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Evakuierung mit Haustieren: Das musst du wissen

07.12.2023 - Lesedauer: 4 Minuten

Ein Mann steht draußen auf der Straße und trägt eine Transportbox mit Katze

Bei einer Evakuierung gilt es, alle Lebewesen möglichst stressfrei in Sicherheit zu bringen. Dafür ist gute Vorbereitung Gold wert.

Überflutungen, Waldbrände, Unwetter: Durch den Klimawandel häufen sich auch in Deutschland Extremwettereignisse, aufgrund der Hitzerekorde werden Naturkatastrophen wahrscheinlicher. Bei einer notwendigen Evakuierung gilt es nicht nur für die Menschen in den betroffenen Gebieten, sich in Sicherheit zu bringen – auch an die Haustiere will gedacht sein! Wer gut informiert und vorbereitet ist, hat im Ernstfall klare Vorteile. Und rettet möglicherweise Leben.

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Haustiere nicht alleine zurücklassen

Du lebst in einem Risikogebiet für Waldbrände oder Überflutungen? Dann solltest du dir unbedingt Gedanken darüber machen, was im Falle einer Evakuierung zu tun ist. Doch auch wenn du nicht unmittelbar gefährdet bist, kann es jederzeit passieren, dass du – beispielsweise aufgrund einer Bombenentschärfung – von jetzt auf gleich für einige Stunden deine Wohnung verlassen musst. Eine solche Situation solltest du als Haustierbesitzer:in auf jeden Fall einmal gedanklich durchspielen. Haustiere alleine zurückzulassen, ist keine Option – ob Hund, Katze, Papagei oder Zwerghamster.

Im Tierschutzgesetz ist verankert, dass es in der Verantwortung des Menschen liegt, das Leben und Wohlbefinden von Tieren zu schützen.

Natürlich kann es im schlimmsten Katastrophenfall passieren, dass keine Zeit bleibt, um alle tierischen Mitbewohner zu retten. Doch in der Regel sollte es möglich sein. „Auch die Tiere brauchen in solchen Situationen dringend einen sicheren Ort an der Seite ihrer Familie, an dem sie mit Nahrung und Wasser versorgt werden. Allein zurückgelassen zu werden ist für die Tiere nicht nur traumatisch, sondern wird auch schnell zu einem Kampf um Leben und Tod“, schreibt die Tierschutzorganisation PETA auf ihrer Website. Eine Trennung von Mensch und Tier ist also unbedingt zu vermeiden.

So läuft eine Evakuierung ab

Eine Evakuierung ist gesetzlich verpflichtend. Alle Bewohner:innen der betroffenen Region müssen nach einer entsprechenden behördlichen Anordnung ihr Zuhause verlassen. In der Regel informiert die Stadtverwaltung darüber auf ihrer Website, über Social Media, mit Handzetteln, über Durchsagen vor Ort oder über die gängigen Notfall-Warn-Apps wie NINA oder KATWARN.

Normalerweise geschieht das rechtzeitig. Haustiere können und sollen im Rahmen einer geordneten Evakuierung mitgenommen werden. Allerdings darf dadurch für die Helfenden keine Gefahr entstehen, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betont. Das bedeutet: Hunde, Katzen und Kleintiere sind am besten in gut gesicherten Transportboxen aufgehoben.

Zum Download: Die Broschüre „Katastrophenalarm! – Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) fasst Vorsorge- und Verhaltensempfehlungen für verschiedene Notsituationen zusammen.

Bestmöglich gerüstet für den Notfall

Es gibt auch Situationen, in denen Haustiere bei einer Evakuierung problemlos alleine in der Wohnung bleiben können, nämlich solche, in denen ein Ende absehbar ist. Bei einer Bombenentschärfung beispielsweise ist es nicht nötig, sich alle tierischen Mitbewohner übereifrig unter den Arm zu packen. Es reicht völlig aus, all jenen Tieren, die es ohnehin gewohnt sind, einige Stunden alleine zu bleiben, ausreichend Futter und Wasser zur Verfügung zu stellen, bevor du die Wohnung verlässt.

Anders sieht es bei einem Ereignis wie Hochwasser oder Feuer aus. Dann wird die Gefahrenzone gesichert und bis auf Weiteres weiträumig abgesperrt. Das heißt, eine Rückkehr ins eigene Zuhause ist dann für unbestimmte Zeit nicht möglich. Eventuell werden Notunterkünfte eingerichtet, in der Regel gibt es Freunde oder Verwandte in der Nähe, bei denen du unterkommen kannst. Falls dein Haustier auf spezielles Futter oder Medikamente angewiesen ist, solltest du in einem solchen Fall eine Notfalltasche mit dem Nötigsten für dich und deinen Liebling dabeihaben.

5 Tipps zur Vorbereitung auf eine mögliche Evakuierung

  1. Frage im Vorfeld bei Freund:innen oder Verwandten nach, ob sie dein Tier im Notfall spontan aufnehmen und umsorgen würden.
  2. Packe eine Notfalltasche mit den wichtigsten Dokumenten und Utensilien für Mensch und Tier: von Impfpass bzw. EU-Heimtierausweis über Medikamente bis hin zu Nahrung, Futternapf, Erste-Hilfe-Set und Kuscheldecke.
  3. Gewöhne dein Tier frühzeitig an eine Transportbox oder -tasche, sodass es keinen zusätzlichen Stress gibt, wenn es schnell gehen muss.
  4. Beschrifte die Transportbox mit deinen Kontaktdaten. Sie sollte sich außerdem nicht in der hintersten Ecke des Kellers befinden, sondern schnell für dich greifbar sein.
  5. Stelle sicher, dass dein Tier ausreichend geimpft, gechippt und ins Heimtierregister eingetragen ist. Letzteres ist wichtig, damit du als Besitzer:in ausfindig gemacht wirst, falls dein Tier verloren gehen sollte. Auch Name und Kontaktdaten am Halsband können sinnvoll sein. Mit einem GPS-Tracker sorgst du für zusätzliche Sicherheit.

Risiko nicht unterschätzen

Nicht selten kommt es übrigens vor, dass Haustierbesitzer:innen die Anweisungen im Rahmen einer Evakuierung ignorieren und sich weigern, im Katastrophenfall ihre Häuser zu verlassen. In den USA wurde dieses Verhalten sogar einmal in einer Studie untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung im Zusammenhang mit einer drohenden Flutkatastrophe war ernüchternd: „Hunde und Katzen stellten ihre Besitzer vor Organisationsprobleme und verhinderten deshalb oft eine rechtzeitige Evakuierung“, hieß es in dem Bericht der Forschenden.

Genau aus diesem Grund ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren und – so unangenehm und unnötig es auch im ersten Moment erscheinen mag – gedanklich und organisatorisch auf Evakuierungssituationen vorbereitet zu sein. Sich selbst und den Tieren zuliebe.

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