Krankenversicherung für die Katze: sinnvoll oder nicht?
28.08.2025 - Lesedauer: 7 Minuten

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Eine realistische Investition oder doch im übertragenen Sinne „für die Katz“? Diese Frage kommt auf, wenn es um eine Krankenversicherung für die Katze geht. Eine Verletzung oder Krankheit kann aufgrund der gestiegenen Tierarztkosten der neuen Gebührenordnung schnell ins Geld gehen. Mit einer Katzen-Krankenversicherung schützt du dich vor einer plötzlichen, hohen Rechnung. Doch welche ist die beste Krankenversicherung Katzen und worauf solltest du achten? Hier findest du Antworten!
- Die Katzen-Krankenversicherung auf einen Blick
- Ist eine Krankenversicherung für Katzen sinnvoll?
- Wann solltest du eine Katzen-Krankenversicherung abschließen?
- Was muss ich bei einer Krankenversicherung für Katzen beachten?
- Welche Krankenversicherung empfehlen Tierärzte?
- Was die Krankenversicherung für Katzen üblicherweise übernimmt
- Was und wann zahlt die Tierkrankenversicherung nicht?
- Wie viel kostet eine Krankenversicherung für Katzen?
- Alternativen zur Krankenversicherung für die Katze
- Fazit: Katzen-Krankenversicherung erwägen und prüfen
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Krankenversicherung für die Katze bietet sich grundsätzlich für alle Katzenhalter an, die sich vor hohen Tierarztkosten schützen möchten.
- Je jünger die Katze ist, desto günstiger ist die Absicherung. Zusätzlich wird nach Rasse unterschieden.
- Es gibt ein paar Dinge, die bei der Auswahl einer Krankenversicherung für die Katze beachtet werden sollten: Prüfe vorab die Selbstbeteiligung, den Ausschluss bestimmter Krankheiten und ob die Krankenversicherung für die Katze mit oder ohne Wartezeit möglich ist.
- Startest du für die Krankenversicherung der Katze einen Vergleich, achte auch insgesamt auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und was im Fall der Fälle tatsächlich bezahlt wird.
- Eine Alternative ist die reine OP-Absicherung für Katzen. Diese ist günstiger und greift bei anfallenden Operationen.
Die Katzen-Krankenversicherung auf einen Blick
Eine Krankenversicherung für die Katze funktioniert nach demselben Prinzip wie eine Krankenversicherung für Menschen. Du zahlst monatlich oder im jährlichen Rhythmus einen festen (manchmal abhängig vom Alter der Katze auch zunehmend steigenden) Preis und bist bei Katzenkrankheiten finanziell größtenteils abgesichert.
Die Versicherung trägt gemäß ihrer AGB einen Großteil oder sogar die kompletten anfallenden Gebühren bei einer tierärztlichen Behandlung bis hin zur Operation, wenn diese für die Katze nötig wird.
Ist eine Krankenversicherung für Katzen sinnvoll?
Eine Krankenversicherung für Katzen ist wie die Haftpflichtversicherung für Haustiere nicht automatisch vorhanden. Normalerweise sicherst du deine Katze über die Privathaftpflicht ab, wenn sie Schäden bei anderen verursacht. Dem gegenüber steht die Krankenversicherung für die Katze, die greift, wenn der Stubentiger selbst verletzt oder krank wird. Diese muss aktiv abgeschlossen werden.
Obwohl man sagt, dass eine Katze sieben Leben hat, kann sie sich doch mitunter durch wildes Toben oder Kämpfe mit Artgenossen verletzen. Auch Unfälle mit Autos im Straßenverkehr bilden eine Gefahr. Gerade Freigänger haben hierfür ein hohes Risiko, weshalb sich für die Katze eine Krankenversicherung auszahlt. Doch auch Wohnungskatzen können plötzlich krank werden und hohe Behandlungskosten zur Folge haben. Diese Kosten sinken mit einer Katzen-Krankenversicherung spürbar.
Wann solltest du eine Katzen-Krankenversicherung abschließen?
Die Krankenversicherung für die Katze sollte so früh wie möglich ins Auge gefasst werden, da sie bei jungen, gesunden Tieren deutlich günstiger ist. Aber: Es existieren durchaus Tarife, die ohnehin mit steigendem Katzenalter teurer werden. Schaue hierfür unbedingt ins Kleingedruckte!
