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Tauben: Darf ich sie füttern? Artgerechte Ernährung für Tauben

22.05.2024 - Lesedauer: 8 Minuten

Ein Kind füttert mehrere Tauben.

Tauben füttern verboten: In vielen Städten gilt ein Fütterungsverbot für Tauben, das bei Missachtung mit teils hohen Bußgeldern bestraft wird.

Sie sind fast überall zu finden – in Parks, auf öffentlichen Plätzen, auf Häuserdächern oder Sehenswürdigkeiten und treten meist in Scharen auf: Tauben! Vor allem Städte haben nahezu jeden Tag mit der Verunreinigung durch Kot und Federn der Tiere zu kämpfen. Zudem sollen Tauben Krankheiten und Parasiten übertragen – auf Menschen und andere Tiere. Kein Wunder, dass viele von der ungeliebten Vogelart genervt sind, während andere sie regelmäßig und gern füttern. Doch ist das Füttern von Tauben überhaupt erlaubt? Was fressen Tauben eigentlich und wo kannst du hochwertiges Taubenfutter kaufen? Erfahre hier alles Wissenswerte zum Tauben füttern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das große Nahrungsangebot durch Essensreste und -abfälle der Menschen sorgt für eine Taubenüberbevölkerung in vielen Städten.
  • In vielen Städten gilt ein Taubenfütterungsverbot, das bei Verstoß teils mit hohem Bußgeld bestraft wird.
  • Mit Fütterungsverboten wollen Gemeinden und Städte das Taubenfüttern verhindern, ein bundesweit einheitliches Verbot gibt es bisher aber nicht.
  • Anstatt zu Essensresten und Brotkrümeln zu greifen, solltest du Tauben mit artgerechtem Vogelfutter füttern. Da Tauben ursprünglich Körnerfresser sind, basiert ihr Futter auf einer Mischung aus Saaten. Hierbei werden auch größere Partikel wie Mais und Erbsen gerne gefressen.

Ist es erlaubt, Tauben zu füttern?

Nicht jeder sieht es gern, wenn Tierliebhaber in öffentlichen Parks und auf den Plätzen der Stadt mit ihren übriggebliebenen Brotkrümeln und Essensresten die Tauben füttern. In vielen Städten gilt sogar ein Taubenfütterungsverbot, das bei Ordnungswidrigkeit mit einem teils hohen Bußgeld bestraft wird. Ein einheitliches bundesweites Gesetz, in dem das Taubenfüttern verboten wird, gibt es aber bisher nicht. Trotz allem darfst und solltest du die Tiere nicht einfach so überall füttern, denn das kann teuer werden und den Tauben mitunter sogar schaden.

Wo darf ich Tauben füttern und wo nicht?

Gemeinden und Städte können kommunal entscheiden, ob das Taubenfüttern verboten ist oder nicht. Auch die Höhe der Strafe, die bei einem Verstoß gegen das Fütterungsverbot fällig ist, regeln Stadt- und Gemeindeverwaltungen in der Regel individuell, sodass es große Unterschiede zwischen den Bußgeldhöhen gibt.

So liegt der Maximalbetrag des Bußgeldes in Frankfurt am Main beispielsweise bei etwa 200 Euro, während die Städte Köln und München bis zu 1.000 Euro Verwarnungsgeld bei Missachtung des Fütterungsverbots verlangen. Den Höchstbetrag von bis zu 5.000 Euro Bußgeld zahlen Taubenliebhaber in den Großstädten Hamburg und Stuttgart.

Ob das Füttern von Tauben auf einem Mietgrundstück – also auf der Fensterbank, im Garten oder auf dem Balkon – verboten ist, steht in der Regel im Mietvertrag. Als Mieter musst du dich daher an die Klausel im Mietvertrag halten und bei Missachtung mit einer Abmahnung durch den Vermieter rechnen.

Tipp: Im Zweifel Anwalt einschalten!

Pauschal lässt sich nicht sagen, wo genau das Taubenfüttern verboten ist, da Gemeinde, Städte und Vermieter ein Fütterungsverbot in öffentlichen Bereichen oder auf Mietgrundstücken individuell festlegen können. Solltest du einen Bußgeldbescheid für das Füttern von Tauben auf dem Privatgrundstück erhalten, kann es sich lohnen, einen Rechtsanwalt einzuschalten, um den Geltungsbereich des Verbots zu überprüfen und gegebenenfalls Einspruch zu erheben.

Warum ist das Füttern von Tauben verboten?

