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Tibet Spaniel steht am Feldrand

Tibet Spaniel – der kleine Löwen-Hund aus Tibet

Hinter der Rassebezeichnung Tibet Spaniel verbirgt sich gar kein Spaniel, ja nicht einmal ein Jagdhund. In seiner tibetanischen Heimat gilt der „Jemtse Apso“ als beliebter Haus- und Familienhund. Neben dem wachen – und lautstarken – Melden hat der kleine Löwe vor allem eine Aufgabe: Er will für seine Menschen da sein. Bis heute leben viele dieser interessanten Wuschelhunde in tibetanischen Klöstern. Passt der große Charakter im kleinen Paket auch zu dir?

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Begleithund mit Wachfunktion – seit vielen Jahrhunderten

Die Geschichte des Jemtse Apso, was so viel bedeutet wie „geschorener Apso“, reicht so weit zurück, dass ihre Ursprünge heute im Verborgenen liegen. So viel ist sicher: Er zählt zu den ältesten asiatischen Hunderassen. Seit vielen Jahrhunderten finden sich Tiere dieser sehr ursprünglichen Rasse als Begleiter in Häusern und Klöstern. Die Liebe der Menschen zu ihrem kleinsten Apso beruht auf den zahlreichen Vorteilen, die das Zusammenleben mit den kleinen Hunden bietet: Sie melden jeden Besucher lautstark, sie halten ihre Menschen in den langen, kalten Wintern warm und sie zählen zu den besten Seelentröstern und Zuhörern unter allen Hunderassen. Die kleinen Löwen-Hunde haben ein besonderes Talent, ihren Menschen zu lauschen und dabei Gesichter zu ziehen, als könnten sie jedes Wort verstehen. Und wer weiß, vielleicht versteht ein Tibet Spaniel tatsächlich mehr, als wir ahnen!

Der Charakter des Tibet Spaniels

Der kleine Tibetaner hat einen sehr menschenfreundlichen, anhänglichen Charakter. Er liebt es, immer dabei zu sein und fügt sich dabei hervorragend in den Alltag seines menschlichen Partners ein. In der Tat betrachtet der Tibet Spaniel seine Menschen als Partner und möchte mit Respekt behandelt werden. Man könnte ihn durchaus als hoheitsvoll und ein wenig arrogant bezeichnen. Mit Druck und Härte erreichst du bei diesen charakterstarken, mutigen und intelligenten Hunden gar nichts. Diese sind aber zugleich so clever, dass sie Führungslosigkeit bereitwillig für die eigenen Zwecke nutzen. Das richtige Gleichgewicht aus Geben und Nehmen liegt dem liebenswerten Löwen im Blut. Beachtest du das, ist dir ein wundervoller, gut führbarer Begleiter sicher.

 

Beim Spaziergang – oder an einem löchrigen Gartenzaun – zeigt sich oft die neugierige, unabhängige und abenteuerlustige Seite des Tibet Spaniels. Er hat zwar keinerlei Jagdtrieb, findet aber dennoch viele Dinge, die er abseits der Wege tun könnte. Dein Rückruf muss demnach wirklich gut sitzen, bevor du den kleinen Tibetaner ohne Leine losziehen lässt. Das ist dann besonders wichtig, wenn dein kleiner Begleiter mit dir zum Wandern gehen darf: Tibet Spaniels lieben Ausflüge aller Art und sind erstaunlich trittsicher, kernig und ausdauernd. Kein Wunder, mussten ihre Urahnen doch in den tibetanischen Höhen mit ihren Menschen die Bergpfade bezwingen.

 

Der wohl wichtigste Charakterzug im Hinblick auf Haltung und Erziehung ist die Bellfreudigkeit der kleinen Apsos. Es liegt ihnen im Blut, jedes verdächtige Geräusch zu melden. Möchtest du dem entgegenarbeiten, solltest du so früh wie möglich damit beginnen.

