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Eine Katze schaut nach oben.

Hilfe, die Katze pinkelt überall hin – was tun?

Wenn es in der Wohnung verdächtig riecht oder eindeutige Pfützen auf dem Boden, auf Teppichen oder Polstermöbeln auftauchen, ist der Übeltäter schnell überführt: Der Stubentiger hat sich außerhalb des Katzenklos erleichtert. Ob es sich dabei um ein einzelnes Malheur aufgrund widriger Umstände handelt, etwa weil die Tür zum Raum mit dem Katzenklo geschlossen war, oder ob ein anderes Problem vorliegt, sollten Sie so schnell wie möglich abklären. Generell gibt es für Katzen vier Gründe, in der Wohnung zu pinkeln.

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Toilettentraining: Wie wird die Katze stubenrein?

Der harmloseste Anlass für Unsauberkeit: Die Katze weiß nicht, wofür das Katzenklo gedacht ist. Das ist bei ganz jungen Kätzchen oder ehemaligen Streunern oft der Fall. Katzenbabys, die in einem Haushalt aufwachsen, lernen von der Mutter, wie sie das Katzenklo benutzen sollen und wie sie ihre Hinterlassenschaften anschließend verbuddeln. Sie begreifen das sehr schnell. Denn es ist eine instinktive Verhaltensweise von Katzen, die Spuren ihrer Anwesenheit vor Beute und Fressfeinden verbergen wollen. Ist das Kitten nicht in den Genuss der mütterlichen Erziehung gekommen, beispielsweise als verwaistes Babykätzchen, müssen Sie das Tier aufmerksam beobachten.

 

Setzen Sie das Kätzchen, sobald es Anstalten macht, ein Bächlein oder etwas Größeres abzusetzen, sanft in die vorbereitete Katzentoilette. Loben Sie das Kleine, wenn es alles richtig macht, schimpfen Sie es niemals, auch wenn es nicht sofort klappt. Das Kätzchen muss die Toilette allein betreten können, die Wanne sollte also nicht zu hoch sein, oder sie legen übergangsweise eine „Stufe“ an. Katzentoiletten mit Deckel oder Tür sind für Kitten nicht geeignet, da die Tür oder der Einstieg den Zugang zum stillen Örtchen erschwert.

 

Wenn Sie eine wilde Katze aufnehmen, benutzen Sie in der ersten Zeit Blumenerde als Einstreu – diesen Untergrund kennt die Katze aus dem Leben in Freiheit. Mischen Sie nach und nach Katzenstreu unter. Zeigt die Jung- oder Streunerkatze während des Toilettentrainings wiederholt Rückfälle, prüfen Sie, ob es ein Problem mit der Toilette (Einstiegshöhe, Konsistenz der Streu, unruhiger Standort) gibt.

Inkontinenz: Wie helfe ich einer Katze mit Blasenschwäche?

Die erwachsene Katze pinkelt auf den Teppich, ist aber ansonsten unauffällig im Verhalten? Dann liegt eine organische Ursache nahe.

Inkontinenz bei Katzen entsteht durch:

  • Neurale Schäden: Inkontinenz bei Katzen kann durch einen Nervenschaden entstehen, zum Beispiel infolge eines Unfalls, bei dem die Wirbelsäule oder das Becken in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Katze kann ihre Schließmuskeln nicht oder nicht mehr richtig kontrollieren und verliert Harn oder Kot. Bei einer solchen Inkontinenz kann eine Therapie mit Vitamin-B-Gaben versucht werden.
  • Krankheiten: Blasenentzündungen, Harnsteine, Harnkristalle oder Tumore sind organische Ursachen für Unsauberkeit. Sie treten oft als Begleiterscheinungen oder Symptome komplexerer Erkrankungen auf, meist bei älteren Tieren, und müssen tierärztlich mit entsprechenden Therapien oder auch operativ behandelt werden. Eine krankheitsbedingte Inkontinenz erkennen Sie oft schon an den Urinspuren selbst: Ungewöhnliche Färbung, Geruch oder gar Blutbeimengungen sind Alarmzeichen.
  • Demenz: Leider sind mit zunehmendem Alter auch Katzen von Demenzerkrankungen betroffen. Eine demente Katze zeigt Verwirrung und Orientierungsprobleme. Das kann dazu führen, dass die Katze schlichtweg vergisst, wo die Toilette ist und wie man sie benutzt. Zeigen Sie in einem solchen Fall Verständnis für die demente Katze und bringen Sie sie rechtzeitig auf die Toilette, wenn Sie bemerken, dass sie in Nöten ist.