Es gibt mehrere Gründe, warum das Füttern von Tauben vielerorts verboten ist. Zum einen steigt durch das hohe Futterangebot die Populationsdichte der Tiere, wodurch der Lebensraum von Tauben immer geringer wird. Tauben hinterlassen überall Kot und Dreck und sind für Lärm verantwortlich. Weiterhin gelten Tauben als Überträger von Krankheiten und Parasiten und stellen somit ein Gesundheitsrisiko für Menschen dar. Doch was viele nicht wissen: Die Ansteckungsgefahr durch Tauben mit Krankheitserregern oder Parasiten ist nicht größer als bei Haustieren oder anderen wilden Vogelarten.

Warum vermehren sich Stadttauben so schnell?

Tauben haben sich in den vergangenen Jahren den Gegebenheiten und Menschen der Großstädte angepasst. Während ihre Vorfahren, die Felstauben, ihre Brutplätze in Höhlen und Felswänden gebaut haben, fühlen sich Stadttauben mittlerweile in Dachrinnen, Gebäuden und Straßenschluchten wohl.

Dank der verfügbaren Essensreste und -abfälle in Mülleimern müssen Stadttauben auch nicht hungern. Zudem gibt es überall Tierfreunde, die die Tauben mit Brotkrümeln oder anderer Nahrung füttern. Das üppige Futterangebot ist daher eines der größten Probleme, mit dem die Städte heutzutage zu kämpfen haben: eine Taubenüberbevölkerung!

Denn sowohl die verfügbare Nahrung als auch das Klima in den Städten bieten die besten Voraussetzungen zur Fortpflanzung der Tiere. So können Tauben-Weibchen bis zu achtmal pro Jahr Jungtiere bekommen. Die rasante Vermehrung der Tiere hat fatale Folgen – für die Menschen in den Städten, aber auch für die Tauben selbst.

Während die Tauben untereinander schneller Krankheiten übertragen können und durch den engen Lebensraum unter hohem Stress leiden, fühlen sich die Menschen stets regelmäßiger gestört. Mancherorts geht es so weit, dass vergiftetes Futter gestreut oder für die Tiere lebensgefährliche spitze Gegenstände ausgelegt werden.

Diese Aktionen von Tierquälern sorgen allerdings nicht für einen geringeren Taubenbestand in den Städten, sondern gefährden andere Tiere. So können beispielsweise Hunde und Katzen das vergiftete Futter fressen oder sich an den spitzen Auslegern ernsthaft oder im schlimmsten Fall sogar tödlich verletzen.

Ein generelles Fütterungsverbot von Tauben könnte solche Aktionen zwar eindämmen, aber nicht gänzlich verhindern. Stattdessen kümmern sich vereinzelte Städte bereits um sogenannte Taubenhäuser, in denen die gefiederten Stadtbewohner Zuflucht finden. Dort werden die Tauben gefüttert und von Tierschutzvereinen betreut. Auf diese Weise wird ihnen eine Brutstelle geboten, sie verschwinden von den Brennpunkten, was letztlich zu weniger Lärm und Dreck führt. Außerdem kann so die Zahl der Tiere besser bestimmt und auch kontrolliert werden. Dafür werden Eier durch Attrappen ersetzt, um somit auch die Zahl der Küken zu reduzieren.

Eine Vielzahl an Tauben kämpfen um das verstreute Futter.

Was dürfen Tauben fressen?

Tauben sind Pflanzenfresser und bevorzugen in den Wintermonaten hauptsächlich Eicheln, Bucheckern und andere Saaten. Doch was fressen Tauben auf dem Rasen im Frühjahr, wenn Eicheln und andere Herbst-Überbleibsel nicht verfügbar sind? Dann stehen kleine Insekten, Beeren und Früchte auf dem Speiseplan, die sie in der Natur finden. Da aber gerade in den Städten diese Nahrung immer seltener ist, fressen Tauben bei großem Hunger auch Fleisch, Käse, Schokolade und andere Menschennahrung.

Getreidearten, die Tauben am liebsten fressen, sind unter anderem:

  • Hafer
  • Mais
  • Weizen
  • Gerste
  • Reis
  • Hirse
  • Hanf
  • Leinsamen
  • Sonnenblumenkerne
  • Sesamsamen
  • Buchweizen
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Erdnüsse

Was fressen junge Tauben am liebsten?

