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Papagei: Spielzeug und Tipps für die Beschäftigung der schlauen Vögel

Papageien und Sittiche, ob große Arten oder Kleinvögel, haben eines gemeinsam: ihre beeindruckende Intelligenz und einen ausgeprägten Spieltrieb. Papageien gehören zu den wenigen Tierarten, von denen bekannt ist, dass sie im Erwachsenenalter und in freier Wildbahn zu ihrem offensichtlichen Vergnügen spielen. Dabei beziehen sie ihre Umwelt ein, etwa, indem sie Windräder zu Karussells zweckentfremden oder in bodennahe Windwirbel hüpfen.

Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die Intelligenz einiger Papageienvögel mit der von Kleinkindern zu vergleichen ist. Ganz klar: Die schlauen Vögel müssen auch als Haustiere beschäftigt werden, um intellektuell nicht zu verkümmern, Zerstörungswahn oder Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln.

Planvolle Verwüstung: Verbrauchsspielzeug

Die einfachste Form des Papageienspiels ist das Untersuchen von allerlei Objekten mit dem Schnabel. Erweist sich ein solcher Gegenstand als leicht zu zernagen oder zu zerlegen, beschäftigen Papageien und Sittiche sich mit Vorliebe damit, ihn zu zerkleinern. Damit der Nagespaß sich nicht auf Mobiliar oder Zimmerpflanzen richtet, sollten Sie Ihren Vögeln immer Material anbieten, das zerkleinert werden darf. Geeignet sind frische Naturholz-Knabberzweige, deren Rinde und schmackhafte Knospen auch verzehrt werden. Umsonst zu bekommen und ebenso beliebt sind die Kerne von Küchen- und Toilettenpapierrollen sowie alte Kartons – achten Sie aber darauf, dass keine Reste von Klebeband, Leim oder Heftklammern enthalten sind.

Geprüfte Sicherheit: das richtige Spielzeug für den Vogel

Nicht jedes Spielzeug eignet sich für alle Vögel.

Beachten Sie beim Einkauf von Spielzeug im Zoofachgeschäft einige Punkte:
  • Format: Die Spielgeräte müssen mit der Größe und Schnabelstärke der Vögel zusammenpassen. Spielzeug für einen Wellensittich wird in der Kakadu-Voliere nicht lange überleben und kann sogar verschluckt werden. Ebenso kann ein Sperlingspapagei mit dem Fummelspielzeug für einen Ara wenig anfangen.
  • Material: Bevorzugen Sie Spielzeug aus Naturmaterial wie Kork, Leder oder Holz. Glas und Plastik oder kleine Glöckchen sollten Sie vermeiden, vor allem bei Tieren mit kräftigem Schnabel – schnell ist etwas abgesplittert und verschluckt.
  • Farben: Tagaktive Vögel haben ein exzellentes Farbsichtvermögen. Papageien-Spielzeug darf daher so farbenfroh wie möglich sein. Bei Holzspielzeug sollte sogenannte „speichelechte“ Farbe zum Lackieren genutzt werden – wichtig zu wissen, wenn Sie Ihren Gefiederten selbst Spielzeug basteln möchten.

Manche Dinge sind keine Spielsachen. Der Papagei kann natürlich nicht ohne Weiteres zwischen Spielzeug und anderen, womöglich gefährlichen oder giftigen Dingen unterscheiden. Behalten Sie Ihre Krummschnäbel immer gut im Auge und räumen Sie alles potenziell Gefährliche aus ihrer Reichweite.

Wippen, Ringe, Seile, Schaukeln, Badeschale – Bewegungsspielzeuge für Papageien

Papageien und Sittiche sind Klettervögel und ebenso geschickte wie rasante Flieger. Es hängt ein wenig von der jeweils gehaltenen Vogelart ab, welche „Actionspielzeuge“ und Sportgeräte sich eignen: Baumkronenbewohner bevorzugen vielfältige vertikale Kletter- und Hangel-Accessoires, während kleinen, flinken Kunstfliegern nicht zu viele Hindernisse in der Bahn hängen sollten. Bei ihnen sind Schaukeln beliebt, auf denen möglichst viele Schwarmmitglieder Platz finden. Die meisten Papageien und Sittiche sind auch leidenschaftliche „Wasservögel“. Das Bad dient der Gefiederpflege und Sauberkeit – und dem reinen Vergnügen. Bieten Sie daher ständig mindestens eine jeweils angemessen große „Badewanne“ in Form einer flachen Schale an.

Papageien beschäftigen: Wo ist das Futter?

