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Eine Japanese Bobtail steht auf einer Wiese und schaut sich um

Japanese Bobtail: die Samtpfote mit „Crysanthemenschwanz“

„Kazoku-neko“ – so lautet der japanische Name der Japanese Bobtail. Übersetzt bedeutete er „Familienkatze“ und beschreibt damit gleich das herausragende Charaktermerkmal der Rassekatze: Sie ist freundlich, intelligent und gern in Gesellschaft ihrer Menschen. In ihrem Herkunftsland wird sie zudem als Glücksbringer geschätzt. Dem geselligen Tier fehlt nur eines: der typische lange Katzenschwanz. Allerdings hat dies andere Hintergründe als beispielsweise bei der Manx. Erfahre hier Wissenswertes über die liebenswerte Asiatin!

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Japanese Bobtail: Charakter

Als „Bobtail“ bezeichnet man ein Tier mit einem „bobbed tail“, also einem verkürzten Schwanz. Als Hund ist der Bobtail allgemein bekannt – aber es gibt auch Samtpfoten mit diesem Feature. Die Japanese Bobtail ist eine friedfertige, umgängliche, kurz gesagt: nette Katze. Sie integriert sich harmonisch in einen Haushalt und nimmt so aktiv am Familienleben teil, dass man sich fragen könnte, ob ihr bewusst ist, dass sie selbst eigentlich kein Mensch ist. Dank ihrer Ausgeglichenheit bringt sie nichts so schnell aus der Fassung. Neuen Personen und Dingen begegnet sie interessiert und neugierig.

 

Die Japanese Bobtail hat einen nach Katzenmaßstäben gering ausgeprägten Bewegungstrieb und eignet sich daher auch als Haustier in kleiner dimensionierten Wohnverhältnissen. Voraussetzung ist jedoch die Möglichkeit für sie, sich bei Bedarf in ein separates Zimmer zurückzuziehen. Wie alle Katzen sollte auch die Japanese Bobtail nicht als Einzelkatze gehalten werden, als Partnerkatze gibst du ihr idealerweise einen Artgenossen mit ähnlichem Charakter zur Gesellschaft. Hunde werden von ihr in der Regel huldvoll ignoriert.

 

Auch wenn sie nicht zum explosiven Umhertoben neigt, benötigt deine Japanese Bobtail ausreichend Kletter- und Versteckmöglichkeiten sowie Anregungen beim gemeinsamen Spiel. Besonders mögen die schlauen Fellnasen Aktivitäten, bei denen Köpfchen gefordert ist, zum Beispiel anspruchsvolle Fummelspielzeuge. Sogar kleine Tricks und Apportieren erlernt die Stummelschwanzkatze schnell.

 

Der Kommunikations- und Aufmerksamkeitsbedarf der sozialen Japanese Bobtail ist groß: Die Rassekatzen gelten als ausgesprochen gesprächig und „plaudern“ angeregt.

 

Besitzt du eine Japanese Bobtail, solltest du darauf achten, deine Katze aufgrund ihres Menschenbezugs trotz anwesender Zweitkatze nie lange allein zu lassen – sie äußert anderenfalls lautstark ihren Unmut. In einem Singlehaushalt mit einem regelmäßig abwesenden Besitzer wäre die Japanese Bobtail fehl am Platz. Viel besser passt sie in eine Familie, bei der sich stets ein Mitglied zu Hause befindet. Auch erweist sie sich als ideale Mitbewohnerin für aktive Senioren, die genug Zeit haben, mit ihr zu spielen.

Haltung und Pflege der Japanese Bobtail

Die Japanese Bobtail fällt durch eine robuste Gesundheit auf. Aus der rassetypischen Kurzschwänzigkeit resultieren keine bekannten Erbkrankheiten. Ihre Pflege erweist sich als unkompliziert: Je nachdem, ob du ein lang- oder kurzhaariges Exemplar besitzt, ist gegebenenfalls häufigeres Bürsten nötig.

 

Auch am Napf erweist sich die japanische Stummelschwanzkatze als anspruchslos: Setze auf hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil sowie wenig Fett, Zucker und Getreide. Gib jedoch Acht darauf, dass deine Japanese Bobtail nicht dick wird – da sie insgesamt weniger aktiv ist als andere Rassen, ist ihr Energiebedarf geringer.

 

Die Lebenserwartung der Rassekatze liegt zwischen zwölf und 16 Jahren, die Anschaffungskosten zwischen 800 und 1.200 Euro.

Eine Japanese Bobtail leckt ihre Pfote

Farben der Japanese Bobtail

Die Japanese Bobtail präsentiert sich als bunte Rasse: Alle Fellfarben kommen vor, laut Rassestandards ist alles außer Lilac, schokoladen- oder zimtfarben sowie Colourpoint erlaubt. Die Grundfarbe der Japanese Bobtail ist mehrheitlich Weiß mit andersfarbigen, meist roten oder schwarzen Partien.

 

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dreifarbige Exemplare: In der Optik als „Drei-Fell-Katze“ (japanisch: Mike-neko) gelten sie als „Glückskatze“. Tatsächlich ist die mechanische winkende Katze, die man zum Beispiel am Eingang von asiatischen Restaurants und Geschäften sieht, nach dem Vorbild einer Japanese Bobtail entworfen.

 

Die Japanese-Bobtail gibt es sowohl in einer lang- als auch in einer kurzhaarigen Variante. In beiden Haarlängen neigt die Japanische Stummelschwanzkatze nicht zum übermäßigen Haaren.