Futter, das Tauben besonders gern fressen, ist Getreide wie Haferflocken. Auch Mais, Weizen oder Hirse gehören zum Lieblingsfutter der Tiere. Kein Wunder: Die harten Körner regen die Verdauung der Tauben an. Bevor Tauben die fünfte Lebenswoche erreicht haben, werden sie mit Kropfmilch von der Mutter versorgt.

Was ist beim Tauben füttern zu beachten?

Bist du bekennender Taubenliebhaber und gehörst zu denen, die Tauben regelmäßig füttern? Dann solltest du anstatt zu Essensresten und Brotkrümeln zu einem artgerechten Vogelfutter greifen, das auf Körnern, Samen und Erdnüssen basiert.

Meist fressen Vögel Erdnüsse zwar mit Schale – wundere dich aber nicht, wenn Tauben das nicht tun. Denn sie können die Schale nicht wie andere Vogelarten zerkleinern und kommen somit nicht an die Erdnüsse, die im Inneren liegen. Generell sind die Kerne im Ganzen jedoch sehr bekömmlich und ein guter Energielieferant für die Tiere.

Auch Taubengrit wirkt unterstützend auf den Magen und Darm von Tauben. Er enthält wichtige Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalzium. Der Vogelgrit hilft also bei der Eierschalenbildung, vor allem in kalkärmeren Regionen. Die unlöslichen Bestandteile fördern das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere, indem sie die harten Körner und Kerne im sogenannten Muskelmagen zerreiben und somit eine Verdauung überhaupt erst ermöglichen.

Gut zu wissen: Der Stein-Trick der Tauben

Tauben fressen gezielt kleinere Steinchen während der Nahrungsaufnahme. Mit diesen werden zuvor aufgenommene, harte Getreidekörner nahezu mechanisch zerrieben. Das Futter wird zur besseren Verdauung zerrieben und sozusagen durch eine Art „Mühle“ geschickt.

Zwischen 25 und 40 Gramm Futter pro Tag ist eine ausreichende Menge für Tauben. Je nach Jahreszeit solltest du die Tiere mit verschiedenen Getreidearten füttern. Im Frühjahr und Spätherbst brauchen Tauben Proteine aus Erbsen oder Weizen, während in der kalten Jahreszeit zusätzliche Hefe im Taubenfutter sinnvoll ist. Im Sommer sind alle Arten an beliebten Körnern geeignet.

Was trinken Tauben?

Tauben brauchen Wasser, um die Verarbeitung des Futters im Magen und die Verdauung zu unterstützen. Mit etwa 50 bis 100 Milliliter frischem Leitungswasser am Tag ist eine Taube gut mit Flüssigkeit versorgt.

Ein Porträt einer Taube.

Wo kann ich artgerechtes Taubenfutter kaufen?

Hochwertiges Taubenfutter findest du stationär oder online bei Fressnapf. Beim Kauf solltest du ein Futter mit hohem Energiegehalt wählen, das einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen, Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten hat. Tauben haben vor allem in der Brutzeit einen erhöhten Energiebedarf und brauchen ein hochwertiges Futter, damit Vitalität und Gesundheit gestärkt werden.

Weiterhin kannst du geeignetes Futter bei Taubenzüchtern erwerben. Die Züchter stellen oftmals die Mischungen bedarfsgerecht für die Tiere zusammen, sodass du neben Zuchtfutter auch Winterfutter oder Jungtierfutter bekommst.

Tauben freuen sich zudem über Picksteine. Das im Handel verfügbare Pressfutter enthält wichtige Spurenelemente wie Magnesium und Kalzium. Zwar bedienen sich Tauben nur bei besonders großem Hunger am Pickstein, da sie lose Körner bevorzugen, dafür hält das Pressfutter ein ganzes Jahr, wenn du es an einem geeigneten Trog anbringst.

Fazit: Tauben füttern nicht überall erlaubt und wenn, dann nur mit artgerechtem Futter

Tauben füttern ist zwar nicht überall verboten, aber auch nicht an jedem Ort erlaubt. So gilt ein Taubenfütterungsverbot in vielen Städten mit teils hohen Bußgeldern und auch Vermieter können das Füttern von Tauben im Mietvertrag regeln. Willst du Tauben auf deinem Privatgrundstück füttern oder die Tiere in der kalten Jahreszeit mit Nahrung versorgen, solltest du zu einem artgerechten Taubenfutter greifen. Vor allem Getreide fressen Tauben am liebsten – die Körner stecken voller wichtiger Vitamine und Mineralstoffe und unterstützen die Verdauung von Tauben.

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