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Portrait einer Kurilen Bobtail

Kurilen Bobtail: sanftes Kraftpaket mit Jagdinstinkt

Eine stämmige Katze mit luchsartigem Look und einem markanten kurzen Schwanz: Die Kurilen Bobtail ist eine beeindruckende Erscheinung. Dennoch ist die Samtpfote mit dem geknautschten Schwanz hierzulande eine bislang recht unbekannte Rasse. Dabei handelt es sich um eine charmante Familienkatze mit vielen Talenten, robuster Gesundheit und Agilität. Lass dich vom Charme der russischen Inselkatze begeistern und erfahre hier mehr über das Wesen und die Herkunft der Kurilen Bobtail.

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Kurilen Bobtail: Charakter

Die Kurilen Bobtail ist, ungeachtet ihres „urtümlichen“ Aussehens, eine liebevolle und sanfte Katze. Von ihren Menschen erwartet sie viel Aufmerksamkeit. Wer sich für eine Vertreterin dieser Katzenrasse entscheidet, muss daher viel Zeit für die Beschäftigung mit ihr einplanen. Außerdem sollte im Haushalt noch mindestens eine weitere Katze anwesend sein, damit auch für artgerechte Interaktion unter den Samtpfoten gesorgt ist. Einen Artgenossen gleichwertig ersetzen kann auch der beste „Dosenöffner“ nicht.

 

Die russische Rassekatze zeichnet sich durch ihre Schlauheit und Fähigkeit, Situationen einzuschätzen aus. Demgemäß erweist sie sich in einer ihr zusagenden Umgebung als lernfähig und lässt sich gut erziehen. Ihre Persönlichkeit ist aufgeschlossen, auf unbekannte Besucher geht die Katze freundlich zu. Trotzdem wählen sich die Kurilen Bobtails innerhalb ihrer Familie meist eine spezielle Bezugsperson aus, auf die sie sich fixieren.

 

Ihre Stressresistenz ist bemerkenswert: Die kräftigen Fellnasen bringt so schnell nichts aus dem Konzept. Sind im Haushalt andere Tiere anwesend, ist auch das gewöhnlich unproblematisch. Mit Kindern beweist die Samtpfote meist eine nach Katzenmaßstäben bemerkenswerte Geduld.

 

Trotz ihrer Menschenbezogenheit hat die Kurilen Bobtail einen sehr hohen Aktivitätslevel und braucht jede Menge Bewegung. Ideal wäre beispielsweise ein gesicherter Garten, in dem sie sprinten und auf Bäume klettern kann. Die Samtpfoten sind wahre vierbeinige „Sportskanonen“, die ihre Kraft und Geschicklichkeit ausreizen müssen. Dabei tun sie sich dank ihrer starken Hinterbeine besonders als Sprungtalente hervor.

 

Erwähnenswert ist, dass die Kurilen Bobtail als ausgezeichnete und unerschrockene Jägerin gilt, die es sogar mit Ratten aufnimmt. Solltest du auf der Suche nach einer Helferin sein, die in Haus und Hof die Nager-Population kontrolliert – zum Beispiel in einem Stall oder Getreidelager – gehört die Rassekatze zu den qualifizierten Kandidatinnen für diese Aufgabe.

Haltung und Pflege der Kurilen Bobtail

Ein Leben als Vollzeit-Wohnungskatze wird den Bedürfnissen der Kurilen Bobtail nicht gerecht – die agilen Fellnasen hältst du idealerweise mit Möglichkeit zum Freigang in einer katzensicheren Umgebung.

 

Wenn die Katze im Haus bleiben muss, biete ihr ersatzweise viel Anregung und Abwechslung mit Jagdspielen. Hohe Kratzbäume und sonstige Klettergelegenheiten sowie freie Flächen zum Anpirschen und Sprinten sollten auch zu Hause vorhanden sein – die Kurilen Bobtail ist definitiv nicht die beste Wahl für beengte Wohnverhältnisse.

 

Je nach Felllänge und Lebensumständen der Katze ist bei der Pflege ein gewisses Maß an Einsatz von dir gefordert. Während bei Kurzhaar-Katzen wöchentliches Striegeln reicht, solltest du bei halblangen Haaren mehrfach wöchentlich zur Bürste greifen. Bei Kurilen Bobtails mit Zugang zu Außenbereichen sind das tägliche Absuchen des Tieres nach Zecken sowie ein guter Parasitenschutz erforderlich.

 

An ihr Futter stellt die Kurilen Bobtail keine speziellen Ansprüche. Gib ihr hochwertiges Katzenfutter in der angemessenen Menge.

 

Mit einer Durchschnitts-Lebenserwartung zwischen 15 und 20 Jahren gehört die Kurilen Bobtail zu den langlebigen Katzenrassen, vorausgesetzt, es treten keine gesundheitlichen Komplikationen auf. Tatsächlich weist die Rasse keine besonderen Veranlagungen für Erbkrankheiten auf: Die Anpassung an die extremen Klimabedingungen ihrer Heimat hat den Katzen buchstäblich ein „dickes Fell“ und eine robuste Konstitution verliehen. Anders als bei der Manx ist die Kurzschwänzigkeit nicht mit Beeinträchtigungen des Skeletts verbunden.

