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Polydaktylie bei Katzen: Das bedeutet es

12.04.2024 - Lesedauer: 9 Minuten

Katze mit Polyakytlie

Dein Stubentiger hat mehr Zehen als üblich? Du hast beim Wurf deiner Katze ein Baby mit sechs Katzen-Zehen entdeckt? Die gute Nachricht: Du brauchst dir keine Sorgen machen! Es kann sich um Polydaktylie bei Katzen handeln. Wir erklären dir, was es damit auf sich hat und wie du damit umgehen kannst.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Polydaktylie bei Katzen ist eine Vielzehigkeit, bei der an einer oder mehreren Pfoten zusätzliche Zehen vorhanden sind.
  • Es ist eine genetische Anomalie, aber keine Krankheit. Gesundheitliche Probleme haben die Katzen dadurch meist nicht.
  • Unterschieden werden eine symmetrische und asymmetrische Polydaktylie. Diese Bezeichnungen richten sich danach, an welcher oder welchen Pfoten sich die Zusatzzehen befinden.
  • Bei der Mittens-Form sieht die Katzenpfote aus wie ein Fäustling, bei der Patty-Foot-Form wie der Patty eines Hamburgers.
  • Wenn eine Katze Polydaktylie hat, ist zumeist keine spezifische Behandlung notwendig. Es sollte in der Wohnungseinrichtung lediglich darauf geachtet werden, dass die Samtpfote nicht an Gegenständen hängen bleiben kann.

Was ist Polydaktylie bei Katzen?

Das griechische Wort „poly“ steht für „viel“ und „daktylos“ für „Finger“. Wenn von Katzen-Polydaktylie gesprochen wird, sind in diesem Fall die Katzen-Zehen gemeint. Es handelt sich demnach um eine Vielzehigkeit bei Katzen – eine genetische Mutation. Das verantwortliche Gen heißt Sonic-Hedgehog-Gen. Vermutungen zufolge schaltet es seine Aktivität während der Entwicklung im Mutterleib zu spät aus. Dadurch entstehen mehr Zehen als üblich.

Die süßen Samtpfoten haben normalerweise insgesamt 18 Zehen. An den beiden Katzen-Vorderpfoten sind es jeweils fünf und an den Hinterpfoten je vier Zehen. Sind mehr Katzen-Zehen vorhanden, ist in Fachkreisen von Polydaktylie die Rede. Es kann übrigens sein, dass die Katzen trotzdem einen normalen Pfotenabdruck hinterlassen.

Wie werden Katzen mit Polydaktylie noch genannt?

Sie werden von Experten als Polykatzen bezeichnet. Ein weiterer Name ist „Schiffskatze“. Dieser wird verwendet, wenn eine Katze an mindestens zwei Pfoten eine weitere Zehe besitzt. Damit konnten sie früher auf den Schiffen angeblich das Gleichgewicht bei starkem Seegang behalten und sich besser festhalten. Außerdem werden sie liebevoll „Hemingway-Katzen“ genannt, da der berühmte Schriftsteller Ernest Hemingway solche Katzen gehabt haben soll.

Gut zu wissen: Polydaktylie ist keine Krankheit

Polydaktylie bei Katzen ist eine Anomalie – keine Krankheit! Deshalb ist das Auftreten von Polydaktylie erstmal auch kein Grund zur Sorge und beeinträchtigt ein zufriedenes Katzenleben nicht.

Es gibt verschiedene Ausprägungen der Katzen-Polydaktylie. Einige Stubentiger haben nur eine Zehe zu viel, andere gleich mehrere. Ob nur eine oder beide Seiten betroffen sind, ist ebenfalls unterschiedlich.