Bei bestehenden Vorerkrankungen wird es ebenfalls kostenintensiver, wenn du dich für eine Katzen-Krankenversicherung entscheidest. Das ist vergleichbar mit bestimmten Versicherungen für Menschen, wie beispielsweise der Berufsunfähigkeitsversicherung. Ist eine Katze bereits krank, erwartet die Versicherung höhere Kosten, die sie tragen muss – und legt sie in Form einer höheren zu zahlenden Prämie auf den Versicherungsnehmer um.
Wichtig zu wissen ist auch, dass viele Versicherer eine Wartezeit festlegen, bevor die Absicherung tatsächlich greift. Denn gäbe es die Krankenversicherung für die Katze ohne Wartezeit, könnte sie theoretisch im letzten Moment unmittelbar vor einer OP abgeschlossen werden.
Was muss ich bei einer Krankenversicherung für Katzen beachten?
Die „beste” Krankenversicherung für die Katze gibt es nicht; denn es kommt ganz darauf an, welche Katze du hast (Rasse, Alter, Freigänger oder nicht), welche Leistungen du dir wünschst und welchen Monatsbeitrag du dafür aufbringen möchtest. Es ist sicherlich ratsam, vor dem Abschluss der Krankenversicherung für die Katze einen Vergleich zu starten.
Achte beim Check der Versicherungen auf die folgenden Dinge:
- die maximale Leistung pro Jahr: Viele Versicherer legen einen Höchstbetrag fest, den sie im Jahr bezahlen – auch, wenn deine Katze im Zweifel mehrere Operationen benötigt, die über diesen hinausgehen. Es ist daher sinnvoll, eine hohe jährliche Summe festzulegen.
- die Höhe der Selbstbeteiligung: Wie bei anderen Versicherungen gilt: Je höher die Selbstbeteiligung pro Fall, desto niedriger der monatliche oder jährliche Versicherungsbeitrag. Kalkuliere hier aber gut, ob du im Zweifelsfall die veranschlagten Beträge tatsächlich aufbringen kannst.
- die Voraussetzungen des Versicherers: Klingt ein Angebot erst einmal sehr verlockend, schaue genau hin, ob deine Katze zu den möglichen Versicherten gehört. Manchmal werden bestimmte Rassen, Katzen ohne Chip oder sehr alte Katzen ausgeschlossen.
- die Ausschlusskriterien: Hat deine Katze schon eine Erkrankung, überprüfe, ob diese nicht zu den Aspekten gehört, die im Akutfall gar nicht von der Versicherung getragen werden.
- die Wartezeit: Es gibt viele Absicherungen mit Wartezeit, die den Versicherer vor dem spontanen Abschluss beispielsweise kurz vor einer OP schützt. Die Wartezeiten liegen in der Regel zwischen 30 Tagen und bis zu sechs Monaten. Möchtest du dich so bald wie möglich absichern? Dann schaue, ob du auch eine Krankenversicherung für deine Katze ohne Wartezeit oder mit einem nur geringen Vorlauf findest.
Welche Krankenversicherung empfehlen Tierärzte?
Auch hier kann keine pauschale Aussage getroffen werden. Eine gute Orientierung gibt die Übersicht der EisbaumTabelle oder von ähnlichen bekannten Vergleichsportalen. Nur so kannst du die für dich individuell beste Krankenversicherung deiner Katze finden.
Grundsätzlich sind aber jene Krankenkassen „gut“, deren Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Eine eher teure Police sollte folglich so viel wie möglich für die Samtpfote abdecken, während bei günstigen Anbietern durchaus Abstriche zu erwarten sind.
Was die Krankenversicherung für Katzen üblicherweise übernimmt
Je nach Anbieter und Tarif sind normalerweise die folgenden Leistungen in der Katzen-Krankenversicherung abgedeckt:
- Vorsorge-Untersuchungen
- regelmäßige Impfungen
- diagnostische Tests
- Wurmkuren
- Operationen
Zu den Wunschleistungen, die meistens nicht zum Standard gehören, aber abhängig vom Versicherer durchaus in den Tarif aufgenommen werden könnten, zählen:
- Physiotherapie
- Homöopathie für Katzen
- Zuschüsse, wenn du bestimmte Vorsorge-Maßnahmen ergreifst
- die Vor- und Nachbehandlung bei Operationen
Für alle Versicherer gilt die freie Tierarztwahl, sodass du an keine feste Tierarztpraxis gebunden bist.
