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Das Kaninchen trinkt nicht genug? Tipps für gesunden Durst

Jeder Organismus benötigt regelmäßig eine bestimmte Menge an Flüssigkeit, um reibungslos zu funktionieren. Das ist bei Kaninchen nicht anders. Die Mümmler decken zwar einen großen Teil ihres Wasserbedarfs durch Frischfutter, dennoch ist es wichtig, dass die Tiere stets frisches und sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben. Wenn ein Kaninchen, aus welchem Grund auch immer, zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, drohen ernsthafte gesundheitliche Probleme. Lesen Sie hier, wie Sie überprüfen können, ob Ihre Tiere genug trinken und wie Sie im Bedarfsfall den Kaninchen das Wasser schmackhaft machen können.

Wie viel trinken Kaninchen täglich?

Ein Zwergkaninchen benötigt ungefähr einen Viertelliter Wasser täglich, um seinen Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten. Es kann durchaus sein, dass Sie Ihre Kaninchen selten trinken sehen und so nicht wirklich kontrollieren können, wie viel Wasser sie aufnehmen. Wenn Sie sehr viel Grünfutter verfüttern und die Tiere beispielsweise über wasserhaltige Gemüse wie Salat oder Gurken Flüssigkeit zu sich nehmen, ist es gut möglich, dass der Wassernapf eine Weile gänzlich ignoriert wird. Das ist kein Grund zur Sorge, solange ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht, die Tiere ihren Durst stillen können und das auch tun.

Die Verdauung eines Kaninchens ist hocheffizient, wenn es um die Ausbeute von Flüssigkeit aus der Nahrung geht: Im Darm wird die Feuchtigkeit aus dem Futterbrei herausgepresst und dem Körper zugeführt. Das Ergebnis sind die bekannten festen Kaninchenköttel, in denen nur noch wenig Feuchtigkeit verbleibt. Artgerecht ernährte Kaninchen sind also in der Regel keine großen Trinker. Allerdings ist auch genau das Gegenteil möglich: Der Wasserbedarf eines Kaninchens kann plötzlich ansteigen. Durch Heizungsluft, Klimaumschwünge, ungewohntes Futter oder dergleichen bekommt das Tier mehr Durst. Auch eine Krankheit kann ein stark gestiegenes Durstgefühl zur Folge haben. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob in den Näpfen noch genug Wasser ist und füllen Sie sofort nach, wenn es zur Neige geht. Bei Verdacht auf eine Erkrankung mit übermäßigem Trinkbedürfnis suchen Sie bitte den Tierarzt auf.

Wie macht sich Flüssigkeitsmangel beim Kaninchen bemerkbar?

Gerät die Flüssigkeitsversorgung aus der Balance und das Kaninchen trinkt zu wenig, drohen ernsthafte Probleme:
  • Stoffwechselstörungen
  • Mineralstoffmangel
  • Herzrhythmusstörungen
  • Störungen der Organfunktionen

Besonders gefährdet, eine Austrocknung zu erleiden – der Tierarzt spricht von Exsikkose –, sind säugende Kaninchen und Tiere, die großer Hitze ausgesetzt sind. Die ersten Symptome von Flüssigkeitsmangel sind Unruhe und verringerter Absatz von Urin, der dafür aber stärker konzentriert und geruchsintensiver ist. Auch die Konsistenz des Kotes verändert sich, er wird trockener. Beim Betasten des Tieres fällt auf, dass die Elastizität der Haut nachlässt. Mit Fortschreiten der Austrocknung kann unruhiges Verhalten in Schwäche und Apathie umschlagen und sogar im Koma gipfeln. Das Tier benötigt schon bei kleinen Anzeichen einer Austrocknung tierärztliche Hilfe, denn der Flüssigkeitsverlust ist lebensbedrohlich.

Wenn dem Kaninchen stets ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht, kommen verschiedene Ursachen für eine Dehydrierung in Betracht:
  • Appetitlosigkeit: Wenn das Tier zu wenig frisst und demzufolge weniger Grünfutter zu sich nimmt, kann es zu Defiziten im Wasserhaushalt kommen. Mögliche Gründe sind eine Erkrankung des Tieres, altersbedingte Fressunlust oder Stress.
  • Durchfall: Bei Durchfall verliert der Kaninchenkörper schneller Flüssigkeit, als wieder zugeführt werden kann. Durchfall kann als Begleitsymptom von Krankheiten auftreten, Folge einer Vergiftungserscheinung sein oder durch verdorbenes Futter hervorgerufen werden.
  • Nierenerkrankungen: Speziell bei einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung der Nieren durch Tumore, Harnsteine oder Infektionen verliert das Kaninchen Flüssigkeit.

Bei jedem dieser Auslöser sollten Sie keine Zeit verlieren und das Tier dem Arzt vorstellen. Durch eine Untersuchung und die Analyse von Blut, Urin und Kot kann er die Ursachen einer Austrocknung eingrenzen und eine Therapie einleiten.

Wie kann ich Kaninchen zum Trinken animieren?

Als Getränk für Kaninchen eignet sich schlichtes Leitungswasser, sofern der Chlorgehalt nicht übermäßig hoch ist. Wer seine Kaninchen verwöhnen möchte, kann auch stilles Mineralwasser reichen. Gelegentlich wird geraten, das Trinkwasser für die Kaninchen interessanter zu machen, indem es mit einem Schuss Apfel- oder Möhrensaft vermischt wird. Manche Kaninchen schätzen auch verdünnten Kamillen- oder Fencheltee. Im Fachhandel gibt es außerdem spezielle Multivitaminsäfte als Ergänzungsfuttermittel für Kaninchen. Wenn das Tier tatsächlich zu wenig trinkt, können Sie diese Methoden ausprobieren. Allerdings sollte zugleich normales Wasser zur Verfügung stehen, sodass das Tier die Wahl hat. Im Rahmen der normalen, artgerechten Kaninchenernährung ist das aber nicht notwendig. Ein weiterer Trick, um die Wasseraufnahme ein wenig zu verbessern, besteht darin, das Grünfutter feucht anzubieten.

Welche Vorteile haben Napf und Nippeltränke?

Der große Vorteil von Nippeltränken besteht darin, dass das Wasser sauber bleibt und nichts verschüttet werden kann. Bei Kleinnagern wie Mäusen oder Ratten leistet eine solche Konstruktion gute Dienste. Eine Nippeltränke ist jedoch, zumindest als alleinige Wasserquelle, für Kaninchen weniger zu empfehlen. Durch das schmale Röhrchen kommen immer nur wenige Tropfen heraus, sodass das durstige Tier lange Zeit braucht, um einen seiner Größe angemessenen ordentlichen Schluck zu trinken.

Bei der Außenhaltung sind Nippeltränken vor allem im Winter nicht ungefährlich, da das Wasser einfrieren oder das Tier mit der Zunge am Röhrchen festfrieren und sich verletzen kann. Zudem muss das Kaninchen beim Trinken eine unnatürliche Kopfhaltung einnehmen. Stellen Sie Ihren Mümmlern besser konventionelle Wassernäpfe zur Verfügung, am besten aus schwerem Keramik- oder Metallmaterial, die sie nicht so leicht umwerfen können. Noch ein Tipp: Platzieren Sie den Wassernapf außerdem immer etwas erhöht, sodass er nicht durch Einstreu verschmutzen kann. Alternativ können Sie Wasserspender oder Trinkbrunnen für Haustiere verwenden.

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