In der freien Natur verbringen Papageien einen großen Teil des Tages mit der Futtersuche. Um sie artgerecht zu beschäftigen, verstecken Sie Teile der täglichen Futterration so im Vogelzimmer, dass die Tiere sie entweder zuerst suchen oder einige Anstrengungen unternehmen müssen, um an die geliebten Leckerlis zu kommen. Bei kleineren Vögeln sind mit frischen Kräutern gefüllte Körbchen oder mit Leckerlis bestückte Tannenzapfen beliebt – achten Sie aber darauf, dass der Vogel nicht mit den Krallen hängenbleiben kann. Für Großsittiche und Papageien können Sie in deren Gegenwart beliebtes Obst in eine kleine Dose packen und diese dann verstecken. Sicher werden die Vögel sich etwas einfallen lassen, um den Schatz zu bergen.

Achtung: Veranstalten Sie dieses Spiel tatsächlich nur mit Leckerchen. Die eigentliche Fütterung sollte grundsätzlich im Vogelhaus oder in der Voliere stattfinden. Nur so können Sie den Vogel im Bedarfsfall leicht in sein Zuhause locken.

Buddeln, schleppen, werfen – die Spielkiste für Sittiche und Papageien

Manche Papageienvögel wie Ziegen- und Bourkesittiche sind bei der Futtersuche vermehrt auf dem Boden unterwegs. Eine flache Kiste auf dem Boden, gefüllt mit ausreichend großen, nicht verschluckbaren Steinchen und Spielobjekten, kommt den natürlichen Bewegungen der Tiere entgegen: Picken, Buddeln und Gegenstände „neu arrangieren“. Auch andere Großsittiche und Papageien wie die neuseeländischen Keas lieben es, mobile Objekte mit dem Schnabel aufzuheben und durch die Gegend zu tragen. Besonders interessant wird die Spielkiste, wenn Sie sie jeden Tag mit einer wechselnden Zusammenstellung von Gegenständen füllen: Bällchen, Sandförmchen, Holzstückchen, oder – besonders spannend - Waldbodeneinstreu.

Intelligenzspielzeuge – Tüftelspaß für schlaue Flieger

Papageien lassen sich ebenso wie Katzen und Hunde für „Fummelspielzeuge“ begeistern. Spielzeuge, bei denen Deckel aufgehoben oder verschoben werden müssen, um an ein Leckerli zu kommen, können Sie auch Ihrem Vogel anbieten; vorausgesetzt der ist so groß, dass er das Gerät „bedienen“ kann.

Spielkamerad Mensch: Spiele zu zweit

Ausgeglichene Papageien, die neben ihren Partnervögeln ihre Menschen als Teil des Schwarms akzeptieren, beziehen diese gern in ihre eigenen Spiele ein oder lassen sich zu Spielen animieren, die nur mit dem Menschen möglich sind. Besonders beliebt ist ein Fangspiel: Der Vogel wirft etwas aus größerer Höhe auf den Boden und erwartet, dass der Mensch es aufhebt und ihm zurückgibt. Ein Spiel, das wir kurioserweise in genau derselben Form auch von Kindern kennen. Weitere Spiele, die zusammen mit dem Menschen funktionieren, sind „Tauziehen“, das Zurollen von Bällchen, kleine Rangeleien um Objekte und sogar Versteckspiele.

Ungeeignete Spielzeuge im Papageienhaus

Zum Glück sind ungeeignete Spielzeuge für Papageien und Sittiche weitgehend aus den Zoohandlungen verschwunden. Da die Tiere sich verstärkt mit bestimmten Gegenständen beschäftigt haben, wurde fälschlicherweise als Spielfreude interpretiert, was eigentlich auf Verhaltensstörungen hinauslief.

Zu den Tabu-Spielzeugen gehören:
  • Spiegel: Zum einen droht Verletzungsgefahr, zum anderen gaukelt der Spiegel dem Vogel einen Partner vor. Das Interesse für den Phantomvogel kann gesundheitliche Folgen haben – etwa eine Kropfentzündung, wenn der verwirrte Sittich ausdauernd versucht, sein Spiegelbild zu füttern.
  • Plastikvögel: Ähnliches gilt für den nach Stehaufmännchen-Prinzip auf die Sitzstange geschobenen Plastikkameraden, der noch dazu Verletzungsrisiken birgt.
  • Bast und Sisal: Spielzeuge aus Bast oder Sisal, von denen sich längere Fäden lösen könnten, sind ebenfalls gefährliche Fallen, die unter tragischen Umständen zu Strangulationen, Kropfentzündung oder Verschnürung führen können.
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