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Fährtenarbeit für Hunde: So wird die Spurensuche zum Erfolg

Die Fährtenarbeit ist für Ihren Hund eine artgerechte Beschäftigung. Sie entspricht hundertprozentig seiner Veranlagung, denn Hunde sind Riechspezialisten. Ihr Geruchssinn ist uns Menschen in Sachen Sensibilität und Unterscheidungsfähigkeit haushoch überlegen. Machen Sie aus Ihrem Hund eine echte Spürnase und gehen Sie mit Ihm auf Fährtensuche. Lesen Sie in diesem Ratgeber Tipps für die Fährtenarbeit, die auch für Anfänger geeignet sind!

Fährtenarbeit: die besondere Suchaufgabe

Die Unterscheidungsfähigkeit für Gerüche ist bei Hunden etwa 1.000 Mal höher ausgeprägt als bei uns Menschen. Je nach Hunderasse weisen ihre Nasen 100 bis 200 Millionen Riechzellen auf. Wir Menschen kommen gerade einmal auf circa fünf Millionen Riechzellen. Kein Wunder also, dass Hunde große Nasenarbeiter sind. Die Fährtenarbeit stellt dabei eine besondere Variante der Nasenarbeit dar.

Dabei liegt ein besonderer Fokus auf die Distinktionsfähigkeit für unterschiedliche Gerüche. Im Unterschied zum Mantrailing, bei dem der Hund der direkten Geruchsspur eines Menschen folgt, die sich aus Schweiß, Hautschuppen und/oder Kosmetika zusammensetzt, folgt der Hund bei der Fährtenarbeit einer sogenannten „Fährte“.

Die Fährte besteht aus:
  • Aufgewirbelten, aufgeworfenen oder beschädigten Erdoberflächen
  • Zerdrückten Pflanzen, aus denen Flüssigkeiten und Duftstoffe austreten
  • Kinstlebewesen und Mikroorganismen

Die Fährtenarbeit des Hundes bzw. das Fährtensuchen wird hauptsächlich als Sport betrieben. Polizeihunde und ausgebildete Suchhunde der Rettungskräfte folgen hauptsächlich der direkten Duftspur des Fährtenlegers, das heißt: einer gesuchten Person.

Es geht los: Anleitung zur Fährtenarbeit des Hundes für Anfänger

Besonders am Anfang ihrer Karriere als Fährtenarbeiter sollten Hunde nicht überfordert werden. Denn Nasenarbeit ist für Hunde anstrengend. Gut 200 Mal pro Minute atmet ein Hund beim Schnüffeln ein und aus. Und auch das Gehirn wird gefordert. Der Bereich, der für die Verarbeitung des Geruchssinns zuständig ist, ist größer als beim Menschen. Sie sollten es daher langsam angehen lassen, und mit einfachen Übungen und simplen Fährten beginnen.

Die Ausrüstung, die Sie brauchen, besteht aus einem Suchgeschirr für Ihren Hund und eine Leine von drei oder vier Metern Länge, sowie Leckerlis, die Ihr Hund sehr gerne mag. Begeben Sie sich mit Ihrem Hund auf eine Wiese oder einen Acker mit wenig Ablenkungspotenzial. Ihr Hund sollte kurze Zeit vorher nichts gegessen haben, damit die Leckerlis eine große Anziehung. Beachten Sie auch, die Futtermenge entsprechend zu reduzieren. Während Sie die Fährte legen, wartet Ihr Hund oder ist kurz angebunden. Er darf dabei gerne zusehen, wie Sie die Spur legen. Machen Sie etwa 15 Schritte in eine Richtung und treten Sie dabei fest auf, sodass eine deutliche Spur im Gras und auf dem Boden entsteht. Am Anfang legen Sie in jeden Fußabdruck ein Leckerli.

Führen Sie Ihren Hund an den Anfang der Fährte. Unter Profis wird der Startpunkt „Abgang“ genannt. Geben Sie das Kommando „Such!“. Ihr Hund wird der Spur der Leckerlis folgen und dabei lernen, wie eine Fährte riecht. Falls er einmal von der Fährte abkommt, korrigieren Sie ihn nicht, sondern loben Sie Ihn, sobald er die Spur wieder aufnimmt. Wenn Sie ihn von der Spur wegnehmen, bevor er die letzten ein oder zwei Leckerlis aufnehmen kann, wird die Motivation für weitere Aufgaben groß sein.

Am Anfang legen Sie am besten klar ausgelegte und nicht zu lange Fährten, damit Ihr Hund sie sauber erschnuppern und sein Ziel finden kann. Denken Sie daran, dass gerade die Fährtenarbeit für Anfänger sehr anstrengend ist.

Erhöhung des Schwierigkeitsgrads – immer der Nase lang

Nach den ersten erfolgreichen Übungsreihen können Sie nun den Schwierigkeitsgrad erhöht. Auch hierbei sollte Ihr Hund weder über- noch unterfordert werden. Lassen Sie auf der Fährte zunächst jedes zweite Leckerli weg und machen Sie die Übung erneut. Als zusätzliche Schwierigkeit werden Bögen und später rechte Winkel in die Fährte eingebaut. Beobachten Sie den Hund. Findet er bereits zielsicher den nächsten Fußabdruck ohne Leckerli und ohne Umwege die richtige Spur? Dann versuchen Sie, nur noch jeden dritten Fußabdruck mit einem Leckerli zu markieren. Am Zielort einer Übungsreihe darf dann auch gerne eine größere Belohnung auf Ihren fleißigen Fährtensucher warten, denn das ist für ihn zwar eine artgerechte und spannende, aber eben auch eine harte Nasen- und Konzentrationsarbeit.

Mit der Zeit sollte der Hund ein konzentriertes und ruhiges Suchverhalten vorzeigen, wobei er die gelegten Winkel sicher ausarbeitet. Die nächsthöhere Stufe ist der Einbau von sogenannten Verleitungen im Suchpfad. Dabei handelt es sich zum Beispiel um eine kreuzende Fährte, die ein zweiter Fährtenleger legt. In dieser Übungsreihe für Fortgeschrittene sollte am Zielort ein Gegenstand vom Hund aufgenommen oder angezeigt werden. Erst dann erfolgt die Belohnung. Als „fährtenrein“ bezeichnen Profis einen Hund, der eine Fährte sauber aufnimmt und sämtliche Ablenkungen und Verleitungen ignoriert.

Möchten Sie das Thema Fährtenarbeit mit Ihrem Hund vertiefen? Dann gehen Sie mit Ihrem Hund auf weitere Fährtensuche. Im Ratgeber Nasenarbeit haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

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