  • Symmetrische Verteilung: Bei dieser seltenen Variante der Katzen-Polydaktylie sind die zusätzlichen Zehen gleichmäßig verteilt. Die Katze hat zum Beispiel sechs Vorderzehen und fünf Hinterzehen – statt fünf und vier.
  • Asymmetrische Verteilung: Am häufigsten kommt es zur Ausbildung einer zusätzlichen Katzen-Zehe an einzelnen Pfoten. Es kann eine oder mehrere betreffen. In den meisten Fällen betrifft es die Vorderpfoten.
  • Stark asymmetrische Verteilung: In sehr seltenen Fällen hat eine Polykatze mehrere zusätzliche Zehen an einer Pfote.

Hat die Katze eine Wolfskralle?

Wie bereits erwähnt: Katzen haben im Normalfall 18 Zehen mit den dazugehörigen Krallen. Jeweils fünf Zehen an den Vorderpfoten und vier Zehen an den Hinterpfoten. Die fünfte Vorderzehe ähnelt dem Daumen der Menschen. Sie befindet sich an der Innenseite der Katzen-Vorderpfote und liegt meistens etwas höher. Die sogenannte Daumenkralle berührt üblicherweise nicht den Boden. Sie ist wichtig für die Jagd.

Katzenkitten streckt sich

Während die heutigen Katzen an den Hinterpfoten nur vier Zehen besitzen, hatten ihre Vorfahren dort eine fünfte Zehe. Als Rudiment beziehungsweise kleiner Knubbel ist diese bei einigen Katzen noch zu sehen. In seltenen Fällen haben die Stubentiger heute dort noch die fünfte Zehe, die in diesem Fall als Wolfskralle bezeichnet wird.

Welche Formen der Polydaktylie bei Katzen gibt es?

Neben der symmetrischen oder asymmetrischen Ausprägung werden verschiedene Formen der Polydaktylie bei Katzen unterschieden. Sie hängen davon ab, wo sich die Zehe an der jeweiligen Pfote befindet.

  • Bei der Mittens-Form ähnelt die Katzenpfote einem Boxhandschuh oder Fäustling. Daher stammt auch der Name, denn „mitten“ ist das englische Wort für Fäustling. Diese Optik kommt zustande, da sich die Zusatzzehe an der Innenseite der Pfote befindet.
  • Ist die Patty-Foot-Form vorhanden, sieht die Katzenpfote aus wie ein Burger-Patty. Die zusätzliche Zehe wächst aus der Pfotenmitte oder außen.

Sind Polydaktylie-Katzen gesund?

Bei der Polydaktylie bei Katzen handelt es sich nicht um eine Erkrankung, sondern lediglich um eine Abweichung vom Standard. Diese bringt also nur optische Unterschiede mit sich. Die Funktionsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt. Die Anomalie hat in der Regel weder einen Einfluss auf die Gesundheit noch auf die Agilität und die Aktivität der Katze. Sie kann meistens normal laufen, springen und klettern.

Haben Polydaktylie-Katzen gesundheitliche Probleme?

Katzen-Polydaktylie ist normalerweise nicht schmerzhaft. Große Komplikationen sind nicht zu erwarten. Es kann höchstens in seltenen Fällen dazu kommen, dass eine Kralle einreißt und sich entzündet. Das kommt auf die Art des Wuchses an und kann zum Beispiel passieren, wenn der Stubentiger mit der Pfote an einem Gegenstand hängen bleibt. Der Tierarzt kann hier individuell beraten. Allgemein ist es wichtig, die Pfoten sauber zu halten und regelmäßig nach Verletzungen abzusuchen. In äußerst seltenen Fällen kann eine zusätzliche Zehe solche Probleme verursachen, dass sie chirurgisch entfernt werden muss.

Wie unterscheidet man Polydaktylie bei Katzen von einem Tumor?

Wenn beim Stubentiger eine überzählige Zehe entdeckt wird, kann das zunächst erschreckend sein. Viele Katzenbesitzer denken zunächst an einen Tumor. Doch in vielen Fällen ist die Sorge unbegründet. Im Zweifelsfall solltest du natürlich tierärztlichen Rat einholen.