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Die Geschichte der Japanese Bobtail

Einst, so erzählt es eine japanische Legende, schlief eine Katze zu nahe am Feuer, woraufhin ihr Schwanz zu brennen begann. In Panik rannte das Tier umher und legte dabei die ganze Umgebung in Schutt und Asche. Der Tenno – der japanische Kaiser – reagierte verständlicherweise ungehalten und befahl zur Strafe, allen Katzen die Schwänze zu kupieren.

 

So weit entfernt von der Realität ist diese Geschichte allerdings nicht: Katzen erfüllten in früherer Zeit in China und Japan die wichtige Aufgabe, jene Gewächshäuser, in denen Seidenraupen gezüchtet wurden, von Nagetieren und Vögeln freizuhalten. Oft richteten die Katzen dabei mit ihren Schwänzen Sachschaden an, die ramponierten Raupengespinste waren dann für die Seidenproduktion nicht mehr zu gebrauchen. Die damals pragmatische, aber alles andere als tierfreundliche Lösung bestand im Kupieren der Katzenschwänze.

 

Allerdings kommen kurzschwänzige oder schwanzlose Katzen durch natürliche Genmutationen immer wieder vor. Solche Exemplare mit natürlichem kurzem Schwanz waren wertvoll und somit exklusive und begehrte diplomatische Geschenke in herrschaftlichen Kreisen. Auf Kunstgegenständen sind sie seit dem 6. Jahrhundert im asiatischen Raum dokumentiert.

 

In Japan erkannte man, dass die Vermehrung von kurzschwänzigen Katzen züchterisch möglich war. Da das für die Stummelschwänze verantwortliche Gen rezessiv vererbt wird, müssen dafür beide Elterntiere kurzschwänzig sein. Nachdem im Jahr 1602 die japanischen Behörden verfügt hatten, alle bis dahin dem Adel vorbehaltenen Samtpfoten freizulassen, wurde die Kurzschwänzige zur „Straßenkatze“ und vermehrte sich wild weiter.

 

Erwähnung fand die Stummelschwanzkatze in einem Reisebericht des Forschers Engelbert Kämpfer aus der Zeit um 1700: Der Deutsche merkte schon damals verwundert an, dass die markante Katze sich lieber herumtragen und streicheln ließ, als auf Mäusejagd zu gehen – aus seiner Perspektive ein echtes Kuriosum.

 

In den Sechzigerjahren wurden in Japan stationierte amerikanische Soldaten auf die Bobtail-Katzen aufmerksam. Gegen Ende des Jahrzehnts konnte die Züchterin Elizabeth Freret die drei ersten Exemplare in die USA importieren. Seit 1965 ist die Japanese Bobtail von der amerikanischen Cat Fanciers’ Association (CFA) anerkannt, seit 1990 von der FIFe (Fédération Internationale Féline).

 

Bei der Japanese Bobtail sind übrigens andere Gene für die „Schwanzausprägung“ verantwortlich als beispielsweise bei der Manx. Während bei dieser Katze im Wesentlichen ein begrenzter Genpool die Etablierung der Mutation begünstigte, stand in Japan systematische Zucht im Vordergrund, bei dem das Erscheinungsmerkmal „verkürzter Schwanz“ herausgearbeitet wurde. Die betreffende Mutation hat, anders als bei der Manx, jedoch keine Auswirkungen auf das Skelett.

 

In Deutschland ist die Japanische Stummelschwanzkatze bisher vergleichsweise unbekannt.

Besonderheiten der Japanese Bobtail

Im Gegensatz zur genetisch schwanzlosen Manx hat die Japanese Bobtail einen Schwanz, der gebogen oder geknickt sein kann. Die genaue Form des Schwanzes ist bei jedem einzelnen Tier individuell ausgeprägt. Die „ausgerollte“ Schwanzlänge liegt bei zehn bis 13 Zentimetern, in der tatsächlichen Ausdehnung sind es fünf bis acht Zentimeter. Manche vergleichen diesen Schwanz mit einer Blüte – daher die Alternativbezeichnung „Crysanthemenkatze“.

 

Da diese körpereigene „Balancierstange“ nicht wie ein normal langer Schwanz eingesetzt werden kann, hat die Japanese Bobtail einen prägnanten, hoppelnden Gang. Katzenuntypisch ist auch ihre Faszination für Wasser.

Steckbrief Japanese Bobtail

  • Rasse:
    Japanese Bobtail (alternativ: Stummelschwanz-Katze, Crysanthemenkatze)
  • Herkunft:
    Japan
  • Größe:
    mittelgroß (zwischen 30 und 35 Zentimeter Widerristhöhe)
  • Gewicht:
    zwischen 2 und 4 Kilogramm (Katze) beziehungsweise 3 und 5 Kilogramm (Kater)
  • Körperbau:
    schlank, muskulös, ausgewogen
  • Kopfform:
    kräftiger Unterkiefer, große Ohren, geschwungenes Profil
  • Augen:
    mandelförmige Augen in allen Farben, auch unterschiedlich gefärbt
  • Fell und Farbe:
    seidig-dicht ohne Unterwolle, alle Farben außer Point, Lila, Zimt und Schokoladenbraun
  • Fellpflege:
    regelmäßiges Bürsten, bei langhaarigen Exemplaren mehrmals wöchentlich
  • Besonderheiten:
    kurzer geknickter oder gebogener Stummelschwanz
  • Haltung:
    Freigang oder Wohnungshaltung mit gesichertem Balkon oder Garten
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