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Ein Rottweiler-Welpe.

Präge- und Sozialisierungsphase beim Welpen

Viele wichtige Grundlagen für das spätere Verhalten eines Hundes werden in der Prägephase gelegt. Sie ist eine der Entwicklungsphasen des Welpen und findet ca. zwischen der vierten und achten Lebenswoche statt. Umso wichtiger ist es, falls du mit dem Gedanken spielst, einen Welpen vom Züchter zu nehmen, nur ein Hundekind aus verantwortungsvoller Zucht auszuwählen. Denn was in dieser Zeit im Gehirn gespeichert oder auch nicht gespeichert wird, bleibt für das gesamte Leben erhalten.

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Was bei der Prägephase im Gehirn passiert

Was in dieser Zeit im Gehirn passiert, lässt sich so beschreiben: Im Gehirn öffnen sich immer wieder neue, so genannte „Zeitfenster“. In diesen Zeitfenstern wird Erlebtes, oder Nichterlebtes durch sofortiges Verbinden der Nervenenden miteinander verknüpft. Auf diese Verknüpfungen greift das Tier zeitlebens zurück und reagiert auch später entsprechend. Dieses Wissen über den Ablauf der Prägephase im Leben eines Welpen ist für einen Züchter, der menschenbezogene, mit Artgenossen gut verträgliche Hunde abgeben möchte, unbedingt Voraussetzung. Je mehr Verknüpfungen entstehen, desto besser!

Prägung auf möglichst verschiedene Reize

Während der Prägephase ist daher wichtig, dass der Welpe andere Hunde beziehungsweise Tiere, verschiedene Menschen sowie diverse Außenreize wie Geräusche kennen lernt, um später angstfrei und gefestigt durchs Leben zu gehen. Dem Welpe sollte jetzt die Möglichkeit geboten werden, vieles auszuprobieren. Wähle daher den Züchter bewusst aus. Frag nach, wie die Welpen aufgezogen wurden und welche Reize sie kennen lernen durften. Schau dir an, wo sich der Wurf aufhalten darf, und guck, ob die Kleinen neugierig und ohne Angst auf dich reagieren. Denn wer einen Welpen zu sich holt, der eine optimale Prägephase hinter sich hat, der legt den Grundstein zu einer glücklichen Mensch-Hund-Beziehung!

Sozialisierung ist Trumpf: Zeig deinem Welpen die Welt

Die Sozialisierungsphase ab der achten bis zur zwölften Woche löst die Prägephase ab. Das hier Geprägte muss jetzt in allen Feinheiten erfahren und erprobt werden. Im Hundefamilienverband haben Welpen bis Ende der Prägephase viel Narrenfreiheit. Bei Beginn der Sozialisierungsphase ändert sich dies schlagartig. Jetzt beginnt für sie die Erziehung. Das ist auch unbedingt nötig, denn sie müssen sich später in das intakte Rudel eingliedern. Von den älteren Hunden werden nun ganz klare Grenzen gesetzt, Tabus erhoben und diese auch mit disziplinarischen Maßnahmen durchgesetzt. Diese wichtige Zeit im Leben verbringt der Welpe jetzt bei seinem Menschen. Daher ist absolute Konsequenz nun bei der Erziehung oberste Priorität.

Begegnungen mit Menschen, Tieren, Sensationen

Die Sozialisierung auf Menschen gehört mit zum Wichtigsten, was dein Welpe in dieser Phase  lernen muss. Achte darauf, dass du den ersten Kontakt des fremden Menschen zu deinem Welpen herstellst, dein Welpe soll sich schließlich nicht überfallen oder bedrängt fühlen. Findet dann aber z.B. ein schönes Spiel oder aber eine ausgiebige Schmuseeinheit statt, wird dein Welpe bestimmt begeistert dabei sein. Der Kontakt mit ihrerseits gut sozialisierten Artgenossen ist von großer Bedeutung. Aber auch möglichst viele neue Situationen darf der Kleine kontrolliert kennen lernen. Wichtig ist, dass er so viele positive Erlebnisse wie möglich bekommt. Mach die Sozialisierungsphase zum gemeinsamen Abenteuer!

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