Handelt es sich um eine Katzen-Polydaktylie, ist bereits seit der Geburt eine richtige Zehe inklusive Kralle vorhanden. Tritt diese erst später überraschend auf, könnte es sich um eine Verletzung oder einen Tumor handeln. Durch Katzenkämpfe oder das Eintreten von Fremdkörpern kann es zu einer Punktierung kommen, die von innen heraus heilt. In diesem Fall können eine Verkapselung, ein Furunkel oder ein Abszess sichtbar werden. Dann solltest du eine Tierarztpraxis aufsuchen. Während die Katze bei Polydaktylie meist gar keine Beschwerden hat, können sich Verletzungen oder Tumore so äußern:

  • keine Kralle zu sehen
  • kein Ballen zu erkennen
  • Schonen der Pfote
  • Schmerzempfindlichkeit
  • Wärmeausstrahlung
  • teilweise fehlendes Fell

Brauchen Katzen mit Polydaktylie spezielles Futter?

Da Polydaktylie bei Katzen keine Krankheit ist, brauchen die betroffenen Samtpfoten kein besonderes Futter. Sie können normales Katzenfutter bekommen.

Katze beim Tierarzt.

Was verursacht Polydaktylie bei Katzen?

Viele Katzenbesitzer fragen sich: Woher kommen die vielen Katzen-Zehen? Ist bei Polydaktylie-Katzen Vererbung möglich? Die Polydaktylie-Ursachen sind spezielle Genmutationen, die an die nächste Generation weitergegeben wird. Es handelt sich um eine autosomal-dominante Vererbung. Sofern ein Elternteil polydaktyl ist, besteht bei jedem Wurf ein Risiko von 50 Prozent, dass die Babykätzchen mit mehreren Zehen geboren werden.

Info: Kater hält Weltrekord

Kater Jake soll insgesamt 28 Zehen gehabt haben. Er lebte in Bonfield, im Bundesstaat Ontario in Kanada. Mit sieben Zehen an jeder Pfote schaffte er es Anfang der 2000er-Jahre ins Guinnessbuch der Rekorde.

Eine Vielzehigkeit kann bei allen Rasse- und Hauskatzen auftreten. In England und Nordamerika ist sie weit verbreitet. Gerade in Kanada wurden die Katzen mit Vorliebe gezüchtet, da sie durch die breitere Trittfläche weniger im Schnee versanken.

Ist eine Polydaktylie-Katze eine Qualzucht?

Die Zucht von „Polykatzen“ ist allseits umstritten. Darüber diskutieren die Zuchtverbände und die Gesetzgeber schon länger. § 11b des Tierschutzgesetzes schreibt ein Verbot von Qualzuchten vor, da diese bei den kommenden Generationen zu körperlichen Beeinträchtigungen beziehungsweise Behinderungen führen können.

Ein Gutachten der „Sachverständigengruppe Tierschutz und Heimtierzucht“ legt diesen Paragrafen so aus, dass Polydaktylie bei Katzen ein Ausschlusskriterium für die Zucht darstellt. Die Polydaktylie-Katzen seien Merkmalträger und bei den Nachkommen müsse mit Leiden und Schäden zu rechnen sein. Diese Informationen solltest du im Hinterkopf behalten, wenn du eine Katze kaufen möchtest.

Die Zuchtbefürworter betonen hingegen, dass Polydaktylie beim Klettern und Jagen sogar ein Vorteil sein kann. In einigen Fällen kann die Katze dann besser die Balance halten und leichter auf schwierigen Untergründen laufen. Deshalb vermuten einige Tierkenner, dass die genetische Mutation eine evolutionäre Anpassung und damit sogar ein Vorzug sein könnte. Sie kommt insbesondere bei der Rasse Maine Coon häufig vor. Auch bei Pixiebob-Katzen werden vermehrt mehrere Zehen festgestellt. 40 Prozent der ursprünglichen Form der Maine Coon Katzen sollen eine Zehe zu viel gehabt haben. Bei den Pixiebobs ist die Polydaktylie gemäß der TICA (The International Cat Association) ein anerkannter Rassestandard.

