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Eine Katze wird gestreichelt

Die Katze richtig streicheln: ein „Leitfaden“

Wenn die Katze zum Menschen kommt und ihre Streicheleinheiten einfordert, ist das für beide Seiten bereichernd: Die Katze zeigt Ihnen ihre Zuneigung und Sie profitieren von der entspannenden Wirkung, die die Berührung einer (möglicherweise schnurrenden) Katze mit sich bringt. Allerdings: Eine Katze streichelt man anders als beispielsweise einen Hund. Tatsächlich gibt es einige Hinweise, die Sie beim Liebkosen Ihres Stubentigers beachten sollten. Lesen Sie hier mehr über Wohlfühlstellen und Tabuzonen.

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Wieso sollte man die Katze streicheln?

Aus der menschlichen Perspektive heraus betrachtet, besteht eine Reihe von positiven Effekten, die das Streicheln von Tieren mit sich bringt: Das warme weiche Fell zu berühren senkt – das haben verschiedene Studien erwiesen – den Blutdruck und kann sogar das Immunsystem stärken. Beim Streicheln wird außerdem das „Kuschelhormon“ Oxytocin ausgeschüttet, das unter anderem Glücksgefühle auslöst.

 

Apropos Hormone: Katzen sind offenbar dazu in der Lage, hormonelle Veränderungen bei schwangeren Frauen zu erspüren. Manche Tiere zeigen daraufhin ein gesteigertes Schmusebedürfnis. Eine Katze streicheln in der Schwangerschaft ist möglicherweise ein noch intensiveres Erlebnis. Waschen Sie danach aber sorgfältig die Hände! Eine Streunerkatze oder fremde Katzen sollten Sie gar nicht anfassen.

 

Katzen reagieren auf ganz besondere Art auf liebevolles Streicheln, zum Beispiel, wenn sie ihrerseits beginnen, behaglich zu schnurren, sich anzuschmiegen oder anderweitig positives Feedback zu geben. Aber Achtung: Ausgerechnet das Schnurren kann irreführen, denn Katzen geben das eigentümliche Geräusch auch bei Schmerzen oder Stress von sich. Hier ist also stets die Gesamtsituation zu beachten.

 

Damit das Streicheln für Mensch und Tier eine angenehme Angelegenheit ist, sollten Sie einige Regeln beherzigen. Die Wichtigste: Zwingen Sie der Katze niemals Körperkontakt auf. Warten Sie, bis das Tier auf sie zukommt – und deuten Sie die Signale, die es aussendet, richtig.

Rücken, Kinn oder Flanke: Wo sollte ich meine Katze streicheln?

An welchen Stellen ihres Körpers sich eine Katze gern streicheln lässt, ist höchst individuell. Einige Katzen lieben es, an der Kruppe oder der Brust gestreichelt zu werden; andere sind kitzelig und lassen sich – wenn überhaupt – nur an wenigen Körperpartien anfassen. Besonders sensible Bereiche sind die Pfoten und der Katzenbauch – dazu unten mehr.

 

Auch bei anderen „Streichelzonen“ scheidet sich die Toleranz der Samtpfoten:

  • Kopf: Wenn Sie den Kopf der Katze kraulen und diese Ihren Bewegungen folgt, vielleicht sogar bestimmte Partien wie das Kinn entgegenstreckt, genießt das Tier das Gekraultwerden. Die Partie zwischen Auge und Ohr ist eine bei vielen Katzen beliebte Stelle für Liebkosungen.
  • Hals: Auch das Streicheln oder Kraulen von Kehle oder Nackenbereich kommt bei vielen Katzen gut an.
  • Ohren: Mancher Stubentiger mag eine – vorsichtige – Massage hinter den Ohren.
  • Rücken: Viele Katzen mögen es nicht, am unteren Rücken beziehungsweise am Schwanzansatz angefasst zu werden. Andere genießen es sichtlich, an dieser Körperpartie sanft getätschelt zu werden.

Die Stellen, an denen eine Katze ein Streicheln als angenehm empfindet, müssen Sie also für das jeweilige Tier selbst herausfinden. Auch die Intensität des Streichelns und den idealen Rhythmus gilt es, auszutesten. Orientieren Sie sich dabei an den körpersprachlichen Signalen, die die Katze aussendet und anzeigt, ob ihr das Streicheln angenehm ist. Eine entspannte Katze in Streichellaune streckt sich aus, sucht Körperkontakt und schmiegt sich an. Manche Katzen geben Lautäußerungen wie ein wohliges Seufzen von sich, schließen die Augen oder beginnen zu „treteln“.

 

Gefällt der Katze das Gestreicheltwerden nicht, bleibt sie (als duldsames Tier) unbeeindruckt und passiv oder wendet sich demonstrativ ab. Etwas deutlicher wird sie, wenn sie sich aktiv entzieht und weggeht, missfällig knurrt oder rabiat die Hand attackiert. Missfallen lässt sich auch am Schwanz ablesen: Beginnt die Schwanzspitze zu zucken oder gar der ganze Schwanz zu peitschen, sollten Sie besser mit dem Streicheln aufhören.

 

Auf keinen Fall dürfen Sie eine Katze beim Streicheln festhalten oder gegen die Wuchsrichtung des Fells streichen. Katzen lassen sich ungern „durchwuscheln“.

 

Manche Katze will sich nicht streicheln lassen – nicht jeder Tiger ist ein verschmuster Hausgenosse. Respektieren Sie es, wenn das Tier sich einfach nichts aus Berührungen macht und Zuneigung auf andere Art zeigt.

Wieso beißt die Katze beim Streicheln?

Wenn die Katze beim Streicheln einen Pfotenhieb austeilt oder in Ihre Hand beißt, kann das mehrere Gründe haben:

  • Abwehr: Die Katze will nicht berührt werden und wehrt die streichelnde Menschenhand ab. Das Tier teilt Ihnen auf diese Weise mit, dass das Streicheln aufdringlich, störend oder schmerzhaft ist. Möglicherweise hat das Tier gerade etwas anderes im Sinn oder Sie haben eine Stelle angetastet, an der etwas wehtut.
  • Reflexe: Vielleicht haben Sie beim Streicheln einfach eine kitzelige Stelle erwischt oder die Katze durch unerwarteten Kontakt erschreckt. In solchen Fällen kann ein Biss oder Pfotenhieb auch aus einem Reflex heraus erfolgen.
  • Überstimulation: Wenn Sie zu lange dieselbe Stelle gestreichelt haben, kann auch das Gegenwehr provozieren. Tatsächlich können sich Katzen sogar elektrostatisch „aufladen“.

In jedem Fall ist es ratsam, bei einer Bissattacke das Streicheln sofort zu beenden.

Darf man Katzen am Bauch streicheln?

Der Bauch einer Katze gehört zu ihren verletzlichsten Körperteilen. Trotzdem scheinen Katzen gelegentlich diesen Körperteil regelrecht zu präsentieren – das aber als Aufforderung der Katze, den Bauch zu streicheln zu interpretieren, ist ein herbes Missverständnis. Eine Katze am Bauch zu kraulen ist bei sehr entspannten Tieren im Einzelfall zwar möglich. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass die Katze die Berührung als übergriffig empfindet und abwehrt – wie oben beschrieben, mit Pfoten und Zähnen.

 

Wenn Sie die individuellen Vorlieben Ihrer Katze kennen und aufmerksam auf ihre Körpersignale achten, steht liebevollen Streicheleinheiten nichts im Wege.

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