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Hunde sozialisieren - für einen guten Start ins gemeinsame Leben

Unter Tierhaltern hört man immer wieder, dass der Hund gut sozialisiert werden muss. Aber was bedeutet das eigentlich genau und wie können Sie Ihren eigenen Hund sozialisieren? Erfahren Sie hier mehr über die wichtige Sozialisierungsphase Ihres Welpen.

Was ist ein gut sozialisierter Hund?

Wenn man von einem gut sozialisierten Hund spricht, bedeutet das, dass das Tier schon als Welpe gelernt hat, mit Artgenossen, aber auch anderen Lebewesen angemessen zu kommunizieren. Er weiß, die Kommunikationssignale zu deuten und sich in Bezug darauf korrekt zu verhalten. Gleichzeitig ist der Hund fähig, auf seine Umwelt und veränderte Situationen souverän zu reagieren und recht gelassen damit umzugehen. Egal, ob ein Baby auf einmal neben ihm schreit oder die Straßenbahn an ihm vorbeifährt, für einen gut sozialisierten Hund stellen unerwartete Ereignisse, unbekannte Menschen oder Geräusche in der Regel kein Problem dar. Er geht relativ angstfrei mit Ihnen durchs Leben, wobei er dennoch eine natürliche Vorsicht besitzt.

Kurzum: Ein Hund, der gut sozialisiert ist, ist ein zuverlässiger Partner, mit dem Sie problemlos den Alltag bewältigen. Ängstliche und unsouveräne Hunde fangen in unbekannten Alltagssituationen an zu bellen, panisch die Flucht zu ergreifen oder aggressiv zu werden, was den normalen Tagesablauf für Sie, aber auch für den Hund anstrengend und problematisch gestaltet.

Hunde sozialisieren: Warum ist das so wichtig?

Im Alter ab der vierten bis ungefähr zur 20. Lebenswoche sind Welpen besonders aufnahmefähig für neue Reize, Menschen und Situationen. Werden Sie in dieser Lebensphase mit Neuem konfrontiert und erleben sie diese Erfahrung als positiv, speichern sie das Erlebte auch so. Umgekehrt gilt dies natürlich ebenso: Negative Erlebnisse werden in Erinnerung behalten und führen dazu, dass der Hund diese meidet oder ängstlich darauf reagiert.

Wie Sie Hunde sozialisieren

In der Regel kommt der Welpe ab der achten Lebenswoche, also rund vier Wochen nach dem Beginn der Sozialisationsphase, eventuell auch ein oder zwei Wochen später, in sein neues Zuhause. Ein guter Züchter übergibt Ihnen einen Hund, der schon ab der vierten Woche Artgenossen, Menschen und die unterschiedlichsten Umweltreize kennengelernt hat. Die Arbeit des Züchters müssen Sie nun ab dem Einzug des Welpen bei Ihnen fortführen.

Da Hunde zu der Zeit des Umzugs zwischen der achten und zehnten Woche eine sensible Phase erleben, in der Sie zurückhaltender und vorsichtiger auf neue Dinge zugehen, sollten Sie den Einzug des Welpen besonders behutsam gestalten. Lassen Sie Ihrem neuen Familienmitglied ausreichend Zeit, die neue Umgebung zu erkunden und die im Haushalt lebenden Menschen und Tiere kennenzulernen. Überfordern Sie den Hund nicht mit übertriebener Aufmerksamkeit und bedrängen Sie den Welpen nicht. Wenn der Hund sich nach ein paar Tagen eingelebt hat, können Sie ihn langsam und Schritt für Schritt mit den Dingen und Situationen bekannt machen, die ihm im Alltag auch in Zukunft immer wieder begegnen werden.

Hunde sozialisieren: Tipps und Tricks für den Alltag
  • Überlegen Sie in Ruhe, mit welchen Situationen, Geräuschen, technischen Geräten, Umgebungen und Lebewesen der Hund in Ihrem Alltag konfrontiert werden wird. Dies kann das Geräusch des laufenden Staubsaugers sein, die Fahrt mit dem Bus oder der Umgang mit kleinen Kindern. Führen Sie den Hund Stück für Stück an diese neuen Dinge heran und sorgen Sie dafür, dass diese Begegnungen für den Welpen positiv verlaufen.
  • Unternehmen Sie mit dem Welpen abwechslungsreiche Ausflüge. Dies kann eine Tour aufs Land sein, wo der Hund Schafe oder Kühe kennenlernt, oder eine Fahrt in die Stadt, wo er sich an eine größere Anzahl an Menschen, einen Fahrstuhl oder eine Rolltreppe gewöhnen muss. Gehen Sie dabei langsam und geduldig vor und schützen Sie den Hund vor Überforderung.
  • Konfrontieren Sie Ihren tierischen Lebensgefährten auch mit den unterschiedlichsten Arten von Menschen und der Art der menschlichen Kommunikation. Es ist wichtig, dass das Tier später keine Angst vor großen Männern, körperlich behinderten Menschen oder kleinen Kindern hat.
  • Gehen Sie mit dem Hund auf verschiedenen Untergründen in unterschiedlichen Umgebungen spazieren. Dies kann ein Spaziergang im Wald sein, der Besuch eines Sportplatzes oder das Laufen über Metallbrücken.
  • Suchen Sie eine gute Welpeneschule in Ihrer Umgebung und besuchen Sie einen Welpenkurs. Hier lernt Ihr Vierbeiner den Umgang und die Kommunikation mit anderen Artgenossen unterschiedlicher Rassen mit verschiedenen Charakteren. Darüber hinaus fördern gemeinsame Übungen die Bindung zwischen Hund und Halter. Der Austausch mit den Hundetrainern und anderen Hundehaltern hilft Ihnen dabei, Ihren Hund besser zu deuten und zu verstehen.

  • So wichtig Hundeerziehung und die Sozialisierung sind, vergessen Sie nie, dass der Hund und auch Sie dabei Spaß haben sollten. Setzen Sie sich und den Hund nie unnötig unter Druck und gehen Sie die ganze Sache positiv und mit Freude an.

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