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Fische hinter Glas – die Geschichte der Aquaristik

Seit wann halten wir Fische in Aquarien — und mit welchen Mitteln? Das sind die Meilensteine der Aquaristik von den Anfängen bis heute. Staunen Sie mit!

300 v. Chr.

Schon bei den Römern wurden Fische in gemauerten Wasserbecken gehalten. Im Palast das Caligula auf dem Palatin gab es einen Teich, der sogar mit Meerwasser gespeist wurde. Die Ägypter verehrten nicht nur Katzen, sondern hielten auch Fische.

10. Jahrhundert

In China wurden seit dem 10. Jahrhundert Goldfische als Haustiere in drachen- und wolkenverzierten Porzellankübeln gehalten. Um 1600 soll der Goldfisch zuerst nach Europa gekommen sein, vermutlich nach Portugal. Etwas später gab es schon die ersten Goldfische im Glas in England.

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19. Jahrhundert

Im frühen 19. Jahrhundert entdeckte man, zunächst vor allem in England, ein größeres Interesse für das Meer und seine tierischen Bewohner. Die ersten, noch recht schlecht funktionierenden Tauchapparaturen wurden erfunden.

1840er-Jahre

Naturkundler experimentierten in den 1840er-Jahren mit Glasbehältern, in denen sie Fische hielten. 1851 wurde dies auf der Weltausstellung erstmals präsentiert. Bald erkannte man, dass die Haltung von Pflanzen besser gelingt.

1853

Der englische Naturkundler Philip Henry Gosse, der häufig Tiere an der Küste aufsammelte und abfischte, sprach 1853 zum ersten Mal vom Aquarium: „Sei das Wort Aquarium nun gewählt, um diese interessanten Sammlungen aquatischer Tiere und Pflanzen zu bezeichnen.“ Fischsammlungen gab es bald in größerem Stil, denn im selben Jahr wurde das erste Fish House im Londoner Regent´s Park eröffnet. Der Erfolg war so groß, dass auf dem Kontinent ein weiterer Bau folgte: Das größere Aquariumshaus im Jardin d‘Acclimatation in Paris eröffnete 1860 seine Pforten.

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1854

Ein Mann namens Emil Adolf Roßmäßler machte das Aquarium in Deutschland bekannt. Er sprach vom „Ocean auf dem Tische“. Enthusiastisch schrieb er: „Mit der Zeit wird die Tiefe des Meeres, durchsichtig auf unserem Tische, uns noch manche seltsame Naturgeschichte erzählen.“ 1856 sprach Roßmäßler vom „See im Glase“, einer „kleinen botanischen Garteninsel“ mit wenigen kleinen Süßwasserfischen. Schon bald entbrannte ein Streit darüber, ob man Fische aus heimischen Gewässern oder farbenprächtigere aus exotischen Gefilden halten sollte. Ab 1856 beherbergte Hamburg den „Marine-Aquariums-Tempel“. 1869 gründete der Zoologe Alfred Brehm in der Hauptstadt Berlin das erste große Aquariumshaus unter den Linden.

1877

1877 erschien das „New Yorker Aquarium Journal“, die erste aquaristische Zeitschrift der Welt. 1890 folgte die erste deutsche Spezialzeitschrift „Blätter für Aquarien- und Terrarienfreunde“. Dort kamen Fachleute zu Word und priesen erste Aquariumstechnik an, die dann ab den 1880er-Jahren stetig ehrgeizig weiterentwickelt wurde.

1880

Es entstanden teils sehr kompliziert konstruierte Durchlüfter und Heizapparate für Aquarien — das Aquarium wurde maschinisiert und entwickelte sich zum Prestigeobjekt im bürgerlichen Salon.

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Bis heute

…wuchs die Aquaristik nach dem Zweiten Weltkrieg stark. Vereine wurden gegründet, in denen Mitglieder Fische tauschen konnten. Technische Bestandteile wie Pumpen, Heizung und Licht wurden laufend optimiert, z. B. wich Fensterglas oft Plexiglas. Heute geben Aquarianer nur für ihr Hobby oft mehr aus als Hunde- oder Katzenfreunde! Nach einer Studie der Vereinten Nationen werden pro Jahr mehr als 20 Millionen tropische Fische gekauft.

Zu den wichtigen Aufgaben gehören der regelmäßige Wasserwechsel, die regelmäßige Messung des pH-Werts und das Entfernen abgestorbener Pflanzenteile und Algen sowie die Kontrolle der technischen Ausstattung. Süßwasseraquarien sind bei vielen beliebter, weil sie einfacher zu betreiben sind als Meerwasseraquarien. Das größte Publikumsaquarium der Welt steht heute in China: das Chimelong Ocean Kingdom. Das größte Aquarium dort hat ein 39,6 x 8,3 m großes Acrylfenster. Eine so bedeutende Einrichtung wie das Ozeaneum in Stalsund ist trotz 10 x 5 m großer und 30 cm dicker Panoramascheibe im Vergleich dazu ein kleiner Fisch.

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