenleben geschützt.

Welche Impfungen benötigen Katzen auf Reisen?

Katzen, die auf Reisen gehen, benötigen keinen gesonderten Impfschutz, solange kein Grenzübertritt stattfindet. Allerdings kann es auch im Inland erforderlich sein, den Impfstatus einer Katze nachzuweisen, zum Beispiel, wenn die Katze in einer Tierpension untergebracht werden soll.

Geht es mit der Katze ins Ausland, sind per EU-Haustierpass Impfungen gegen folgende Krankheiten nachzuweisen:

  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche
  • Tollwut

Wichtig: Bei Reisen innerhalb der EU muss die Immunisierung gegen Tollwut 21 Tage vor der Ausreise abgeschlossen sein!
Achtung: Manche Länder außerhalb der EU verlangen über den Impfnachweis hinaus eine durch die Blutuntersuchung eines zugelassenen EU-Labors nachgewiesene Bestätigung, dass die Katze aktuell nicht mit Tollwut oder einer anderen Krankheit infiziert ist. Beliebte Reiseländer, für die diese Vorschrift gilt, sind unter anderem:

  • Türkei
  • Ägypten
  • Marokko
  • Tunesien

Bitte erfragen Sie rechtzeitig vor einer Reise ins Ausland beim Konsulat des jeweiligen Reiselandes die aktuellen Bestimmungen – dann gibt es keine bösen Überraschungen an der Grenze.

Wie oft muss man Katzen impfen?

Der Impfschutz fängt schon beim Kitten an: In den ersten Lebenswochen und Monaten des Kätzchens sollte eine Grundimmunisierung erfolgen. Für einen Überblick, wie oft Katzen zu impfen sind, gibt es Impfpläne:

 

Impfplan für Katzen

8. Lebenswoche

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen

12. Lebenswoche

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen (Auffrischung)
  • Tollwut
  • Katzenleukämie

16. Lebenswoche

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen (Auffrischung, abhängig vom Impfstoff)
  • Tollwut
  • Katzenleukämie (Auffrischung)

15. Lebensmonat

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen (nach der Grundimmunisierung jährlich und je nach Impfstoff)
  • Tollwut (alle drei Jahre)
  • Katzenleukämie (Auffrischung)

Für Katzenseuche und Katzenschnupfen ist ein Kombi-Impfserum gebräuchlich, sodass eine Impfung gegen Erreger beider Krankheiten wirkt. Tierärzte nennen sie RCP; sie bekämpft den Rhinotracheitis-, Calici- und Parvovirus.

Ist die erstmalig zu impfende Katze – aus welchem Grund auch immer – bereits älter, finden die Grundimmunisierungsimpfungen in denselben zeitlichen Abständen statt.
Die Wiederholungsimpfungen nach der Grundimmunisierung sorgen dafür, dass der Impfschutz nicht mit der Zeit nachlässt.

 

Wiederholungsimpfungen erfolgen für:

  • Katzenseuche: alle drei Jahre – abhängig von Impfstoff und Hersteller
  • Katzenschnupfen: jährlich
  • Katzenleukämie: jährlich
  • Tollwut: jährlich

Worauf sollte bei Katzenimpfungen geachtet werden?

Eine Impfung sollte bei Katzen stets im Flankenbereich erfolgen. Der Grund hierfür ist eine sporadisch auftretende Nebenwirkung von Impfungen: An Impfstellen können zuweilen Fibrosarkome entstehen; Tumore, die bei Katzen entweder durch eine Unterhautverletzung durch den Einstich oder Hilfsstoffe im Impfserum ausgelöst werden. Eine solche Wucherung ist sehr selten, könnte aber im Fall des Falles im Flankenbereich ohne größere Komplikationen chirurgisch entfernt werden.

 

Der Impfung sollte ein umfassender Gesundheits-Check des Tieres vorangehen: Sind bestimmte Erreger bereits im Körper vorhanden oder ist dieser anderweitig geschwächt, kann die Impfung unwirksam sein oder das Tier zum gegebenen Zeitpunkt unnötig belasten. Außerdem muss mindestens eine Woche vor jeder Impfung im Bedarfsfall eine Entwurmung durchgeführt werden: Verwurmte Katzen sind nicht gänzlich gesund und die Behandlung strengt den Organismus an. Haben Sie Bedenken, ob eine Impfung bei Ihrer Katze durchgeführt werden kann, oder weitere Fragen zum Thema Impfschutz? Dann ist eine Online-Sprechstunde bei Dr. Fressnapf eine gute und vor allem für Ihre Katze stressfreie Alternative. Die erfahrenen Tierärzte beraten Sie bequem per Chat – mit oder ohne Kamera.

 

 

Empfohlene Impfungen

8. Lebenswoche:

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen

 

12. Lebenswoche:

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen (Auffrischung)
  • Tollwut
  • Katzenleukämie

 

16. Lebenswoche:

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen (Auffrischung, ist jedoch abhängig vom Impfstoff)
  • Tollwut
  • Katzenleukämie (Auffrischung)

 

15. Lebensmonat:

  • Katzenseuche/Katzenschnupfen (nach der Grundimmunisierung jährlich und je nach Impfstoff)
  • Tollwut (alle 3 Jahre)
  • Katzenleukämie (Auffrischungen)

 

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