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Das Haustier ist gestorben – wie geht es weiter?

Es ist merkwürdig still im Käfig. Sie ahnen das Schlimmste und finden es bestätigt: Der Hamster liegt leblos in seinem Häuschen oder der Wellensittich auf dem Boden. Auch Aquarianer und Halter von Terrarien-Tieren werden eines Tages erleben, dass ein Fisch an der Wasseroberfläche treibt oder die Schildkröte aus der Winterruhe nicht mehr aufwacht. Irgendwann kommt für jeden Haustierhalter die Stunde des Abschieds. Egal, um welche Tierart es dabei geht: Wenn Tiere sterben, ist das meist ein emotionaler Schock. Dazu kommen ganz praktische Dinge, die zeitnah geregelt werden müssen. Lesen Sie hier, was Sie rund um den Todesfall beachten sollten. Dabei geht dieser Artikel allgemein auf Kleintiere ein, denn für Hunde und Katzen finden Sie gesonderte Artikel.

Warum ist das Haustier gestorben? Ursachen und Lebenserwartung

Der Grund für den Tod eines Tieres ist gerade bei Kleintieren oft recht schwer zu ermitteln, sofern nicht eine bekannte Krankheit vorlag oder das Tier bereits ein seiner Art angemessenes Alter erreicht hatte. Je nachdem, welche Heimtiere Sie halten, werden Sie mit unterschiedlich gearteten Todesfällen konfrontiert sein: Krankheiten, Unfälle oder äußeren Einflüsse mit Todesfolge kommen bei allen Tierarten vor. Die individuelle Lebenserwartung schwankt jedoch stark nach Haustierart und sollte schon bei Beginn der Tierhaltung berücksichtigt werden.

  • Nager: Bei der Anschaffung von kleinen Nagetieren wie Mäusen, Ratten oder Hamstern sollten Sie bedenken, dass die natürliche Lebensspanne nur kurz ist. Drei bis vier Jahre sind für eine Rennmaus schon ein beinahe biblisches Alter. Außerdem sollten Nager, mit Ausnahme von Hamstern, nicht allein gehalten werden. Sie werden als Nager-Besitzer also vergleichsweise häufig mit Todesfällen konfrontiert sein.

  • Kaninchen und Meerschweinchen: Diese Tiere werden mit etwa acht bis zehn Jahren deutlich älter, die Beziehung zu ihnen besonders innig. Gerade für Kinder kann der Verlust der Streicheltiere verstörend sein. 

  • Terrarium: Die Lebenserwartung der Terrarienbewohner ist sehr unterschiedlich. Viele Schlangen, Geckos oder Schildkröten werden durchaus mehr als zehn Jahre oder gar mehrere Jahrzehnte alt.

  • Aquarium und Co.: Wie alt Zierfische werden, schwankt stark von Gattung zu Gattung. Goldfische können vierzig Jahre alt werden; bei guter Pflege und ohne Fressfeinde im Becken sind aber auch kleinere Fischarten mit um die zehn Jahre herum erstaunlich langlebig.

  • Vögel: Von Papageien ist bekannt, dass diese bei guter Haltung ihre Besitzer überleben können. Die verbreiteten Heimvögel Wellensittich und Kanarienvogel erreichen im Schnitt vierzehn Jahre; Prachtfinken werden etwa zehn Jahre alt.

Tote Tiere und der Tierarzt: wenn das Leben beendet werden muss

Wenn Ihr Haustier, ganz gleich ob Vogel, Bartagame oder Farbratte, untherapierbar erkrankt oder es aus Altergründen nicht mehr schmerzfrei leben kann, sollten Sie eine Euthanasie in Erwägung ziehen. Dieser Schritt ist keinesfalls leicht. Aber: Als Tierhalter haben Sie die Verantwortung für ihren pelzigen, gefiederten oder geschuppten Schützling übernommen. Sie sorgen für ein behütetes Leben und stellen die gute Versorgung sicher. Dazu gehört aber auch, dem Tier kein Leid zuzumuten, das sich nicht lindern lässt. Je nach konkreten Umständen leisten Sie Ihrem geliebten Tier mit dem Gang zum Tierarzt daher einen letzten Dienst. Lassen Sie sich in dieser Frage zuvor unbedingt kompetent von Ihrem Veterinär beraten.

Das Haustier beerdigen – was muss ich beachten?

In diesem Ratgeber finden Sie Informationen zum Umgang mit toten Kleintieren. Um mehr über die Beerdigung von Hunden oder Katzen zu erfahren, lesen Sie auf den entsprechenden Ratgeberseiten nach.

  • Beerdigung im Garten: Wenn Sie ein eigenes Grundstück haben, können Sie ein kleines Tier, ein Kaninchen, einen Vogel und auch Fische im Garten beerdigen, sofern der sich nicht in einem Wasserschutzgebiet befindet. Verboten ist hingegen die Beerdigung des Tieres im Wald oder Park. Werden Sie dabei ertappt, drohen Bußgelder.

  • Tierkrematorium: Krematorien bieten auch die Einäscherung von kleineren Haustieren an. Die Asche des Tieres können Sie in einer Urne mitnehmen.

  • Tierfriedhöfe: Im ganzen Bundesgebiet gibt es auch Tierfriedhöfe, bei denen Sie das Haustier gegen Gebühr beerdigen lassen können.

Natürlich sind Kremation und Tierfriedhof kostenintensive Lösungen, die nicht für jedes Kleintier infrage kommen. Eine Beerdigung ist für Vögel, Terrarientiere und Aquarienfische sicherlich eine würdevollere Lösung als die Entsorgung des Körpers über den Hausmüll (was bei Kleinst-Tieren wie Maus oder Zebrafink sogar legal wäre, ebenso wie die „Entsorgung“ kleiner toter Zierfische via WC). Größere Kleintiere, die daheim zu Tode gekommen sind, müssen Sie bei der örtlichen Tierkörperbeseitigung abgeben, wenn keine Alternative besteht. Dasselbe geschieht mit in der Tierarztpraxis verbliebenen eingeschläferten Tieren, sofern Sie keinen gegenteiligen Wunsch äußern.

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Das Haustier ist gestorben – wie soll ich es dem Kind erklären?

Gerade Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen werden häufig als Einsteigerhaustiere für Kinder angeschafft. Der Tod des Haustieres ist für den Nachwuchs unter Umständen die erste „echte“ Begegnung mit dem Tod und damit ein besonders einschneidendes Erlebnis. Als Erwachsener ist von Ihnen nun sehr viel Feingefühl gefordert. Wenn der Tod des Tieres absehbar ist, sollten Sie, dem Alter des Kindes entsprechend, vorsichtig in Gesprächen darauf vorbereiten. Gehen Sie offen mit der Trauer um und versuchen Sie, gemeinsam mit dem Kind den Verlust des Tieres zu bewältigen. Erklären Sie dem Kind, dass das Tier nicht wiederkommen wird. Je nach Kindesalter und spirituellem Hintergrund kann die Vorstellung eines „Tierparadieses“ tröstend sein. Rituale wie eine Beerdigung oder eine persönliche Grabbeigabe – vielleicht ein selbst gemaltes Bild oder ein Abschiedsbrief ans Haustier – können dabei helfen.
Auf keinen Fall sollten Sie das tote Tier einfach durch ein ähnlich aussehendes ersetzen und hoffen, das Kind würde das nicht bemerken. Seien Sie ehrlich und versuchen Sie behutsam, dem Kind das Thema „Tod“ am Beispiel des Tieres näher zu bringen.
 

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