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Sperlingspapageien: kleine Krummschnäbel ganz groß

Wer Sperlingspapageien zum ersten Mal sieht, stutzt: Die kleinen Vögel erinnern an Wellensittiche ohne Schwanzfedern. Dabei handelt es sich um waschechte Neuweltpapageien, auch als „Eigentliche Papageien“ bezeichnet. Von den populären australischen Ziervögeln unterscheiden sich die Sperlingspapageien vor allem durch ihren gedrungenen Körperbau und ihr deutlich streitbareres Verhalten.

Sperlingspapageien – Klettervogel im Miniaturformat

Der natürliche Lebensraum von Sperlingspapageien erstreckt sich von Mexiko im Norden ungefähr bis zur Mitte Südamerikas. Es gibt derzeit sieben bekannte Unterarten des Sperlingspapageis; die in der Haustierhaltung verbreiteten sind die Blaugenick-Sperlingspapageien aus Ecuador und Peru sowie die Augenring-Sperlingspapageien aus Panama und Kolumbien sowie die Grünbürzel-Sperlingspapageien, die von Venezuela bis nach Nordbrasilien vertreten sind. Die Nachzucht ist unproblematisch, sodass die Vögel auch als Heimtiere zunehmend Verbreitung finden.

Die artgerechte Sperlingspapageien-Haltung

Für alle Papageien gilt: Sie dürfen niemals allein gehalten werden. Auch Sperlingspapageien sind Vögel, die unbedingt einen Partner brauchen, besser noch: einen kleinen Schwarm um sich. Wenn Sie eine Schwarmhaltung in einer Voliere planen, achten Sie darauf, dass es mindestens drei Pärchen sind. Bei nur vier Vögeln kann es zu Territorialstreitigkeiten zwischen den Hähnen kommen. Außerdem sollten Sie keine Vergesellschaftung mit anderen Vogelarten vornehmen – auch das birgt Konfliktpotenzial.

Die absoluten Mindestmaße für eine Unterkunft, der als Schlafgelegenheit und zeitweiliger Aufenthaltsort dient, betragen 1 x 0,5 x 0,5 Meter. Klar, dass bei einer solchen Haltung viel Freiflug gewährleistet sein muss. Unterkunft und Flugzone sollten viele Klettergelegenheiten und Naturholzstangen sowie Beschäftigungsspielzeug enthalten. Für eine permanente Haltung in einer Außenvoliere eignen Sperlingspapageien sich nicht: Die Tiere benötigen Temperaturen von mindestens 15 °Celsius. In den Wintermonaten sollten Sie den Vögeln eine UV-Beleuchtung gönnen– am besten eignen sich spezielle Birdlamps. Die Tropentiere benötigen das Licht für die Bildung von körpereigenem Vitamin D. Bei guter Pflege beträgt die Lebenserwartung des Sperlingspapageis zehn bis fünfzehn Jahre.

Aus Grün wird gescheckt – die Farbschläge der Sperlingspapageien

Die Farbe der Sperlingspapageien ist ein gleichmäßiges Grün, Hähne haben einige blaue Federn im Genick und an den Flügelspitzen. Durch die gezielte Zucht der Tiere in Gefangenschaft sind zwischenzeitlich auf Grundlage von natürlichen Mutationen weitere Farbschläge in Blau, Gelb, Weiß und sogar Schecken entstanden.

Samen und Beeren – das schmeckt dem Sperlingspapagei

In seinem natürlichen Lebensraum findet der Sperlingspapagei schnabelgerechte Nahrung in Form von Sämereien, Beeren und Gräsern vor. Wichtig zu wissen, wenn Sie eine geeignete Futtermischung zusammenstellen oder fertig kaufen wollen: Der Anteil an Grassamen sollte sehr hoch sein, der an Ölsaaten (zum Beispiel ein und Sonnenblumenkerne) so gering wie möglich. Als Ergänzung brauchen die Tiere täglich frisches Futter in Form von geeignetem Gemüse und Obst in kleinerer Menge – ein Zuviel an Fruchtzucker kann die Entwicklung von Hefepilzen im Kropf begünstigen. Übrigens: Sperlingspapageien neigen zu Futterneid. Verteilen Sie die Futterration auf mehrere Näpfchen, sodass sie ungestört fressen können. Auch Grit und Mineralsteine dürfen im Sperlingspapagei-Heim nicht fehlen.

Wie zahm werden Sperlingspapageien?

Sperlingspapageien zutraulich zu machen, gelingt mit Geduld und Kolbenhirse. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass die Tiere zunächst etwas scheuer und angriffslustiger auf Annäherung reagieren als andere Vögel und es eine Weile dauern kann, bis sie Vertrauen zu ihrem Menschen fassen. Ist das Verhältnis stabil, kommunizieren die geselligen Vögel gerne mit ihrem Halter und lassen sich zum Spielen animieren. Sperlingspapageien-Hähne sind zudem in der Lage, Geräusche und menschliche Sprache nachzuahmen. Es gelingt ihnen aber – vermutlich aufgrund der Anatomie ihrer Stimmorgane – nicht ganz so gut wie Wellensittichen oder größeren Papageien. Sperlingspapageien eignen sich als Haustiere für ältere Kinder ab zwölf Jahren.

Steckbrief Sperlingspapageien
  • Herkunft: Mexiko, Teile Südamerikas
  • Größe: 10 – 13 Zentimeter
  • Gewicht: 25 – 35 Gramm
  • Aussehen: tropfenförmiger Körperbau mit schlank zulaufendem, kurzem Schwanz, rundliche Kopfform mit kleinem, hellem Schnabel
  • Gefieder: naturfarben grün bis gelbgrün; Hähne mit blauen Federpartien; Farbmutationen in Blau, Gelb, Weiß und gescheckt
  • Lebenserwartung: 10 – 15 Jahre
  • Charakter: vorsichtig, streitbar, lebhaft und neugierig,

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