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Aquarienfische für Anfänger und Profis – ein Überblick

29.04.2024 - Lesedauer: 6 Minuten

Australischer Triggerfisch mit Korallen.

Wenn du dich für ein Aquarium entscheidest, gewinnst du im eigenen Wohnzimmer faszinierende Einblicke in Unterwasserwelten. Das Wesentliche an den liebevoll gestalteten Miniatur-Landschaften sind natürlich ihre schuppigen Bewohner, die Zierfische. Die Auswahl der Fischarten im Aquarium hat Einfluss auf dessen Einrichtung und Ausstattung. Der erste Schritt zum Süß- oder Salzwasserbecken ist somit die Entscheidung für den Fischbesatz. Hier liest du, was du als künftiger oder bereits erfahrener Aquarianer beachten solltest.

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Wo ist der Unterschied zwischen Süßwasser- und Meerwasserfischen?

Bei der Planung des Aquariums solltest du eingangs überlegen, ob du eine bunte Rifflandschaft betrachten möchtest oder dich die Bewohner von Flüssen interessieren. Damit triffst du die grundlegende Wahl zwischen Meerwasserbecken oder Süßwasseraquarium. Entsprechend musst du das Wasser präparieren und daran angepasste, geeignete Fische einsetzen. Süß- und Salzwasserfische unterscheiden sich erheblich in ihrer Physiologie und deren Wechselwirkung mit dem Ambiente.

So führt der Salzgehalt von Meerwasser dazu, dass dem Fischkörper kontinuierlich Wasser entzogen wird. Um das auszugleichen, muss ein Meeresfisch trinken (und dabei Sauerstoff zum Atmen aus dem Wasser aufnehmen). Das Salz wird anschließend größtenteils ständig über Kiemen und Darm abgeschieden. Der Fischorganismus filtert es aus.

Süßwasserfische hingegen nehmen das nötige Salz aus dem Umgebungswasser auf und scheiden die überschüssige Flüssigkeit aus, um nicht aufzuschwemmen. Stark vereinfacht: Der Meerwasserfisch muss zum Überleben Salz abstoßen, der Fluss- oder Seebewohner muss es verstoffwechseln.

Es gibt darüber hinaus einige Fischarten, die in der Natur an Flussmündungen vorkommen oder in ihrem Lebenszyklus zwischen Meer und Süßwasser wechseln. Solche Tiere hältst du in einem Brackwasseraquarium, in dem der Salzgehalt auf einem Niveau zwischen Süß- und Meerwasser liegt.

Welche Fische sind am besten für ein Aquarium?

Der „beste“ oder ideale Aquarienfisch lässt sich leider nicht pauschal benennen: Es liegt nicht zuletzt an den Parametern deines Aquariums, welche Arten sich besonders gut für dieses spezielle Becken eignen. Dazu gehören – neben der oben erörterten Frage nach dem Habitat-Typ – Rahmenbedingungen wie die Größe des Beckens, deine Ansprüche an die Artenvielfalt oder die Ästhetik, die du im Becken herstellen willst, beispielsweise durch die Bepflanzung. Auch die Qualität beziehungsweise die Härte des dir zur Verfügung stehenden Leitungswassers können einen entscheidenden Unterschied ausmachen.

Nicht zuletzt hängt es von deinen Erfahrungswerten als Aquarianer ab, welcher Fisch am besten in dein spezielles Aquarium passt.

Welche Fische eignen sich für Anfänger?

Wenn du mit der Fischhaltung neu beginnst, solltest du dich zunächst auf Fischarten konzentrieren, die geringere Ansprüche an ihre Haltung stellen. Das heißt natürlich keineswegs, dass du dich dann weniger um die Tiere kümmern musst! Vielmehr sind Fische gemeint, die über eine robuste Gesundheit verfügen und kleinere Fehler verzeihen, die Einsteigern bei der Einstellung und Pflege des Aquariums leicht unterlaufen können.

Aquarienfische für Anfänger, die als „Erstfische“ beliebt sind, wären zum Beispiel:

Welche sind die beliebtesten Zierfischarten?

Welche sind die beliebtesten Zierfischarten?
Viele dieser Süßwasserfische für Anfänger tauchen aufgrund ihrer weiten Verbreitung ebenfalls im „Ranking“ der populärsten Aquarienfische auf. Beliebte Zierfische sind:

