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Eine Nahaufnahme eines Degu.

Kein Degu mit Kaninchen oder Meerli: Degus brauchen Artgenossen

Degus sind zwar keine Schmusetiere – aber es macht dennoch sehr viel Spaß, den bildhübschen, rattenähnlichen Nagern beim Buddeln und Herumflitzen zuzusehen. Eines ist aber ganz wichtig, wenn Sie sich für die Deguhaltung interessieren: Kein Degu möchte allein leben. Es möchte sein Dasein auch nicht mit einem anderen Nager oder einem Kaninchen teilen, sondern es braucht Artgenossen – unbedingt!

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Mit Kaninchen klappt die Kommunikation nicht

Mit Kaninchen und Degus ist es ganz ähnlich wie mit Kaninchen und Meerschweinchen: Zwar kann es in Einzelfällen klappen, dass man Nager und Langohr aneinander gewöhnt und dass sich diese vielleicht sogar ganz friedlich den Käfig teilen. Großes Aber: Ein angemessener Sozialpartner ist ein Kaninchen nicht für ein Degu. Denn das Problem ist hier die „Sprachbarriere“: Hoppler kommunizieren ganz anders als die wendigen, flinken Nager aus Chile. Das bedeutet, dass sich Kaninchen und Degus gar nicht verstehen können, selbst wenn sie das möchten. Das gleiche Problem gibt es mit Meerlis und Chinchillas, auch wenn Degus mit beiden sogar verwandtschaftliche Bande verbinden. Und ein Hamster als Käfiggenosse ist schon überhaupt nicht geeignet – dieser ist schließlich ein Einzelgänger.

Degus brauchen eine Sippe

Sie sollten also keinesfalls ein Degu zusammen mit einem „artfremden“ Nager halten. Vielmehr braucht Ihr putziger Nager eine Sippe zum Glücklichsein! Denn so leben Degus auch in der freien Natur, in ihrer Heimat in Chile. Dort hausen sie in Familiengruppen von fünf bis zehn Tieren und besitzen ein ausgeprägtes Sozialleben. Dieses geht sogar so weit, dass mehrere Weibchen gleichzeitig werfen können und alle Jungtiere mit gleichem Nestgeruch von allen säugenden Weibchen versorgt werden. Die einzelnen Familien sind wiederum in lose Kolonien zusammengefasst. Die Sippen grenzen aneinander, jede einzelne besitzt jedoch ein festes Territorium. In solch einer Kolonie können oft einige Hundert Degus leben.

Warum Degus Artgenossen brauchen

Degus spielen, tollen und buddeln für ihr Leben gern gemeinsam. Dazwischen stellen sie immer wieder ihre Freundschaft unter Beweis. Das sieht dann so aus, dass sie sich gegenseitig liebevoll den Pelz benagen. Mit Kaninchen oder Meerlis ist das eher schwierig. Deshalb sollten Sie Ihrem Degu Artgenossen keineswegs vorenthalten und es nicht einfach zusammen mit anderen Nagern halten. Bei der Deguhaltung sollten Sie immer auch ein Sandbad mit speziellem Chinchillabadesand zur Verfügung stellen. Wie ihre Verwandten, die Chinchillas, nutzen Degus dieses zur Körperpflege. Es dient aber auch zum Spannungsabbau und zum sozialen Treffpunkt. Bestimmt könne Sie oft beobachten, dass Ihre Degus gemeinsam in die Schale steigen – gemeinsam macht schließlich alles viel mehr Spaß!

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