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Weißer Welpe frisst aus Hundenapf

BARFen für Welpen: So gelingt der Einstieg

BARFen steht bereits seit vielen Jahren bei vielen Hundehaltern hoch im Kurs. Viele Tierfreunde schätzen dabei die Möglichkeit, ihr Tier besonders natürlich und artgerecht zu füttern. Doch auch Unverträglichkeiten und Allergien können ein guter Grund sein, um auf Rohfütterung umzusteigen. Sie wollen Ihren Liebling natürlich bestmöglich versorgen und das vom ersten Tag an. Für eine erste Orientierung haben wir die wichtigsten Informationen zum Thema für Sie zusammengetragen.

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Welpen und BARFen – geht das?

B.A.R.F. ist die Abkürzung für „Biologisch Artgerechte RohFütterung“ – und nicht nur für erwachsene Hunde, sondern auch schon für Welpen eine Alternative zur Fertignahrung. Damit Ihr neuer Mitbewohner mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, die er zum Wachsen braucht, sollten Sie sich vorab genau informieren, was Sie beachten müssen.

Bei Fragen und Unsicherheiten sowie für weiterführende Informationen empfiehlt sich auf jeden Fall ein Beratungsgespräch beim Tierarzt. Dieser kann Ihnen sogar oft mit detaillierten Fütterungsplänen zur Seite stehen.

Welpen BARFen vor der achten Lebenswoche

In der Regel füttert der Züchter den Welpen etwa ab der fünften Woche zu, oft handelt es sich dabei um Fertigfutter. Es ist aber durchaus möglich, in dieser frühen Phase bereits mit dem BARFen zu beginnen. Das Fleisch sollte fettarm und gehäutet sein. Zudem sollte es püriert werden, bevor es dem Wurf angeboten wird. Diese Fleischsorten bieten sich dafür an:

  • Hühnerfleisch
  • Putenfleisch
  • Ziegenfleisch
Ein weißer Hundenapf gefüllt mit BARFfutter.

Welpen BARFen nach der achten Lebenswoche

Es ist so weit: Ihr Welpe zieht wahrscheinlich ungefähr im Alter von acht Wochen bei Ihnen ein. In dieser aufregenden Zeit gibt es für Sie und Ihren neuen Mitbewohner viel Neues zu entdecken. Es zahlt sich aus, bereits im Vorfeld zu planen, wie die ersten Fütterungen aussehen sollen.

Generell gilt: Überstürzen Sie nichts in den ersten Tagen. Ihr Welpe muss viele neue Eindrücke verarbeiten und benötigt eine gewisse Eingewöhnungszeit. Gehen Sie am besten auf Nummer sicher und füttern Sie ihm einige Tage sein vertrautes Futter. Sollte der Züchter bereits gebarft haben, können Sie dies natürlich ohne Probleme weiterführen.

Eine Futterumstellung sollte immer in kleinen Schritten passieren. Ersetzen Sie keinesfalls sofort alle Mahlzeiten durch BARF. Generell benötigen Welpen täglich etwa fünf kleine Mahlzeiten. Für den Anfang können Sie eine Portion täglich durch rohes Fleisch ersetzen. Verträgt der Hund diese Umstellung gut, steigern Sie den Anteil in kleinen Etappen.

Es ist möglich, dass zu Beginn der Umstellung Durchfall oder Erbrechen auftreten. Sollte dieser Zustand andauern, befragen Sie unbedingt Ihren Tierarzt.

Tipp:
Vermeiden Sie es, Fertigfutter und Rohfleisch zur selben Mahlzeit zu vermischen. Der Verdauungstrakt verarbeitet diese Lebensmittel unterschiedlich und der Stoffwechsel könnte auf diese Weise unnötig in Stress geraten.

Welpe BARFen: Was landet in der Futterschüssel?

Das Milchgebiss Ihres Welpen ist bereits voll entwickelt und die spitzen Zähnchen brauchen Beschäftigung. Gerade am Anfang kann es jedoch sinnvoll sein, das Fleisch zu wolfen. So vermeiden Sie, dass der Vierbeiner sich an großen Stücken verschluckt oder sich an zu harten Knochen verletzt.

Geeignete Fleischarten sind beispielsweise:

  • Hühnerhälse
  • Rinderpansen
  • Knorpel
  • rohe Kalbsknochen

Wichtig:
Vermeiden Sie unter allen Umständen, Ihrem Hund (auch im Erwachsenenalter) rohes Schweinefleisch zu füttern. Es kann das Aujeszky-Virus enthalten und die sogenannte Pseudowut (Aujeszkysche Krankheit) auslösen, die tödlich verläuft. Verzichten Sie am besten ganz auf Schweinefleisch im Speiseplan Ihres Vierbeiners.

Die Mischung macht‘s: Eine Futterportion sollte etwa zu 80 % aus tierischen und zu 20 % aus pflanzlichen Teilen bestehen. Etwa die Hälfte des Fleischanteils sollte hierbei Muskelfleisch einnehmen, die andere Hälfte setzt sich optimalerweise aus einer Mischung von beispielsweise Pansen und Knorpel zusammen.

Beim BARFen geht es nicht darum, „vor allem Fleisch“ zu verfüttern. Auch die Zusammensetzung der Fleischsorten spielt eine wichtige Rolle, um Ihren Hund mit allen Nährstoffen zu versorgen. Eine ausreichende Kalziumversorgung zum Beispiel ist vor allem im Welpenalter von großer Bedeutung. Es trägt dazu bei, dass sich sowohl der Bewegungsapparat als auch die Zähne Ihres Lieblings normal und gesund entwickeln.

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BARFen bei Welpen – Futterzusätze und Öle

Futterzusätze können dazu beitragen, den kompletten Nährstoffbedarf Ihres Hundes zu decken. Achten Sie darauf, die Dosierungsempfehlungen einzuhalten, um eine Über- und Unterversorgung zu vermeiden.

Geeignete Zusätze können beispielsweise Kräuter, Seealgenmehl oder Spirulina sein. Im Fachhandel finden sich zudem viele Öle und Fette wie Wildlachs-Öl mit wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren oder speziell gemischte BARF-Öle. Bereits ab dem Welpenalter können Sie so die Mahlzeit komplettieren.

Tipp: Viele Tierbedarf-Geschäfte halten inzwischen fertig abgepacktes, zum BARFen geeignetes Fleisch bereit. Meist wird es in gefrorener Form und bereits geschnitten angeboten. Diese portionierten Abpackungen können nicht nur für BARF-Anfänger eine Erleichterung sein, sondern eignen sich ebenso, wenn es mal schnell gehen muss.

Grauer Welpe liegt schlafend auf einer Decke

BARFen „light“ – abwechslungsreicher Speiseplan für Ihren Welpen

Wer sich für das Konzept des BARFens interessiert, aber nicht komplett auf Rohfütterung umsteigen möchte, findet vielleicht am BARFen „light“ Gefallen. Hierbei handelt es sich um eine Art gemischte Fütterung. „Teilbarfen“ bedeutet, nur einige BARF-Mahlzeiten in den Speiseplan Ihres Lieblings zu integrieren. Wenn Ihr Welpe diese Art der Ernährung gut verträgt, könnte diese Variante eine alltagstaugliche und etwas weniger aufwendige Fütterungsweise als reines BARF für Sie darstellen.

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