Protestpinkeln und psychische Probleme: wenn die Katze unglücklich ist

Der häufigste Fall von Unsauberkeit: Die Katze pinkelt auf das Sofa, um zu zeigen, dass sie nicht zufrieden ist. Die Gründe können vielfältig sein.

Gründe für das Protestpinkeln von Katzen

  • Psychische Ursachen: Frust, Trauer, Stress oder ähnliche äußere Faktoren bringen das nervliche Gleichgewicht durcheinander
  • Veränderungen: im Wohnumfeld können unkontrolliertes Pinkeln auslösen; vielleicht ein Umzug, ungeliebte neue Gegenstände oder Möbel, aber auch fremde Gerüche wie ein neues Waschmittel.
  • Rangordnungsprobleme: Die misslungene Vergesellschaftung mit neuen Artgenossen, ein neuer menschlicher Mitbewohner oder ein Baby kann dazu führen, dass die Katze sich in ihrer Stellung im Haushalt verunsichert fühlt.
  • Emotionale Gründe: Langeweile oder Vernachlässigung; die Katze fühlt sich nicht genug beachtet und protestiert auf diese Art und Weise.

Die Katze pinkelt ins Bett, aufs Sofa, den Teppich oder demonstrativ neben das Katzenklo, also auf waagerechten Flächen? Dann handelt es sich um eine Unsauberkeit der Katze, deren Ursache Sie ergründen und beseitigen müssen. Entwickelt die Katze besondere Vorlieben für eine bestimmte Stelle, machen Sie diese unzugänglich. Auf einem Teppich können Sie beispielsweise ein paar Steine auslegen, sodass die Katze sich vorerst nicht niederlassen kann. Finden sich die Urinspuren hingegen vorwiegend an vertikalen Stellen, also Wänden, Schränken oder Tischbeinen, steckt etwas anderes hinter dem „Wildpinkeln“.

Eine Katze sitzt im Katzenklo.

 

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Pinkelgrund Gebietskonflikt: Was tun, wenn die Katze markiert?

Pinkelt die Katze nicht im Sitzen, sondern richtet das Hinterteil bei aufgestelltem Schwanz gegen ein Objekt und sprüht dieses mit Urin an, markiert es. Dieses Verhalten hat mit dem normalen Harndrang nichts zu tun; der Urin dient vielmehr als Geruchsbotschaft. Die Katze kennzeichnet Gegenstände, auf die sie Anspruch erhebt. Sie markiert sie auf diese Weise strategische Punkte im Revier als ihr Eigentum und teilt Artgenossen mit, dass das Territorium oder der Lieblingsplatz bereits belegt ist.

 

Die gute Nachricht: Kastrierte Katzen markieren in der Regel nicht mehr – ein weiteres Argument für die ohnehin empfohlene Kastration von Katzen. Markiert ein kastriertes Tier dennoch, ist Ursachenforschung angezeigt: Dann liegt sehr wahrscheinlich eine extreme Stresssituation vor, durch die die Samtpfote sich in ihrem Revier bedroht fühlt; vielleicht eine neue dominante Katze oder ein Hund in der Nachbarschaft. Entdecken Sie Markierungen eines fremden Tiers auf Ihrem Grundstück, versuchen Sie, diese mit einem Spezialreiniger für solche Zwecke zu überdecken.

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