  • Neonsalmer: Die kleinen Fische aus Südamerika solltest du in Schwärmen zu mindestens zehn Tieren halten. Durch ihre irisierende Farbe sind sie bei gedämpfter Beleuchtung ein echter Hingucker. Sie halten sich vorwiegend im mittleren Schwimmbereich auf und werden maximal vier Zentimeter lang. Neonsalmer eignen sich daher schon für Becken ab 60 Litern.
  • Guppy: Der elegante kleine Fisch kommt aus der Karibik und bezaubert mit Eleganz und farbenfrohem Schuppenkleid. Meist schwimmt er im oberen Bereich des Beckens. Auch Guppys solltest du im kleinen Schwarm halten. Achtung: Diese Fische sind lebendgebärend und können sich rasant vermehren. Vorbeugend solltest du gleichgeschlechtliche Tiere halten.
  • Black Mollys: Der auch Spitzmaulkärpfling genannte, eindrucksvoll schwarze Fisch aus Mittelamerika wird mit bis zu 12 Zentimetern etwas größer. Entsprechend sollte das Aquarium mindestens 100 Liter fassen. Auch hier benötigst du eine Kleingruppe, wobei die weiblichen Fische in der Überzahl sein sollten.
  • Panzerwelse: Sie halten sich mehrheitlich im unteren Bereich des Beckens auf und werden bis zu acht Zentimeter groß. Es gibt verschiedene Arten, die sich in ihren Haltungsansprüchen unterscheiden, beispielsweise, was die empfohlene Schwarmgröße angeht.
  • Skalare: Diese Fische aus dem Amazonasgebiet fallen durch ihre dreieckige, segelartige Körperform auf. Mit bis zu 25 Zentimetern Höhe benötigen die Fische viel Platz (Becken ab 250 Liter). Achtung: Kleinere Fische wie Neonsalmer fallen ins Beuteschema der Skalare.
  • Zebrabärbling: Der maximal fünf Zentimeter große Fisch gilt als pflegeleicht und verträglich. Da er sehr schwimmfreudig ist, sollte das Aquarium langgezogen sein. Er streift im Becken im mittleren Schwimmbereich umher.
  • Buntbarsch: Diese Fische gibt es in großer Artenvielfalt. Vertreter wie der große Malawi-Buntbarsch (bis 20 Zentimeter) aus Ostafrika oder kleine Zwergbuntbarsche wie der Schmetterlingsbuntbarsch aus Südamerika stellen entsprechend unterschiedliche Ansprüche an ihre Haltung. Ob groß oder klein, im unteren Bereich von Süßwasserbecken sind sie echte Blickfänge.
  • Siamesischer Kampffisch: Der prächtige, bis sieben Zentimeter große Süßwasserfisch verträgt sich nur eingeschränkt mit anderen Fischen und schon gar nicht mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Aufgrund seines Revierverhaltens solltest du dich gut informieren, mit welchen anderen Arten er sich gegebenenfalls vergesellschaften lässt.

Welche Fischarten darf man zusammen in einem Aquarium halten?

Ein Gesellschaftsbecken ist ein Aquarium, in dem verschiedene Fischarten zusammenleben. Wenn du über ein solches Becken nachdenkst, solltest du (neben einer ausreichenden Beckengröße) darauf achten, dass sämtliche Ambiente-Parameter den Anforderungen aller eingesetzten Fischarten genügen. Das betrifft Eckdaten wie Wassertemperatur, pH-Wert und Wasserhärte, aber auch das Futter, das die Tiere benötigen, und die Beleuchtungsdauer und Bepflanzung des Beckens. Es bietet sich an, Tiere zu wählen, die in der Natur denselben Lebensraum bewohnen, sich aber in unterschiedlichen Beckentiefen aufhalten. Das hat den Vorteil, dass die Tiere sich seltener in die Quere kommen.

Weiterhin müssen sich die Fischarten untereinander verträglich verhalten. Damit ist einerseits gemeint, dass die Tiere sich nicht gegenseitig jagen und fressen, und dass andererseits ihre Verhaltensweisen und das Temperament miteinander harmonieren. So können hektischere Fischarten enormen Stress für gemächliche Tiere bedeuten; Fische mit ausgeprägtem Revierverhalten sorgen ebenfalls für Unruhe im Fischbecken.

Bewährte Kombinationen von Fischarten, die sich in Süßwasserbecken gut miteinander vergesellschaften lassen, sind etwa:

  • Diamant-Regenbogenfische mit Keilfleckbärblingen und Süßwassergarnelen
  • Zwergfadenfische mit Keilfleckbärblingen und Süßwassergarnelen
  • Fadenfische mit Bärblingen und Schmerlen
  • Südamerikanische Buntbarsche mit Salmern und Panzerwelsen
  • Mollys mit Salmern und Panzerwelsen
  • Guppys mit Salmern, Keilfleckbärblingen und Panzerwelsen

In größeren Becken von mehr als 120 Zentimetern Kantenlänge könnten statt der Panzer- auch Antennenwelse eingesetzt werden.

Im Meerwasseraquarium harmonieren zum Beispiel Papageifische oder Riffbarsche mit Anemonenfischen, Feuerfischen, Doktorfischen und Seenadeln. Meerwassergarnelen und Grundeln (als Einzelgänger) eignen sich für den gemeinsamen Bodenbereich.

Welche Fischarten dürfen nicht zusammen in einem Aquarium gehalten werden?

Wichtig ist, dass du bei der Auswahl der Fische darauf achtest, dass du keine Raubfische mit unterlegenen Friedfischen zusammensetzt. Friedfische sind Fischarten, die keine anderen Fische jagen.

Fische wie Kugelfische oder Trauersalmer sind dafür bekannt, dass sie nach den Flossen anderer Fische schnappen. Solche Arten sollten auf keinen Fall mit Schleierschwänzen oder anderen großflossigen Arten das Becken teilen. Fische mit aggressivem Revierverhalten können ebenfalls zur Gefahr für andere Aquarienbewohner werden.

Selbstverständlich dürfen zudem aus den eingangs erläuterten Gründen keine Süßwasserfische im Aquarium für Meeresbewohner und umgekehrt eingesetzt werden. Eine „gemischte Besetzung“ ist grundsätzlich nicht möglich.

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