Kurilen Bobtail hockt auf einem Fliesenboden

Farben der Kurilen Bobtail

Das nach dem Rassestandard erlaubte Farbspektrum der Kurilen Bobtail stellt sich recht komplex dar: Erlaubte Farben sind Rot, Schwarz, Blau, Weiß sowie Creme mit Silber oder Gold. Nicht zulässig sind hingegen Colourpoint, Lilac, Zimt-, Reh- oder Schokoladenfarben.

 

Liberal geht es bei den Fellzeichnungen zu: Hier ist alles möglich. Kurilen Bobtail-Katzen gibt es als Tiger, Tuxedos, Tabbys oder Schildpatt-Katzen.

 

Das Fell der Kurilen Bobtail ist kurz oder halblang und seidig, dabei ist kaum Unterfell vorhanden. Langhaarkatzen fallen durch „Hosen“ und eine Mähne an Hals und Brust auf.

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Die Geschichte der Kurilen Bobtail

Die Existenz der Kurilen Bobtail ist seit dem Jahr 1800 bekannt. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde die Rasse aber erst Mitte des vergangenen Jahrhunderts präsentiert, als russische Militärangehörige sie aufs Festland brachten. Heimat der Rasse ist nämlich der Kurilen-Archipel, eine Inselkette zwischen der Halbinsel Kamtschatka (Russland) und der Insel Hokkaido (Japan). Der 1.200 Kilometer lange, aus mehr als dreißig Inseln bestehende Archipel zählt politisch zu Russland.

 

Die Nähe zu Japan stützt die Theorie, dass es sich bei der Kurilen Bobtail um eine „Auskopplung“ der Japanese Bobtail handeln könnte. Diese stummelschwänzige Katzenrasse wurde in Japan bereits Jahrhunderte zuvor gezüchtet. Exemplare, die auf den Archipel gelangt waren und sich dort in der Insellage weitervermehrt haben, könnten die Stammeltern der „russischen“ Variante sein. Dagegen spräche, dass das bei der Kurilen Bobtail für die Schwanzlänge verantwortliche Gen auf andere Weise vererbt wird, was aber seinerseits eine weitere Mutation sein könnte. Die Katzentypen unterscheiden sich allerdings auch optisch voneinander.

 

Bei der Kurilen Bobtail liegt „Brachyurie“ vor, eine angeborene Verkürzung des Schwanzes (wobei dieser beweglich sein kann), einhergehend mit einer individuellen „Verlaufsform“. So etwas kommt sporadisch bei allen Katzenrassen vor. Neben gezielter Zucht können besondere Umstände – wie etwa eine isolierte Insellage – dazu führen, dass der Gendefekt sich in der örtlichen Population etabliert. Bei der Kurilen Bobtail handelt es sich somit um eine natürlich entstandene Rasse.

 

Anders als bei der Manx ist mit der abweichenden Erbanlage keine erhöhte Sterblichkeit der Kitten verbunden. Bei der Zucht werden entsprechend nur reinrassige Kurilen Bobtail miteinander verpaart.

 

Als Katzenrasse anerkannt ist die Kurilen Bobtail von der FIfe (Fédération Internationale Féline) und der TICA (The International Cat Association). Züchter finden sich hauptsächlich im Baltikum und der Ukraine, in Mitteleuropa gilt die Kurilen Bobtail derzeit noch als „Exot“.

Besonderheiten der Kurilen Bobtail

Das auffallendste Feature der Kurilen Bobtail ist selbstredend ihr Pompon-artig „geknautschter“ Schwanz, der „ausgerollt“ eine Länge von bis zu 13 Zentimetern hat; da er aber geknickt, eckig oder gar spiralig gebogen ist, beträgt die „sichtbare Länge“ nur um die 8 Zentimeter.

 

Dass die Katze den Schwanz nicht nutzen kann wie Artgenossen anderer Rassen, äußert sich in ihrem Gangbild – eher „hoppelnd“ als elegant schleichend. Die Kurilen Bobtail hat sich daran aber hervorragend adaptiert und steht dank ihrer Größe, muskulösen Statur und Agilität auch als Freigängerin „ihre Katz“. Ihrer speziellen Statur verdankt sie auch den respektvollen Beinamen „Haus-Luchs“.

Steckbrief Kurilen Bobtail

  • Rasse:
    Kurilen Bobtail
  • Herkunft:
    Russland
  • Größe:
    mittelgroß (zwischen 23 und 30 Zentimeter Schulterhöhe)
  • Gewicht:
    bis 5,5 Kilogramm (Katze) beziehungsweise 7 Kilogramm (Kater)
  • Körperbau:
    kompakt, muskulös, stämmig, gerundeter Rücken, Hinterbeine länger als Vorderbeine
  • Kopfform:
    groß und breit, abgerundete „Trapezform“, mittelgroße Ohren mit abgerundeten Spitzen und Haarbüscheln an den Spitzen
  • Augen:
    rund und leicht schräg; grün oder gelb; blaue oder verschiedenfarbige Augen nur bei Katzen mit Weiß im Fell
  • Fell und Farbe:
    kurzes oder halblanges Fell in Blau, Schwarz, Rot, Creme mit Weiß, Silbern und Golden
  • Fellpflege:
    mehrfach pro Woche bürsten
  • Besonderheiten:
    geknickter oder gebogener Schwanz mit 3 bis 8 Zentimetern „sichtbarer Länge“
  • Haltung:
    Freigang empfohlen, alternativ geräumige Wohnung mit Garten oder Balkonnutzung
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