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Konik-Pferde bewahren Naturschutzgebiete und unterstützen Bewaldungsprojekte

27.02.2024 - Lesedauer: 4 Minuten

Konik Pferd vor den Bergen

Konik-Pferde stammen ursprünglich aus Polen und pflegen immer häufiger Naturlandschaften in Deutschland und den Niederlanden. Die Wahrscheinlichkeit, diesen liebenswerten Naturburschen zu begegnen, ist besonders beim Wandern in Naturschutzgebieten groß. Denn hier leben oft ganze Herden halbwild und mit nur wenigen menschlichen Eingriffen.

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Sind Koniks Wildpferde oder nicht?

Konik-Pferde sind eine Ponyrasse aus Polen, die optisch stark an den Tarpan – dem ausgestorbenen Wildpferd Europas – erinnern. Das Konik (Equus ferus caballus) ist ein Pony vom sogenannten Urtyp und weist markante Wildzeichen auf. Dazu gehören:

·       falbfarbenes Fell in den verschiedensten Grauschattierungen

·       ein sehr gut ausgeprägter Aalstrich

·       eine dunkle Gesichtsmaske

·       ein Schulterkreuz (senkrechte, dunkle Streifen, die sich von Halsansatz und Widerrist über die Schultern ziehen)

·       Zebrastreifen an den Gelenken der Beine

Dass die Konik-Pferde keine echten Wildpferde mehr sind, zeigen nicht nur genetische Studien. Die gekippte Mähne (anders als die Stehmähne von echten „Wilden“) spricht als Domestikationszeichen für die Nähe zu modernen Hauspferde-Rassen. Außerdem werden ab und zu Schimmel oder Isabellen geboren, manche Konik-Pferde weisen weiße Abzeichen an den Beinen oder am Kopf auf. Diese sind absolut unerwünscht; seit den 1990er-Jahren wird versucht, die urtümliche Färbung zu festigen. Allerdings ist es schwer, die anderen Farben und Abzeichen aus dem Genpool zu verbannen, da diese rezessiv weitergegeben werden. Das bedeutet: Wenn nur ein Elternteil die Gene für eine unerwünschte Farbe oder Abzeichen hat, kommt auch das Fohlen als erwünschter Graufalbe auf die Welt. Das Fohlen selbst kann die Gene ebenfalls weitervererben. Bringen beide Elterntiere diese mit, ist der Nachwuchs ein Schimmel oder trägt eine weiße Blesse.

Die Herkunft der Konik-Pferde

Die Konik-Pferderasse stammt aus einer Region Polens, die etwa 90 Kilometer südlich der Stadt Lublin gelegen ist. Dort gab es wie in vielen Teilen Europas bis ins 19. Jahrhundert hinein freilebende Wildpferd-Populationen. Ob es sich um echte Wildpferde, Mischlinge oder verwilderte Hauspferde handelte, ist bis heute unklar. Konik-Pferde haben Eigenschaften, die für eine halbwild gehaltene Hauspferderasse sprechen. Denn die Tiere sind selbst bei wenig Kontakt zum Menschen nicht scheu und Fohlen erforschen die Zweibeiner neugierig, auch wenn sie in einer freilebenden Herde aufwachsen.

Im Ursprungsgebiet der Konik-Pferde herrschte große Armut, weshalb die Bauern die Ponys den größten Teil des Jahres sich selbst überließen. So entwickelten die Konik-Pferde Eigenschaften, die sie noch heute besonders machen. Die ruhigen und ausgeglichenen Tiere sind sehr robust und widerstandsfähig. Die kompakten Naturburschen kommen mit wenig Futter aus und können hart arbeiten. Das erklärt auch, warum die Konik-Pferdehaltung sich hierzulande steigender Beliebtheit erfreut.

Haltung: So fühlen sich Konik-Pferde wohl

Die naturbelassen aussehenden Ponys eignen sich sehr gut für Landschaftspflege. In vielen Naturschutzgebieten (beispielsweise Naturpark Hohe Mark bei Olfen, Naturentwicklungsgebiet Oostvaardersplassen nahe Amsterdam in den Niederlanden) leben Konik-Pferde frei und sich selbst überlassen und halten wertvolle Moorflächen und Auen- oder Heidelandschaften frei von Verbuschung und Bewaldung. Damit tragen die Vierbeiner aktiv zur Arterhaltung seltener Pflanzen- und Tierarten und deren Lebensraum bei.

Außerdem sind die robusten Ponys aus Polen ideale Begleiter für Familien mit Kindern. Die Tiere sind genügsam in der Haltung und fühlen sich in einem Offenstall mit ausreichend Raufutter und Weidegang pudelwohl. Dabei ist zu beachten, dass Koniks aufgrund der natürlichen Selektion Futter extrem gut verwerten. Eine zu fette Weide im Frühling führt schnell zu Übergewicht oder gar Hufrehe. Bei der Konik-Pferdehaltung gilt in Bezug auf nahrhafte Futterbestandteile: Weniger ist mehr.

Kann ich Konik-Pferde reiten?

Das ruhige und ausgeglichene Wesen und die Lernbereitschaft zeichnen diese zuverlässigen und souveränen Reitpferde aus. Dabei können nicht nur Kinder Konik-Pferde reiten. Der kurze kräftige Rücken und die starken Beine machen die Tiere zu Gewichtsträgern, die trotz der geringen Größe leichtgewichtige Erwachsene problemlos tragen.

Tipp: Wie viel Reitergewicht ein Pferd tragen kann, hängt stark vom Körperbau und dem Eigengewicht ab. Als Faustformel sollten Ausrüstung und Reiter zusammen nicht mehr als 15 Prozent des Pferdegewichts betragen.

Aufgrund ihres Einsatzes in der Landwirtschaft machen sich Koniks ebenso gut als Kutschponys. Die in Deutschland noch seltene Ponyrasse eignet sich als freundlicher und zuverlässiger Freizeitpartner, der viel Ausdauer besitzt. Das beweisen die kleinen Kraftpakete mit leichten Reitern oder als Packpferd nicht nur bei Ausritten, sondern auch auf langen und mehrtägigen Wander-Reittouren. Ihr freundliches Wesen prädestiniert sie zudem für den Einsatz in der Therapie behinderter Menschen, psychisch kranker Menschen oder Senioren. Lediglich beim Springen zeigen die mausgrauen Alleskönner Schwächen. Hier ist das Vermögen nur gering.

Steckbrief Konik-Pferde

Rasse:
Konik
Typ:
Pony
Herkunftsland:
Polen
Stockmaß:
130 bis 140 Zentimeter
Gewicht:
330 bis 360 Kilogramm
Farben & Fellzeichnungen:
Graufalben mit Aalstrich, Schulterkreuz und Zebrastreifen an den Beinen, Graubraune, Braune, Isabellen, Schimmel; Abzeichen möglich, aber unerwünscht
Aussehen:
gerader, mittelgroßer Kopf mit kleinen Ohren, üppiger Behang, kurzer, schwerer, breit angesetzter Hals, langer Rumpf mit breiter Brust und deutlicher Rippenwölbung, kurze Kruppe, kurze und kräftige Beine
Charakter:
ruhig, willig, menschenbezogen
geeignet für:
Landwirtschaft, Landschaftspflege, Zucht, Freizeitreiten, Wanderreiten, therapeutisches Reiten, Fahren

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