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Fischkrankheit Fischtuberkulose

Für die Entstehung einer Fischtuberkulose ist der Befall mit speziellen Bakterien (Mykobakterium marinum) verantwortlich. Die Symptome bei erkrankten Tieren sind vielfältig: Möglich sind beispielsweise Fressunlust, Glotzaugen, eine Deformation der Wirbelsäule, ein eingefallener Bauch sowie verblasste Farben und knotige Hautentzündungen.

Allgemeines Unwohlsein

Zusätzlich zu den äußeren Symptomen ist bei an Fischtuberkulose erkrankten Tieren ein allgemeines Unwohlsein festzustellen. Dies äußert sich neben Fressunlust darin, dass sich die Fische an Gegenständen scheuern, stark müde sind, Atemnot haben und sich ihre Haut entzündet. Die betroffenen Fische leiden sehr unter der Infektionskrankheit.

Vorbeugen ist die beste Behandlung

In rund 98 Prozent aller Fälle verläuft die Fischtuberkulose tödlich. Da die Behandlung der Krankheit mit Antibiotika nur selten zum Erfolg führt, ist es umso wichtiger, die Infektion mit dem überall im Wasser vorkommenden Bakterien durch ein starkes Immunsystem zu verhindern. Eine abwechslungsreiche Ernährung und gute Wasserwerte helfen dabei. Da Fischkrankheiten in überbesetzten Aquarien schneller ausbrechen und sich rascher verbreiten, sollten Sie zudem nicht zu viele Fische in einem Becken halten.

Neuzugänge ins Quarantänebecken

Die Fischtuberkulose wird in der Regel von Neuzugängen in das Aquarium gebracht, da erkrankte Fische erhöhte Mengen Bakterien ausscheiden.

Um auszuschließen, dass Ihre neuen Fische krank sind, sollten Sie sie für rund vier Wochen in einem Quarantänebecken halten, bevor Sie sie in das eigentliche Aquarium einziehen lassen.

Folgen für das ganze Aquarium: ist der Krankheitsverlauf chronisch oder akut?

Man unterscheidet zwischen dem chronischen und akuten Verlauf der Fischtuberkulose. Verläuft die Krankheit akut, ist mit einem Verlust des gesamten Fischbesatzes innerhalb von nur zwei Wochen zu rechnen. In diesem Fall muss neben dem Bestand auch die gesamte Einrichtung des Aquariums vernichtet werden. Becken und technische Geräte müssen vor ihrem Neueinsatz gründlich desinfiziert werden. Bei einem chronischen Krankheitsverlauf kann es ausreichen, die kranken Tiere aus dem Becken zu entfernen und die Haltungsbedingungen der anderen zu verbessern.

Vorsicht auch für den Menschen

Die Fischtuberkulose ist auch auf Säugetiere übertragbar und damit eine Zoonose. Sie kann auch für den Menschen gefährlich werden. Wer ein schwaches Immunsystem oder Wunden an den Händen hat, sollte daher den Kontakt mit infiziertem Wasser unbedingt vermeiden und zum Schutz Gummihandschuhe tragen. Im Gegensatz zum Fisch verläuft die Krankheit beim Menschen jedoch weniger schwer: Sie tritt in Form von örtlich begrenzten Beulen auf der Haut auf; kann aber auch haematogen in die Lunge streuen. In diesem Fall muss auf jeden Fall der Hausarzt konsultiert werden.

Wichtiger Hinweis

Die Ratgeber-Inhalte können einen Besuch beim Tierarzt nicht ersetzten. Diese Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden. Bei Erkrankungen von Tieren und Verwendung von Medikamenten sollte ein Tierarzt konsultiert werden.

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