Viele Züchter empfinden die Polydaktylie als Teil der Rasse und finden es unverhältnismäßig, dieses Merkmal herauszüchten zu müssen. In Amerika züchten einige Züchter sogar gezielt auf eine Polydaktylie hin – und zwar bei der Katzenrasse Superscratcher.

Maine Coon Katze

Warum wurde Polydaktylie bei Katzen verheimlicht?

Die genetische Mutation ist kein neues Phänomen. Insbesondere bei Maine Coons ist sie schon lange bekannt. Sie wurde oft verheimlicht, da die Optik nicht dem Standard entsprach. Im Mittelalter wurde dieses Erscheinungsbild mit Hexen in Verbindung gebracht. Deshalb wurden zur damaligen Zeit viele „Polykatzen“ getötet. In späteren Jahren wurden sie eher unter der Hand abgegeben, weil sie für die Zucht ungeeignet erschienen. Dabei haben die süßen Samtpfoten meist keine Probleme und sind genauso liebenswert wie ihre Artgenossen mit 18 Zehen.

Warum hat meine Katze sechs Zehen?

Du möchtest eine Katze in dein Zuhause holen und siehst, dass es eine Katze mit sechs Zehen ist? Die Rasse ist dabei unerheblich. Diese genetische Anomalie kann grundsätzlich bei allen Katzen auftreten. Ob mit diesen Katzen gezüchtet werden darf, ist wie zuvor erwähnt allerdings äußerst umstritten. In Deutschland wird davon dringend abgeraten. Aber wenn du dich in ein Tier mit Polydaktylie verliebt hast, kannst du es natürlich in dein Herz schließen und mit ihm ein glückliches Leben haben.

Was tun, wenn die Katze Polydaktylie hat?

Da Polydaktylie bei Katzen keine Erkrankung ist, müssen keine besonderen Maßnahmen eingeleitet werden. Deine Samtpfote muss in der Regel weder Medikamente nehmen noch Behandlungen über sich ergehen lassen. Du solltest lediglich darauf achten, dass dein Stubentiger mit seinen zusätzlichen Katzen-Zehen und Krallen nicht hängen bleibt. Nach diesem Kriterium kannst du deine Wohnung einrichten. Sei weiterhin unbesorgt, denn Polydaktylie-Katzen entwickeln sich normalerweise genauso gut wie ihre Artgenossen mit weniger Zehen.

Können andere Lebewesen Polydaktylie haben?

Ja. Polydaktylie kann nicht nur bei Katzen, sondern auch bei anderen Lebewesen auftreten – zum Beispiel bei Hunden und Meerschweinchen. Menschen können ebenfalls davon betroffen sein. Sie haben dann von Geburt an mehr als die herkömmlichen fünf Finger an den Händen oder mehr als fünf Zehen an den Füßen.

Fazit: Polydaktylie bei Katzen ist eine ungefährliche Genmutation

Polydaktylie bei Katzen ist eine genetische Anomalie, bei der zusätzliche Katzen-Zehen vorhanden sind. Betroffen sein können eine oder mehrere Pfoten. Dabei kann es sich um lediglich eine weitere Zehe handeln, oder aber mehrere. Katzen-Polydaktylie ist jedoch keine Krankheit, die behandelt werden muss. Unterschieden werden die symmetrische und die asymmetrische Polydaktylie – je nach Ort der Zusatzzehe. Wenn sich die Zusatzzehe innen befindet und die Pfote aussieht wie ein Fäustling, wird diese Variante als Mittens-Form bezeichnet. Wächst die Zehe außen oder aus der Mitte heraus, ist es die Patty-Foot-Form, weil sie optisch an einen Burger-Patty erinnert. Bei der Einrichtung deiner Wohnung und im allgemeinen Alltag solltest du aufpassen, dass deine Samtpfote beim Spielen und Klettern nicht hängen bleiben kann. Dann wird sie ein gesundes und schönes Leben haben.

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