Was und wann zahlt die Tierkrankenversicherung nicht?
Im Regelfall werden grundsätzlich Operationen von Katzen bezahlt, jedoch können bestimmte von ihnen von vornherein vom Anbieter ausgeschlossen werden.
Ebenso schließen viele Versicherer die Kosten für die Kastration der Katze aus, sofern diese nicht medizinisch notwendig ist. Schau zusätzlich auf die Kostenübernahme der Nachbehandlung im Rahmen einer Operation, denn auch diese wird manchmal separat aufgeführt und auf den Versicherungsnehmer übertragen.
Im Notdienst, wenn die Tierärzte nach einem mehrfachen Satz abrechnen dürfen, werden ebenfalls nicht immer alle Kosten übernommen. Dasselbe gilt, wenn du mit deiner Katze in den Urlaub fährst und ein medizinisches Problem im Ausland auftritt.
Ist dir einer dieser Aspekte besonders wichtig? Dann frag bei der Katzenversicherung im Voraus nach, ob du ihn zusätzlich in den Tarif aufnehmen kannst. Manchmal ist dies gegen einen Aufpreis möglich.
Wie viel kostet eine Krankenversicherung für Katzen?
Es fehlt noch ein entscheidender Aspekt bei der Wahl der Krankenversicherung für die Katze: die Kosten! Diese werden in den Online-Vergleichen transparent beleuchtet. Oft unterscheiden sie sich je nach Alter und Rasse der Katze, weshalb du im Vorfeld die nötigen Daten eingeben kannst. Bei jungen, gesunden Katzen zahlst du im Schnitt 20 Euro im Monat, während eine alte Katze durchaus Tarife im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Monat erfordert. Auch ist die Gebühr für eine Rassekatze mit ihren besonderen Risiken für rassespezifische Krankheiten sowie für einen Freigänger meistens höher. Wenn du mehrere Samtpfoten hältst, musst du übrigens für jede Katze eine eigene Katzenversicherung abschließen!
Kosten bei Katzenversicherung sparen
Du kannst bei der Krankenversicherung für die Katze Kosten sparen, wenn du bestimmte Leistungen streichst oder die Selbstbeteiligung erhöhst. Vergleiche außerdem unbedingt mehrere Anbieter, da manche Versicherer bestimmte Rassen teurer einstufen als andere und umgekehrt.
Alternativen zur Krankenversicherung für die Katze
Erscheint dir die Krankenversicherung für die Katze zu teuer? Dann solltest du eine Katzen-OP-Versicherung in Erwägung ziehen. Diese schlägt mit etwa zwei bis zehn Euro pro Monat zu Buche und ist folglich deutlich günstiger für dich als Katzenhalter. In diesem Fall werden, wie der Name schon sagt, jedoch nur die Kosten für wichtige Operationen übernommen. Untersuchungen, Impfungen, Homöopathie und Co. gehören nicht zum Leistungsportfolio.
Eine weitere Alternative oder auch Ergänzung ist ein Sparkonto, auf das du jeden Monat Geld einzahlst. Darauf kannst du im Notfall zurückgreifen. Jedoch solltest du bedenken, dass die Kosten möglicherweise schwierig zu kalkulieren sind, sollte eine schwere Erkrankung deiner Katze dich vor eine hohe Rechnung stellen.
Fazit: Katzen-Krankenversicherung erwägen und prüfen
Du solltest gut abwägen, ob du für die Krankenversicherung der Katze die Kosten tragen oder lieber anderweitig planen möchtest. Bei einem genauen Check der Leistungen, Selbstbeteiligung und möglichen Ausschlüssen bist du mit einer Krankenversicherung jedoch eindeutig auf der sicheren Seite. Es lohnt sich, auf dem Weg zur besten Krankenversicherung für die Katze in Ruhe zu vergleichen, welcher Anbieter zur eigenen Katze und den Ansprüchen an die Versicherungsleistungen passt.