Portrait eines Tibet Spaniels

Erziehung und Haltung

Bei der Erziehung des Tibet Spaniels müssen Fairness und Konsequenz im Mittelpunkt stehen. Das gilt so natürlich bei jeder Hunderasse – aber der kleine Apso legt äußersten Wert auf einen wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe. Seine Erziehung ist deshalb weniger ein Empfangen von Befehlen als eine Kommunikation mit einem Partner. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, ist der loyale und gelehrige Tibetaner leicht erziehbar. Auch Ersthundebesitzer kommen mit dieser Rasse meist gut zurecht, wenn sie sich vor allem am Anfang professionelle Hilfe in Hundeschulen suchen.

 

Die sympathischen Zwerge stellen dank ihrer Anpassungsfähigkeit keine besonderen Anforderungen an ihre Haltung. Ob kleine Stadtwohnung, Haus mit Garten und Bauernhof – in jeder Hütte finden sie ein warmes Plätzchen. Reine Schoßhunde sind sie dennoch nicht: Sie sind gern unterwegs zum Spazieren, Wandern und sogar Klettern. Beim Radeln brauchen sie gelegentlich eine Pause im Fahrradkorb.

 

Neben der täglichen Bewegung tut den kernigen Kerlchen ein wenig geistige Auslastung gut. Ihr größtes Talent – das Wachen – führen sie ohne Hilfe jederzeit aus. Jagen und Apportieren liegen ihnen ebenso wenig wie reine Nasenarbeit. Aber dank ihrer Intelligenz lernen sie Hundetricks schneller als manch andere Hunderasse. Warum lässt du dir nicht am Abend deine Pantoffeln bringen? Oder bringst ihm bei, die Türen zu öffnen? Der kleine Jemtse Apso kann erstaunliche Leistungen vollbringen, wenn er Spaß daran hat, mit seinen Menschen zu arbeiten.

Pflege des Tibet Spaniels

Trotz der langen Haare gilt der Tibet Spaniel als pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten und Aussortieren von Zweigen, Kletten oder Ähnlichem aus dem Fellkleid sind natürlich Pflicht, aber darüber hinaus hast du nicht viel zu tun. Trimmen oder Scheren ist weder notwendig noch ratsam, es würde die seidige, wasserabweisende Haarstruktur zerstören.

Besonderheiten und Gesundheit

Der Tibet Spaniel ist ein freundlicher, meist gut gelaunter, schlauer Begleithund für Menschen jeden Alters. Er passt sein Bewegungsbedürfnis problemlos an seine Menschen an und findet sich in nahezu jeder Umgebung zurecht. Wichtig ist ihm nur eins: möglichst wenig alleine zu sein!

 

Auf gesundheitlicher Seite bringt der Tibetaner eine robuste Konstitution mit. Es gibt einige bekannte Erbkrankheiten, auf die vor der Zuchtzulassung getestet werden muss. Dazu gehören eine bei weißen Hunden öfter auftretende Form der Taubheit, Probleme mit den Augen wie Augenlidveränderungen und Retinaatrophie, Hüftgelenksdysplasie (HD), Patellaluxation und Nierenprobleme. Kaufe daher einen Welpen nur aus einer anerkannten Zucht. Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) fungiert als Ansprechpartner für die Züchtersuche.

 

Ein gut gepflegter und schlank gehaltener Tibet Spaniel kann bis zu 15 Jahre alt werden.

Steckbrief Tibet Spaniel

  • Rasse:
    Tibet Spaniel
  • Herkunft:
    Tibet
  • Klassifikation:
    Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 5 Tibetanische Hunderassen
  • Größe:
    um 26 Zentimeter
  • Gewicht:
    4 bis 7 Kilogramm
  • Körperbau:
    kräftig, kompakt, gedrungen und robust
  • Augen:
    dunkle Augen mit wachem Blick
  • Ohren:
    eng anliegende Knickohren mit deutlicher Behaarung
  • Fell und Farbe:
    seidig mit weichem Deckhaar und deutlicher Unterwolle, reiche Befederung an den Beinen und beim Rüden eine „Mähne“, alle Farben erlaubt
  • Besonderheiten:
    tibetanisches „Kulturgut“
  • Charakter
    aufmerksam, hochintelligent, eigensinnig, hoheitsvoll, bellfreudig
  • Gesundheit:
    recht robuste Rasse mit wenigen Erbkrankheiten (Taubheit, Augenerkrankungen, Hüftdysplasie)

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